Das Tesla-Gründstück in Grünheide nach der Rodung
Audio: Antenne Brandenburg | Philip Barnstorf | 10.03.2020 | Bild: rbb / Philip Barnstorf

Geplante E-Autofabrik in Grünheide - Tesla darf Grundstücksboden abbaggern und planieren

Obwohl die umweltrechtliche Genehmigung für das Tesla-Werk immer noch aussteht, ist die Bauvorbereitung in Grünheide schon in vollem Gange: Die Bäume sind gefällt. Nun wurde Tesla erlaubt, den Mutterboden abzubaggern.  

Tesla darf auf dem Gelände der in Grünheide geplanten E-Auto-Fabrik 30 Zentimeter Oberboden abtransportieren und das Gelände planieren. Das Landesumweltamt hat dafür am Montag eine sogenannte vorzeitige Genehmigung erteilt. Das teilte die Sprecherin des Umweltministeriums, Frauke Zelt, am Dienstag mit. Tesla wolle mit den Arbeiten unverzüglich beginnen.

Das Landesamt für Umwelt entschied am Montag laut Ministerium über die zweite Zulassung des vorzeitigen Baubeginns nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz für die Fabrik.

Tesla muss Schutzgebiet-Vorgaben beachten

Tesla muss laut Ministerium jedoch darauf achten, dass es sich um ein Wasserschutzgebiet handelt. Für die Einebnung darf das Unternehmen nur Material verwenden, das dem örtlichen Wasserschutzgebiet nicht schadet. Die vier Bäume, die noch stehen weil in ihnen Fledermäuse überwintern, sowie einige Ameisenhügel dürfen erst gefällt und eingeebnet werden, wenn die Tiere umgesiedelt worden sind.

Die komplette umweltrechtliche Genehmigung steht jedoch weiterhin aus. Tesla kann "auf eigenes Risiko" mit den Arbeiten beginnen und müsste den alten Zustand wiederherstellen, falls das endgültige grüne Licht ausbleibt. Im Februar hatte das Umweltamt schon die Rodung des rund 92 Hektar großen Areals als vorzeitige Maßnahme erlaubt. Dagegen hatte es Proteste gegeben.

Tesla will von 2021 an in Grünheide rund 500.000 Elektrofahrzeuge im Jahr bauen. 361 Kritiker hatten sich mit Einwänden gegen die Fabrik gewandt.

Tesla-Gelände (Quelle: rbb|24)

Kommentarfunktion am 10.03.2020, 22.00 Uhr geschlossen. Die Kommentare dienen zum Austausch der Nutzerinnen und Nutzer und der Redaktion über die berichteten Themen. Wir schließen die Kommentarfunktion unter anderem, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 10.03.2020, 13:30 Uhr

8 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 8.

    Oh je, was nicht alles möglich ist. Hauptsache die Lobby funktioniert und der Rest klatscht in die Hände. Wollte mich eigentlich raus halten. Gegen so viel Blinde macht es keinen Sinn. Wer das grünheider Biotop nicht kennt, versteht auch die Einwendungen nicht... @ Herr Neumann: fragen sie doch Herrn Platzeck, der hatte auch Industrieflächen in gewünschter Größe im Angebot...ohne Das weitere Flächen versiegelt und denaturiert werden. Aber ja, elektro wiegt alles auf. Und ein Elektro Schuppen ... nicht schlecht .....kein Respekt hat Herr Musk

  2. 7.

    Wäre ich Politiker oder Journalist, der hier nur etwas mitteilen möchte hätte ich das so nicht getan. Das Ding hat Potenzial. Wer es deutlicher formuliert genkt an Verscheißerung. Jetzt geht es doch nur darum diese Giga so zu errichten und später fertigen zu lassen, dass die Minimierung an Naturschäden entsteht. Wir Menschen sind nun mal da und belasten die Natur und Umwelt einmalig mehr als die hier noch auf der Erde lebenden Tiere. Nur Menschen machen Krieg und anderen Mist. Geben wir uns nun die größte Mühe und machen es so wie es der Natur am wenigsten schadet.

  3. 6.

    Eine Bodenversiegelung rückgängig zu machen, ist sehr wohl möglich. Das ist auch vom Gesetzgeber so festgelegt. Es ist sogar möglich, Kiefernwald zu roden und dafür an anderen Stellen Mischwald zu ersetzen. Vielleicht ist es sogar möglich, in Oder-Spree, 12000 Arbeitsplätze zu schaffen, trotz 361 Einwendungen aus Berlin und Brandenburg.

  4. 5.

    Das Problem ist sehr oft bei der Schaffung von Arbeitsplätzen in Ostdeutschland : Das gefällt der Konkurrenz in den Alten Bundesländern nicht. Das haben wir schon beim BER gesehen. Wo sich München und Frankfurt darüber freuen. Bei Tesla, klagen Bayerische Vereine und andere Verbände. Auch die Natur- und Umweltschützer, müssen nicht immer Ostdeutsche Interessen vertreten. Zum Schluss, wird die Nadel im Heuhaufen gesucht werden. Wenn ich das jetzt schon wieder, mit dem unzureichenden Brandschutz lese. Wieviele Jahre, musste der Brandschutz am BER nachgebessert werden. Also, Ich denke, da ist schon sehr viel Neid und Missgunst dabei. Nach der Alten Devise : Bayern first. In Bayern wird so etwas noch im Biergarten klargemacht, oder auf dem Oktoberfest. Deshalb heißt deren Automarke auch BMW. Und vom Münchener Flughafen, fliegen sogar Flugzeuge. Ein Autowerk in Brandenburg - I woas net, glaub i net. Bei däne drübe-im Osten.

  5. 4.

    Ich finde es sehr gut, das Tesla mit der Vorbereitung des Bau- Untergrunds schon beginnen darf. Dann ist für die neue Tesla-fabrik, nachher, der Zeitdruck nicht so groß. Unter Zeitdruck, können sehr schnell Fehler passieren, deshalb ist der Frühzeitige Bau-Beginn bei Tesla, sehr wichtig.

  6. 3.

    Geil, Jetzt kommt Tesla mit seiner E-Autofabrik nach Brandenburg und schafft endlich tausende neu Arbeitsplätze. Und Grünheide bekommt sogar noch eine unterirdische Musikhalle- Cool.

  7. 2.

    Tesla kann "auf eigenes Risiko" mit den Arbeiten beginnen und müsste den alten Zustand wiederherstellen, falls das endgültige grüne Licht ausbleibt.
    Muss keiner verstehen.
    Eine Bodenversiegelung rückgängig zu machen ist u.a.schwierig.

  8. 1.

    Endlich geht es los. Am Berliner Ring ist noch sehr viel Platz. Da können noch ein paar große Betriebe kommen. Danke an Elon Musk und Tesla.

Das könnte Sie auch interessieren

Antenne Kompakt vom 27.11.2020 Daumennagel
rbb | Studio Frankfurt

Aus dem Studio Frankfurt (Oder) für Ostbrandenburg - 27. November 2020

+++Stimmung zum 1. Advent trotz Corona+++Frankfurt (Oder) schafft Angebot der Anleitung zur Kompetenz im Familienleben+++Tesla und die Jobs in der Region+++Eberswalder Bahnhofsvorplatz soll zukünftig nach Holocaust-Überlebendem Gert Schramm benannt werden+++Handwerksbetriebe und Corona in den Feiertagen+++