Jobcenter (Quelle: dpa/Christoph Hardt)
Audio: Antenne Brandenburg | 07.09.2020 | Frank Mahlkow | Bild: dpa/Christoph Hardt

Ostbrandenburg - Jobcenter sucht Arbeitnehmer für Tesla-Fabrik

Das Jobcenter Frankfurt (Oder) intensiviert in den nächsten Wochen die Suche nach Mitarbeitern für die künftige Tesla-Fabrik in Grünheide (Oder-Spree). Dazu habe es bereits erste Gespräche mit dem US-Unternehmen gegeben, sagte Frank Mahlkow, der Leiter des Frankfurter Job-Centers dem rbb-Studio Frankfurt.

Fachkräfte und Schichtarbeiter gesucht

Tesla habe zum einen Bedarf an Hochqualifizierten - wie Technikern, Ingenieuren und Betriebswirten -, zum anderen in der Fertigung. Dort sei eher die Herausforderung Personal zu finden, dass bereit ist in einem Drei-Schichtsystem zu arbeiten und die dafür entsprechende körperliche, gesundheitliche Konstitution habe. "Wir haben aber auch das Signal gesendet, jederzeit für entsprechende oder notwendige Qualifizierungen zur Verfügung zu stehen", sagte Mahlkow. "Die finanziellen Mittel sind da."

Motoren für die Arbeitsmarkt

Die Ansiedlung des Autoherstellers sowie des Flughafens BER könnten laut Michael Völker, Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung bei der Industrie- und Handelskammer in Frankfurt (Oder), wichtige Ausbildungs- und Jobmotoren für die Region Ostbrandenburg sein. Völker sagt: "Wir haben, wenn die Prognosen so zutreffen, mehrere tausend Fachkräfte im Bedarf, und den kann Brandenburg so ohne weiteres nicht decken. Selbstverständlich spielen auch Berlin und das Thema ausländische Fachkräfte eine große Rolle."

Michael Völker glaube allerdings auch, dass der Ostbrandenburger Arbeitsmarkt langfristig von den Ansiedlungen profitiere.

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18 Kommentare

  1. 18.

    ,,Unsere Firma macht sich auch schon Sorgen, das der letzte Tante Emma Laden, wegen Tesla schließen muss,,. Au Weia, ist das schlimm für Ostbrandenburg. Es werden mehrere Milliarden Euro Investiert, mind. 10000 Arbeitsplätze entstehen,die Infrastruktur wird angepasst, neuer Wohnraum für neue Einwohner entsteht. Und Abwanderung, Arbeitslosigkeit und Leerstand, gehört der Vergangenheit an. Und durch BER und Tesla und dann noch den vielen Lausitz-Milliarden, fließt eine Milliarde nach der Anderen, in die Osthälfte von Brandenburg. ,,Das ist schon sehr dramatisch,,! Und auch die 3 Quadratkilometer Fläche, an der Autobahn, sind ja so schlimm.Und das in Wasserwerke und in das Wassermanegment investiert wird, ist auch total schlimm. Total dramatisch, was sich da, in Ostbrandenburg abspielt. Jeder Brandenburger, der irgendwo in Jwd. wohnt und Äcker, Felder und Windräder vor seiner Haustüre hat, oder auch 3 Quadratkilometer Nutzforst, der bedauert garantiert,das BER und das Tesla-fabrik Umfeld.

  2. 17.

    Interessanter Artikel. Ich sehe auch eine große Chance für die Region. Wie die Arbeitsplätze dort aussehen werden, nach welchem Tarif (falls überhaupt) bezahlt wird, muss man sehen. Interessenten können ja beim Arbeitsamt nachfragen. Die hochqualifizierten wie Ingenieure werden wahrscheinlich eh nicht nach einem Tarif bezahlt. So ist es jedenfalls in unserer Firma. Das sind alles gut bezahlte AT-Leute, die selbst ihre Verträge, Konditionen und Gehälter verhandeln.

    Unsere Firma macht sich jedenfalls schon Sorgen, dass evtl. einige unserer Produktionsmitarbeiter (bei uns auch im 3-Schicht System), Schichtleiter usw. abwandern könnten.

  3. 15.

    Hier ein sehr ausgewogener Spiegel-Artikel zum Thema:
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/tesla-in-brandenburg-wie-wird-die-firma-als-arbeitgeber-in-deutschland-sein-a-807705f2-f02a-4006-b3a8-a67bccecac0f

    Es ist eine Eigenschaft amerikanischer Unternehmen klar Leistung zu fordern ohne gewerkschaftliche Rückversicherung, dafür aber faire Bezahlung. Ich denke Tesla kann gerade für junge Leute ein attraktives Sprungbrett sein.

  4. 14.

    Tesla unterliegt hier in Deutschland den Regeln des deutschen Arbeitsrechts wie deutsche Unternehmen auch... Ich würde also nicht alles sooo schwarz malen. Und angesichts des Fachkräftemangels werden die Löhne sicher nicht so schlecht sein. Es ist in jedem Fall eine gute Sache für die Region.

  5. 13.

    Da muss man genauer hinschauen, was man vergleicht. Aber natürlich Sie haben Recht, die Tarifverträge für die Metall- und Elektrobranche sind gut. Es kann sein, dass Tesla der Tarifgemeinschaft nicht beitritt. Das Behindern der Bildung von Betriebsräten dürfte nicht so einfach werden.

  6. 12.

    Da Brandenburg in Deutschland und in der EU liegt, gilt hier u.a. deutsches Arbeitsrecht sowie die in der EU verbindlichen Sozialstandards.

  7. 11.

    Das ist in den USA allerdings nichts besonderes. Warum wohl sind die deutschen Hersteller in die Südstaaten gegangen, während Detroit verfällt?

  8. 10.

    Ist das bitte ein Scherz, dass Tesla gute Loehne bezahlt? Tesla lebt in einer Hire und Fire, hat in den USA hunderte Arbeitsrechtsverfahren am Allerwertesten und versucht seit Jahren die Gruendung von Gewerkschaften zu verhindern.
    Ihre Aussage sind pure Fantasien!

  9. 9.

    Oh, Sie haben schon mit Tesla eine Arbeitsvertrag ausgehandelt? Oder woher stammt Ihr Wissen? In der Reha-Klinik in Grünheide werden Ihrer Argumentation nach für die Pflegemitarbeiter oder in der Nutzfahrzeugtechnik auch nur Mindestlohn geboten?

  10. 8.

    Der Lohn sollte schon über Hartz-IV-Niveau liegen. lol

  11. 7.

    Hallo Rita, dies ist mittlerweile gängige Praxis bei Stellenanzeigen und hat nicht zwangsläufig etwas mit Tesla zu tun. Daraus sollte man m. E.auch nicht ableiten, dass nur Mindestlohn gezahlt wird...

  12. 6.

    Die Elektroinstrie und auch Tesla zahlen mehr als der öffentliche Dienst in Deutschland und das ist gut für den Osten! Warum musste erst Tesla kommen? Weil 30 Jahre nach der Wende immer noch kein großes Unternehmen den Hauptsitz im Osten des Landes hat! Traurig aber wahr. Lg

  13. 5.

    Sorry, aber in den ausgeschriebenen Stellen steht nichts über den Lohn, sondern nach Vereinbarung, d.h. in der Regel Mindestlohn. Warum bezieht sich nicht auf dem Tarifvertrag in der Industrie?

  14. 4.

    Ja, so ist das, uns das nach 30 Jahren "EINHEIT". Und TESLA ist ein amerikanischer Konzern, bin neugierig wie die Vergütungen aussehen werden.

  15. 3.

    Die bisherigen Stellenangebote bieten Gehälter über dem Ortsüblichen und teils auch über dem Tariflohn. Tesla ist bekannt für sehr gute Konditionen, verlangt dafür aber auch entsprechende Leistungen.

  16. 2.

    Wie so oft fehlen hier detaillierte Informationen zu Verträgen.

    1. Qualifikation
    2. Arbeitsvertrag nach deutschem/amerikanischen Recht
    3. Befristungen......
    4. Benefits.....usw.

  17. 1.

    Ist nur die Frage ob nach Tarifvertrag in der Elektroindustrie bezahlt wird oder nur der Mindestlohn. Qualifizierte Arbeitskräfte sucht jeder, nur bezahlen will keiner, gerade in Ostdeutschland.

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