Geplante Fabrik in Grünheide - Tesla beantragt weitere Vorabzulassungen

Fr 19.03.21 | 13:08 Uhr
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Archivbild: Die Baustelle der zukuenftigen Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg im maerkischen Gruenheide, Ende Februar 2021. (Quelle: dpa/T. Uhlemann)
Audio: Antenne Brandenburg | 19.03.2021 | Philip Barnstorf | Bild: dpa/T. Uhlemann

Das Unternehmen Tesla hat zwei weitere Vorabzulassungen für seinen Fabrikbau in Grünheide (Oder-Spree) beantragt. Das hat das Landesumweltamt dem rbb am Donnerstag mitgeteilt.

Per Vorabzulassung will Tesla den Mutterboden auf den jüngst gerodeten Waldflächen abtransportieren. Mit der zweiten Vorabzulassung will Tesla unterirdische Leitungen für die Fabrik verlegen. Das Landesumweltamt prüft derzeit beide Anträge.

Kompromiss um Autobahnabfahrt

Das Amt hatte Tesla vorher schon neun solcher Vorabzulassungen erteilt - ein in Brandenburg einmaliger Vorgang. Die endgültige Genehmigung für die Fabrik lässt nach wie vor auf sich warten.

Laut Christiane Schröder vom NABU haben derweil haben Tesla und Umweltverbände im Streit um eine Autobahnabfahrt zum Werk einen Kompromiss gefunden: Die Bauzeiten für die Abfahrt sollen so gelegt werden, dass Zauneidechsen und Schlingnattern möglichst nicht im Winterschlaf gestört werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 19.03.2021, 14:30

65 Kommentare

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  1. 65.

    Da sie ja erst spät, vermutlich als Unterstützung, eingestiegen sind, ist ihnen offenbar entgangen, dass anfangs auch eine Batterie Produktion geplant war. Dieses Vorhaben wurde aufgrund der wassersituation und auch dem im baugebiet vorhandenen Trinkwasserschutzgebiet verworfen um vermutlich vor Gericht die Entscheidung den weiterbau nach 8a nicht zu gefährden. Selbst bei den Anhörungen wurde vehement eine Batterie Produktion ausgeschlossen. Die Gedanken dazu teile ich an dieser Stelle nicht mit.

  2. 64.

    Dieser Beitrag von ihnen und der davor beweist, dass sie es nicht einmal geschafft haben, sich das Waldgebiet welches ein Landschaftsschutzgebiet und ein Naturschutzgebiet beherbergt wenigstens auf maps anzuschauen geschweige jemals den Wald um Grünheide gesehenen zu haben. Dann wüssten sie auch dass die Bahn und die Autobahn eine untergeordnete Rolle spielen. Schließlich muss die Verkehrsinfrastruktur in der verlassenen Waldgegend mit vielen Milliarden erstmal hergestellt werden. Wo sie doch von ihrem Kommentarpartner als ausreichend und perfekt für die Ansiedlung von Tesla bezeichnet wurde. Dafür wurde ein Abgesandter in den Landtag geschickt der die Milliarden schweren Tesla Wünsche ohne widerrede vortrug der auch die Versetzung des Bahnhof beinhaltet. Der nun von genau diesem Kommentarpartner als sowieso geplant verkauft wird. Davon war vor Tesla nie die Rede.

  3. 63.

    Ich kenne nur begeistert Efahrer, besonders Teslafahrer. Ist eie bei Apple. Was stört denn ihre angeblichen Bekannten an ihrem EAuto? Die Serienmäßige Standheizung, die geringen laufenden Kosten, die Ruhe und der fehlende Gestank?

    Die Endfertigung des MS und MX in tillburg wird aufgegeben. Die kommen in Zukunft fertig aus den USA. Man spricht gerade mit dem Betriebsrat! über Ersatzstellen. Tesla würde die wohl sofort nach Grünheide schicken, so werden die aber wohl auf SCs verteilt.

  4. 62.

    Also bei der grünen Liga BB war es andersherum. Da entdeckte der Geschäftsführer erst spät seine Liebe zur völkischen Politik...

  5. 61.

    Kurklinik zwischen Gewerbegebiet, Autobahn und viel befahrene Eisenbahnstrecke.

    Ganz ehrlich an Fantasie fehlr6es Ihnen nicht.

    Welches "normale gesellschaftliche Leben" wird den Menschen denn weggenommen? Der grüne Rasen während der Dürre, der 500m3 Privatpool?

    Dürfte doch als Privatier/Renter auf dem 1000qm Seegrundstück it EFH ertragbar sein...

  6. 60.

    Typische Taktik immer das gleiche immer und immer wieder behaupten. Zusammenhängendes Waldstück?
    Komplett zerschnitten!! Für alle anderen Tiere, außer den Menschen ist die Autobahn ein unüberwindbare Hindernis.

    Jemand mit "Gefühl" für die Natur weiß das. Aber wer glaubt schon noch hier ginge es um die Natur.

  7. 59.

    Bitte nochmal die Alternativorte genau vorstellen. Gerne im gesamten Osten. Größe, Verkehrsanbindung Arbeitskräftepotential. Danke.

    Ich habe einen gut bezahlten Job. Insofern würde ich nur wechseln wenn meine Tochter dann nicht Schule wechseln müsste, meine Frau auch einen neuen Job. Zweitwohnung oder 1,5h pendelei sind da keine Option.

  8. 58.

    Eine "Herausnahme" einer Batteriezellfabrik kann es nicht gegeben haben, weil es noch keine Zellfertigung in dem Antrag gab.

    Dank Teslas revolutionären patentgeschützten Technologien dürfte Wasserverbrauch dort keine große Rolle spielen. Aber die Mitarbeiter müssen natürlich mal auf Toilette und sich die Hände waschen.

  9. 57.

    Auf welche Mitglieder trifft Ihre Behauptung, dass die Führungsetagen der Umweltverbände oft mit Politikern besetzt seien?

  10. 56.

    Tja, das Ziel hat Tesla aber nur sehr knapp verfehlt. Schauen Sie sich mal die Verkaufzahlen seit Anfang des vergangenen Jahrzehnts an - sowohl von Tesla wie auch von BEV im Allgemeinen. Warum folgten Sie nicht meinem Hinweis, mal über die Zukunftspläne vieler andere Konzerne zu recherchieren? Selbst Toyota steigt mit einer neuen Plattform in die batterieelektrische Mobilität ein. In die Akkutechnik hatten die, wie Sie sich vielleicht erinnern, bereits vor einiger Zeit investiert.

    Der "massive" Stellenabbau in NL betrifft knapp 100 Arbeitsplätze von insgesamt 540, die aus den USA angelieferte Bausätze des Model S und X endmontierten. Die sollen zukünftig im Rahmen der laufenden Überarbeitung bereits fertig wie das Model 3 importiert werden.

  11. 55.

    Tja, das Ziel hat Tesla aber nur sehr knapp verfehlt. Schauen Sie sich mal die Verkaufzahlen seit Anfang des vergangenen Jahrzehnts an - sowohl von Tesla wie auch von BEV im Allgemeinen. Warum folgten Sie nicht meinem Hinweis, mal über die Zukunftspläne vieler andere Konzerne zu recherchieren? Selbst Toyota steigt mit einer neuen Plattform in die batterieelektrische Mobilität ein. In die Akkutechnik hatten die, wie Sie sich vielleicht erinnern, bereits vor einiger Zeit investiert.

    Der "massive" Stellenabbau in NL betrifft knapp 100 Arbeitsplätze von insgesamt 540, die aus den USA angelieferte Bausätze des Model S und X endmontierten. Die sollen zukünftig im Rahmen der laufenden Überarbeitung bereits fertig wie das Model 3 importiert werden.

  12. 54.

    Am Anfang des vergangenen Jahrzehnts! Damals war die technische Entwicklung noch neu, die Begeisterung und die Neugierde groß. Kenne viele, die inzwischen festgestellt haben, dass Elektroautos
    so gar nicht ihren Erwartungen entsprochen haben und der Besitzerstolz, der Ablehnung gewichen ist. Auch wenn man eine wirtschaftliche Eindrübung schon erahnen konnte, Corona kannte man damals noch nicht. Man wird aber in weiterer Zukunft ganz andere Fortbewegungsmittel in Anspruch nehmen müssen.

    Baut nicht Tesla in den Niederlanden gerade massiv Stellen ab?

  13. 53.

    Sie hatte bei Ihrem späten Einstieg in die Diskussionen rund um die Tesla-Ansiedlung allerdings zunächst behauptet, dass es seitens Tesla keine Ausgleichsmaßnahmen gäbe, kurz darauf behaupteten Sie, dass die längst wieder eingegangen seien um sich danach dumm zu stellen, weil Sie angeblich nicht wüssten, wo die Ausgleichsmaßnahmen für diese Waldumwandlung hier stattfinden sollen.

  14. 52.

    "Sie demgegenüber leugneten ja sogar, dass trotz anderslautender Presseberichte überhaupt Ausgleichsmaßnahmen ergriffen worden sind. ..."
    Ich habe nie bestritten, dass im jetzigen Vorhaben-Gebiet Ausgleichspflanzungen für, z.B. Rodungen im GVZ, erbracht wurden.

  15. 51.

    "Auch hier ignorieren Sie z.B. die Stellungnahmen der grossen Umweltverbände, due eben keine grundsätzlichen Einwände gegen die Waldumeandlung haben...."
    Die Führungsetagen der Umweltverbände sind oft mit Politikern besetzt worden, meist SPD und CDU.
    Nun erinnern wir uns doch mal wer in Brandenburg die Landesregierung stellt...noch Fragen?

  16. 50.

    Als angeblicher Anwohner müssten Sie doch eigentlich wissen, dass die forstindustrielle Nutzung älter ist als der B-Plan, aufgestellt für die Errichtung einer Automobilfabrik. Da das offensichtlich nicht der Fall ist, stöbern Sie mal in den alten Grundsatzdiskussionen. Darin hatte die Kiefernorthopädin des Rüdersdorfers bestätigt, dass Alter der Kiefern und damit deren Hiebreife bestätigt.

  17. 49.

    "...Aus der Luft kann man in der leichter die idyllischen Wälder erkennen und noch viel leichter die "preußische korrekte" korrekte Aufstellung der Kiefern in Reih und Glied im Industriegebiet erkennen."
    Dann erklären Sie doch mir und dem interessierten Leser weshalb man Bäume - gern auch "preußisch korrekt" - in ein Industriegebiet pflanzt.

  18. 48.

    Selbst wenn die autonom nach Level 5 fahren könnten (bisher reicht es nur für Level 2+), fehlt es auch am Rechtsrahmen.

  19. 47.

    Bisher war Ihre Argumentationskette immer wieder so dünn, dass die sehr schnell gerissen ist. Auch hier ignorieren Sie z.B. die Stellungnahmen der grossen Umweltverbände, due eben keine grundsätzlichen Einwände gegen die Waldumeandlung haben. Die wissen um die geringe ökologische Bedeutung solch intensiv forstwirtschaftlich genutzter Monokulturen. Sie demgegenüber leugneten ja sogar, dass trotz anderslautender Presseberichte überhaupt Ausgleichsmaßnahmen ergriffen worden sind.

  20. 46.

    Vielleicht sollten sie auch mal eine Rundflug über Grünheide machen und sich Bilder andere Autofabriken anschauen. Die Fabrik ist zwar nicht gerade klein sondern ähnlich groß wie zig andere Werke, das gesamte Waldgebiete aber selbst laut nogfvier riesig. Daran ändern auch ihr Herausschreien von Werbesprüche nichts. Obwohl, ihr Waschmittel wäscht bestimmt auch weißer als weiß.

    Die maximale Gebäudehöhe ist übrigens auch im B-Plan festgelegt, den sie neulich erst wieder willkürlich für illegal erklärt haben. Dabei wurde berücksichtigt, dass die dann eben nicht das Landschaftsbild zu stark prägen, das die Kiefern höher sind. Zentrallager von Supermärkten haben übrigens oftmals mit knapp 30m eine ähnliche Höhe wie hier baurechtlich zulässig wäre. Auch das belegt belegt also nur wieder, dass sie schon lange nicht mehr in Freienbrink gewesen sind.

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