ortsbeirat hangelsberg
Bild: Philip Barnstorf/rbb

Tesla-Ansiedlung - Immobilienunternehmen plant 100-Millionen-Euro-Investition in Grünheide

Das Hamburger ECE Group will im Grünheider Ortsteil Hangelsberg (Oder-Spree) neue Geschäfte, Industrie und Bildungsinstitutionen einrichten. Das teilten Vertreter des Immobiienunternehmens, das nach eigenen Angaben mehr als 3.000 Menschen in mehreren Ländern beschäftigt, am Montag im Hangelsberger Ortsbeirat mit.

Dreistelliger Millionen-Betrag soll investiert werden

Die ECE hatte schon im vergangenen Jahr ein 35 Hektar großes Grundstück nahe des Hangelsberger Bahnhofs gekauft. Nun wollen die Immobilienentwickler dort mindestens 100 Millionen Euro investieren. Ab 2024 will das Unternehmen die dort geplanten Gebäude etwa an Supermärkte, kleine und mittlere Unternehmen, sowie an Hochschulen vermieten. Dabei rechnen die Planer auch mit Anfragen von Tesla-Zulieferern etwa aus der Logistik. In ihrem sogenannten "Green-Work-Park will die ECE auch E-Ladesäulen, Radwege und Solarpanels anlegen.

Wird das Wasser knapp wegen Tesla?

Mehrere der rund 50 anwesenden Anwohner äußerten sich erfreut über die geplante Ansiedlung. Aber es gab auch Bedenken: "Hier in Hangelsberg Nord will man vier bis sechs Millionen Kubikmeter Wasser fördern, das dem Tesla-Umfeld zugutekommen soll. Eine Industrie-Entwicklung würde sich damit beißen", sagte Marten Lange-Siebenthaler, parteiloses Mitglied im Ortsbeirat. Er forderte daher eine behutsame Entwicklung des Standorts.

ECE-Vertreter betonten, dass sie im "Green-Work-Park" nicht an Unternehmen mit besonders hohem Wasserverbrauch vermieten wollten. Insgesamt sei der Wasserverbrauch im geplanten Gewerbegebiet wesentlich niedriger als in der rund acht Kilometer entfernten Tesla-Fabrik.

Sendung: Antenne Brandenburg, 20.04.2021, 10:30 Uhr

21 Kommentare

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  1. 21.

    Ah, Sie hatten also ausreichende Beweise gehabt und vor Gericht Recht bekommen. Das unterscheidet Sie von den Klägern gegen die vorläufigen Zulassungen. Dass die vorläufigen Zulassungen vor Gericht Bestand hatten, hält so manchem hier allerdings immer noch nicht von der Falschbehauptung ab, dass der B-Plan ungültig sei. Die befinden sich als auf Ihr Verfahren bezogen auf der Gegenseite, allerdings der unterlegenen.

  2. 20.

    "Es bedarf vor Gericht beweisbarer Fakten!"

    Wir haben 60 Seiten fundierte Beweise eingereicht und im vollen Umfang Recht bekommen, dennoch spielt die Gegenseite auf Zeit, setzt das gefällte Urteil nicht um.

    Wenn man sich auf umgangssprachliche Formulierungen einlässt, sollte man deren Ursprung kennen oder nachschlagen und die nachgeschlagene Formulierung oder den eingedeutschten Begriff richtig wiedergeben. Ansonsten ist es glaubwürdiger, auf solche Begriffe zu verzichten.

  3. 19.

    Schön, dass der NDR schon mal über eines derer unzähliger Einkaufszentren-Projekte berichtet hatte. Die führen im Sendegebiet des RBB neben der Entwicklung von Logistikzentren auch ähnliche Projekte wie in Goslar durch. Dass NDR berichtet hatte während beim RBB die ECE nur in Zusammenhang mit Tesla zu finden ist, bestätigt die These von Josti, auf die ich geantwortet hatte.

    Dass die eben schon 2019 die Entwicklung weitere Logistikzentren angekündigt hatten, zeigt nur wieder die Ignoranz der Tesla-Gegner gegenüber dem Kalender. Dass Sie ebenso wie Klaus S. manchmal Probleme mit umgangssprachlichen Formulierungen haben, ist nichts neues.

    Die Rechtslage ist in Bezug auf den B-Plan eindeutig, auch wenn Sie sich schon mal in anderer Sache vor Gericht ungerecht haben behandelt gefühlt. Wenn Sie dort wie hier mit Stammtischsprüchen argumentiert hatten, verwundert das allerdings auch nicht. Es bedarf vor Gericht beweisbarer Fakten. Dessen ist sich Herr Klink bewusst.

  4. 18.

    Die Hamburger ECE Gruppe ist weit über Hamburg hinaus bekannt und war auch an der rückseitigen Bebauung des Goslarer Bahnhofs beteiligt. Sofern man regelmäßig die Proogramme des NDR konsumiert, sind einem die Projekte des Unternehmens geläufig. Empfiehlt sich auch, damit man weiß, in welcher Region man sich befindet, auch dazu gab es bereits mehrere leicht verständliche Sendungen.

    "... den Kalender bewusst ignorieren?"

    Besonders, wenn man sich am Mondkalender orientiert und diesen nicht berechnen kann.

    "... sich einen Dreck um die Rechtslage scheren."

    Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass Rechthaben, noch lange nicht Recht bekommen heißt . Man spielt auf Zeit, die der Kläger selten hat, da nützt Ihnen Ihr Recht gar nichts, da brauchen Sie Geld.

  5. 17.

    Und ich hatte Sie seit über einem Jahr mehrfach darauf hingewiesen, dass ein Leichtes gewesen wäre, gegen die vorläufigen Zulassungen vorzugehen, wenn Sie Recht hätten. Allein schon der OVG-Beschluss von Februar vergangenen Jahres zeigt auf, dass Sie in Bezug auf den B-Plan im Unrecht sind. Das mag Sie persönlich ärgern, die Realität können Sie aber nicht durch Kommentare beim RBB nachträglich ändern.

  6. 16.

    Das Logistik-Center Berlin Süd I hatte die ECE so gut wie ohne Berichterstattung des Lokalradios realisiert und bereits 2019 drei weitere solcher Vorhaben angekündigt. Doch wie erklärt man das den Clickbaitern und Verschwörungstheoretikern, die sich einen Dreck um die Rechtslage scheren und den Kalender bewußt ignorieren?

  7. 15.

    Also ich kann dieses Geschrei nicht verstehen. Würde nicht Tesla im Text stehen, würde sich da kaum jemand aufregen.
    Der Bahnhof Hangelsberg steht wie der Bahnhof Fangschleuse abseits der normalen Wohnbebauung und wird täglich von Berufspendlern frequentiert. Gut wenn dort attraktive Einkaufsmöglichkeiten geschaffen werden, dann wird das Geld im Ort ausgegeben.

  8. 14.

    Herr Neumann, nur von mir eine ganz kurze Erwiderung betreffs des B-Plans von Freienbrink-Nord. Ich habe es ihnen ja schon mehrmals versucht zu erklären, doch sie sind einfach zu begriffsstutzig:

    Der vom Bürgermeister präsentierte B-Plan ist ungültig, Dafür in Kurzform drei Feststellungen:
    1. Die vom Bürgermeisterkarte ist eine Collage. Sie besteht aus drei Teilen die getrennt angefertigt wurden und anschließend mittels Klebestreifen zusammengefügt wurden. Schauen sie sich die Karte an, dann sehen sie, dass ich Recht habe. Solch Gebilde ist kein Dokument.
    2. Ein B-Plan ist erst im Zusammenhang mit einem beschlossenen Flächennutzungsplan gültig. Den gibt es nicht für Freienbrink. Der wurde nie zum Abschluss gebracht.
    3. Zu der Bürgermeister-B-Plan-Karten-Variante gehören auch die entsprechenden Entwurfsvarianten, die Anhörungsprotokolle, die Abwägungsdokumente und die endgültige Textvariante. Alles Fehlanzeige.

  9. 13.

    Heimlich? Meinen Sie damit mediale Vorberichte, öffentlichen Auslagen, Anfragen im Landtag etc?

    Es bedarf in ihrer Argumentationskette immer wieder der altbekannten Lüge von ungültigen B-Plan.

  10. 12.

    Herr Neumann, sie haben recht, die von mir dargestellte Situation ist nur eine Halbwahrheit, denn es kommt ganz sicher viel, viel schlimmer als ich beschrieben habe. Sie, der sie immer so "allwissend" tuen, können bestimmt Auskunft geben, was in den Hinterzimmern noch für böse Planspiele betrieben werden. Die Bevölkerung erfährt davon, wenn die Harvesta im Einsatz sind. Wollen wir wetten, dass der neue B-Plan von Hangelsberg auf ähnliche Weise wie in Freienbrink heimlich verändert wird. Der war dann plötzlich auch schon immer "gültig". Das wird von ihnen dann wieder behauptet.
    Ach übrigens aus Ministerkreisen ließ man verlauten, dass der Standort des geplanten Klärwerkes bereits festgelegt ist. Diese Information kann man der Bevölkerung vorher nicht zumuten. Es reicht aus, dass sie davon erfahren, wenn die Stinkerbude steht. Ach wie fürsorglich sind doch unsere Politiker. Dafür müsste man sie glatt in den .... treten.

  11. 11.

    Sie müssen jetzt dann tapfer sein: Ausserhalb der Ringbahnblase regieren die Grünen ganz anders. Das fängt schon Brandenburg an und hört in BaWü noch lange nicht auf. Stellen Sie sich mal vor, eine Frau Pop dürfte nicht mehr für einen Kurzurlaub an's Mittelmeer oder ein Herr Hofreite nicht mehr von Berlin nach München fliegen, sondern die gestellte Black Mamba benutzen. Frau Günther in der S-Bahn statt im Dienstwagen? Es wird der NABU garantiert wie in BaWü zudem irgendwelche Fledermäuse finden, die den Ausbau des SPNV jahrelang verzögern, weil die die bisher wenig genutzten Eisenbahntunnel für sich entdeckt haben. Auch in Berlin gibt es entlang der Stammbahn schon einen ersten Vorgeschmack. Dass der Invalidenstraßenaktivist zwar mit einem Lastenrad für seine Sache posiert hatte, das aber schon vorher längst gegen zwei Tonnen Verbrennerblech (4.854 mm L x 1.904 mm B x 1.740 mm H) getauscht hatte, hatte ich ja schon mal erwähnt. Und dann erst das Umsteigen zum Schuhekaufen.

  12. 10.

    Der Flächenverbrauch schreitet voran!!!! Er wird sich im Berliner Naherholungsgebiet LOS wohl potenzieren. Mal sehen ob der Flächenverbrauch von täglich ca. 60 ha in LOS noch gedopt werden kann. Schaun ma mal!

  13. 9.

    Schon wieder Ihre Halbwahrheiten: Hier befindet sich schon länger ein ausgewiesene Logistikgebiet, welches seit Jahren von der MDSG genutzt wird wie auch die WKA nichts mit Tesla zu tun haben, auch wenn dadurch Ihr Lamento nicht funktioniert. Seit Jahren ärgert sich der WSE bekanntlich über DDR-Altlasten im Boden - bei anderen Brunnen - und will deshalb Förderungen haben. Auch darum haben die Hangelsberg schon länger auf der Wunschliste wie auch wegen des belegten deutlich überdurchschnittlichen Pro-Kopf-Wasserverbrauchs der Privatanschließer in Grünheide.

  14. 8.

    Ich als Anwohner der Gemeinde sehe die Entwicklung eher skeptisch. Es war von vornerein zu erwarten , das es nicht nur bei der Tesla-Fabrik bleibt. Die immer noch ohne endgültige Baugenehmigung gebaut wird.
    Als Naherholungsgebiet mit guter ländlicher Wohnqualität ist dann Schluss.
    An den Löcknitzseen soll auch vermehrt Bauland ausgewiesen werden. Die Gemeinde hätte die Fabrik und die Arbeitsplätze nicht zwingend gebraucht.
    SIe wäre besser im Gebiet der heutigen Braunkohle-Tagebaue angesiedelt worden. Wo in den nächsten Jahren hunderte gutbezahlte Jobs wegfallen und die Natur sowieso schon im A.... ist.

  15. 7.

    Lieber von Eidechse oder irgendwelche Insekten gestört werden, als von überfüllte zugeparkte Straßen / Städte.
    Sollten die Grünen an die Regierung kommen sehe ich da aber gute Lösungen. Städte mit weniger Staus und Abgasen. Dörfer, die endlich angebunden sind an den öffentlichen Nahverkehr. Die Bahn und den ÖPNV für dieses Jahrhundert fit machen. Und man sorgt für den Erhalt unserer wertvollen Wälder, Moore und Flüsse. Was will man mehr? Millionen von E-SUVs, Tausende Ladestationen braucht die Welt nicht. Hoffentlich setzt sich auch bald das Tempolimit auf Autobahnen und Städte durch. Macht das Parken teurer. Damit erst kein Anreiz für so ein E-SUV / E-Auto besteht. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, der gewöhnt sich sicherlich auch an Bus und Bahn oder E-Bike / E-Lastenrad. Da muss natürlich auch der Fahrzeit-Takt etc. mitspielen.

  16. 6.

    Es geht Schlag auf Schlag, die nächsten Investionshaie strecken aus der Deckung ihre Fühler aus. Ein riesiges Gewerbegebiet plus der nebelhaft vorgetragenen Versorgungseinrichtungen, 18 Windkraftanlagen samt Anschlusstrassen immer quer durch den Wald und ein Wasserwerk, deren Brunnen wahrscheinlich in der Einflusssphäre einer DDR-Altlast errichtet werden, sollen in Zukunft die Einwohner von Hangelsberg beglücken. Insgesamt opfert man Tesla weitere Großflächen. Weit über 100 ha stehen zur Disposition, wobei es für die Verantwortlichen keine obere Grenze geben wird. Wie das am Ende aussieht, kann man sich in Freienbrink ansehen. Ich hatte zwar prophezeit, dass es nicht lange dauern wird bis der gesamte Wald zwischen A10 und Hangelsberg verschwinden wird. Dass meine Prophezeiung so schnell in Erfüllung gehen wird, hatte ich doch nicht geglaubt. Geopfert werden wahrscheinlich sogar alte Eichenbestände, vor deren Vernichtung sogar ein allen bekannter früherer Diktator zurückgeschreckt i

  17. 5.

    Die ECE ist schon lange auch z.B. an der Entwicklung von Logistikcentern beteiligt, so z.B. in KWU. Von Wohnen ist in auf dem MDSG-Gelände aber keine Rede.

  18. 4.

    Eine sehr gute Entwicklung die sich hier für unsere Region abzeichnet. Hoffentlich klappt das auch alles wie vorgesehen. Sollten die Grünen an die Regierung kommen sehe ich da aber große Probleme. Es wird dann lange Baugenehmigungsverfahren geben und wehe eine Eidechse oder irgendwelche Insekten werden gestört. Dann sieht es schlecht aus für Investoren. Wäre nicht das erste Mal. Unser Schulcampus hatte auch ein knappes Jahr Verspätung wegen Fledermäusen in einem Abrissgebäude.

  19. 3.

    Ja die ECE scheint zunehmend zu erkennen, dass mit Einkaufszentren keine Rendite mehr zu machen ist und sich das Konzept überholt hat. Nicht nur, dass überall der selbe Trend und die selben Marken in den Centern sind. Nein, auch die Coronaregeln sorgen für die üblichen Einbrüche.

    Daher schient man Wohnimmobilien als neue sicherer Rendite zu erkennen.
    In Potsdam will man am Stern-Center ja auch ordentlich investieren.

    Immerhin: Jede errichtete Wohnung ist notwendig.

  20. 2.

    Hoffentlich erinnern sich einst die linken Kräfte an die 100 Mio, die SIE nicht investiert haben aber "in" denen sie gerne günstig wohnen wollen.
    Mit der überwiegenden Zahl der Häuser ist es in Berlin nicht anders.

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