Industrie-Ansiedlung in Grünheide - Tesla darf Fundament für Lagerhalle bauen

Mo 01.03.21 | 16:22 Uhr | Von Philip Barnstorf
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Tesla Baustand 06.11.20
Bild: rbb /Philip Barnstorf

Tesla darf in Grünheide das Fundament für eine Lagerhalle neben der geplanten E-Autofabrik anlegen. Wie Sascha Gehm, Baudezernent beim Landkreis Oder-Spree, dem rbb am Montag mitteilte, hat der Landkreis Tesla am Freitag eine entsprechende Genehmigung erteilt. Die endgültige Genehmigung für die Halle, die so groß werden soll wie drei Fußballfelder, steht derweil noch aus.

Lagerhalle groß wie drei Fußballfelder

Die Lagerhalle soll neben der geplanten E-Autofabrik auf dem Tesla-Gelände entstehen. Allerdings durchläuft sie ein eigenes Genehmigungsverfahren. Das schränkt ihre Nutzung erstmal ein. Fachkreise vermuten, dass Tesla in der Halle keine Teile für die Autofertigung der Fabrik lagern darf. Auch darf das Unternehmen in der Lagerhalle mit der derzeitigen Genehmigung nicht die von Elon Musk angekündigte größte Batteriefabrik der Welt unterbringen.

Tesla will Halle wahrscheinlich noch umnutzen

Würde die Lagerhalle im direkten Zusammenhang mit der Fabrik genutzt, hätten beide gemeinsam genehmigt werden müssen. Das hätte das Genehmigungsverfahren für die Fabrik, das sich schon über ein Jahr hinzieht, weiter verzögert.

Allerdings ist zu vermuten, dass Tesla die Halle zunächst mit der derzeitigen Genehmigung baut, um sich später eine Umnutzung vom Land genehmigen zu lassen. Dann könnte die Fabrik auch unmittelbar Teil des E-Autowerks werden oder die Batteriefabrik beherbergen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 01.03.2021, 13:30 Uhr

 

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9 Kommentare

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  1. 9.

    Für Herrn Tesla wird alles durchgewunken, da wird gekrochen ohne Ende und ohne Rücksicht auf Verluste.

  2. 8.

    Ein Treffen der Alles-, Immer- und Besserwisser.
    Wohin mit all dem Zeug, wenn es diese Kommentarfunktion nicht gäbe?
    Nebenbei: das Alles, was TESLA auf die Beine stellt, dient dem globalen Klimaschutz, zur Schaffung von Arbeitsplätzen und der Region.
    Gut, ich gebe zu bedenken, dass die zu erwartende Menge von E-Mobilen, die von Deutschland überstürzte Energiewende, an ihre Grenzen stoßen lässt.

  3. 7.

    Ein Treffen der Alles-, Immer- und Besserwisser.
    Wohin mit all dem Zeug, wenn es diese Kommentarfunktion nicht gäbe?
    Nebenbei: das Alles, was TESLA auf die Beine stellt, dient dem globalen Klimaschutz, zur Schaffung von Arbeitsplätzen und der Region.
    Gut, ich gebe zu bedenken, dass die zu erwartende Menge von E-Mobilen, die von Deutschland überstürzte Energiewende, an ihre Grenzen stoßen lässt.

  4. 6.

    Die Halle wurde nach LBO endgültig vom Kreis genehmigt. Es wurde keine vorfristige Zulassung nach §8a BImSchG vom Land erteilt. Aber auch dagegen können Sie mit fundierten Argumenten vor Gericht ziehen. Irgendwelche Geschichten aus Unmut über die Energiewende zu erfinden reichte bei Ihnen aber bisher nichtmals hier aus, weshalb auch Sie da ja scheuen.

    Ihre Unkenntnis zur Rechtslage setzt sich auch darin fort, dass Sie nicht wissen,. dass z.B. Brandschutzanlagen regelmäßig ähnlich den HU bei einem PKW von *unabhängigen* und baurechtlich zugelassenen Sachverständigen periodisch abgenommen werden müssen (drei Jahre nach DIN, teils jährlich laut Versicherung), ob diese der genehmigten Ausführungen entsprechen und funktionieren. Diese sind auch dazu verpflichtet, Änderungen im Betrieb den Behörden anzuzeigen. So groß ist deren Ermessenspielraum nicht, dass die eine Batteriefabrik als Lagerhalle abnehmen können. Schade also wieder einmal um die schöne Alu-Folie.

  5. 5.

    Der “Rechtsrahmen“ ist zwanzig Jahre alt und entspricht bis heute nicht der aktuellen Situation. Der mit Gewalt, entgegen den Empfehlungen ansässiger Naturschutzverbände, durchgeboxte “Ersatz“ B Plan widerspricht jeden menschlichen Verstand. Das ist aber die einzige Grundlage auf der sie reiten, Herr Neumann. Das können sie auch noch Dekaden lang wiederholen. Es ändert nichts an der Illegalität.

  6. 4.

    Der Rechtsrahmen wurde von der Politik schon lange vor Tesla geschaffen. "Sämtlichen Ämtern" sind damit die Hände gebunden. Seit Spätherbst 2019 wird hier das WSG immer wieder als Grund angeführt, etwas hier nicht zu genehmigen bzw. zuzulassen. Dabei wird immer wieder vergessen, dass u.a. die Wasserverordnung den Bau der Automobiklfabrik zulässt, weil es genau dafür überplant worden ist. Stöbern auch Sie mal in den Kommentaren zu den alten Artikeln. Auch die Batteriefabrik war darin mehrfach Thema.

    Dass sich das laufende BImSchG-Verfahren seit über einem Jahr hinziht, muss Tesla sich dabei auf die eigene Fahne schreiben. Wer zu stark umplant, wird mit einer neuen Auslegung und entsprechendem Zeitverlust bestraft.

  7. 3.

    ...Fachkreise gehen davon aus, dass Tesla nun in der Halle keine Teile lagern darf, die in der Fabrik verarbeitet werden. Andernfalls hätte die Halle gemeinsam mit der Fabrik genehmigt werden müssen...

    Ja was denn sonst da gelagert werden, Berliner Luft?

  8. 2.

    Nicht zu fassen, noch eine “vorab Genehmigung“ auf Grundlage von Was??? Doch nicht etwa der fingierte B Plan? Baurechtlich getrennt von der noch nicht genehmigten (irrsinnigen) Fabrik? Wenn die Halle erstmal zu ist sieht ja auch keiner was darin passiert!!! Meine anderen Gedanken dazu werde ich hier nicht teilen. Oh, ich kann es förmlich schon lesen, was die Tesla Vertreter wieder zu melden haben... irgendwelche blühenden Landschaften dank Tesla... das ich nicht lache!

  9. 1.

    "Für eine Batteriefabrik müsste Tesla erst eine Umnutzung der Halle beantragen."

    Ach, das ist doch kein Problem, sämtliche Ämter winken das auf politischen Willen im Trinkwasserschutzgebiet sofort durch.

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