Antragsunterlagen für den Bau der Autofabrik von Tesla
Audio: Antenne Brandenburg | 30.06.2020 | Bild: rbb/John-Alexander Döring

Unterlagen werden ausgelegt - Tesla beantragt weitere vorzeitige Baumaßnahme

Nach umfangreichen Änderungen geht Tesla im Genehmigungsverfahren in eine zweite Beteiligungsrunde mit der Öffentlichkeit. Ab Donnerstag sollen die neuen Unterlagen ausgelegt werden. Gleichzeitig beantragt der E-Auto-Hersteller vorzeitige Rohbau-Arbeiten.

Die vom Elektroauto-Hersteller Tesla überarbeiteten Unterlagen zur in Grünheide (Oder-Spree) geplanten Fabrik sollen ab Donnerstag für einen Monat öffentlich ausgelegt werden. Das teilte das Landesumweltministerium am Dienstag mit. Bürger und Verbände können nach der Auslage Einwände zu den neuen Unterlagen einbringen.

Umfangreiche Änderungen

Schon im Januar hatte Tesla Genehmigungsunterlagen ausgelegt. Allerdings hat das US-Unternehmen jetzt die Fabrikpläne so umfassend geändert, dass die geänderten Dokumente noch einmal ausgelegt werden müssen.

Interessierte können die Unterlagen nach telefonischer Anmeldung im Landesumweltamt in Frankfurt (Oder), in den Rathäusern in Grünheide und Erkner sowie im Amt Spreenhagen einsehen. Allerdings müsse sich jeder wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie vorher telefonisch anmelden. Damit soll sichergestellt werden, dass nicht zu viele Personen bei der Akteneinsicht zusammentreffen. Besonders ist, dass die Unterlagen wegen der Corona-Pandemie auch online veröffentlich werden.

Tesla mit Transparenz

Tesla will laut Landesumweltministerium mehr Dokumente veröffentlichen, als gesetzlich vorgeschrieben ist. So sollen nicht nur Informationen zu den Umweltauswirkungen der Fabrik, sondern etwa auch Bauzeichnungen und Pläne zur Logistik offengelegt werden.

Bis zum 3. September können Bürger und Verbände dann Einwände zu den neuen Unterlagen einbringen. Schon eingereichte Einwände zu den alten Unterlagen bleiben weiter bestehen. Der Erörterungstermin ist für den 23. September 2020 ab 10 Uhr in der Stadthalle Erkner vorgesehen.

Weitere Antrag für vorzeitigen Rohbau

Im Zusammenhang mit den von Tesla eingereichten Bau-Unterlagen, hat das Unternehmen zudem einen Antrag auf Zulassung einer weiteren, vorzeitigen Baumaßnahme gestellt. Wie das Landesumweltamt dem rbb bestätigte, wolle Tesla nun Teile des Rohbaus errichten, um den Eröffnungstermin 2021 zu halten, so die Sprecherin Frauke Zelt. Da das Hauptgenehmigungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist, geschehe dies auf eigenes Risiko. Ob und wann der Antrag genehmigt wird, sei noch unklar.

Als vorzeitige Maßnahmen hatte der E-Autohersteller in Grünheide bereits Anfang des Jahres 90 Hektar Kiefernwald fällen lassen und mit dem Bau des Fundaments begonnen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 30.06.2020, 13:30 Uhr

49 Kommentare

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  1. 49.

    Diese Frage an den Anlagenbauer: Was ist da unten am Ende der Rammpfähle passiert ? Können Sie nach "Studium" der vielen Seiten wirklich die Aussage machen, dass keinerlei Schadstoffe ins Grundwasser gelangen ? Ich glaube eher, dass Tesla jeden Satz juristisch hat prüfen lassen, dass letztlich z.B. der Genehmiger schuldig ist. In einem PKW-Werk von heute sieht alles so verlässlich und technisch beeindruckend aus. Die Gefahr lauert auch außen auf den Fahrstraßen etc. Wir erleben ja oft genug menschliches Versagen als Ursache. Immer wieder: Dort gewinnt man ganz nebenan unser Trinkwasser.

  2. 48.

    Umweltschutz wäre gewesen, wenn dieser Wald Landschaftsschutzgebiet geblieben wäre!!! Umwelt zerstören und dann über Schutzmaßnahmen nachdenken. Unglaublich überhaupt so zu denken.

  3. 47.

    Als Ergänzung noch ein Bild des knapp 3 km² großen VW-Werkes in Salzgitter, welches viele Einwohner gerade des Nordharzes sicherlich kennen, da die dorthin zur Arbeit pendeln: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/vw5054_v-contentgross.jpg

  4. 46.

    Seit Mitte November 2019 wird gebetsmühlenartig und nahezu unermüdlich über die angeblichen Vorteile der Tesla-Ansiedlung berichtet.
    Befindlichkeiten der Einwohner in und um Grünheide scheinen angesichts des zu erwartenden Geldsegens eine eher untergeordnete Rolle zu spielen.
    Schon Ihr Satz „Mehr Umweltschutz ist nicht möglich!“ lässt vermuten, dass sie dieser Industrialisierung und damit Zerstörung unseres Naherholungsgebietes äußerst aufgeschlossen gegenüberstehen. Zudem lassen Ihre Angaben zum Wohnort erkennen, dass Sie nicht direkt von den Auswirkungen dieser Ansiedlung betroffen sind.
    Was meine Person betrifft, habe ich selbstverständlich ein gewisses Interesse aufklärerisch auf die Menschen in der Region einzuwirken, da es mir ausschließlich um den Erhalt unseres Landschaftsschutzgebietes mit Wäldern und Seen geht.
    Würde ich unsere Landschaft, unter Vorgabe fadenscheiniger Gründe, in eine Betonwüste verwandeln wollen, wäre die Propagandatrommel ein durchaus adäquates Mittel.

  5. 45.

    So abwegig ist doch der Vergleich der beiden Autobahnen auch wieder nicht. Die B6 ist nach dem sechsspurigen Ausbau längst keine Bundesstraße mehr, sondern wurde zur Autobahn aufgewertet. Nach der neuen Nummer dürfen Sie einen Bahnbenutzer nicht fragen. Gibt schon eine Auftahrt , gleich am Ortsende, also sogar unter zwei Kilometern. Wenn man nicht auf völlige Detailtreue wertlegt, sind die Parellelen doch deutlich erkennbar. Bezüglich des ÖPNV , liegt der Harz sogar weit vorn (2 Buslinien a 30 Minuten).

    Natürlich sind die heutigen Fabriken wesentlich moderner und umweltfreundlicher als damals. Betrachtet man aber beide Anordnungen, im direkten Vergleich, braucht man kein Hellseher sein, um zu wissen, was einen erwartet.

  6. 44.

    Der NDR hat eine Internetpräsens. Sie können dazu bestimmt einen Link finden. Ganz fremd ist Ihnen das Neuland ja nicht, auch wenn Ihre Firma neben Ihrem Facebookeintrag darauf verzichtet.

    Sind Sie schon einmal in Zwickau oder Leipzig gewesen und haben sich moderne Autofabriken zum Vergleich angeschaut. Die schauen ganz anders aus als eine Chemiefabrik vom Anfang des vorigen Jahrhunderts mit den damals üblichen Umweltstandards wie auch die in Oker ansässige Hüttenindustrie andere Fabriken betreibt als die Automobilhersteller heute errichten. Die von Porsche soll nebenbei auch ein touristisch interessantes Ziel sein.

    Interesant auch dass Sie die Bundesstraße bei Goslar mit dem Berliner Ring bei Grünheide für vergleichbar halten.

  7. 43.

    Ja. Ich habe die Unterlagen in Punkto Grundwasserschutz, Luftreinheit und Monitoring bezüglich Umweltschutz gelesen.
    Als gelernter Dipl.Ing. für Anlagenbau kann ich sagen: Mehr Umweltschutz ist nicht möglich!
    Bitte lesen Sie sich ruhig die Unterlagen durch, bevor Sie hier weiter die Propagandatrommel rühren.

  8. 42.

    Erfahrung hin oder her. In mehreren Beiträgen (NDR1 Niedersachsen), wird des öfteren davor gewarnt, Obst und Gemüse jeglicher Art, in unmittelbarer Nähe des Chemiewerkes, ungewaschen und ungekocht zu essen, da sich seit Jahren die Luftschadstoffe im Boden angereichert haben. Sie finden in Oker (unterer Teil), kaum Obstbäume, während im oberen Teil , das Obst unbedenklich gegessen werden kann und das Quellwasser, als lindernd gegen viele Krankheiten gilt. Habe es selbst ausprobiert.

    Die Entfernung vom Harz zur Autobahn beträgt nur wenige Meter (Bad Harzburger Dreieck), oder ab Oker (Auffahrt Goslar-Bassgeige), etwa zwei Kilometer. Eine schöne Wanderstrecke , zum Gut Radau, Bündheimer Schloss , über Harlingerode, Campingplatz Göttingerode oder die Landstraße entlang, direkt nach Oker.










  9. 41.

    „In den heute veröffentlichten Unterlagen schafft Tesla nicht nur maximale Transparenz, …“
    Sie haben bereits 3292 Seiten, exklusive Anhang, gelesen und analysiert?
    Oder gehören Sie zu denjenigen die diese Antragsunterlagen erstellt oder geprüft haben?
    Dann wundert mich hier nichts mehr.
    Was Tesla, zusammen mit der Politik des Landes Brandenburg hier veranstaltet, ist nicht nur die unwiederbringliche Zerstörung eines Naherholungsgebietes.
    Vielmehr ist es die macht- und gier-gesteuerte Vernichtung von Natur- und Lebensraum für die hier lebenden Menschen und Tiere.
    Ob nun mit oder ohne B-Plan, das Ergebnis ist dasselbe.
    Angesichts dieses massiven Eingriffs in den Naturhaushalt mit noch nicht absehbaren Folgen für die Luftreinhaltung, Wasserhaushalt und letztendlich Klimawandel, ist die Schaffung von Arbeitsplätzen eine einzige Farce.
    Dies ist keine Chance für die Region, welche bejubelt werden sollte, sondern ein wahnwitziger Entschluss, für ein noch wahnwitzigeres Luxusprodukt.

  10. 40.

    Nochmal, die Fläche ist seit über 20 Jahren für Industrieansiedlungen dieser Art vorgesehen. Der B-Plan ist mehrfach besprochen und angepasst worden. Wer sich als Anwohner nicht rechtzeitig einmischt, braucht sich dann auch nicht über Behördliche Entscheidungen aufzuregen.
    Tesla ist ein Glücksfall für die Region, denn es entsteht nicht nur das 44. Autowerk, sondern auch noch in Schöneberg ein Entwicklungszentrum.
    In den heute veröffentlichten Unterlagen schafft Tesla nicht nur maximale Transparenz, in Punkto Sicherheit, Umweltschutz, Transportkonzept kommt die Firma der Region sehr entgegen. Und die Ersatzflächen werden ab Herbst aufgeforstet.
    Wer das Werk im östlichen Ausland bauen möchte, soll mal bitte erklären, wo die Sozialtransfers in die Region herkommen sollen.

  11. 39.

    Sie sind mitgefahren, haben aber nicht gesehen, dass im B-Plan und auch im dazu laufenden Änderungsverfahren keine Eigenheime stehen, weil die Wohnbebauung erst in einiger Entfernung zur Fabrik steht? In Oker hat man aus der dort immer noch ansässigen Bergbau- und Hüttenindustrie Erfahrung mit Luftschadstoffen. Nur darf man nicht den Fehler machen, dies auf eine Autofabrik direkt an einer viel befahrenen Autobahn (wie weit ist die nächste vom Harz weg? ;-) ) zu übertragen.

  12. 38.

    Die Tesla Manufacturing Brandenburg SE plant den Bau der GF4, die in der ersten Ausbaustufe Elektrofahrzeuge mit einer geschätzten jährlichen Produktion von 500.000 Elektrofahrzeugen herstellen wird.

    Auf Seite 4 in der Kurzfassung der seit heute ausliegenden Antragsunterlagen.

  13. 37.

    Infolge des starken politischen Willens, der die Ansiedlung der GF4 geradezu befeuert, liegt es klar auf der Hand, dass Fakten, die die Ansiedlung kritisch sehen oder gar infrage stellen würden, nur sehr spärlich herüberkommen.
    So z.B. der Fakt, dass Tesla die 44. Fahrzeugfabrik in Deutschland errichten möchte.
    Beinahe täglich wird über die angebliche Notwendigkeit dieser Ansiedlung berichtet, bzw. über die schweren wirtschaftlichen Folgen, falls diese doch noch im letzten Moment verhindert werden sollte.
    Da Tesla zunächst nur nach Europa bzw. in den EU-Raum wollte, wäre es durchaus denkbar, dass innerhalb der EU – fairer Umgang untereinander vorausgesetzt – das eine oder andere Land eine Industriebrache inklusive der für das Betreiben der GF4 benötigten Arbeitskräfte hätte vorweisen können.
    Hätte es im Vorfeld eine ordnungsgemäße Eignungsprüfung gegeben, wäre dieser Standort nie in die engere Wahl gekommen.
    Die „guten Clubs in Berlin“ sollten kein Entscheidungskriterium sein.

  14. 36.

    Wenn Sie die Auslegung des §8a juristisch zweifelhaft finden, dann sollten Sie vor Gericht ziehen. Doch wem wäre da geholfen?
    Politik und Wirtschaft haben aus dem BER-Desaster gelernt und planen, genehmigen und bauen Milliardenprojekte auf Sicht. Wäre der erste Spatenstich nach der endgültigen Genehmigung erfolgt, wäre die gesamte Planung aufgrund der Bodenverhältnisse Makulatur gewesen. Das was unter der Erde ist, ist eben nicht zu 100% erfassbar. So ist jetzt die Planung an die realen Verhältnisse vor Ort angepasst worden und Tesla ist auch auf die Forderungen der Umweltschützer eingegangen.
    Die Planungsunterlagen liegen ab heute aus, im September werden die Einsprüche öffentlich besprochen und im Herbst kommt die endgültige Genehmigung.

  15. 35.

    Ich erinnere mich auch daran, dass es in der Ausbaustufe 150.000 Fahrzeuge sein sollen und 500.000 im Endausbau.

  16. 34.

    Natürlich fahre ich nach Polen mit, da fallen mir Veränderungen auf. Wenn alle Pläne umsetzt sind, ist Grünheide nicht wiederzuerkennen. Neuer Bahnhof, viele Parkplätze, mindestens sechs Gleise, viele Straßen und Zufahrtsstraßen, noch mehr Verkehr, Lärm , Dreck und eine riesige, versiegelte Fläche. Sehr wahrscheinlich wird die Zahl der Allergiker , Asthma - und Bronchialkranken ansteigen.

    Und dann kommt die Kurabgabe, für die Heerscharen von Touristen, die eine einzigartige Bauruine besichtigen
    wollen. Da bekommt man richtig Lust, sich dort niederzulassen. Das Wasser bringe ich mir dann in Kanistern,
    aus den Harzquellen mit.

  17. 33.

    Abwarten! Im dritten genehmigungsrechtlichen Antrag wird nur noch der Rave-Keller stehen! Mit Lackiererei.

  18. 32.

    44 Autofabrik in Deutschland ? Die BRD hat 16 Bundesländer. Also gibt es nach ihrer Rechnung ca. 3 große Autowerke in Brandenburg und ca. 3 weitere große Autowerke in Berlin. Ach Nein !!! Es reicht ja wenn die großen Verbrenner-Autowerke zumeist in West-und Süddeutschland produzieren und Arbeitsplätze schaffen-und Tesla nach Osteuropa abwandert. Dann sind ja wenigstens die 1 bis 3 Quadratkilometer Nadelwald an der A10 gerettet. Und das Wir in der Elektro-Mobilität irgendwo auf Platz 1 sind, wusste Ich auch noch nicht.

  19. 31.

    Ihr Vergleich hinkt, Herr Neumann.
    Wer ein wenig größenwahnsinnig ist, plant in Ausbaustufen.
    Sie erinnern sich doch, oder?
    Dann noch einmal kurz wiederholt:
    TESLA PLANT DIE GF4 IN GRÜNHEIDE IN 4 (VIER) AUSBAUSTUFEN.
    Ab morgen liegen die Genehmigungsunterlagen für die 1. Ausbaustufe - zum zweiten Mal - aus.
    Also dann mal schnell den Rechner geknechtet:
    100 x 500.000 x 4 = 200.000.000
    Ganz klar, die Menschheit braucht das.

  20. 30.

    Hier noch die Quellen, wer sich selbst ein Bild machen möchte:
    Bundes-Immissionsschutzgesetz § 8a: https://dejure.org/gesetze/BImSchG/8a.html,
    OVG-Urteil OVG Berlin-Brandenburg, 20.02.2020 - 11 S 8.20: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Berlin-Brandenburg&Datum=20.02.2020&Aktenzeichen=11%20S%208.20

  21. 29.

    Lamentieren hat einen höheren Spaßfaktor!
    Das hätten sich die Erfinder des kleinen, irgendwann zwischen §8 (Teilgenehmigung) und §9 (Vorbescheid über einzelne Genehmigungsvorausssetzungen) gequetschten Paragraphen 8a (Zulassung vorzeitigen BEGINNs) auch nicht träumen lassen, das damit mal eine ganze Autofabrik gebaut werden soll...
    Nicht, dass dieser kleine Paragraph da mal arg überstrapaziert wird!
    Der pauschale Verweis auf das OVG-Urteil ist für ihre Verhältnisse eine recht magere Argumentation, Herr Neumann. Es ging hauptsächlich um die Frage, ob die Abholzung des Waldes vor der Erörterung der Einwendungen zulässig wäre, was angesichts der sonstigen Wartezeit von 7 Monaten (Vegetationsperiode) bejaht wurde.
    Ob sich damit noch der Rohbau rechtfertigen lässt, darf bezweifelt werden. Das OVG hat der weiteren Anwendung des Paragraphen 8a jedenfalls enge Grenzen gesetzt. Die Träume vom "Probebetrieb" auf der Basis des 8a dürften wohl alle Grenzen juristischer Kreativität sprengen.

  22. 28.

    Wenn Sie zusammen mit Ihren Heerscharen an Touristen mal nach Polen mitgefahren wären, wäre Ihnen aufgefallen, dass dort keine Eigenheime stehen. Oder waren Sie einfach nur angeödet von den brandenburgischen Monokulturen, dass Sie nicht mehr aus dem Fenster geschaut haben? Die Zersiedlung fand in Grünheide an anderer Stelle statt, nicht direkt an Eisen- und Autobahn.

  23. 27.

    100 x 500.000 = 50.000.000
    Zu Vergleich: 2019 wurden weltweit 67.000.000 PKW gebaut. Aber hey, der Rave-Keller kommt ja auch noch.

  24. 26.

    Ich frage mich, was einige Menschen dazu befähigt, eigene finanzielle Bedürfnisse über die Bedürfnisse aller Lebewesen zu stellen.
    Das Argument Arbeitsplätze ist zwar richtig, sollte aber Politik und Wirtschaft nicht dazu befähigen uns unserer Lebensgrundlage zu berauben.
    Wie lange muss denn das Argument Arbeitsplätze noch herhalten? Bis das letzte Stück Natur zubetoniert ist, oder Tiere nur noch im Zoo zu bestaunen sind?
    Nachhaltigkeit und Augenmaß wären hier mehr als angebracht.
    Wir bauen jetzt die 44. Autofabrik in Deutschland und sind somit europaweit immer noch Platz 1.
    Herr Musk möchte, lt. einem Bericht, weltweit 100 dieser Fabriken errichten lassen. Und wenn nicht er, dann ein anderer.
    Tun Sie sich doch mal den Gefallen, und spinnen diesen Faden weiter.

  25. 25.

    Kann man sich doch vorstellen. Woher sollen denn Ausgleichsflächen kommen? Der Flächenfrass geht doch noch weiter. Verlängerung der S-Bahn und der Regionalbahn, Parkplätze am neuen Bahnhof Grünheide usw.

    Da bleibt nichts, außer Wüste und am Ende Wasserpreise, so hoch, wie die Tesla-Produkte und eine zerstörte Landschaft, die vorher intakt war.

    Wir können uns voller Stolz auf die Schulter klopfen, denn wir haben den Fortschritt und ein paar störende Eigenheimbesitzer verdrängt, denn nur darum geht es den Tesla-Befürwortern wirklich.

  26. 24.

    Das OVG hat zur Anwendung des § 8a bereits vor Wochen Recht gesprochen. Sie können aber gerne mit Gleichgesinnten gegen die erneute Vorab-Genehmign klagen anstelle hier nur zu lamentieren.

  27. 23.

    *Sie* bringen das etwas durcheinander: Überplant wurde dieses Industriegebiet erst vor ca. 20 Jahren.

    Wie man unschwer aus den diversen Fotos in Medien wie des RBB leicht sehen kann, haben viele Bäume eine ähnliche Höhe. Allein das spricht schon dafür, dass das Gros der Bäume das von Frau Dr. Heidemarie Schroeder angegebene Alter erreicht hat. Es gibt unstrittig auch andere, teils auch Laubbäume, die jünger sind. Gerade die machen aber nur einen kleinen Teil der Fläche aus. Der Wald wurde dazu Ende vergangenen Jahres kartiert.

    Und natürlich darf nicht sein, was nicht sein darf. Sie sind nicht der erste, der die Aufforstungen in Zweifel zieht. Andere gingen sogar noch weiter, wurden aber von der Realität Lügen gestraft und rudern deshalb immer wieder heftig rum. Dass nebenbei Grünheide an der Vermarktung dieses Industriegebietes gearbeitet hat. vergessen viele auch schnell wieder.

  28. 22.

    Mit welchem Recht wird hier mittels 8a BImSchG die gesetzlich vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung umgangen? Wird die erst abgeschlossen, wenn der Rohbau schon steht?
    Wurde zunächst übersehen, dass auch im Märkischen Sand eine Pfahlgründung erforderlich ist? Ist die Genehmigung im Trinkwasserschutzgebiet dadurch tatsächlich wahrscheinlicher geworden?

  29. 21.

    Bäume haben genauso wie Menschen, nur eine bestimmte Lebenserwartung. Und wenn diese Monokultur Nadelwald, im Rahmen der Tesla-Ansiedlung, als Mischwald in Brandenburg erneuert wird, haben Wir für das Klima im Land Brandenburg sehr viel gewonnen. Der Flächenverbrauch der Tesla-Ansiedlung, liegt um die 3 Quadratkilometer. Brandenburg hat eine Fläche von ca. 30000 Quadratkilometer und das meiste davon sind auch noch Sandpampa, die kaum Wasser speichern kann. Die Gesellschaft benötigt neue Arbeitsplätze, da die Arbeitslosigkeit durch die Corona-Folgen steigen wird. Also wird die Gesellschaft und ihre gewählten Vertreter, mit Hilfe von Tesla, diese Elektro-Autofabrik an der A10 ansiedeln, da sonst dieses innovative Unternehmen, für Deutschland verloren geht und dadurch natürlich auch Zigtausende Arbeitsplätze.

  30. 20.

    Wie jetzt, Sie und Ihre Tesla-Kumpel sollten sich besser absprechen.
    Mal sind die Bäume höchstens 20 Jahre alt, weil schon immer Industriegebiet. Dann wieder 140 Jahre alt.
    Bevor Sie wieder aus den falschen Quellen zitieren. Es gab durchaus einige Bäume im Wald die 140 Jahre alt waren. Vor allem aber waren alle Altersklassen vertreten.
    Mitten im Wald gab und gibt es noch eigens angepflanzte und mehrere Hektar große Eichenwäldchen, die waren/sind 15-20 Jahre alt.
    Im Übrigen waren das u.a. auch die Ausgleichsmaßnahmen für den Flächenfraß im südlich gelegenen GVZ.
    Also müssen noch Flächen für die Ausgleichsmaßnahmen der Ausgleichsmaßnahmen her.
    Merken Sie, wie schief Ihr Konstrukt Tesla bereits jetzt schon im märkischen Sand und dem darunter befindlichen Wasserschutzgebiet steht?
    Was die Aufforstung betrifft, besteht da immer noch ein Unterschied zwischen medienwirksamer Ankündigung und tatsächlich erbrachter Leistung.

  31. 19.

    Ah! Sie haben in alten Kommentaren gestöbert. Die Kiefernonokultur ist über weite Teile so alt, dass die Bäume nur noch wenig wachsen und hiebreif sind. Die Dame von der BI schreibt hier von 140 Jahren, Die wären sonst aber nur 1:1 ersetzt worden. Wenn Sie sich in der Hinsicht wirklich sorgen um das Klima machen würden, wären Sie froh über die Ankündigung,dass ein Vielfaches aufgeforstet wird im Vergleich zu bald anstehenden Ernte.

  32. 18.

    Klimaschonend?
    Das erinnert mich an die Schlagzeilen aus Nov./Dez.19.
    Klimaschonend wäre es gewesen, wenn man eine vorhandene Industriebrache genutzt hätte, und wäre sie ein Stückchen weiter weg – na und?
    Nicht umsonst rechnet man mit über 10000 Zuzügler in die Region, diese wären auch woanders hingezogen.
    Und für „klimaschonend“ rodet man nicht 300ha Wald, exklusive der Flächen für Wohnungsbau und Gewerbe sowie der Flächen für den Ausbau der Infrastruktur, auch Einkaufsmöglichkeiten, Umspannwerk, Parkpl. …
    Bei diesem ganzen Hype um Tesla und Arbeitspl., dürfen wir nicht vergessen, dass wir das überschüssige CO2 in der Atmosphäre noch loswerden müssen.
    Es reicht also nicht aus, die Antriebsart auszutauschen, um das zu retten, was noch zu retten ist. Was wir dringend brauchen sind Negativemissionen.
    Das erreicht man nur durch Aufforstung, und nicht durch sinnlose Abholzung.
    Nur wann wollen wir damit beginnen?
    Übrigens. Ein ha Wald bindet ca. 13t CO2 pro Jahr. Und ein E-Auto?

  33. 17.

    Keine Frage, Tesla gibt die Pace vor, auch wenn das Genöle kein Ende findet.

  34. 16.

    Neuzulassung nur noch von Elektroautos (Auswahl, Stand Mai 2020)):
    Dänemark 2030
    Großbritannien 2035
    Frankreich 2040
    Indien 2030
    Irland 2030
    Island 2030
    Israel 2030
    Kanada 2040
    Niederlande 2030
    Norwegen 2025
    Schottland 2032
    Schweden 2030
    Slowenien 2030
    Taiwan 2035

  35. 15.

    Thema H2-Technologie: Die Förderung dieser etwa 3x soviel Energieressourcen verbrauchende Technologie schließt doch die ebenso geförderte E-Mobilität nicht aus!

    BTW: Wäre der Unternehmer jetzt ein Produzent von H2-Autos, der in Grünheide baut, wären Sie sicherlich einverstanden und suchten nicht nach einem Politiker mit "Arsch" in der Hose, der den §8a (BImSchG) beugen soll, oder? :-)

  36. 14.

    Der §8a (BImSchG) ist für jeden Bauunternehmern geltendes Recht und wir in Brandenburg recht oft von den Unternehmen in Anspruch genommen. Auch TESLA hat dieses Recht. Die eingereichten Unterlagen sind derart, dass mit einer Entscheidung zugunsten des Antragstellers gerechnet werden kann. Mit der jetzt eingereichten Überarbeitung wird die Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung wohl noch wesentlich hoher - so hört man.
    Des Weiteren besteht ein öffentliches Interesse und ein berechtigtes Interesse des Antragstellers an dem vorzeitigen Beginn. Warum also sollte es einen Politiker geben, "TESLA" Einhalt zu gebieten? Wir beklagten vor 30 Jahren in Brandenburg den dramatischen Untergang von Industrie und Arbeitsplätzen, haben jetzt die Chance auf moderne und klimaschonende Reindustrialisierung, worum wir sehr beneidet werden Sie sehnen sich nach einem Politiker, der das stoppen soll?
    So einen Politiker will die Mehrheit aber genau nicht !!




  37. 13.

    Haben Sie bei Ihrer Überlegung zu den Eigenheimen berücksichtigt, dass es einen gültigen Bebauungsplan für dieses Industriegebiet gibt etc.?

  38. 12.

    Ein Gleis, neben dem man die Kräne zum Entladen abstellen kann, reicht. Durch das Industriegebiet führt eine kaum genutzte Bahnstrecke, die für Tesla schon länger rege genutzt wird. Auf Twitter findet man unter dem Hashtag #Gigaberlin sehr viele Bilder und Videos auch dazu.

  39. 11.

    Die Bundesregierung will den H2 allerdings nicht in Autos verwenden, die täglich nur ein paar km fahren. Der Wirkungsgrad bei dessen Herstellung ist dafür viel zu schlecht. Die Energiewende ist deutlich komplizierter als nur der gleitende Übergang auf elektrisch angetriebene PKW.

    Die "über hundert Jahre alte Technologie" wird in Großserie hergestellt, während die Brennstoffzelle immer noch in den Kinderschuhen steckt. Toyota entwickelt einen neuen Akkutyp und Mercedes hat den GLC FCell eingestellt.

  40. 10.

    tja, so ist es eben, wenn nicht der Staat baut. Da wird nicht getrödelt. Gut so. Tesla zeigt Brandenburg mal auf, wie es laufen muss, wenn man einen Wirtschaftsstandort aufbauen will. Brandenburg kann sich ja mal "Denkhilfe" aus blühenden Regionen holen.

  41. 9.

    Das Errichten eines weiteren Milliardengrabs um Märkischen Sand muss schnell voran gehen, bevor auch Deutschland als eines der letzten Länder die Unsinnigkeit der Elektromobilität erkennt. Der Steuerzahler bekommt dann die Rechnung und Grünheide hoffentlich einen Laubwald, für den vormaligen Kiefernwald. Chipfabrik, Solarhersteller, Cargolifter BER uvam. bis Tesla. Nikola wird im Grab rotieren.

  42. 8.

    Ich finde bei der Tesla-Ansiedlung gut, das diese gesamte langwierige Bau-Bürokratie im Osten mal auf den Prüfstand kommt. Bei der Zerschlagung der Industrie in Brandenburg und im gesamten Osten - da ging doch alles so wahnsinnig schnell, trotz der vielen Proteste und Demonstrationen. Wenn neue Arbeitsplätze in der Industrie geschaffen werden sollen, haben 100 Behörden und tausend ,,Anwohner,, etwas zu sagen -aber meistens nur dagegen.

  43. 7.

    Diese gleitende Projektierung sollte man auch beim Eigenheimbau einführen. Ich stelle mir gerade vor, wie unsere Landschaften aussehen, wenn hier jeder "auf eigenes Risiko" drauflosbaut und das Bauamt am Ende nur noch den Stempel druntersetzt, weil man ja niemanden in die Insolvenz treiben möchte...

  44. 6.

    Welcher Politiker hat nun Mal einen A... in der Hose und gebietet Tesla Einhalt. Werden andere Unternehmen auch so bevorzugt? Was holen wir uns da nur in diese Region. Eine über hundert Jahre alte Technologie!
    Die Bundesregierung orientiert übrigens auch auf Wasserstofftechnologie. Fährt Tesla auch mit Wasserstoff? Oder braucht Tesla nur Wasser als Stoff?
    Wann wachen wir auf!!!

  45. 5.

    Da wird sogar schon mit der Bahn angeliefert? Ist denn da ein Güterbahnhof in der Nähe?

  46. 4.

    Das nennt man auch gleitende Projektierung. Es soll ja kein 2. BER werden. Das bürokratische Schneckengetriebe sollte endlich mal ausgedient haben.

  47. 3.

    Na klar, Tesla wartet jetzt noch Zehn Jahre, bis jeder ,,Besorgte,, Bürger zu frieden ist. Da würde ich eher sagen, mit dem ,,Besorgten,, Bürger, erleben Wir noch richtig lustige Zeiten.

  48. 2.

    So schön wie Tesla ist, aber jetzt bestimmen die wo es lang geht und unsere zuständigen Behörden „kriechen“ voller Demut auf den Knien im Sand. Das kann ich inzwischen gar nicht mehr verstehen. Ich glaube mit Tesla erleben wir noch richtig lustige Zeiten!! :-))

  49. 1.

    Stützen und Träger für die Hallenkonstruktion hat Max Bögl schon Ende voriger Woche mit der Bahn anliefern lassen.

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