Das Gelände von Tesla am 25.02.2020. (Quelle: rbb/Tino Schöning)
Bild: rbb/Tino Schöning

Tesla in Grünheide (Oder-Spree) - Grüne fordern Schienenkonzept für Tesla-Fabrik

Der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Brandenburger Landtag, Clemens Rostock, sieht für die künftige Nutzung des Schienennetzes durch den Elektroauto-Hersteller Tesla keine unüberwindbaren Hindernisse. Dies teilte er am Donnerstag in einer Presseerklärung mit. Da mit einer deutlichen Zunahme des Zugverkehrs zu rechnen sei, müsse für die Region ein neues Schienen-Verkehrskonzept entwickelt werden. So fordert Rostock unter anderem, die Bahnschranken in Fangschleuse und Hangelsberg durch Unter- und Überführungen zu ersetzen. Die Umsetzung könne allerdings Jahre dauern

Strecke mit freien Kapazitäten

Auf Anfrage des Grünen-Politikers erklärte die Landesregierung, dass es auf den Bahnstrecken zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) trotz gemeinsamer Nutzung durch den Güter- und Personenverkehr noch freie Kapazitäten gäbe. Derzeit sind auf der Strecke täglich zwischen 60 und 70 Güterzüge zu verzeichnen.

Auslastung noch offen

Der US-Konzern plant neben der Straße auch den Schienengüterverkehr für den Lieferbetrieb seiner sogenannten Gigafactory in Grünheide nutzen zu wollen. Wie hoch die Auslastung der Ost-West-Strecke durch Tesla ansteigt, sei allerdings noch nicht abzusehen. Da die Planungen des E-Autoherstellers für die Logistik am Standort nicht abgeschlossen sind, gebe es noch keine endgültige Planung für die notwendigen Gleisanlagen am Standort. Allerdings ist auf dem Areal bereits ein Anschlussgleis der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE) vorhanden, dass von Zügen aus Richtung Berlin genutzt werden könnte.

Sendung: Antenne Brandenburg, 16.04.2020.

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13 Kommentare

  1. 13.

    Grundwasser gibt es allerdings im Süden Berlin (Blumenviertel, Rudow) wohl mehr als genug. Dort setzen sich die Bürger weiterhin für eine Fortsetzung der Grundwasserhaltung ein. Die Halbierung des Wasserverbrauchs seit der Wende hat (nicht nur) dort für nasse Keller gesorgt.

  2. 9.

    Ja das ist schlichtweg eine Zahlenspielerei… 3 ha, 500.000 Autos, ach nein 2.000.000 Autos, erste Ausbaustufe, 372 m³ Trinkwasserverbrauch,….und und und. Diese perfide Augenwischerei ist nicht nur peinlich, sondern extrem gefährlich. Diese Fabrikplanung ist komplett an der Realität vorbei. Wir steuern auf ein 3. Dürrejahr in Folge hinaus. Und die regierenden Parteien diskutieren über Gleisanschlüsse. Das hätten sie vor 30 Jahren tun sollen, jetzt geht es ums Eingemachte!!!

  3. 8.

    Umso größer Zählen ausgelegt werden, umso größer ist doch die Empörung gegen etwas Neuem. Der Flächenverbrauch für dieses Werk liegt bei höchstens 3 Quadratkilometern. Da hören sich natürlich 300 Hektar viel gewaltiger an, als 3 Quadratkilometer.

  4. 6.

    Man kann auch sagen 3000000 Quadratmeter(3Millionen Quadratmeter). Man kann dazu aber auch sagen: 3 kleine Quadratkilometer an der A10. Drei winzig kleine Quadratkilometer direkt an der gut ausgebauten Bundesautobahn A10. Und diese 3 Quadratkilometer Brandenburg, kann man nutzen für einen Nutzforst, für einen Windpark, für ein Solarfeld, für ein Rapsfeld, für ein Maisfeld, für einen Getreide-Acker, usw.. Oder man baut darauf eine Tesla-fabrik mit tausenden von Arbeitsplätzen, mit Zulieferer-Firmen und mit moderner Infrastruktur.

  5. 5.

    Tesla nutz den Anschluss derzeit schon zur Anlieferung von Baumaterialien und will den auch zukünftig weiterhin u.a. für den Abtransport eines Teils der dort produzierten PKW nutzen. Eine entsprechende Erweiterung der Gleisanlagen ist deshalb in deren Plänen zu finden.

  6. 4.

    Bislang hieß es, dass Tesla den Schienenanschluss nicht nutzen wolle. Es wäre sehr wichtig, dass dies umgekehrt kommt: Verzicht auf Straße. Aber was soll man von einem Autokonzern schon erwarten...

  7. 3.

    Dreihundert Hektar Baumplantage, für die andrerorts ein Vielfaches der Fläche in Form von gesundem Mischwald aufgeforstet wird.

  8. 2.

    Eine Über oder Unterquerung der Bahnübergänge in Hangelsberg und Fangschleuse hat doch der Bürgermeister von Grünheide Herr Christiani bereits vor Wochen angekündigt und bereits ein Finanzierungskonzept mit Beteiligung der Gemeinde, des Landes und des Bundes angekündigt. Ebenso die Verlegung des Bahnhofes Fangschleuse. Lesen die Grünen im Landtag keine Zeitung oder arbeiten die ohne Internetanschluß im Home Office? Peinlich diese Partei.

  9. 1.

    Das macht das Geschehen auch nicht besser. Erst dreihundert Hektar zum Fällen und Versiegeln freigegeben, dann Schienenanschluss fordern weil Umweltfreundlich. Sehr unglaubwürdig.

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