Demonstration gegen den Bau des Tesla-Werks in Brandneburg. (Quelle: rbb/P. Barnstorf)
Audio: Antenne Brandenburg | 24.06.2020 | Autor: Philip Barnstorf | Bild: rbb/P. Barnstorf

Geplante Fabrik in Oder-Spree - Brandenburger Umweltminister spricht mit Tesla-Kritikern

Landesumweltminister Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen) hat am Mittwoch mit Mitgliedern der Tesla-kritischen "Bürgerinitiative gegen Gigafactory Grünheide" über die geplante Autofabrik gesprochen. Fast zwei Stunden, eine halbe Stunde länger als geplant, debattierten Umweltminister Axel Vogel und die Mitglieder der Bürgerinitiative.

Heidemarie Schröder von der Bürgerinitiative erläuterte dabei ihre Sorgen bezüglich der Wasserversorgung in der Region: "Wir haben jetzt schon Probleme mit Klimawandel und verringertem Niederschlag. Mit einem zusätzlichen großen Wasserverberbaucher kann es nicht besser werden."

Angst um ungenießbares Grundwasser

Weil auch andere diese Sorge teilen, hat Tesla schon angekündigt, weniger Wasser in Grünheide verbrauchen zu wollen. Das reicht der Bürgerinitiative aber nicht. ​

Eine andere Befürchtung der Tesla-Kritiker war für den Minister allerdings neu: Wenn der Boden für die Fabrik versiegelt wird, könne von oben kein Regenwasser mehr in die Erde sickern. Dadurch könne tiefliegendes salziges Grundwasser nach oben steigen und das dortige Grundwasser ungenießbar machen. Der Minister will dem nachgehen, kündigte er an.

Minister begrüßt Bürgerkritik

Insgesamt sieht die Bürgerinitiative so schwere Probleme fürs Grundwasser, dass sie gänzlich gegen die geplante Tesla-Ansiedlung in Grünheide ist. Das sieht der Minister anders: "Es gibt ein immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahrens und wenn alle Unterlagen dazu stimmen, dann gibt es auch ein Recht auf Genehmigung", sagte Vogel.

Heidemarie Schröder betonte im Anschluss des Treffens, dass es ein angenehmes Gespräch gewesen sei - auch wenn sich die Probleme damit nicht erledigt hätten. Die Bürgerinitiative wolle sich gerne erneut mit dem Minister austauschen. Und auch der Minister selbst ließ verlauten, er setze weiter auf die kritische Begleitung der Bürger.

Bürgerinitiative distanziert sich von AfD

Auf Demonstrationen der Bürgerinitiative anfang des Jahres waren immer wieder auch AfD-Politiker aufgetaucht. Im Mai hatte die Landtagsfraktion der Partei gefordert, den Bau der Tesla-Fabrik zu stoppen. Die Bürgerinitiative distanzierte sich jedoch gegenüber dem rbb von den Rechtspopulisten. "Uns ärgert, dass wir wortwörtlich gekapert werden, aber wir können das nicht verhindern", sagte Heidemarie Schröder, "Der AfD liegt Umweltschutz so wenig am Herzen, wie uns die AfD am Herzen liegt."

Sendung: Antenne Brandenburg, 24.06.2020, 18:30 Uhr

40 Kommentare

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  1. 40.

    Ich dachte immer, die Agrarindustrie mit ihrem Dünger und der vielen Gülle, verseucht das Wasser in Brandenburg ? Das Elon Musk und Tesla, für fehlendes oder verseuchtes Wasser, in Brandenburg verantwortlich sind, wusste Ich noch gar nicht. Ich dachte immer, Agrarländer haben mit schlechtem oder zu wenig Wasser, mehr zu kämpfen, als Industrie-Nationen. Auch der Flächenverbrauch ist meiner Meinung nach, in der Agrarindustrie bedeutend höher - als in der modernen Industrieproduktion. Landwirtschaft, Forstindustrie und Tierhaltung, schaffen doch auch keine neuen Arbeitsplätze mehr. Und ganz Brandenburg mit Solaranlagen und Windkraftanlagen zuzubauen, kann doch auch keine Lösung sein - da wird doch noch viel mehr Landschaft zerstört, wie diese wenigen Hundert Hektar an der A10. Nur auf die alte Agrar- und Forstlobby in Brandenburg zu setzen, finde ich nicht richtig, da wird viel mehr Fläche und viel mehr Wasser versaut, wie durch Tesla.

  2. 39.

    Mercedes Ludwigsfelde wurde 1994 gebaut glaube ich. Zu der Zeit hat man händeringend nach Arbeitsplätzen gesucht. Da lief wohl umweltmäßig einiges schief. Und Altlasten gab es genug, da kam es auf eine "zukünftige Altlast" dann wohl auch nicht an...
    Aus der Zeit stammt auch der leidige §8a BImSchG, mit dem dieses Werk in Grünheide durchgeboxt werden soll und quasi das ganze BImSchG ausgehebelt wird.
    Möglicherweise sind die Bodenverhältnisse in L'felde ganz anders (bedeckte Grundwasserleiter etc.).
    Es gab die EU-Wasserrahmenrichtlinie damals nicht.
    Mir fehlt aber gerade die Zeit, mich näher damit zu beschäftigen. Auf jeden Fall danke für den Hinweis!

  3. 38.

    Das Geoportal von Brandenburg.
    http://maps.brandenburg.de/apps/Wasserschutzgebiete/

    Entsprechend haben andere Bundesländer auch ein Geoportal und denen man sich das anzeigen lassen kann.

    Da kann man sich dann auch angucken was sich sonst so in Wasserschutzgebieten betrifft. Unter anderem auch Tankstellen. Oder im Falle von Ludwigsfelde 50% oder mehr der Stadt inklusive Industrie/Gewerbe.

    Wer weiß was man andernorts noch alles findet.
    Wie bei Tesla sind das dann aber eben oft Schutzone 3A oder B. Selbst in der Schutzzone 2 kann man noch mit Einschränkungen bauen.

  4. 37.

    Vielen Dank, aber unter https://bravors.brandenburg.de/de/verordnungen-211852 (Verordnung zur Festsetzung des Wasserschutzgebietes Ludwigsfelde vom 1. Oktober 2002)
    § 2 Räumlicher Geltungsbereich steht: "(1) Die Grenzen der Zonen I, II, III A und III B sind in der Anlage 1 zu dieser Verordnung beschrieben."
    Am Ende steht: "Anm.: Die Anlagen wurden nicht aufgenommen..."
    Hast Du eine andere Quelle?

  5. 36.

    Auf die schnelle habe ich gefunden:
    Mercedes in Ludwigsfelde liegt komplett in einem Wasserschutzgebiet.
    Audi in Ingolstadt hat ein kleines Stück im Wasserschutzgebiet. Bzw. liegt angrenzend am Werk eines im Nordwesten. Wenig weiter eines im Nordosten.
    VW in Osnabrück liegt nicht in einem Hat zum nächsten Schutzzone 3 ca. 900 Meter und zur Zone 1 knapp 2 Km.

  6. 35.

    Mich bewegt da noch eine Frage, die passt hier ganz gut, vielleicht wurde sie auch schon mal beantwortet:
    Wurde eigentlich schon jemals in Deutschland / Europa / weltweit eine Autofabrik in ein Trinkwasserschutzgebiet gebaut? Und gibt es da Erfahrungen, nach wievielen Jahren das Trinkwasser verseucht (oder auch nicht) ist?
    Sind jetzt doch zwei Fragen geworden.

  7. 34.

    Was sind denn alte Autos, Ihrer Meinung? Richtig! SCHROTT! Also sind alte Elektroautos, Elektroschrott!

    Ich kenne keinen Schrottplatz oder Autofabrik, die sich in einem Wasserschutzgebiet befinden.

    Wäre nicht die elektronische Steuererklärung eingeführt worden, hätten wir auch auf den Internetzugang verzichtet, da die Werbeflut immens ist. Wenn man Mitglied der IHK ist, findet automatisch ein Erfahrungsaustausch statt, da ja auch Umfragen vorgenommen werden und Wahlen.

    In drei Bundesländern wird intensiv geworben (Radio, Zeitung, Aushang). Daher haben wir auf einen Telefonbucheintrag verzichtet. Es gibt genügend Möglichkeiten, mit uns in Kontakt zu kommen. Jeder der eine Arbeitstelle , eine Wohnung oder Ferienwohnung gesucht hat, konnte bisher erfolgreich und in der Regel zufrieden, vermittelt werden.

  8. 33.

    Herr Neumann, sie haben recht, dass Tesla kein Interesse hat das Geschäft offen zulegen, wenn der Verhandlungspartner übervorteilt wurde. Sämtliche heimlichen Geschäfte sind anrüchig.

  9. 32.

    Der Fabrikgegner würde, weil er die Technologe ablehnt, hier von "Elektroschrott" schreiben - so wie Sie.

    Ich kann in der Tat kaum glauben dass, der jemand wie Sie, der laut Eigendarstellung auf Facebook seit vorigem Jahr seit vergangen August mit der Schössow Touristic aktiv ist,sich großartig mit anderen austauscht, obwohl Ihre Firma nichtmals im Telefonbuch steht.

  10. 31.

    Auf solch irre Argumentation habe ich gewartet, Herr Frank. Am besten sie schlagen vor sämtliche Vegetation zu beseitigen. Dann kann alles Wasser versickern und fließt unterirdisch ab. Der Mensch kann noch eine Weile die Speicher abpumpen, doch dann ist auch Pumpe Herr Frank, Es wird immer weniger regnen und das Festland wird zur Wüste. Wie das aussieht können sie in Afrika in der Wüste Sahara sehen. Die Vegetation dient unter anderem dazu, dass das Wasser auf dem Festland zurückgehalten wird. Im Raum Brandenburg versickert ca. 1/3 der Niederschläge in den Untergrund, füllt dort die leergelaufenen Speicher auf und fließt teilweise unterirdisch ab. 2/3, abzüglich der über Oberflächengewässer abfließenden Wässer, werden durch Flora und Fauna zurückgehalten, verdunsten und fallen später wieder als Niederschlag auf die Erde. Wenn dieser Kreislauf durch den Menschen unterbrochen wird, dann regnet es im Inland immer weniger.

  11. 30.

    Würden Sie solch ein Grundstückksgeschäft hinausposauen, wenn noch nicht alles in trockenen Tüchern ist?

  12. 29.

    Sehr geehrter Hans Wurst,
    können Sie mir bitte die Quelle für diese Behauptung nennen. Tesla forstet im Rahmen des Verfahrens nur 1:1 auf. Eine vor mehreren Wochen gestellte Anfrage des Grüne Liga Brandenburg an Tesla über die moderierende Stiftung DUH, wo die anderen 2 Drittel der angekündigten Aufforstungsflächen geplant seien, wurde bis heute nicht beantwortet. Ich würde mich über konkrete Quellenangaben freuen.

  13. 28.

    Was ist der Unterschied, zwischen einem Fabrikgegner und einem Standortgegner?

    Der Fabrikgegner lehnt jeglichen Bau und Schaffung neuer Technologien ab!
    Der Standortgegner ist n i c h t grundsätzlich gegen neue Technologien, hat aber schwere Bedenken, gegen einen bestimmten Standort, insbesondere wenn an dieser Stelle der zu erwartende Schaden größer ist, als der entsprechende Nutzen. Ist in Grünheide gegeben. Wird von zahlreichen Arbeitgebern bestätigt. Ja, Sie werden es kaum glauben, man tauscht sich aus.

  14. 27.

    Die Contenance verlieren eher die Fabrikgegner, deren Behauptungen immer wie zerlegt werden so wie Ihr Vorstoß zur Wasserstofftechnologie für PKW.

  15. 26.

    Es stehen durch den immer stärkeren Fachkräftemangel, schon viele Arbeitsplätze zur Verfügung, die sehr schwer zu besetzen sind. Daher kommt es nicht zur Schaffung von neuen Arbeitsstellen, denn diese werden von anderen Firmen abgeworben. Dadurch wird es für andere Betriebe noch schwieriger, ihren Betrieb aufrechtzuerhalten.

    Auf mehreren Seiten von rbb24.de finden Sie zahlreiche Firmen, die fehlende Fachkräfte beklagen und händeringend Personal suchen.

    Die Durchdrückung eigener Interessen, zum Schaden anderer ohne Rücksicht auf Verluste, nennt man Sozialneid. Wer ausschließlich für die Tesla-Ansiedlung ist, der verhindert Arbeitsplätze, niemand sonst.

  16. 25.

    Sozialneid ??? Die Verhinderung von mehreren tausend Arbeitsplätzen an der A10 und von Milliarden Investionen in Infrastruktur und in eine moderne Industrieansiedlung, das ist Sozialneid, das ist nämlich sehr sehr unsozial.

  17. 24.

    0 m - 3m? Warum stehen die Baugruben nicht unter Wasser? Welche schützenswerten Tiere leben in dem Wald, die z.B. die Grüne Liga nicht kennt und deshalb auch nicht vor Gericht vorgebracht hat?

  18. 23.

    Sozialneid gehört nicht hierher. Jeden kann es von heute auf morgen treffen, dass er arm oder arbeitslos wird. Nur sollten Sie nicht jammern , sondern aktiv werden. Es gibt in Brandenburg noch viele unbesetzte Stellen. Ich könnte mir vorstellen, dass da bestimmt etwas für Sie dabei ist. Viele Firmen haben Ihre Niederlassung in anderen Bundesländern, bieten aber Arbeitsplätze in Brandenburg an. Durchsuchen Sie einfach die Seiten von rbb24.de, dort werden Sie fündig. Viel Erfolg!

  19. 22.

    Sie waren ja auch der Meinung, dass Tesla den Kaufpreis nicht zahlen werde und überhaupt nichts aufforsten würde. Des Weiteren wollen Sie uns offensichtlich weismachen, dass eigentlich Tesla persönlich aufforsten müsse. Auf die Idee, dass es Fachleute gibt, die dafür bezahlt werden, scheinen Sie nicht zu kommen. Auf welcher Rechtsgrundlage müsste Tesla Ihrer Meinung nach in Vorleistung gehen.

  20. 21.

    Nee, eigentlich wollte ich nicht mit Herrn Alfred Neumann in einen direkten Dialog treten, daher nur so viel: den Unterlagen zur BMW-Ansiedlung sind die Angaben 0 - 3 m bzw. 6.5 - 7.5 m zu entnehmen, was den ersten Grundwasserleiter im geplanten Bebauungsgebiet betrifft. Er soll dort in einer Stärke von 15 - 20 m in feinem und mittelfeinem Sand verlaufen, so die damaligen Angaben. Und da ich fast täglich an der Tesla-Baustelle vorbeifahre, habe ich an den Tagen der Rodung den Himmel voller Krähen über dem Gebiet gesehen und fotografiert - die fanden die kleinen Kadaver oder noch zappelnden Wesen. Keine Ahnung, ob die auf der Flucht befindlichen Beutetiere unter Naturschutz stehende waren oder nicht, schutzlos waren sie alle. Und kann man sich das nicht auch wirklich denken, daß es mehr als 4 Ameisenhügeln an schutzbedürftigen Tieren im Wald gegeben haben muß? Auf so vielen Hektar Waldfläche mitten im Winter? Solch ein Mensch hat wohl noch nie einen Wald betreten ...

  21. 20.

    Das mit dem vollmundigen Aufforsten durch Tesla stimmt so nicht. Der Konzern hat mit der Flächenagentur Brandenburg nur irgendeinen nicht öffentlichen Vertrag über Flächen von 147 ha statt wie versprochen über ca. 900 ha abgeschlossen, um sich der Sache mit Geld zu entledigen. Jetzt muss nur noch jemand fragen, ob der Konzern etwas zahlen muss oder vielleicht sogar noch etwas pro ha entschädigt wird.
    Es ist mir bisher noch nicht gelungen herauszubekommen, wo diese angeblichen Aufforstungsflächen sich befinden sollen.

  22. 19.

    Exemplarisch zwei von zig Bildern, die die Geschichte von den durch die Harvestern geschredderten Reptilien in das reich der Märchen verorten helfen:
    https://www.rbb24.de/content/dam/rbb/rbb/studio_frankfurt/2020/04/Reporter/tesla-1.JPG.jpg
    https://www.rbb24.de/content/dam/rbb/rbb/studio_frankfurt/2020/04/Reporter/Tesla-Blick--Ameisenhuegeln.jpg
    Natürlich ist ein Foto nur eine Momentaufnahme. Also werden die Gegner bestimmt behaupten, dass jemand die Fahrspuren der Harvester beseitigt hat.

    Angeblich soll laut Kommentaren der Tesla-Gegner wesentlich höher liegen.

    Tipp: Der RBB hatte auch darüber berichtet, dass der Bauverlauf in sozialen Medien verfolgt werden kann. Das hilf auch bei der Einordnung diverseser Kommentare

  23. 18.

    ...Es scheint so, dass Hr. Neumann etwas weltfremd denkt. Aus diesem Grunde ärgern ihn auch die Kommentare, die seine Einstellung nicht mit tragen. Ich kann mich nicht ergötzen, wenn von der Westgrenze Brandenburg die Oder sehen kann. Ob man dann zur Besinnung kommt, dass man etwas falsch gemacht hat? Noch nicht mal die Hälfte der Bäume sind für dies nutzlose Fabrik gefallen, wo es mehr als genug Ackerflächen gibt... So Klimawandel? Ein Witz, liebe Grüne!

  24. 17.

    Deshalb forstet Tesla für jeden qm versiegelten Boden der ehemaligen Kiefernplantage, im Verhältnis 1:3, anderenorts in Brandenburg wieder auf. Und zwar in Form von hochwertigem Mischwald (abgestimmt mit Umweltverbänden?). Gut auch wegen des Klimawandels.

  25. 16.

    Da haben Sie Recht. Die Bürger in Grünheide wissen aber nicht, wie es ist arbeitslos oder auch sonst arm zu sein. Die sitzen in ihren grünen Parzellen und wollen nicht gestört werden. Es gibt sicher Ausnahmen, aber die Mehrheit denkt so und verschanzt sich hinter dem Naturschutz. Das war übrigens bei der Planung einer BMW -Ansiedlung auch so. Nur BMW hatte nicht so viel Geduld und ging dann nach Leipzig, wo man ihnen die Arme ausgebreitet hat.

  26. 15.

    Welche denn? Sie behaupten ständig irgendwas ohne konkret zu werden, Herr Neumann.
    Die Anwohner könnten dort tagtäglich beobachten wie die Harvester über die Randflächen gefahren sind. Oder fragen Sie doch mal bei der Eon Edis nach, wo die ihre Stromkabel verbuddelt haben, nämlich genau im Reptilienschutzbereich. Wer vor Ort war, weiß, dass die hier lancierten Fotos nicht dem entsprechen was tatsächlich vor Ort passierte. Fotos sind immer Momentaufnahmen.
    Zur Tiefe des Grundwasserleiters: diese geht im Übrigen auch aus Teslas eigenen Antragsunterlagen hervor, nämlich 3-6 Meter unter der Oberfläche. Aber woher sollen Sie das auch wissen- Sie haben die Unterlagen ja ganz offenkundig nie gelesen.

  27. 14.

    Fortsetzung meines Kommentars

    Abschließend noch eine Zusammenfassung meines letzten Kommentars: Nicht nur die gegenwärtig im Focus stehende CO2-Zunahme in der Atmosphäre führt zum Klimawandel, sondern auch der zerstörerische Umgang mit der noch vorhandenen Flora und Fauna. Der Mensch trägt kräftig dazu bei, das diese Vorgänge schnell vonstatten gehen. In Deutschland werden gegenwärtig täglich noch ca. 50 ha Land versiegelt, angeblich soll dieser Wert auf 20 ha/d gesenkt werden. Bloß das sind Hirngespinste unserer Politiker, denn sie handeln anders. Alleine in Freienbrink wurden im Februar ca. 13 ha/d Wald gerodet und zur Wüste umgestaltet, um nun versiegelt zu werden. Das sind 65 % der Grenzvorgabe von 20 ha/d.
    Es sollte allen Menschen bewusst sein. Die Pflanzenwelt hat es im Laufe der Entwicklung geschafft, dass der Mensch heute atmen kann. Ohne sie gebe es jetzt keinen bzw. nicht genug Sauerstoff in der Luft. Also sollte sie unter strengsten Schutz gestellt werden.

  28. 13.

    Thema verfehlt, Herr Neumann!
    Der Bekanntheitsgrad von Schössow Touristic, ist hier nicht relevant, besagt aber, dass Sie weder arbeits- noch wohnungssuchend und eher ein Anhänger des Massentourismus sind.
    Qualität ist bei Ihnen eher zweitrangig. Fragen Sie ältere Mieter in Spandau, dort kennt man die Firma. Viele Leute haben unsere Telefonnummer und rufen an. Gelegentlich werde ich auf der Straße angesprochen.

    Fangschleuse ist der Ausgangspunkt, für Veranstaltungen in der Region, sofern nicht die Tram 88 gebucht wurde. Tagestouristen urlauben dort nicht.

  29. 12.

    Eine riesige Fläche verschließen und zubauen,um dort dann unter Emission enormer Mengen von Autos herzustellen.Und das unter Verschwendung von Wassermengen in der Größenordnung des Verbrauchs einer Großstadt!Zwar haben die Planer jetzt etwas beigegeben,aber natürlich bleibt das Problem bestehen und kann nicht gelöst werden.In der trockensten Region der BRD solche Mengen an Wasser zu entziehen,ist schlichtweg kriminell.Offensichtlich haben die Zuständigen und Profiteure die Zeichen der Zeit nicht erkannt,je nach Alter werden sie und alle nicht unmittelbar Beteiligten die Folgen aber noch in dieser Generation am eigenen Leibe erleben.Wer dann immer noch glaubt, Wasser;Boden,Luft seien beliebig zu verbrauchen und vergiften, wird dann eines Besseren belehrt.

  30. 11.

    Blöd, dass die Fotos des RBB belegen, dass deren potentielle Habitate von den Harvestern nicht befahren worden sind. Mich wundert es auch, dass angesichts Ihrer Behauptung zu Tiefenlage des Gundwasserleiters die Baustelle nicht unter Wasser steht.

  31. 10.

    Wie Sie hätten dem UVP-Bericht entnehmen können, soll unbelastetes Oberflächenwasser versickert werden.

  32. 9.

    Das sagt gerade der richtige Zahlenerfinder. Ich habe hier jedoch nicht versucht, ein Model X als Model Y zu verkaufen.

  33. 8.

    Die DDR ist Geschichte. In der Bundesrepublik gibt es gemäß Verfassung keine Zensur, so dass auch unangenehme Wahrheiten geschrieben werden dürfen. Die meisten der angeblich ungelösten Probleme entpuppten sich dabei bisher bei genauerem Hinsehen als Popanz oder gar als Erfindung der Tesla-Gegner.

  34. 7.

    Herr Neumann, wenn nach Rodung und Planierung gerade mal „ein adultes Zauneidechsenmännchen“ gefunden wurde, tippt auch ein Städter, daß dessen Artgenossen schon im Februar unter die Räder der 30 tanzenden Harvester gekommen sein könnten. Auf dieses wie auf die unerlaubte Betankung der Baufahrzeuge oder das Abstellen von Toilettenhäuschen auf dem ungeschützten Sandboden verweisen die Naturschützer jedoch nur als Pars pro toto, weil der Boden über dem großteils ungeschützt verlaufenden Grundwasserleiter schon bald sehr viel gefährlicheren Stoffen ausgesetzt sein wird als ein paar Tropfen Diesel oder Urin. Da hätten wir es dann schon gerne, daß wirklich aufgepaßt und das Aufpassen auch kontrolliert wird.

  35. 6.

    "Die Fabriksiedlung in diesem Industriegebiet soll sich lauf UVP-Gutachten übrigens sogar positiv auf die dem Grundwasser zugeführte Wassermenge auswirken."

    Bei einer mit bis zu 80% versiegelten Fläche klingt das absolut logisch, muss ja - steht schließlich im UVP-Bericht.
    Das scheint eine weit verbreitete Theorie unter GF4-Befürwortern zu sein.

    Bisher galt immer, dass Wald einen erheblichen Beitrag zum Wasserhaushalt leistet. Der Waldboden speichert große Mengen von Wasser und verhindert dadurch den Oberflächenabfluss. Ist seine Speicherfähigkeit erschöpft, so fließt das Wasser, durch den Boden gefiltert, ab und erhöht das erfassbare Grundwasserangebot.
    Nimmt man die durch Niederschlag zugeführte Wassermenge als 100% an, so beträgt die Grundwasserneubildung auf einer Fläche:
    - unter Nadelbäumen: ca. 33%
    - unter Laubbäumen: ca. 47%
    - unter versiegelter Fläche: das wissen nur Sie, Herr Neumann

  36. 5.

    Die Argumente der Bürgerinitiative sind doch hier sehr an den Haaren herbeigezogen, da man grundsätzlich gegen eine Reindustrialisierung Ostbrandenburgs ist. Die Schutz des Grundwassers ist technisch beherrschbar und nimmt man den Wasserverbrauch zum Maßstab, dürfte ab sofort niemand mehr nach Berlin ziehen.
    Auch die AfD reitet einen toten Gaul. Ich bin überzeugt, ab Herbst wird die tatsächliche Arbeitslosigkeit durch Corona sichtbar und kein Politiker, der noch alle Latten am Zaun hat, wird sich als Investitionsbremse profilieren.

  37. 4.

    Diesmal liegen sie richtig Herr Neumann. Das mit dem X und dem Y beherrschen sie perfekt.

  38. 3.

    Diese Ansiedelung einer Fabrik im Trinkwasserschutzgebiet hat mit Sicherheit keine positiven Auswirkungen auf das Trinkwasser. Und auch der WSE schränkt die Gewährleistung einer Versorgung für die erste Ausbaustufe ein, indem er schreibt: entweder Industrie oder Bevölkerung. Die Landwirtschaft benötigt übrigens auch. Die UVP Unterlagen sind so dürftig, daß sie eigentlich in der Form gar nicht genehmigungsfähig sind. Die Fabrik in China steht ebenfalls auf Pfählen und es ist schon verwunderlich, daß dies hier erst nachträglich beantragt wird. Obwohl es durch die geplante Ansiedelung von BMW eigentlich schon genügend geologische Untersuchungen gab.

  39. 2.

    Tragisch ist nur, dass die ungelösten Probleme erst jetzt bei schon weit fortgeschrittenem Bau ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Eine solche Diskussion vor Baubeginn zu führen wäre sinnvoller gewesen. Die Konsequenz hätte dabei durchaus sein können, einen einige km entfernten Standort zu bevorzugen und so zahlreiche Probleme von vornherein zu vermeiden. Dieser Standort könnte sich als Fehlentscheidung mit fatalen ökologischen Folgen erweisen.
    Und warum eigentlich müssen wir uns so bedingungslos dem von Tesla vorgegebenen Zeitplan unterordnen? Es geht um unsere Umwelt und unsere Lebensgrundlagen!
    Bemerkenswert ist nebenbei auch die Tatsache, dass gefühlt die Hälfte der die Tesla-Ansiedlung bedingungslos befürwortenden Kommentare in den RBB-Foren anscheinend von einer Person getätigt werden...
    @ RBB: Wie wäre es mit einer Höchstanzahl Kommentare pro Schreiber pro Forum?

  40. 1.

    Ob kopiert oder nicht, hier in den Kommentaren versuchen die Tesla-Gegner jedenfalls den Lesern oft ein X für ein Y vorzumachen. Es werden Tiere erfunden, die selbst die Umweltverbände nicht kennen, Horrozahlen zur Anzahl der Pfähle verbreitet, die in anderen Medien schon längst widerlegt sind, der "bekannten" Firma Schössow Touristic fehlen Heerscharen an Touristen, die bisher in Fangschleuse urlaubten, Die Kommentarfunktion des RBB krankt allerdings auch daran, dass jeder unter einem x-beliebigen Namen posten kann.

    Die Fabriksiedlung in diesem Industriegebiet soll sich lauf UVP-Gutachten übrigens sogar positiv auf die dem Grundwasser zugeführte Wassermenge auswirken.

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