Symbolbild - Ein Mitarbeiter wechselt in einer Autowerkstatt einen Reifen. (Bild: dpa/Patrick Pleul)
Video: Brandenburg aktuell | 27.11.2020 | Philip Barnstorf | Bild: dpa/Patrick Pleul

Industrie-Ansiedlung in Grünheide - Tesla: Fluch oder Segen für regionalen Arbeitsmarkt?

Das Tesla-Werk könnte der größte private Arbeitgeber in ganz Ostdeutschland werden. Starten soll die Fabrik mit 7.000 Angestellten, später könnten dort 40.000 arbeiten. Wie will Tesla das anstellen und was bedeutet das für die regionale Wirtschaft? Von Philip Barnstorf

Von Managern, Chemikern, Ingenieuren, über KFZ Mechaniker, Lackierer bis zu ungelernten Bandarbeitern: Mehr als 100 verschiedene Berufe sucht der US-Autohersteller Tesla für sein Werk in Grünheide (Oder-Spree). Das Unternehmen stellt schon jetzt eifrig ein, denn etwa Facharbeiter und Manager mit Uni-Abschlüssen sind rar. Daher muss Tesla sie häufig von anderen Unternehmen abwerben. Schon allein wegen der Kündigungsfristen braucht das Vorlauf.

So hat sich das Unternehmen schon die Dienste von Rene Reif gesichert. Derzeit leitet der 57-Jährige noch das Mercedes-Werk in Berlin-Marienfelde, aber zum Januar 2021 soll er zu Tesla wechseln und gilt auch als heißer Kandidat auf den Posten des Werksleiters.

Tesla könnte von Stellenabbau bei Konkurrenz profitieren

Eine wirtschaftliche Entwicklung kommt den Kaliforniern bei der Fachkräfte-Anwerbung entgegen: Etwa bei Mercedes in Marienfelde und bei Rolls Royce im Dahlewitz (Teltow-Fläming) werde gerade umstrukturiert, sagt Thomas Kühne von der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg (IHK). "Da werden Mitarbeiter aus hochwertigen Industrie-Arbeitsplätzen freigesetzt. Für sie kann Tesla eine attraktive Alternative sein."

Neben Annoncen auf seiner Website setzt Tesla bei der Personaleinstellung auch auf ungewöhnliche Methoden. Gerade mal einen Tag vor seinem letzten Grünheide-Besuch Anfang November forderte Tesla-Chef Elon Musk Ingenieure - stilecht per Tweet - dazu auf, ihre Bewerbungen zu mailen. Direkt am nächsten Tag gab es dann schnell getaktete Bewerbungsgespräche in einem provisorischen Zelt auf der Baustelle. Unter dem Motto "25guns" (25 Kanonen) ist dabei eine Troubleshooter-Truppe herausgekommen, die nach den Querelen in den letzten Wochen auf der Baustelle Abläufe verschlanken soll.

Tesla will mehr als regionalen Durchschnittslohn zahlen

Außerdem haben mehrere Arbeitsagenturen aus der Region gemeinsam in Berlin ein Büro eröffnet, um gezielt Menschen an Tesla zu vermitteln. So sollen etwa die ersten 200 Logistikmitarbeiter Anfang 2021 Verträge bei Tesla unterschreiben. Weitere Bewerbungstage haben die Arbeitsvermittler unter der Federführung der Arbeitsagentur Frankfurt (Oder) für Dezember geplant.

Auch wenn Tesla in den Produktionsstraßen besonders viele und moderne Roboter einsetzen will, dürfte es bei den meisten Jobs im Grünheider Werk um eher einfache Fließbandarbeit gehen. Dabei könnte Tesla einiges bewegen, denn die Kalifornier wollen schon ungelernten Mitarbeitern 2.700 Euro Einstiegsgehalt zahlen. "Das bewegt sich ungefähr um 20 Prozent über dem regionalen Durchschnittsniveau", sagt Thomas Kühne von der IHK. Im bundesweiten Vergleich läge dieser Lohn dagegen im Mittelfeld. In den Autofabriken in Stuttgart und Ingolstadt verdienten die Mitarbeiter sogar noch mehr.

Brandenburger Löhne könnten insgesamt steigen

Was bedeuten diese Löhne für die Region? Tesla setzt damit andere regionale Arbeitgeber unter Druck, ihren Angestellten mehr zu zahlen. Die IHK hofft nach eigener Aussage, dass die Brandenburger Löhne damit auf West-Niveau steigen und das Land sein Image als Billiglohnregion hinter sich lässt. Gleichzeitig äußern Handwerksbetriebe wie etwa KFZ-Werkstätten anonym die Befürchtung, dass Tesla ihre Mitarbeiter abwerben könnte. Gerade kleinen Familienbetrieben könnte das Aus drohen, falls Tesla in den kommenden Jahren den regionalen Arbeitsmarkt trockenlegt. Das könnte passieren wenn die Firma – wie von Experten erwartet – vier Fünftel seiner Belegschaft aus Ostbrandenburg und den östlichen Stadtteilen Berlins rekrutiert.

Aber ausgemacht ist nichts: "In den Handwerksbetrieben herrscht in der Regel eine familiäre Atmosphäre und man arbeitet individuell. Da steht man nicht im Schichtbetrieb zu hundert am Band", sagt Uwe Hoppe von der Handwerkskammer Ostbrandenburg. Über ihre Arbeitsbedingungen könnten die Betriebe dem "Drang nach dem sogenannten großen Geld" etwas entgegensetzen.

Tesla versus Gewerkschaften?

Auch Birgit Dietze, Bezirksleiterin bei der IG Metall, ist noch abwartend angesichts der 2.700 Euro Einstiegsgehalt bei Tesla: "Es ist ein Unterschied ob man 2.700 Euro für 35 oder für 60 Stunden pro Woche bekommt", sagt die Gewerkschafterin, "Außerdem kommt es darauf an, wie Urlaub, Leistungsbedingungen, Krankheit und Zuschläge geregelt sind."

Außerdem dürfte der IG Metall nicht entgangen sein, dass Tesla mit deutschen Betriebsräten und Tarifverträgen fremdelt. So hat das Unternehmen seine Brandenburger Dependance als Societas Europaea (SE) gegründet. Das ist eine EU-Rechtsform, mit der Arbeitgeber die Bildung von Betriebsräten erschweren können. Birgit Dietze ist dennoch guter Dinge: "Wir begrüßen, dass so ein innovativer Großkonzern sich hier ansiedelt und Arbeitsplätze schafft." Man wolle eine "Politik der ausgestreckten Hand etablieren".

Die "Wirtschaftswoche" berichtet derweil von IG Metallern, die wegen Tesla "hochgradig alarmiert" seien. Angeblich arbeiten sie schon an Strategien, um im Grünheider Werk einen Fuß in die Tür zu kriegen.

Im Juli 2021 sollen die ersten Brandenburger Teslas vom Band rollen, gefertigt von zunächst 7.000 Mitarbeitern. Dann dürfte sich herausstellen, welche Hoffnungen und welche Sorgen um die größte Industrie-Ansiedlung in Brandenburg seit der Wende sich bewahrheiten.

Beitrag von Philip Barnstorf

53 Kommentare

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  1. 53.

    Sie dichten sich zuviel zusammen. Gerade was RR betrifft. Hätte aber europäische Marken schreiben müssen. Skoda z.B. Habe ihnen doch schon mal wissen lassen, dass ich vor einiger Zeit einen Blick auf den Antrieb beim M3 werfen konnte. Warum sollte der Bürger keinen kleinen Benziner fahren dürfen wenn die "gut betuchten" Bessermenschen unbedingt große Luxusverbrenner beanspruchen ? Oder gar als "Entwicklungsminister" oft genug mit Gattin die Welt "bereist". Nach C19 wird auch der BER frequentierter sein. Was wollen die Typen jedes Jahr in Thailand ? Wozu braucht die ganze Welt Militär ? Wozu braucht ihr angehimmelter Musk einen Privatflieger ? Was ist dagegen der kleine i-10 ? Ehe die Rohstoffe für Teslaakkus dann mal in Grünheide sind haben die 1000e km hinter sich. Tankstellen sind schon da; Ladestationen entstehen nicht CO2-frei und viele BEV werden mit Kohlestrom fahren. So ist das alles und viel schlimmer.

  2. 52.

    ihre Gedanke, dass man mit dem Kauf eines Tesla der deutschen Autoindustrie schade, ist schon immer scheinheilig gewesen. sie kauften sich bekanntlich vor nicht gar so langer Zeit einen Asiaten. sie haben bereits mehrfach deutlich gemacht, dass es ihnen vielmehr darum gehe, dass Tesla eine in Kalifornien ansässige Firma ist, die Elektroautos baut.

    Eine Alternative zum Model Y wäre z.B. der auch erst nächstes Jahr verfügbare BMW iX3. Der wird aber bis auf weiteres nur in China produziert und ist einfach nur ein Verbrenner, der genau wie der EQC und der E-tron 50/55 auf E-Antrieb umkonstruiert worden ist. Welche deutschen Alternative sind aktuell zum Model 3 verfügbar? VW hat gerade den ID.6 und ID.7 um zwei Jahre auf 2023 verschoben. Da fällt mir eher der von Ihnen bevorzugte Konzern aus Südkorea ein.

    Ihr Hinweis auf RR zeigt bestenfalls aus den Eingangs genannten Gründen nur auf, dass Ihnen die Arbeitnehmer auch dort ebenfalls links dran vorbei gehen.

  3. 51.

    Mich stören die chinesischen Übernahmen von Spitzentechnologiefirmen. KUKA oder Betonpumpenfirma hätte auch aus DE übernommen werden können. Habe ich je etwas gegen Schwarzheide gesagt ?

  4. 50.

    Mensch; Herr Neumann; habe doch eine Bekannte, die in Marienfelde sehr gut verdient. Habe auch Marienfelde weiter vor schon erwähnt. Nun; habe meine Bekannte noch nicht befragen können ob TESLA ihr Glück wird. Über RR brauche ich auch keine Belehrung. Das liegt an meine 1. Berufsausbildung nach dem Abi. Wer aber TESLA kauft, der schadet unserer Autoindustrie. Die hat bisher unserem Finanzminister viel Geld eingebracht. Verstehen sie was ich damit sage ?

  5. 49.

    Wenn Sie über den Tellerrand schauen würden, sind derzeit in der Metropolregion wieder einmal nicht nur viele Industriearbeitsplätze bedroht. Mercedes in Marienfelde und Bombardier in Hennigsdorf sind zwei Beispiele, über die der RBB in den letzten Monaten häufiger berichtet hatte wie auch über geplanten Stellenstreichen bei Roll-Royce in Dahlewitz etc. Dazu kommen noch weitere Firmen auch aus dem Bereich Automotive im weiteren Umfeld, kleinere Firmen unterhalb des Medienhorizontes usw. Nicht jeder hat seine Rente sicher.

  6. 48.

    Die seit 30 Jahren "hingehaltenen" (gerichtlich festgestellte Unterbezahlung) brandenburger Angestellten und Landesbeamten, wie Lehrer und Polizisten usw., werden den "Gehaltsdruck" auf die öffentlichen Hand begrüßen. Da wird "Herr Woidke" wohl bei den eigenen Leuten "das Portemonnaie" öffnen müssen, sonst bekommt er keine Leute mehr... Und Druck von dieser Seite ist mehr als nötig. Wenn links/rote Ideologen zu Arbeitgeber werden, ja dann erinnert man sich an den 60iger Jahre Frühkapitalismus.

  7. 47.

    Nur ein Wort zu den 2700 Euro : Die öffentliche Hand zahlt auch nicht mehr für Facharbeiter wie Elektriker usw.

  8. 46.

    Sehr geehrter PotsMi,
    ich persönlich habe den Eindruck, dass sich Herr Neumann mit der Thematik gründlich auseinandergesetzt hat und auch sehr fundierte Beiträge schreibt. Bei Ihnen habe ich eher den Eindruck, dass viel Ideologie bei Ihnen der Treiber ist. Und das sage ich Ihnen als Einwohner von Oder-Spree : Aus dem von der Landes-SPD extrem gehätschelten Potsdam-Mittelmark lassen sich natürlich leicht Ratschläge und Forderungen machen. Naja, muss etwas mit Wohlstandsproblemen zu tun haben.
    Eine Sache noch : Nach der Pleite mit BMW hätte sich das Land nicht noch einen zweiten Fauxpas dieser Art leisten können.
    Die Tesla-Ansiedlung hat übrigens einen positiven Effekt : Hier wurde bewiesen, dass die Behörden auch mal schnell arbeiten können, wenn es denn gewollt ist.

  9. 45.

    Es braucht immer mindestens Zwei die sich im Buddelkasten mit Sand beschmeißen.
    Das Standortthema ist doch durch. Es gibt keinen Einwand, welcher das Projekt grundsätzlich in Frage stellt. Auf Kritik der Tesla-Gegner wird mit erhöhten Umweltauflagen reagiert und das Umweltamt ist aktuell peinlich bemüht sich ja keinen formalen Fehler zu leisten.
    Tesla wird die Region einkommensmäßig nach vorne bringen. In anderen Unternehmen werden in nächster Zeit ausreichend Arbeitskräfte freigesetzt und Elon Musk ist für junge Menschen heute das was zu unserer Zeit Bill Gates oder Steve Jobs waren. Da ist gewerkschaftliche Rundumabsicherung erst mal nebensächlich. Berlin ist hipp und Reserven für Wohnungsbau gibt es von Fürstenwalde bis Frankfurt/Oder ausreichend.

  10. 44.

    Ob deutsche Firmen von Chinesen übernommen werden oder nicht hängt von deren Leistungsfähigkeit ab. Deshalb ist es wichtig, dass Batterien für E-Autos und andere Anwendungen hier in Deutschland, am Besten in der Region, entwickelt und gefertigt werden. Unsere bösen Politiker handeln hier vollkommen richtig.

  11. 43.

    Nun, wenn Sie bezweifeln, dass es Ungelernte gibt, sollten Sie sich informieren. Und bei Gelernten gibt es genügend Berufe, in denen der Lohn unter dieser Summe liegt. Fakten kann man nicht leugnen. Daher ist eine Diskussion mit Ihnen zwecklos.

  12. 42.

    Blankenfelder sind weit weg von den Problemen. Wenn es jetzt eine regelrechte Abwanderung zu Tesla geben sollte wird das Auswirkungen haben bis über Blankenfelde hinaus. Hier hat man ein Autowerk im Grünen regelrecht eingetrieben und nun muss man anderen die Fachkräfte stehlen. War das geplant oder Dummheit ?

  13. 41.

    "Jens"- wessen Schuld ist das aber ? Wer mehr lernt verdient mehr. Oder man wird Politiker. So: und gerade daran müssen wir etwas ändern. Politiker bekommen einfach zu viel. Warum eigentlich ?

  14. 40.

    Was muss aber China noch alles an deutschen Firmen übernehmen ehe die Politik aufwacht ? Oder ist Brüssel schon so chinesisch wie ich nicht bin ? Wer wagt eine offene Anklage gegen unsere Politiker ? Keiner ? Lernt chinesisch !

  15. 38.

    S. g. Hr. Josti, die Unsachlichkeit bringt A. Neumann zu Papier. Dies aber nicht nur in dieser Runde. Er verkraftet es einfach nicht, wenn jemand sachliche Argumente aufschreibt. Dieser Charakterzug ist auch sehr gefährlich. Neid auf den, der im Grünen wohnt oder hat er Frust auf eine gesunde Umwelt oder ist er öfters verhauen worden?
    Jedenfalls sollen sich die Gewerkschaften nicht über den Mund fahren lassen. Kollegen seid wachsam, sollte es zur Eröffnung kommen

  16. 37.

    1800 Netto sind aber ca. 400 über dem Durchschnittslohn/Armutsgrenze. Ich wäre froh gewesen, das in meinem Berufsleben zu bekommen.

  17. 36.

    Um das mit den Ungelernten gründlich zu erörtern reichen die 1000 Zeichen und meine Lust nicht aus.
    Daher die Kurzform.
    Wer heutzutage ungelernt ist hat meiner Meinung nach ein ein gestörtes Verhältnis zu geregelter Arbeit.
    Denn einen Beruf nach dem Ende der Schule zu erlernen ist für alle möglich,auch wenn es nicht der Traumberuf ist.
    Daher habe ich Zweifel ob diese Einstellung mit den Ansprüchen von Tesla vereinbar ist.
    Trotzdem wünsche ich allen die bei Tesla eine Anstellung erhalten einen guten und sicheren Job.

  18. 35.

    Man muss ja nicht gleich ein Eigenheim finanzieren können.Von Frankfurt/Oder sind es 26min mit dem Regionalexpress.
    Und 2700€ für einen Ungelernten muss man erstmal finden auf dem Arbeitsmarkt.
    Mein Bruder arbeitet als Haustechniker in einem 5 Sternehotel in Berlin und hat 10% weniger, und das mit einer Facharbeiterausbildung.Und ein zweites Beispiel des Arbeitsmarktes aus Ostbrandenburg hab ich auch noch aus der "angeheirateten" Familie: Polier bzw. Vorarbeiter in einem Bauunternehmen: 3000€, und da sind auch Überstunden bzw. Extratage gang und gäbe.

  19. 34.

    Ich wünsche Tesla das es eine Funktionierende Fabrik wird. Und das er das richtige Personal findet. Daimler in Berlin und LuWiFe, Gestamp in LuWiFe, BMW in Spandau, RR in Dahlewitz oder das Funkwerk. Akkumotive in Kamenz ist auch nicht soo weit. Es gibt einige die Personal dahin verlieren werden. Insbesondere Daimler. Die Namensliste da wird täglich länger auch wenn es bei Tesla geringere Gehälter gibt. R.Reif ist nicht der einzige, vom Sachbearbeiter bis zur Führungskraft täglich mehr. OK, bei R.R. habe ich so meine Zweifel, er war in Berlin nicht gerade der Macher. Folien, Plakate, Gelaber aber nichts mit Substanz gebracht. Mal sehen ob er da durchhält und wieder zu seiner alten Arbeitsweise wie er in China agiert hat zurückkehren kann oder ob er zu alt ist.
    Die Lage ist für so eine Industrieansiedlung ideal (finde ich). Dicht am schnellen Verkehrsnetz, GVZ nebenan. Mitarbeiter können je nach Gusto in der Metropole oder im Ländlichen leben.
    Viel Glück Tesla Grünheide

  20. 33.

    Warum ist Tesla nach Ostdeutschland gezogen? Neben den bereits genannten Argumenten ist die Aussicht auf 100% Strom aus erneuerbaren Energien ein gewichtiges Argument. Schon heute kommen 60% des verbrauchten Stroms im Osten aus erneuerbaren Energien, ohne das irgendwie die Lichter ausgehen. Vielleicht sollte man auch das mal den Leuten vorhalten die von Zappelstrom reden.

  21. 32.

    Wo sollen denn die 40000 ungelernten Arbeitskräfte, die aus der ganzen Republik hierherziehen, denn unterkommen? für die 2700 Euro brutto werden sie wohl kaum irgendein Eigenheim im Berliner Speckgürtel finanzieren können. Und die Zielrichtung der Personalpolitik bei Tesla ist erklärtermaßen Südosteuropa! Dann wohl mit Arbeiterwohnheimen ähnlich denen der FLeischindustrie in NRW. Und nicht vergessen: Elon Musk ist Unternehmer amerikanischer ARt: mit Gewerkschaft oder Betriebsrat hat der nichts am Hut. Daraus machen seine Recruiter kein Geheimnis.

  22. 30.

    Leute, seid positiv und freut Euch über die Investition von Tesla, ohne wenn und aber!

  23. 29.

    Hallo Tram88 und Herr Neumann: Wie wärs, wenn Ihr Euch einfach mal an dem Thema des Artikels orientieren würdet.
    Die Diskussion um den Waldacker ist längst entschieden und einfach nur ermüdend.

  24. 28.

    Nu lassen wir Tesla mal sein Werk zu Ende bauen und dann sehen wir was daraus wird.
    Meckern können wir dann immer noch. Und von 2700 € bleiben ohne Freibeträge auch nur ca. 1800 € übrig.

  25. 27.

    Falsch; ich gönne jedem Mitarbeiter ein gutes Gehalt. Was hat Amazon aber damit zu tun ? Habe allerdings dort gerade etwas gekauft wonach ich mir selbst in Berlin Blasen geholt hätte. Aus China; so etwas bekommt man in D nicht fertig. In der Wüste kann Tesla 10x so groß bauen; interessiert mich nicht. Hier ist aber Brandenburg und Brandenburg ist nicht überall so schön wie im Umland von Fangschleuse. Der kleine Hyunday spuckt ungleich weniger aus als so mancher volkseigene Politikerschlitten. Aufforstung muss auch anwachsen und mal Wald werden. Heute lassen sich ja die Jäger sogar die Flinte vom Hirsch klauen. Somit wird viel zu viel abgefressen vom "Teslageburtsfehlerwald" :=((

  26. 26.

    Wenn bei Tesla wie auf dem Foto die Räder anschraubt ist nix drin mit 500 000 Teslas / Jahr.

  27. 25.

    Zumal man hier auch mit einer schicken Wohnung locken könnte.
    Einfach ein paar Neubauten mit Aufbau nach DDR-Vorbild.
    Evtl. etwas kleiner.
    Hellersdorf - nur etwas schicker.
    Aber leider haben wir heute viel zu viel Zahlen- und Abrechnungswirtschaft statt innovativer Ideen.
    Einfach mal sagen: Wohnung, Schulung, unbefristeter Job, neues Leben!
    Vielleicht stecken wir mal mehr Milliarden in solche Anwerbeprogramme!

  28. 24.

    Auf den ehemaligen Flughafengeländen Tegel und Tempelhof Industrie wie Tesla ansiedeln zu wollen ist völliger Blödsinn. Eine solche Investition gehört an der Berliner Ring.
    Wichtig für Berlin ist die Schaffung von Wohnraum für die Mitarbeiter und die Ansiedlung von Entwicklungs- und Forschungseinrichtungen für Batterie- und Fahrzeugtechnik, damit Grünheide keine verlängerte Werkbank wird. Da können sich die Linken und Grünen beweisen.

  29. 23.

    Ich tippe SEGEN, kommt mal frischer Wind in das Kaff.

  30. 22.

    Wer stellt sich eig solche Frage? Jeder Ort in Süddeutschland würde solch ein Unternehmen aufnehmen... Tesla hat sich in erster Linie wegen des Namens „Berlin“ hier angesiedelt, denn Berlin ist international bekannt. Deswegen ist die Fabrik auch „bei Berlin“. Regionale Grenzen interessieren in der Globalisierung nicht. Und wer sich entsprechende Industriestandorte anschaut, der wird schnell merken, wie die Regionen davon profitieren. Die Orte profitieren alleine schon durch die Steuern der Einkommen der Beschäftigten.

  31. 21.

    Herr Neumann hat sich noch gar nicht gemeldet. Schürft er nach Batterierohstoffe für Tesla oder rechnet er aus, was bei 70 Stunden und 2700 Euro Brutto als Stundensatz raus kommt?

  32. 20.

    Das Tesla-Werk in Grünheide ist nicht der erste Tesla-Standort in Deutschland. Tesla hat den Roboterhersteller Grohmann übernommen und seitdem steigen dort die Löhne, auch weil Überstunden gut bezahlt werde. Hier zwei Links vom Spiegel
    https://www.spiegel.de/karriere/tesla-in-gruenheide-wird-sich-am-gehaltstarifvertrag-orientieren-a-5e612de8-3601-4c94-a758-b1d59aad554e
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/tesla-in-brandenburg-wie-wird-die-firma-als-arbeitgeber-in-deutschland-sein-a-807705f2-f02a-4006-b3a8-a67bccecac0f
    Natürlich prallen hier zwei unterschiedliche Kulturen aufeinander. Das muss aber nicht schlecht sein.

  33. 19.

    Wenn Ihnen die Entgelte der Mitarbeiter wirklich wichtig wären, hätten Sie hier im Rahmen der Diskussion rund um Tesla nicht stolz kundgetan, dass Sie begeisterter Amazon-Kunde sind. Auch da belegt wieder einmal Ihre übliche Scheinheiligkeit.

    Dass die Größe des Industriegebietes angesichts rd. weiterer 100.000 ha Wald und Fort in der Nähe und allein rd. 750.000 ha Waldäcker in Brandenburg sowie dem Flächenbedarf andere Autofabriken eher klein ist, erschließt sich Ihnen nach über einem Jahr Grundsatzdiskussion immer noch nicht. Dafür ist es Ihnen weiterhin wie erwartet völlig egal, dass Ihre CO2-Schleuder ebenfalls nicht auf Holzreifen unterwegs ist wie Sie auch gefliessentlich weiterhin unterschlagen, dass dafür bereits andernorts aufgeforstet wird.

  34. 18.

    Das in modernen Fabriken besonders bezogen auf Batteriezellen wenig Mitarbeiter benötigt werden stimmt nicht.
    Vom Werkschutz über Instandhaltung mit Mechanikern, Elektrikern, roboterprogrammierer, SPS Programmierer für die Anlagensoftware. Geht es wieder mit Schichtleiter, Instandhaltungsleiter, Logistik stapelerfahrer, jemand der die Regale einräumt. Die Fabriken sind 24/7 voll mit Menschen. Es mag weniger sein als im 19 Jhd. Aber leer ist es nicht.

  35. 16.

    Sie sollten sich mal mit dem deutschen Steuerrecht beschäftigen, besonders mit der Lohn - und Umsatzsteuer, denn dann würden Sie feststellen, dass bei diesen Steuern ein erheblich er Teil in der Region bleibt.

  36. 15.

    „40.000 Mitarbeiter kriegen sie nicht eben so vom Arbeitsamt“ - äußert man sich.
    Ja, warum denn nicht? Es sind derzeit rund 2,69 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Tesla sucht eine Menge „ungelernter“. Zudem hat man bis zur Eröffnung noch viel Zeit für Ausbildung, Weiterbildung, Umschulung. Also warum nicht? Arbeitet die BA nicht oder stimmt etwa doch das Klischee, dass ein nicht unerheblicher Teil Sozialschmarotzer sind. Selbst bei einem „nicht unerheblichen“ Teil müssten bei 2,69 Millionen doch 40.000 übrig bleiben, oder?

  37. 14.

    "Stauarme Anbindung" wird sich erst noch zeigen müssen. Oft genug ist die A 10 hier zu; Unfälle geschehen immer wieder. Zudem ist die lange Mühlenfließbrücke in Rüdersdorf zumindest Teilerneuerungskandidat. Marienfelde kann ein Leckerbissen für Tesla werden. ( Das Personal ).Kleinere Privatbetriebe bieten vielleicht etwas weniger Geld aber dafür ein eher familiäres Betriebsklima. 7000 Mann in einem hoch automatisierten Produktionsablauf sind schwer vorstellbar. Reinigungskräfte und Toilettenbetreuer erhalten auch 2700 € ? Warten wir ab. Ein Riesenstück Waldgebiet ist am Ende einfach verschwunden. Dann hat jeder Tesla auch 4 Gummireifen-Ausgangsprodukt ist Erdöl. Nun will man auf Naturkautschuk umstellen- aus russ. Löwenzahn. Da blüht Brandenburg "auf". Aber Landwirtschaft ist das dann nicht mehr. Wie wäre es mit Pressspanreifen aus den Grünheider Kiefern, die schon geschlachtet wurden. ? Tesla bringt US-Arbeits"kultur" nach Brandenburg. Überstunden ? Werden die bezahlt ? ( Denkste ).

  38. 13.

    Berlin hat die Areale Tegel und Tempelhof, beide sind groß genug und haben direkte Anbindung an die Stadtautobahn, aber unsere "kaputten" Grün/Roten Industrie- und Auto- Kaputtmacher sind zu nichts mehr imstande, als temporäre Radwege einzurichten. Bauen, egal was, können sie aus ideologischen Gründen nicht!

  39. 12.

    Ich habe mit Gewerkschaften auch nicht viel am Hut, aber den Satz von Frau Dietze "Es ist ein Unterschied ob man 2.700 Euro für 35 oder für 60 Stunden pro Woche bekommt." Sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen...
    @Beobachter: Zur Kompetenz der brandenburgischen Wirtschaftspolitik sage ich nur: Cargolifter, Chipfabrik Frankfurt/O., Lausitzring, Landesentwicklungsgesellschaft, Privatisierung BBI usw. usf. Gegen Berlin sprechen natürlich die investitions- und innovationsfeindlichen Grünen und die kapitalismusfeindlichen SED - Nachfolger.

  40. 11.

    Ist schon o.k. so mit Brandenburg. Die ganzen günstigen Polen hätte weder der tägliche Berliner Verkehr verkraftet noch die Wohnungswirtschaft. Denn am Schluss sind nur die bereit, unter Tesla Bedingungen zu schuften, die es wirklich wirklich nötig haben und körperlich dazu im Stande sind, 24/7 bereit zu stehen und 60+ Stunden wöchentlich zu arbeiten. Nur Lieferando-Singles oder Typen mit Hausfrau ohne Gehalt halten das durch, aber keine Homeschooling Eltern aus der Region. Und für EIN Gehalt in der Familie ist das Tesla Gehalt wieder dürftig.

    Aber Frankfurt Oder ist ja federführend, schön nah an Polen...

  41. 10.

    Ich finde es sehr gut, wenn Tesla kommt.
    Manchmal habe ich das Gefühl, einige haben vor neuen Arbeitsplätzen regelrecht Angst.

  42. 9.

    >>Auch Birgit Dietze, Bezirksleiterin bei der IG Metall, ist noch abwartend angesichts der 2.700 Euro Einstiegsgehalt bei Tesla: "Es ist ein Unterschied ob man 2.700 Euro für 35 oder für 60 Stunden pro Woche bekommt", sagt die Gewerkschafterin<<

    Ganz Ihre Meinung Frau Dietze. Würde Telsa dagegen Mediengestalter suchen und 2.000€ für 80-100 Wochenstunden zahlen, würde jetzt schon halb Berlin in einer kilometerlangen Schlange vor dem Werktor stehen, um sich zu bewerben.

  43. 8.

    Vielleicht könnte der RBB endlich mal aufhören mit permanenten Eventualitäten, Vermutungen und fragwürdigen Voraussagen Stimmung gegen Tesla zu machen. Das ist ja seit Monaten nicht mehr zum aushalten !
    Warum machen Journalisten alles immer schlecht ???!!! Ihr Leben muss ja wirklich furchtbar sein !
    Das Glas ist immer halb leer anstatt halb voll.

  44. 7.

    .. und hinsichtlich der Steuern finde ich diese pessimistische Haltung grundlegend anstrengend. Unternehmen setzen das um, was die Pilitik ihnen möglich macht und zu optimalen Nutzung steuerlicher Gestaltung , sind sie vor dem Hintergrund der Befriedigung ihrer Aktionäre, auch verpflichtet.

    Bei der Besteuerung von Gewinnen müssen Sie im ersten Schritt schauen, ob ein Unternehmen etwas herstellt und so an einen bestimmten Ort gebunden ist oder ob in Deutschland eine Dienstleistung angeboten wird, die das Unternehmen nicht von Deutschland aus anbieten muss. So sitzen beispielsweise alle Flugzeugleasingfirmen in Irland.
    Ein Lager von Amazon, ist nicht zwingend eine Betriebststätte, aus diesem Grund kann Amazon seine Gewinne verlangen.
    Tesla wird mit seiner Niederlassung in Deutschland steuerpflichtig sein, wann Unternehmensteuern gezahlt werden ist eine andere Frage.

    Was aber definitiv in Deutschland bleibt und das von der ersten Sekunde an, sind die Lohnsteuern.

  45. 6.

    Sie sind ja ein GANZ Schlauer.
    Ich finde die Gedanken, des Redakteurs nicht unberechtigt. Selbstverständlich sind die technischen Abläufe einer Produktion weitesgehend automatisiert und niemand unterhält heute noch große Läger. Dennoch erfolgt die Bediehnung durch ausgebildete Fachkräfte. Es ist kein Job, den man mal einfach so macht und in Berlin und Brandenburg herrscht enormer Fachkräftemangel.

    Aber Tesla beschäftigt gegenwärtig ja bereits Deutschlandweit Personal, um geeignete Arbeitskräfte zu akquirieren. Dies ist in Deutschland, in meinen Auge aber schwerer als im dem USA und China. Wir sind nicht so flexibel. Wer sein kleines Eigenheim sonstewo hat, wird erst in letzter Instanz und Not fortgehen.
    Die Leute müssen auch irgendwohin. Klar, da ist ja genug Platz und Bauland wird das Land besorgen, aber es muss auch erstmal gebaut werden... alles ein Kreislauf, den es gilt in Schwung zu bringen gilt.

  46. 5.

    Berlin soll Tesla ein 90ha-Grundstück angeboten haben, weil es nichts größeres zusammenhängendes mit entsprechendem Baurecht zu bieten hat. Wie aber hätte wohl die linksalternative Basis reagiert, wenn Frau Pop denen hätte eine Autofabrik hätte schmackhaft machen müssen? Deren (Nicht-)Handeln rund um die IAA-Bewerbung der Messe oder die Reaktion auf die Google-Ankündigung, einen Campus in Kreuzberg zu planen zeigt auf , wohin die Reise gegangen wäre. Schließlich handelt es sich nicht um schlecht bezahlte Arbeitsplätze, die irgendetwas mit "sozial" zu tun haben. Es wäre politischer Selbstmord gewesen. Auch die SED-Nachfolger hätten sich gegen ein kapitalistisches Unternehmen des Klassenfeindes aus den USA gestemmt wie sie es in Brandenburg von der Oppositionsbank auch tun. Es stünde dem Weg hin zu einem "roten Berlin" im Weg.

    Das Frau Pop zügig die Suche von Tesla nach einem F&E-Standort bekanntmachte, dürfte auch wohlüberlegt sein, ist T. doch an Verschwiegenheit interessiert.

  47. 4.

    Unsachlicher Beitrag.
    Offensichtlich war der Redakteur noch nie in einer Fabrik der modernen Autoproduktion.
    Da wird von der Annahme von Stahl und Vorprudukten mit entsprechender Fertigungstiefe kaum Personal benötigt. Es erfolgt weitgehend automatisch der Fertigungsablauf inkl. Lackierung und Endmontage. Gesteuert von RFID Chips der Produktionssteuerung.
    Stanzen und Schweißroboter arbeiten vollständig automatisiert, Tesla wird Steuergeräte, Sitze etc pp. Just inTime anliefern lassen und in der Fabrik das Licht auslassen können. Sonderfahrzeuge für BW etc hat Tesla nicht im Programm.
    Zu den 7000 gehören die Gärtner und die Speditionen.
    Da warten wir erstmal ab, was 1-2 Jahre nach Produktionsstart noch von den Plänen übrigbleibt.
    Der Gewinn geht über IRE oder sonstwo in die USA.
    Abschreibungen und Anlaufverluste werden eher wenig Geld an den Fiskus bringen. Da fragt man sich eher wie die zusätzlichen Transporte von Materialien die BAB verkraften, >98% haben Wettbewerber!

  48. 3.

    Das dürfte weniger mit dem Berliner Senat zu tun haben. Ich glaube in Berlin hätte Tesla nie ein so großes zusammenhängendes Areal mit guter, stauarmer Anbindung an Strasse und Schiene finden können.

  49. 2.

    Und schon stehen die Gewerkschaften bereit um bei Tesla für Randale zu sorgen, anstatt endlich mal den positiven Effekt für den angespannten Arbeitsmarkt und die tolle Chance für viele Arbeitnehmer zu sehen.
    Die IG Metall hat es schon immer verstanden alles schlecht zu machen.
    Es wird schließlich niemand gezwungen dort zu arbeiten - also sollten sich diese linken Gewerkschaften mal raushalten.

  50. 1.

    Es war richtig von Tesla sich in Brandenburg anzusiedeln und nicht in Berlin.
    Dort werden sie von einem klugen und fähigen Wirtschaftsminister unterstützt.Der Berliner Senat hätte wahrscheinlich alles versemmelt.

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Corona - Kommunalpolitiker wollen örtlich angepasste Regeln

Corona und kein Ende in Sicht: Ob wohl der Lockdown bis kurz vor Ostern weiterlaufen soll, haben Bund und Länder erste Lockerungen beschlossen. Brandenburg berät noch, welche der Beschlüsse das Land übernehmen will. Aber was gilt ab welchem Inzidenzwert?