Baustelle der Tesla Gigafactory in Grünheide, Brandenburg (Quelle: imago images/Jan Huebner)
Audio: Antenne Brandenburg | 07.10.2020 | Franziska Hoppen | Bild: imago image/Jan Huebner

Ansiedlung in Grünheide (Oder-Spree) - Tesla hat Wasservertrag bisher nicht unterschrieben

Der US-Elektroautobauer Tesla hat den sogenannten Erschließungsvertrag für das Baugelände in Grünheide (Oder-Spree) noch nicht unterschrieben. Das hat der Wasserverband Strausberg Erkner (WSE), der den Vertrag über Monate mit Tesla ausgehandelt hatte, dem rbb am Mittwoch mitgeteilt. Auch deshalb sei die Überraschung groß, dass Tesla sich mit der Unterzeichnung Zeit lässt, sagte Verbandsvorsteher Andre Bähler.

"Transparenz fördert dieses Verhalten nicht"

Bereits vor mehr als zwei Wochen hatten die Verbandsmitglieder des WSE dem Vertrag zugestimmt. Laut Bähler habe der Verband erwartet, dass Tesla sofort danach unterzeichne. Eine Erklärung für die Verspätung habe er nicht erhalten. Für eine Stellungnahme für den rbb war der Autobauer bisher nicht zu erreichen.

Verbandsvorsteher Bähler nannte die Verzögerung und den angeblichen Mangel an Kommunikation irritierend. "Transparenz und Verständnis fördert dieses Verhalten nicht gerade", so Bähler.

Wasserverband plant erstmal nicht weiter

Dabei könnte der Zeitplan der Fabrik bei einer weiteren Verzögerung ins Wanken geraten. Sowohl das Genehmigungsverfahren als auch die Änderung des Bebauungsplanes des Tesla-Geländes hängen von einem unterzeichneten Erschließungsvertrag ab.

Der Wasserverband hat seine Planung der neuen Leitungen bis zur Unterzeichnung eingestellt. Es sei zu risikoreich, die Planer vorab zu bezahlen, so Verbandsvorsteher Bähler. Das Gelände vollständig ans Wassernetz anzuschließen, dauere - ab Unterzeichnung - noch einmal rund zwei Monate. Beispielsweise müsse vor der Verlegung von den oft hunderte Meter langen Leitungen der Untergrund auf Kriegsmunition geprüft werden, Grundstücksbesitzer müssten informiert und Genehmigungen eingeholt werden.

Ebenfalls in Verzug sei Tesla bei der Zahlung des Bauwassers, das der Wasserverband bisher bereit gestellt hat. Eine Mahnfrist läuft. Sollte Tesla die Rechnung nicht rechtzeitig bezahlen, werde der WSE die Bauwasserversorgung einstellen.

Die Kommentarfunktion wurde am 08.10.2020 um 21:05 Uhr geschlossen

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29 Kommentare

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  1. 29.

    Wie ich lese, sind Ihnen mal wieder die sachlichen Argumente ausgegangen. Jetzt müssen schon die Extremisten in Friedrichshain herhalten. Dort war die PKW-Dichte vor 1990 wesentlich geringer als heute, die Luft dank der Zweitakter und der Kohleöfen aber noch schlechter. Berliner, die es zu etwas gebracht hatten, zogen in den Westen des heutigen Groß-Berlins. Besserung ist aber in Sicht: Mit Brandenburger Braunkohle befeuerte Öfen sind schon weitgehend Geschichte und Fahrzeuge wie Ihr asiatischer Verbrenner mit seinem laut ADAC überdurchschnittlichem CO2- und erhöhter Partikelaussstoß könnten dort auch bald draußen bleiben müssen.

    Übrigens legt sich ein Mercedes auch gern auf die Seite. Deshalb gibt es mittlerweile ja serienmäßiges ESP. Auch schon vergessen?

  2. 28.

    Mit der "Qualität" deutscher Fabrikate währe ich vorsichtig.
    Im internationalen Vergleich liegen ganz andere vorn. Gerade die deutschen "Premium" Marken rangieren meist nur im Mittelfeld bzw. in der letzten JD Power sogar teils ganz unten, aber noch vor Tesla ;-)

    https://www.jdpower.com/business/press-releases/2020-initial-quality-study-iqs

    https://europe.jdpower.com/de/press-releases/2019-germany-vehicle-dependability-study
    Zitat:
    "Volvo—die führende Premiummarke—und ein Großteil der Volumenmarken erzielten wesentlich bessere Ergebnisse als deutsche Marken. Audi, BMW und Mercedes-Benz müssen sich intensiver damit auseinandersetzen, wie sie die Probleme beheben können, bevor Kunden anfangen, sich anderweitig umzusehen."

    Tesla muss sich defintiv verbessern. Aber das müssen unsere heimischen Marken auch.

  3. 27.

    Sie haben gerade in Unkenntnis über das WSG Jungfernheide das BMW-Werk in Spandau gelobt wie sie auch VW mit seinem Werk im WSG Braunschweig toll fanden. In Spandau wurden aber eben ursprünglich vor allem Rüstungssgüter produziert. War das Ihre übliche Bigotterie oder die gewohnte Ahnungslosigkeit oder beide zusammen? Oder haben Sie das einfach nur schon wider vergessen? Zur Erinnerung:
    https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/wirtschaft/tesla/2020/tesla-bebauungsplan.html

  4. 26.

    Für die klägliche Show sind eher Sie mit zuständig. 'Nen Mittelklasse-Teslawiegt ähnlich viel wie ein vergleichbarer Verbrenner. Das hatten wir aber schon vor Monaten gehabt. Ebenso ist die Gewinnung der Rohstoffe - bei Tesla bekanntlich z.B. Lithium vor allem aus primären Quellen - immer nur dann ein Argument, wenn es nicht um die anhaltenden Umweltzerstörungen und den gigantischen Wasserverbrauch bei Rohölgewinnung oder anderer liebgewonnener Dinge geht. Sie tragen hoffentlich wegen Ihres Umweltgewissens keine Hosen, da für ein paar Jeans ähnlich viel Wasser benötigt wie für das Akku eine Mittelklasse-BEV. Auch diese zig-fach geführte Grundsatzdiskussion spricht für BEV, sofern man MIVen muss. Die Gegner der Energiewende wollen das aber nicht verstehen.

  5. 25.

    Eine häufigere Verbindung erleuchtet den Umstieg auf den Nahverkehr. Man hat als Arbeitnehmer weniger Wartezeiten und mehr Zeit für die Familie.

  6. 24.

    Der hat nun auch erfahren, dass der Mercedesstern alsbald auf den meisten E-Autos leuchten wird. Mit Sicherheit fliegt da kein Dach weg und Klebeband als Wärmetauscherbefestigung gibt es da auch nicht. Teslas werden Ladenhüter; wozu sollte man da in Grünheide eine Giga errichten ?

  7. 23.

    Wir Brandenburger können auch andes. Ratzfatz bekommt der ein "Pampaverbot". Als Ausgleich kann Herr A.N. ja als Gleiswächter seine Zeit verbringen. Man kann ja kaum noch mitzählen was in Berlin an Autobränden u.a. erfolgt; so etwas gab es vor 1990 nicht. Wie kommt es zur Entwicklung zum Linksextremisten ? Was muss man tun, dass da nichts nach wächst ? Ebenso ist Rechtsextremismus und Clanbildung nicht zu verstehen. Oft habe ich den Gedanken, dass Gleichgültigkeit eine der Ursachen sind. Hat jemand mal die Schadstoffmengen erfasst, die durch Brände aller Art in die "Berliner Luft"-mit dem besonderen Duft entwichen sind ?

  8. 22.

    Und der E Tracker wiegt noch mehr. Gewicht und der Zerstörung der Umwelt bei der Gewinnung der Batterierohstoffe, ist das E Auto mit dieser technischen Spezifikation eine Umweltkatastrophe. Aber wem kümmert es? Schliesslich betrifft es nur unsere Enkelkinder und nicht Showmeister A. Neumann

  9. 21.

    Warum sollte der RE-1 in Fangschleuse oder Hangelsberg öfter halten ? Derzeit besteht doch kein Anlass.

  10. 20.

    Hören Sie sich mal den Podcast an. ;-) Der ÖPNV stellt zum PKW für die meisten eine Alternative zum MIV dar, wenn die sich innerhalb des S-Bahnringes bewegen. Um die Ringbahnblase zu verlassen, MIVen die aber ähnlich häufig, wie umgekehrt die Außenbezirkler. In den Berliner Randbezirken wird es noch dünner und der RE1, der nur 1x die Stunde in Fangschleuse hält, ist mehr als nur grenzwertig. Für die wäre ein E-Auto eine umweltfreundlichere Alternative. Wer pendelt stattdessen mit 'nem Tretfahrzeug nach Berlin?

    Für viele MIVler ist der PKW aber einfach nur ein Stück Bequemlichkeit obwohl die Tram fast vor der Haustür hält. Das gilt für den Invalidenstraßenaktivisten mit seinen 2 t Blech ebenso wie für so manchen lautstarken Rentner aus dem Umland, der Elektroautos nicht mag.

  11. 19.

    Brandenburger Pampa??? Herr A.N. aus Berlin, bleiben Sie sachlich und scheren nicht alle über einen Kamm.!!

  12. 18.

    Herrliche Nachrichten. Hab gleich viel bessere Laune. Träumt mal schön weiter von euren e- Autos.

  13. 17.

    Als hätte ich´s geahnt. Für meine diesbezügliche Meinung erhielt ich ne Menge Schelte der, ich nenne sie mal Tesla-Jünger. Naja - Herr M. wird noch mehr Überraschungen im Säckel haben. Alleine das "Bauenlassen" ohne alle Genehmigungen, finde ich voreilenden Gehorsam, nur weil einer mit irgendwas winkt und sich Visionär nennt. Wie hat ein Bundeskanzler mal gesagt: wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.
    Na und wenn dann doch nicht alles nach seinen Vorstellungen läuft, dann wird er vielleicht mit Schadensersatzforderungen an die Landesregierung herantreten. Ein Ami macht Furore, alle folgen ihm, wie dem Rattenfänger von Hameln, einer pfurzt und allen gefriert das Lächeln.

  14. 16.

    Und weil Sie sich angeblich nur für Tretautos interessieren, haben Sie den Bericht über das schlecht verklebte Glasdach gelesen. ;-)
    Wenn die Fahrer von Tretfahrzeigen nur wüssten, wie man die Bremse bedient ...
    Vorgestern hätte so jemand beinahe das Pflaster geküsst, als ein Rollstuhlfahrer die Rampe von Bus herunter fuhr.

    Versuchen Sie zudem mal, in der Brandenburger Pampa überzeugte Verbrennerfahrer davon zu überzeugen, dass die nicht mehr MIVen sollten, wenn die es mit dem Umweltschutz ernst meinen würden. Woher bekommen die dann ihr Hubdefutter bzw. ihr Fernsehbier. Die Wege sind dafür viel zu lang. Wie kommen die Berlin-Pendler, die Angst vor Pendlern haben nach Berlin?

  15. 15.

    Wer braucht denn das Modell Y ? Etwa der Liebhaber eines sehr sorgfältig gefertigten SUV-wenngleich noch mit Verbrennungsmotor ? Teslas Blech ist nun mal so unfertig wie ein unverputztes Eigenheim. Kostet derzeit aber viel zu viel. Bin immer noch schockiert; der Neumann meinte ich hätte da Kriegsproduktion befürchtet. Lügt der des öfteren ? Ich frage ja nur.

  16. 13.

    Man darf es mir doch nicht verdenken; als Brandenburger gehört das Gebiet zu meiner Heimat. Da hat man Pilze gesucht und an die alte Poststraße und die Umspannung und Fütterung kurz vor Erkner gedacht. Eben nachemfunden wie es damals hier war. Nun ist alles nicht mehr da; kein Wald- nur Weißsand und Betonbauten. Die wachsen schneller als in der "Stalinallee". Der da die Waldvernichtung durchführen durfte will noch so vieles von uns. Nun braucht der aber erst mal Wasser, Gas und Elektroenergie. Was bleibt da für uns übrig ? Es ist wohl klar; erst Tesla-dann wir. ? Man verkauft kein Brandenburger Land an einen Musk, der hier nur Geld machen will. Tesla-Auto: Außen geschmacklos Blech; innen billige Sitze und als Antrieb-ach, sehen sie auf yt.

  17. 12.

    Richtig! Pflichtig bei. So gehts einfach nicht. Wir sind hier nicht in US oder Ch.

  18. 10.

    Sehr geehrte "Radlerin",
    wenn sie meinen Kommentar noch lesen sollten, ich würde mich sehr freuen wenn Sie den Link geben könnten.
    Mit freundl. Grüßen

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