Baustelle zum Neubau der Tesla-Fabrik in Grünheide. (Quelle: dpa/Lakomski(
Bild: dpa/Lakomski

Tesla-Ansiedlung in Grünheide - Neue Straßen, Schienen, Radwege rund um Tesla-Fabrik

Bei Tesla in Grünheide sollen bald zehntausende Menschen täglich ein- und auspendeln. Dafür reicht die aktuelle Verkehrsinfrastruktur nicht aus. Ein neuer Bebauungsplan, der derzeit in Grünheide ausliegt, soll das ändern.

Die Zahlen sind gewaltig: In der aktuell zur Genehmigung stehenden Tesla-Fabrik sollen bis zu 12.000 Menschen arbeiten. Wenn Tesla seine Fabrik in den kommenen Jahren noch ausbaut, könnte sie bis zu 40.000 Arbeitnehmer beschäftigen, die alle irgendwie zum Werk kommen müssen. Außerdem sollen täglich Baumaterial in die Fabrik hinein- und fertige Teslas aus der Fabrik heraustransportiert werden. Die gilt zwar als gut angebunden, aber damit sich bei soviel Verkehr nicht Autos, Lkw, Züge und Fahrräder stauen, muss einiges passieren.

Deswegen liegt noch bis 2. November ein Vorschlag zur Änderung des lokalen Bebauungsplans im Grünheider Rathaus und im Internet aus. Er sieht im Wesentlichen fünf Baumaßnahmen vor:

Neue Autobahnabfahrt und neue Landesstraße

Im Norden des Teslageländes soll eine neue Autobahnabfahrt vom Berliner Ring entstehen, und zwar zweispurig, sodass auch Lkw problemlos auf die ebenfalls neu zu bauende Landesstraße fahren können. Diese soll - vorbei an einer geplanten Werkszufahrt - über ca. 400 Metern zur schon bestehende Landesstraße 23 östlich des Teslageländes führen.

Wenige Meter nördlich dieser geplanten Mündung überquert die L23 die Schienen, auf denen unter anderem die Züge des RE1 rollen. Hier soll eine Brücke den beschrankten Bahnübergang ersetzen, sodass Autos, Radfahrer und Fußgänger nicht an den Schranken warten müssen, wenn bald mehr Regionalexpresse und Güterzüge verkehren.

Land und Gemeinde sollen zahlen

Südlich des Tesla-Geländes sollen weitere Fahrspuren and die Landesstraße L38 angebaut werden, damit Autos und Lkw ins Tesla-Werk und ins Gewerbegebiet Freienbrink abbiegen können, ohne den restlichen Verkehr zu verlangsamen.

Schließlich will die Gemeinde Grünheide auch den Parkplatz am Bahnhof Fangschleuse um circa 6.000 Quadratmeter vergrößern. Bis zu 300.000 Euro will sie dafür ausgeben, sagt Bürgermeister Arne Christiani. Die anderen Baumaßnahmen wird voraussichtlich das Land Brandenburg bezahlen, das insgesamt 78 Millionen Euro in die Verkehrsinfrastruktur rund um das Tesla-Gelände investieren will.

Tesla will temporäre Abfahrt auf eigene Kosten bauen

Wenn es nach Bürgermeister Christiani geht, sollen die Grünheider Gemeindevertreter den geänderten Bebauungsplan auf ihrer Sitzung am 15. Dezember beschließen. Dann könnten Anfang kommenden Jahres die Bagger rollen. Aber selbst wenn das klappt, dürften Jahre ins Land gehen, bis alle Straßen und Autobahnabfahrten fertig sind. Christiani hofft, dass 2026 alle Bauarbeiten durch sind. Solange will Tesla nicht warten und plant deshalb auf eigene Kosten eine exklusive Werksabfahrt zu bauen, bis die eigentliche Abfahrt steht. Derzeit bespricht die Firma das mit dem Landesbetrieb Straßenwesen. Auch die Gemeinde Grünheide will mit einer vorzeitigen Genehmigung den Parkplatz am Bahnhof Fangschleuse schon ab dem 11. November ausbauen, damit alle Autofahrer einen Parkplatz finden, wenn der RE1 ab dem 13. Dezember nicht stündlich sondern halbstündlich hält.

Schichtwechsel soll auf Verkehr abgestimmt werden

Aber das Engagement von Gemeinde und Land allein wird nicht reichen, um die Pendler- und Materialflut einer 40.000-Mitarbeiter-Fabrik zu bewältigen. Auch Tesla ist bei Lösungen zum Verkehr gefragt. Einige davon haben Berliner Verkehrsingenieure in einem Gutachten skizziert, das dem Bebauungsplan beiliegt. Im Tesla-Werk ist ein 24-Stunden- Dreischichtbetrieb mit je gut 9.000 Mitarbeitern geplant. Zusätzlich soll es eine Tagesschicht geben. Damit nicht gleichzeitig 9.000 Mitarbeiter ab- und weitere 9.000 Mitarbeiter anreisen, plant Tesla die Schichtwechsel von Abteilung zu Abteilung jeweils zeitlich versetzt. So könnte der Pendelverkehr gestreckt werden.

Weil die Planer damit rechnen, dass fast zwei Drittel der Mitarbeiter mit dem Auto kommen werden, sollen die Schichtwechsel außerdem so gelegt werden, dass sie nicht mit den Stoßzeiten auf dem benachbarten Berliner Autobahnring zusammenfallen.

Fahrgemeinschaften und E-Bikes

Um den Autoverkehr weiter zu minimieren schlagen die Planer vor, dass Tesla Fahrgemeinschaften etwa mit speziellen Parkplätzen am Werk fördert. Firmentickets könnten dabei helfen, vor allem aus Berlin einpendelnde Mitarbeiter zum Zugfahren zu animieren. Hierbei wären laut dem Gutachten auch Shuttlebusse von Erkner und dem Bahnhof Fangschleuse zum Werk hilfreich.

Wenn der Bahnhof Fangschleuse näher ans Werk gebaut wird, könnten die Mitarbeiter auch zu Fuß gehen. Aber das ist ein gesondertes Genehmigungsverfahren. Der Bebauungsplan schafft hier nur erste Voraussetzungen, wie etwa Parkplätze an der neu zu bauenden Landesstraße. Schließlich befürworten die Planer neue und bessere Radwege in der Region. Auch könne Tesla E-Bikes fördern, damit möglichst viele Mitarbeiter aus der Region zur Arbeit radeln.

29 Kommentare

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  1. 29.

    Wer ist denn die "Gemeinde" ? Die temporären "Wohltäter" für ihre Grüngemeinde ? Oder der schon zu SED-Zeiten dort wirksame "Jugendkümmerer" ; heute der dort nicht wohnende "Bürgermeister" ? Der VOLVO-SUV-Freak und Teslafreak ? Es ist schon immer so gewesen, dass wenige Personen; gewählt um die Zukunft zu gestalten und das Leben der Bürger so angenehm wie nur möglich in heiler Natur zu gestalten ganz andere Entscheidungen herbeiführten. Angeblich für das Wohl der Bürger. Das Waldabschlachten hat erst begonnen; es wird Nachahmer von Tesla geben.

  2. 28.

    Ohne "Holzacker" im Land Brandenburg sähe es sehr trüb in der Stadt der Schlaumeier und andere "Größen" aus. Das ignoriert der A.N. nun aber immer wieder. Man hat hier kein IIndustriegebiet überplant sondern ein wertvolles Stück der Brandenburger Natur an eine US-Firma verschleudert. Mit Lockrufen ? Arbeitsplätze sind ja wichtig für den Normalbürger. Politiker lassen sich ihre "Arbeitsplätze" bauen und obendrein finanzieren-vom Steuerzahler. So eine Giga gehört auf Industriebrachen oder Ödland und nicht zwischen Wald und Wasser. Man kann uns nicht jahrelang Ökologie lehren um uns dann für blöd halten zu können.

  3. 27.

    Wir sind hier nicht die Wüstengegend in der sich die 1. Teslagiga befindet; auch nicht in Korealand "bei Hyundai". Hier ist schon ewig Nutzwald in Nähe von Spree, Löcknitz und Seenkette. Das haben die Bestimmer einfach ignoriert um endlich noch mehr Natur platt zu machen. Bereits die A 10 war dort wissentlich eine Fehlentscheidung. Ein guter Hydrologe machte schon lange darauf aufmerksam. Die gegenwärtigen Bestimmer wissen aber alles besser und nun sind alle erforderlichen Nachfolgebauten hinzunehmen. Wie lange wird man da Autos bauen ? Wie lange kann man weit weg die Erde noch ausplündern ? Verbrenner stehen heute auf der Abschussliste; nun habe ich da eine Aussage über den Schadstoffausstoß eines einzigen Kreuzfahrschiffes betr. SO2, NOx. CO2 und Rußpartikel im Vergleich zum PKW. Die echten Stinker sind die Spaßschiffe und die Frachtschiffe. Das wird noch lange so bleiben.

  4. 26.

    A. Neumann erkennt keine Zusammenhänge in der Natur. Sicherlich kommt dies davon, wenn man denkt, man hat die Weisheit mit Löffeln zu sich genommen. Das hinterlässt Spuren des Wirrseins. Schlimm genug, wenn wieder Wald in Brandenburg fehlt. Geopfert für eine vom Himmel steigende göttliche Erscheinung. Wacht auf, die Natur benötigt keinen nutzlosen SÜ'V.

  5. 25.

    Was meinen sie mit GIGA Maßen.
    Ja Tesla nennt seine Werke so. Doch sind sie alle unterschiedlich Groß.
    In Vergleich zu Werken deutscher Hersteller ist die GIGA Berlin nicht groß. Wäre, gemessen an der Produktionskapazität sogar klein.
    Das Werk in Wolfsburg ist mehr als doppelt so groß. Wenn Tesla seines komplett ausgebaut hat, produzieren sie mehr als doppelt soviel Fahrzeuge. Im Vergleich zu anderen Werken in Deutschland, dürfte es ähnlich aussehen.

  6. 24.

    Sie geben nicht nur vor, dass die Maßnahmen neu für Sie sind, sondern haben unterschlagen, dass es Umweltschützer wie Greenpeace sind, die den Begriff "Holzacker" für diesen Kiefernforst geprägt hatten.

    Das Waldgebiet ist in der Tat erheblich größer. Von diesen rd. 100 km² nutzt Tesla 3 km², dazu kommt noch die hier erwähnte Infrastruktur, als die schon zigfach erwähnte Straße vom Industriegebiet bis zum Bahnübergang und ein paar andere Kleinigkeiten.

    Verdrängt habe Sie auch, warum Tesla hier baut und nicht vor einer anderen Haustür mit ähnlichen verkehrlichen Auswirkungen: Das Industriegebiet ist lange überplant. Genau deshalb sind Ihre wiederkehrenden Dystopien falsch wie eben Grünheide in der Realität ebenfalls zersiedelt ist. Wenn Sie die Region schon nicht kennen, schaue Sie mal auf eine Karte.

    Es handelte sich um ein landeseigenes Grundstück. Der Wert wurde von Gutachtern ermittelt. Es wäre ansonsten, wie auch der RBB berichtet hatte, eine meldepflichtige Beihilfe.

  7. 23.

    Spekulieren tun andere, jene, die sich durch die Industrieansiedlung eine goldene Nase “verdienen“. Diese sind natürlich auch bestrebt, dem Rest der Welt zu erklären, dass weder Natur zerstört wird noch eine Auto Fabrik in Giga Maßen anstelle eines Waldes im Landschaftsschutzgebiet errichtet wird. Dazu können auch neue Begriffe wie “Waldacker“ in den wissenschaftlichen Wortschatz aufgenommen werden. Wenn doch wenigstens ein “Acker“ oder eine Industriebrache auserkoren worden wäre. Aber das hätte niemals “Giga Berlin“ heißen können. Blöd nur, dass die anderen Speckgürtelränder schon so zersiedelt sind. Da macht sich ein riesiger Wald mit einer vielfachen Ausdehnung besser als Aussicht, das Werk weiter zu vergrößern oder weitere Industrie anzusiedeln. Ist Tesla erstmal durch, kann niemand dem nächsten verwehren das gleiche zu tun. Vielleicht ist dann wenigstens der Kaufpreis angemessen und das Gemeinde Land wird nicht wieder verschleudert...

  8. 22.

    Ist die Autobahn so oft gesperrt? Ich bin mehrere Jahre täglich über A10 und 12 gependelt. Ich selbst hatte nie was. Wenn ich dagegen die Situation auf der Stadtautobahn sehe, über die ich die letzten Jahre zur Ausübung meiner Tätigkeit musste (nicht um sie aufzunehmen). Da gehört es zum guten Ton, im Stau zu stehen. Die Verkehrsbelastung auf der A10 um Freienbrink ist dagegen ein Witz.
    Aber wenn ein AB- und Gleisanschluss, mit auf der Westseite dieser liegender Millionenstadt, nicht ausreichend ist, das Verkehrsaufkommen eines Werkes zu beherrschen, was ist dann die Alternative? Und warum klappt das bei anderen Autowerken?
    Es gibt ja hier die, die gegen den Standort sind. Aber nennen keine Alternativen Standorte. Tegel fällt flach, wenn schon die A10 nicht das Verkehrsaufkommen bewältigen kann. Die Variante irgendwo zu bauen wo keiner wohnt, wird daran scheitern, dass es dann auch keine Arbeitskräfte gibt und keine AB/Gleis.
    Und die, die eh strickt gegen einen Bau sind, egal wo.

  9. 21.

    "Tolle Salamitaktik vorbei an den Bürgern" - Auch Sie liegen mit ähnlicher Wortwahl wie einer Ihrer Vorposter wieder mal wie so oft falsch. Die Gemeinde hatte die Pläne bereits im vergangenen Winter vorgestellt. Die erste Runde der Bürgerbeteilgung startete bereits im Frühjahr und Sie haben noch ein paar Tage Zeit, Ihre *fundierten* Einwände vor Ort zu erläutern. Nur wie hier den Suppenkasper oder den St.-Florian zu geben, reicht nicht aus. Der Kahlschlag beschränkt sich im Wesentlichen auf die Straße zwischen Industriegebiet und Bahnübergang sowie auf der anderen Seite der BAB der Teil der Anschlussstelle. Informierte Bürger wissen das aber schon lange und vergessen die Meldungen des RBB nicht so schnell wie so mancher scheinheiliger, dem die Hyundai-Fabrik nicht gestört hatte.

  10. 20.

    Diese Maßnahmen sind altbekannt, sogar seit letztem Winter Ihnen, da das zumindest unter Ihrem Namen mit gleichem Tenor Artikel wie
    https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/wirtschaft/tesla/2020/telsa-gruenheide-verkehr-infrastruktur-gemeindevertretung.html
    kommentiert worden sind.

    Sie spekulieren wie gewöhnlich wild herum ohne Belege für Ihre Thesen liefern zu können. Schon damals ist anderen aufgefallen, dass es Ihnen gar nicht um die "Region Grünheide" geht, wie auch immer die Sie für sich definieren ohne das auf Nachfrage zu konkretisieren. Sie wissen, dass Sie bei genaueren Aussagen noch leichter als jetzt immer wieder widerlegt werden könnten und bleiben deshalb gerne schön im Ungefähren. Sie hatten z.B. schon oft bewusst vage vorgeschlagen, die Fabrik andernorts zu errichten. Das Ergebnis wäre das gleiche, nur dass eine andere Gemeinde zuständig wäre. Brandenburg ist ein von Land- und Forstwirtschaft geprägtes und zersiedeltes Land mit rd. 750.000 ha Kieferäckern wie diesem.

  11. 19.

    Eher hat man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt: Wie z.B. in Ost-Berlin wurden nach der Wende viele Gewerbegebiete voll erschlossen. Das Ergebnis waren blühende Widlblumenwiesen, die nachts beleuchtet waren und völlig überdimensionierte Kläranlagen etc., deren horrende Kosten umgelegt worden sind. Auch dieses Industriegebiet ist seit 20 Jahren ausgewiesen. Hier besteht die Möglichkeit, bedarfsgerecht die Infrastruktur zu schaffen. Für den Erstausbau reicht die Verbreiterung der Straße zwischen GVZ und Industriegebiet und die temporäre Anfahrt sowie ggf. Shuttle-Züge aus Richtung Westen. Mit dem weiteren Ausbau des Werkes erfolgt die Ergänzung der Infrastruktur.

    Dabei wird hier im Wesentlichen eine Planung aus dem vergangenen Winter präzisiert, auch wenn so mancher anderer, der sich schon länger für das Thema interessiert und ältere Artikel wie
    https://tinyurl.com/y2msw4b5
    kommentiert hatte, immer noch so tut, als ob das etwas gänzlich neues wäre.

  12. 18.

    Eine gute Bahnanbindung muss geschaffen werden.

  13. 17.

    Von der 2-gleisigen Trasse, die auch der RE-1 befährt besteht ja ein Abgang bis Freienbrink / EDEKA etc.-Lager. Das ganze Monstrum mit all den Nachfolgeforderungen ist eine Untat an Mensch und Natur. Parkplätze, Bahnhofsverlegung, Notanschluss A 10 und dann wieder viel Kahlschlag für die Endlösung. Tolle Salamitaktik vorbei an den Bürgern. Da kann der A.Neumann schreiben was der so fertig bringt. Grünheide ist dann nicht mehr unser Grünheide. 12 000 oder 40 === Mitarbeiter ? --3 x 9000 und dann noch Tagesschicht ? Die A 10 und die A 12 sind oft genug gesperrt-wegen Unfälle etc. Alles genial geplant. Gratulation.

  14. 16.

    Es gibt immer wieder Situationen, die mich an die ehemalige DDR erinnern: keiner hat Dort gewußt, dass zum Bau eines neuen Wohngebietes auch ne Infrastruktur gehört
    (Straßen, Geschäfte etc.) Hier fallen auch alle aus allen Wolken, wenn Tesla so groß baut und nun Zufahrtswege jeglicher Art nachgeplant werden müssen. " Interimslösung" hieße das früher!!

  15. 15.

    Die Anwohner, die wagen,sich über die schon seit Jahren nicht mehr erträgliche LKW und Pendlerbelastung zu beklagen,wurden und werden doch nur als Störfaktor betrachtet. Dann kommen so Sprüche,hättet ja nicht hinziehen müssen..und das sagt man dann Menschen,die seit vielleicht 2-3 Generationen hier wohnen. Alle angedachten Maßnahmen greifen erst in einigen oder auch erst in Jahrzenten...wenn man die Planungsgeschwindigkeit betrachtet bei Bahn und Bund/ Land.Und die Belastung,die mit Tesla kommt wird alles erträgliche und auch gesetzlich an Lärm erlaubte überschreiten für die Anwohnen der Einfall- Pendlerstrecken durch Erkner,Hangelsberg und Grünheide. Mein Beileid.....und es wird leider so bleiben,das die meisten mit dem Auto zur Arbeit kommen werden und der An und Abhol Verkehr für Material und Autos wird auch für lange Zeit größtenteils über die Straße erfolgen.

  16. 14.

    Wollen sie den Menschen immer noch weiß machen, dass sich der Umbau der Region Grünheide in ein Wirtschafts und Industrie Zentrum nur auf die dreihundert Hektar plus eine neue Abfahrt und eine neue Landstraße begrenzt? Die salami Taktik ist ja nun bekannt...

  17. 13.

    Auch hier in Berlin kommt die Verkehrswende trotz grüner Verkehrssenatorin kaum voran. Die Ringblasenbewohner greifen deshalb weiter ebenso gerne zum PKW, um die Innenstadt zu verlassen wie das die Außenbezirkler umgekehrt tun.

    Auf dem Land mit seinen viel geringeren Verkehrsströmen lässt sich der ÖPNV noch viel schwieriger darstellen und führt zu erheblichen Zeitverlusten, während hier in Berlin der ÖPNV bei den typischen Wegeslängen im Berufsverkehr durchaus konkurrenzfähig sein kann - wenn man S- oder U-Bahn halbwegs in der Nähe vom Start und Ziel hat.

  18. 12.

    Die Strecke - Berlin - Frankfurt/O. ist schon lange elektrifiziert. Im Bereich von Güterbahnhöfen sind Oberleitungen aber oftmals aber ein No-Go. 15 kV sind nicht besonders gesund, auch wenn gerade jüngere Menschen das oft auf Abstellgleisen unterschätzen. Dafür wären Zwei-Kraft-Loks angebracht (sind bisher aber bei den EVU kaum verbreitet) oder Umspannen auf Rangierloks, wie sie beispielsweise die DB in Cottbus umbaut.

    Der angedachte Werksshuttle auf das Gelände müsste leider dieseln, weil so kurzfristig sicherlich keine anderen Züge zur Verfügung stehen. Aus der Fläche heraus gibt es zum MIV aber kaum Alternativen. Der ÖPNV ist umständlich zu nutzen, so dass Anreize für Fahrgemeinschaften geschaffen werden sollen.

  19. 11.

    Ja, einen zügigen Gleisausbau hätte ich mir auch gewünscht. Wer aber die Planungsverfahren nach HOAI der DB kennt und weiß, das 2/3 aller Investitionskosten von der Öffentlichkeit bezahlt werden und bei der EBA beantragt werden müssen, nicht zu reden von der EU-weiten Ausschreibung, für den kann das nur ein schöner Wunschtraum sein.
    Mein Vorschlag: Tesla soll den Gleisanschluss selber planen, finanzieren und bauen. Dann klappt das auch mit der Tesla-Geschwindigkeit.

  20. 10.
    Antwort auf [Erna] vom 28.10.2020 um 20:33

    Die "Verkehrswende" auf dem Land wird wohl - wie bereits in der Stadt zu beobachten - erst mit der nächsten Generation Planer kommen, die nicht primär das Auto beim Planen im Kopf haben.

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