Die Tesla Straße an der Baustelle der Tesla Gigafactory 4. Grünheide (Quelle: dpa/Bartilla)
Bild: dpa/Bartilla

Geld für Batterieproduktion - EU fördert geplante Tesla-Batteriefabrik in Grünheide

Tesla will in Grünheide Batterien besonders umweltfreundlich und günstig produzieren. Damit hat das Unternehmen auch die EU-Kommission überzeugt. Gemeinsam mit anderen Firmen aus Europa kann Tesla nun mit Förderung rechnen.

Die Europäische Union hat dem US-Elektroautohersteller Tesla am Dienstag Fördermittel für seine in Grünheide geplante Batteriefabrik bewilligt. Das hat das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag bestätigt. Als Grund nannte das Ministerium Teslas "Entwicklung und Realisierung fortschrittlicher Herstellungs- und Recycling-Methoden von Lithium-Ionen-Batteriezellen". Mit diesen Methoden könnten Batterien günstiger und umweltfreundlicher produziert werden.

Genaue Fördersumme noch unklar

Im Rahmen des "Important Project of Common European Interest"-Förderprogramms (IPCEI) ist Tesla nun eines von elf Unternehmen mit Standorten in Deutschland, die nach der Entscheidung der EU-Kommission mit Fördergeldern für ihre Batteriefertigung rechnen können. Darunter sind etwa BMW und Northvolt. Weitere 31 Unternehmen aus anderen EU-Ländern werden ebenfalls gefördert.

Wieviel Geld Tesla bekommt, steht laut Bundeswirtschaftsministerium noch nicht fest. Erst im nächsten Schritt soll entschieden werden, welches Unternehmen wieviel Förderung erhält. Das Ministerium unterstützt mit knapp drei Milliarden Euro das IPCEI Programm. Ziel des Programms ist es laut Ministerium "innovative Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland und Europa zu erhalten und aufzubauen". E-Autobatterien werden derzeit vor allem in Fernost produziert.

Begeisterung bei Bund und Land

Nach der Entscheidung am Dienstag sprach Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier von einem "sehr großen Erfolg" und sagt weiter: "Die europäische Batterie-Wertschöpfungskette wird Realität." Auch die Brandenburger Landesregierung zeigte sich begeistert. Ministerpräsident Woidke sprach von einem "großartigen Signal für den internationalen Wirtschaftsstandort Brandenburg". Wirtschaftsminister Steinbach sagte, Brandenburg werde "Schritt für Schritt zum Land der E-Mobilität".

Sendung: Antenne Brandenburg, 26.01.2021, 18:30 Uhr.

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63 Kommentare

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  1. 63.

    Na sicher... genau ihre Taktik. Sie behaupten doch es würde keine Chemie Fabrik werden? Woher haben sie ihr Insider Wissen? Etwa weil überall verbreitet wird es würde eine hochmoderne Produktion werden? (Wo ist der Nachweis?) Weil es irgendwo heißt, es wären Trockenbatterien was sofort eine Produktion ohne Wasser suggeriert? Batterien aus Pulver? Wenn es so toll ist, erklären sie es doch?! Leider glauben auch sie, dass alle Menschen mit dem klammerbeutel gepudert wurden...

  2. 62.

    Alles ganz einfach! Sie kennen den Namen der Firma, die Facebookseite, die Postanschrift, die Öffnungszeiten und haben mindestens eine Telefonnummer. Auf dem Anrufbeantworter ist viel Platz und wir kümmern uns um jedes Anliegen. Alle, die angerufen haben, leben noch, niemand ist gefressen worden. Viele sind auch fündig geworden und geblieben. Allerdings können auch wir nicht jeden nehmen.

    Die Bahnen suchen auch Facharbeiter in anderen Bereichen, ebenso wie die BVG. Schon immer war die BVG für Jugendliche eine gute Adresse. In unserer Schule haben sich viele dort beworben und wurden auch genommen.

    Ich habe vor einigen Jahren, mit einem Mitarbeiter von VW gesprochen, der sich durchaus vorstellen konnte, als Lokführer oder bei uns, nach Umschulung, als Verkehrsplaner zu arbeiten. Scheint für wirklich Arbeitsuchende kein Problem zu sein.

  3. 61.

    Denken Sie bitte auch daran, mitzuteilen, wie Sie ohne Kenntnis der Unterlagen ebenso wie Ihr Mitschreiter Eberhard darauf kommen, dass Tesla eine Chemiefabrik im WSG errichten wolle, wo es doch nichtmals Antragsunterlagen dazu gibt. Woher haben Sie Ihr Insiderwissen?

  4. 60.

    Was soll denn an Berlin heute noch sexy sein? Ich gehöre zu den Altberlinerinnen, die noch die geteilte Stadt kennen. Damals war Berlin sexy! Man hat zusammen gehalten und kannte sich, die Nachbarkinder haben noch etwas gemeinsam unternommen, Berlin war sauber und man wurde auch verstanden, wenn man keine Fremdsprachen konnte. Ich kann einige Fremdsprachen, verstehe aber trotzdem kaum jemanden. Eine solche Entwicklung ist kaum das, was für viele Berliner erstrebenswert ist.

  5. 59.

    Man giogle einfach nach dem Namen der Firma auf Ihrer Facebookseite, deren Geschäftsführung hier auch schon kommentiert hat.

    Die Bahn ist übrigens auch einen andere Branche. Oder sucht Tesla etwa "Lokführer"? Das wollten damals die Opel er aus Bochum auch nicht werden.

  6. 58.

    Komisch nur, dass ich erst seit der Vernichtung des grünheider Wald und Seen Gebiet der Meinung bin, dass hier plötzlich andere“Gesetze“ gelten sollen... warum ziehen sie nicht nach Hongkong, dort werden die Gesetze auch von der Chinesischen Regierung anders ausgelegt als sie der dortigen Bevölkerung bekannt sind. Vielleicht können sie dort auch unterstützend wirken?

  7. 57.

    Es gab im anderen Forum die Diskussion, ob eine Batteriefabrik im oder knapp außerhalb vom WSG überhaupt zulässig wäre. Passt ja auch hier:
    Die WSG-VO ist nur eine konkrete Rechtsverordnung, die sich aus zahlreichen Gesetzen und Richtlinien zum Schutz des Wassers und insb. des Grundwassers ableitet, z. B. EU-Wasser-Rahmen-Richtlinie, Gesetz und Verordnungen zum Schutz des Grundwassers, Wasserhaushaltsgesetz etc. etc. An der Grenze des WSG wurde keine Spundwand eingezogen, eine Gefährdung des zur Trinkwassergewinnung genutzten Grundwassers ist auch in unmittelbarer Nähe zum WSG zu besorgen. Aus diesem Zusammenhang heraus ist eine Batteriefabrik hier nicht genehmigungsfähig. Sie wurde nicht umsonst aus den Immissionsschutzrechtlichen Anträgen von Januar und Juli 2020 herausgenommen.
    Man kann es natürlich nochmal versuchen, wenn man der Meinung ist, eine bereits im Rohbau stehende Fabrik, eine beantragte Lagerhalle und die Aussicht auf Fördermittel wären zusätzliche Argumente...

  8. 56.

    Auf der anderen Seite sehe ich, was Euch Tesla-Verweigerer umtreibt: Diese Angst vor Veränderung! Ihr habt es Euch so bequem eingerichtet und nun kommt Tesla und droht alles kaputt zu machen.
    Und wenn als nächstes der Mond ausgebeutet wird,und nur der Vermögende/Reiche Mensch einen Rundflug dorthin machen kann,oder sich gleich gleich eine Unterkunft auf der Marskolonie kauft...
    Mal sehen ob dann immer noch die nicht Reichen jungen Bürger Musk für einen genialen Visionär,Guru oder ähnlichen hält.Musk geht es wohl kaum um Umwelt und Klima.Der Konsum ist hier maßgebend.

  9. 55.

    Die letzten beiden Zeilen passen nicht so gut zur Realität bei Tesla in USA. Das Schreckwort heißt Fluktuation. Es gibt übrigens ein neues Buch über Tesla. Das werden die Jungingenieure bestimmt auch gern erst mal lesen. Übrigens; bei der Telekom ist man mit einem Mr. o.s. sehr willkommen. Tolles Arbeitsklima.

  10. 54.

    Sehr schöne Meldung. Klug, dass in unserem Land technisch diversifiziert wird … Jetzt noch CO2-armen Wasserstoff (aus der Wüste) für Syn-Fuel für die Verbrenner und für die Brennstoffzellen und dann haben wir bald den gesunden bzw. den gegen (heute noch) Unvorhersehbares weitegehend resistenten Antrieb-Mix.

  11. 53.

    Ziel des Programms ist es laut Ministerium "innovative Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland und Europa zu erhalten und aufzubauen".Ja genau,und die dreckigen Verbrennermotoren werden nach Afrika und Co verschifft.Im Gegenzug werden diese Länder ausgebeutet,wo Natur und Umwelt nebenbei zerstört wird.Aber
    Hauptsache wir erreichen in Deutschland die Klimaziele und haben Arbeit.Schritt für Schritt zum Land der E- Antriebswende.Weiter mit Staus,Platzmangel,Unfälle und geräuchloser Raserei.

  12. 52.

    Vielleicht ist es ja genau das, was junge Leute so sexy finden: Das Unfertige, Chaotische, sich ständig Ändernde.
    Viele junge Ingenieure haben diese verbeamteten, starren Strukturen in den deutschen Großkonzernen satt und gehen deshalb zu Tesla.
    Auf der anderen Seite sehe ich, was Euch Tesla-Verweigerer umtreibt: Diese Angst vor Veränderung! Ihr habt es Euch so bequem eingerichtet und nun kommt Tesla und droht alles kaputt zu machen.

  13. 51.

    Da ich Berliner bin, hätte es mich gefreut, wenn das Geld in Brandenburg investiert worden wäre. Da aber in anderen Bundesländern nicht gejammert, sondern gehandelt wurde, haben nun andere Regionen die Chance bekommen.

    Sie stellen wilde Behauptungen auf, die Sie nicht beweisen können! Wie bei jeder anderen Firma, gibt es auch bei uns einen Internetanschluss, seit November einen Telefonbucheintrag und - wie bei jeder anderen Firma auch - eine Postadresse (richtig geschrieben) und einen kostenlosen Rückrufservice, über die Öffnungszeiten hinaus.

    Für die zu besetzenen Stellen werden Facharbeiter von anderen Firmen abgeworben oder verhindert , dass diese welche finden und statt kleineren Betrieben eine Chance zu geben, werden diese immer weiter verdrängt. Das Stellenproblem der Bahnen ist noch lange nicht gelöst, auch letztes Mal wieder Verspätung.

  14. 50.

    Pfiffige junge Leute lernen entweder einen anspruchsvollen Beruf oder studieren erst mal sofort und danach werden die nicht unbedingt zu Tesla strömen. Berlin mag ja für sie sexy sein obwohl da so oft nachts Autos brennen oder ein erfolgreicher Bruch gemacht wird, der uns beunruhigt. Andere Unternehmen bieten auch Herausforderungen. Kenne da jemanden, der ein künstliches Stützerherz überdachte und selbst überarbeitete bis...ja, nun läuft es sicher-ohne die vorherigen Ausfälle. Technik und Wissenschaft sind nicht nur in Bln. zuhause; im Gegenteil. Teslas bauen ist Handwerk; keine Kunst. Angelernt genügt oft. Steuerung und Software ist irgendwann so vollendet; es gilt da Aufwand und Nutzen. Ob die jungen Leute für Musk zum Mars fliegen wollen wage ich zu bezweifeln. Wir müssen unsere Erde wieder gesund machen.

  15. 49.

    Ich will nicht nach Shanghai, weil ich mich in Berlin wohl fühle. Berlin ist sexy, weil in den letzten Jahren viele kreative, junge Leute in die Stadt gekommen sind.
    Wenn Elon Musk weitere weltoffene Menschen in die Stadt lockt, welche hungrig auf neue Herausforderungen sind, wird es noch spannender.

  16. 48.

    Sie sind im falschen Land, weil Ihnen die hiesigen Gesetze nicht gefallen. Hier sollen sich die Behördennach Ihnen richten und nicht nach Recht und Gesetz.

  17. 47.

    So war das: Dicht an dicht und in Reih und Glied wurden die jungen Kiefern gepflanzt. Man nennt diese Flächen Schonungen. Wenn die Bäumchen dann größer sind wird ausgelichtet. Da haben die Forstleute ein gutes Auge. Holz wurde ja gebraucht; das holzhungrige Berlin wollte ja Fußböden und Dachstühle haben. Ist wie in der Autoproduktion oder anderer Industrie. Früher gab es noch keine Spanplatten; alles war aufwendiger. Heute kann man mit den richtigen Platten ganze Eigenheime beplanken. Weiter zum Wald: Heute pflanzt man in die großen Zwischenräume vorgezogene Laubgehölze und man erhält den Mischwald. Aber auch Wildwuchs dazwischen-wie hier an der TRAM ist eine Lösung. Eine Industrieanlage in sensibler Gegend ist immer eine Gefahr- hier für das Lebensmittel Grundwasser. Alles nur um Auto fahren zu können; viel zu große und dazu Stromfresser mit Giftbatterie. BRAVO !

  18. 46.

    Vielleicht war ja die Lausitz mit dabei, bei möglichen Standorten?Und es gibt vielleicht triftige Gründe für einen internationalen Konzern mit internationaler Belegschaft nicht in der Lausitz zu investieren.

  19. 45.

    Junge Leute werden auch feststellen wie verdreckt und beschmiert viele Gegenden in der Stadt Berlin sind. Kaum ist das Ostkreuz an irgend einer Stelle fertig gewesen da waren die Sprayer aber dabei. Jeder Bahnhofsbereich sieht katastrophal aus. S-Bahn-Züge werden fast unkenntlich vollbesprüht. Die Beseitigung zahlt der Fahrgast. Berlinausdehnung ins Löcknitztal endet in eine ökologische Katastrophe; alles nur eine Frage der Zeit. Der Herr Neumann geht als Rechtfertiger in die Chronik ein. Mollochs dieser Welt warnen und Singapur lacht uns aus. Inndustrie gehört nicht ins grüne Land. Tesla nahm die Rosine. Den Menschen die gepflegte Heimat. In den USA ist ihm die Wüste gut genug.

  20. 44.

    Abgesehen von dem kleinen Eichenhain, über den ich mehrfach geschrieben hatte, deutet nichts darauf hin. Erst kürzlich hatten Sie doch noch geschrieben, dass Sie von der Gemeinde keine Akteneinsicht bekommen.

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