Tesla-Ansiedlung in Brandenburg - Wie grün wird die Gigafactory in Grünheide?

Das Baugelände der Tesla Gigafactory östlich von Berlin (Luftaufnahme mit einer Drohne). (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: dpa/Patrick Pleul

Tesla verbraucht in Grünheide Wasser, fällt Bäume und verursacht jede Menge Verkehr. Gleichzeitig versprechen die Kalifornier, mit ihrer Gigafactory besonders umweltfreundlich zu produzieren. Geht das zusammen? Ein Faktencheck von Philip Barnstorf

Tesla-Chef Elon Musk hat für Grünheide die "umweltfreundlichste Fabrik der Welt" angekündigt. Aber einige Bürger und Umweltverbände hegen Zweifel: Sie fürchten, dass die Fabrik mit ihrem Wasserverbrauch die Region trocken legt, dass Tesla rücksichtslos die Lebensräume von Echsen, Schlangen und weiteren Tieren zerstört und dass bald jede Menge Pendler und Lkw zum Werk fahren - mit CO2-ausstoßenden Verbrennermotoren.

Wie grün wird also die Fabrik? Ein Faktencheck.

Wasser: Legt Tesla die Region trocken?

Klar ist: Die Fabrik wird zunächst bis zu 1,45 Millionen Kubikliter Wasser pro Jahr verbrauchen. Das ist in etwa soviel wie eine 30.000 Einwohnerstadt von der Größe Fürstenwaldes. Damit verbraucht Tesla pro hergestelltem E-Auto mehr Wasser als zum Beispiel VW oder BMW. Die Firma ist damit aber nicht der größte Verbraucher in der Region: Die Leipa-Papierfabrik in Schwedt zum Beispiel setzt in ihrer Produktion viel mehr Wasser ein.

Klar ist auch: Wasser ist in Ostbrandenburg gerade nach den vergangenen Dürresommern knapp. Der zuständige Wasserverband Strausberg-Erkner hat zwar zugesagt, die derzeit geplante Tesla-Fabrik zu beliefern. Aber wenn wie erwartet mehr Menschen und Unternehmen in die Gegend ziehen, und Tesla seine Fabrik noch ausbaut, wird es knapp. Deshalb soll unter anderem mit Landesmitteln in Hangelsberg mehr Wasser gefördert werden. Davor warnen Umweltschützer: "Mehr Grundwasserentnahme kann keine Lösung sein”, sagt Christiane Schröder vom NABU Brandenburg. Die studierte Biologin fürchtet, dass etwa Pflanzen und Tiere im nahen Naturschutzgebiet Löcknitztal leiden, wenn der Grundwasserspiegel wegen der zusätzlichen Förderung sinkt.

Industrie im Trinkwasserschutzgebiet?

Außerdem entsteht die Fabrik in einem Trinkwasserschutzgebiet, gut einen Kilometer entfernt steht ein Brunnen des regionalen Wasserverbands. Tesla muss deshalb spezielle Sicherheitsvorkehrungen treffen, um zu verhindern, dass Giftstoffe ins Grundwasser sickern. Einige Anwohner und auch die Grüne Liga fürchten, dass Tesla in seinem Bautempo nicht für ausreichend Sicherheit sorgt. Hier müssen die Genehmigungsbehörden sicherstellen, dass Tesla sorgfältig plant.

Tesla hat inzwischen seine Fabrikpläne überarbeitet: Regenwasser von den riesigen Dachflächen soll nicht mehr nur an einer Stelle, sondern in mehreren Becken auf dem Gelände versickern. So soll der Grundwasserfluss unter der Fabrik möglichst wenig gestört werden.

"Das Wasserproblem gäbe es auch ohne Tesla"

Ist Tesla also der Verbraucher, der den regionalen Wasserhaushalt endgültig zum Kippen bringt?

"Das Wasserproblem gab es schon vor fünf Jahren", sagt Irina Engelhardt, Hydrogeologin an der TU Berlin. "Das gäbe es auch ohne Tesla." Engelhardt plädiert dafür, Wasser aus wasserreichen Gebieten, etwa an der Oder, über Leitungen in trockene Regionen zu transportieren.

Tatsächlich war für Tesla zwischenzeitlich eine 80-Kilometer-Leitung aus Eisenhüttenstadt im Gespräch. Aber der Plan wurde verworfen. Nun bleibt noch die Förderung aus dem zehn Kilometer entfernten Hangelsberg. Wieviel Wasser dort genau im Boden liegt und ob es sich als Trinkwasser eignet, muss aber noch geprüft werden. Erst dann werden sich die Umweltfolgen verlässlich abschätzen lassen.

Wald: Kiefernforst oder Natur-Paradies?

Wo Tesla jetzt schon Montageroboter in die Fabrikhallen einbaut, standen vor gut einem Jahr noch Bäume. Die meisten waren Kiefern, gezielt angepflanzt um später etwa zu Möbeln verarbeitet zu werden. Grünheides Bürgermeister spricht daher von einem "Nutzwald" und auch Anton Hofreiter, Mitglied der grünen Bundestagsfraktion, nannte die Bäume eine "Kiefernplantage". Jedoch wurde der Wald nicht konsequent bewirtschaftet, sodass sich hier und da auch andere Pflanzen angesiedelt haben. Der Kiefernanteil liegt heute bei ungefähr 80 Prozent. Ist der Wald also entbehrlich aus Sicht des Umweltschutzes?

"In solchen Kiefernkulturen leben gemeinhin weniger verschiedene Tier- und Pflanzenarten als in Laub- oder Mischwäldern", sagt Jens Schröder, Professor für Waldökologie an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. Gleichzeitig böten die Kiefern aber mehr Tieren Lebensraum als etwa Weideland oder Agrarsteppen. Einige Arten bevorzugen sogar gerade die Kiefern: Etwa Zauneidechsen und Schlingnattern ist es in Laubwäldern zu schattig und kalt. Die wechselwarmen Reptilien schätzen die lichten Kiefernkronen, durch die viel Sonnenlicht dringt. Gleichzeitig schützen die schmal aufragenden Nadelbäume sie vor Greifvögeln.

"Man kann die Natur ersetzen - Wenn man sich Mühe gibt"

Christiane Schröder vom NABU sagt dennoch: "Die Rodung ist vertretbar, man kann die zerstörte Natur ersetzen. Aber nur wenn man sich Mühe gibt." Diese Mühe habe Tesla vermissen lassen, als das Unternehmen im vergangenen Jahr nicht ausreichend nach den Tieren gesucht habe, um sie umzusiedeln, bevor die Harvester die Bäume fällten. Deshalb versuchte der NABU die Rodungen per Eilantrag zu stoppen. Ein Gericht gab den Umweltschützern teilweise Recht: Einige Hektar Kiefernwalde darf Tesla erstmal nicht fällen, weil dort wahrscheinlich Eidechsen und Nattern überwintern.

Während Tesla hier anscheinend eher auf Tempo als auf Umweltschutz gesetzt hat, waren die Kalifornier an anderen Stellen empfänglich für Ratschläge von Naturschützern. So kündigte das Unternehmen etwa insektenfreundliche Beleuchtung für die Fabrik an. Sie soll nachts Insekten, die sich normalerweise nur am Sternenlicht orientieren, möglichst wenig irritieren. Auch will Tesla über das vorgeschriebene Maß hinaus Wald als Ausgleich für die gerodeten Kiefern anpflanzen.

Artenreiche Wälder für ganz Brandenburg?

Wie schnell diese Ausgleichswälder anwachsen, wird entscheidend sein für die Ökobilanz der Grünheider Fabrik, was Wald und Tiere angeht. Mindestens die Hälfte der neuen Bäume sollen Laubbäume sein. Damit könnten die entstehenden Wälder mehr Tieren ein Zuhause bieten und resistenter gegen den Klimawandel sein, denn sie brauchen weniger Wasser als Kiefern. Außerdem speichern Laubbäume auch mehr CO2 als Kiefern. Aber dafür müssen die neuen Wälder erstmal wachsen. Oft werden sie auf nährstoffarmen ehemaligen Äckern angepflanzt. Wenn die kommenden Sommer so trocken und heiß werden wie die vergangenen, werden die pflanzlichen Klimaschützer in spe es zusätzlich schwer haben. Wenn die neuen Wälder diese Herausforderungen überstehen, könnte Tesla hier gut abschneiden. "In fünf bis zehn Jahren kann man sicher sein, ob aus den jungen Bäumen auch wirklich Wälder werden", sagt Waldökologe Jens Schröder.

Strom: Aus Kohlegruben oder vom eigenen Solardach?

Jedoch braucht die Fabrik nicht nur Wasser und Bauflächen sondern auch Strom. "Wir sind wahrscheinlich das einzige Land, das garantieren kann, dass die Produktion in Zukunft mit erneuerbaren Energien stattfinden kann." So hatte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke Teslas Entscheidung für Grünheide erklärt. Die E-Autoproduktion mit komplett grünem Strom ist aber noch Zukunftsmusik. Brandenburg produziert zwar pro Kopf mehr Strom mit erneuerbaren Energien als die meisten anderen Bundesländer. Aber in den letzten Jahren stockt der Ausbau der Erneuerbaren und zwei Drittel des Brandenburger Stroms kommen immer noch aus der Braunkohle, sind also besonders schlecht fürs Klima. Experten halten komplett grünen Strom für Tesla in Grünheide frühestens 2030 für realistisch.

Tesla wird also erstmal unter anderem mit Kohlestrom produzieren. Ob das Unternehmen den Ausbau der Erneuerbaren fördern wird, indem es einen teureren Grünstromtarif wählt, hat Tesla bisher nicht beantwortet.

Einen Teil seines Stroms will das Unternehmen derweil selbst mit Erdgas vor Ort gewinnen. Auch dabei wird CO2 ausgestoßen, wenn auch weniger als bei Kohle. Schließlich will Tesla Solarpanele auf die riesigen Dachflächen seiner Fabrik montieren. So könnte das Unternehmen die Umweltbilanz seines Stroms weiter verbessern. Aber ganz ohne Kohlestrom wird es am Anfang nicht gehen.

Verkehr: Pendeln mit Auto oder Bahn

In der aktuell entstehenden Fabrik sollen bis zu 12.000 Jobs entstehen. Wenn Tesla sein Werk noch ausbaut, könnten dort bis zu 40.000 Menschen arbeiten. Wie viele von denen umweltschonend mit Bus und Bahn zur Arbeit kommen, hängt unter anderem von Tesla ab: So plant das Unternehmen angeblich einen eigenen Shuttle-Zug ab Erkner, der Endstation der Berliner S-Bahn. Außerdem könnte Tesla Mitarbeitern Bahntickets bezuschussen und Fahrgemeinschaften sowie Fahrradfahrer etwa mit jeweils speziellen Parkplätzen fördern. Klug getaktete Schichtwechsel könnten CO2-intensive Staus auf den Werksparkplätzen vermeiden.

Auch die Bahn ist gefragt: So ist schon geplant, den RE1 ab dem kommenden Jahr drei- statt zweimal pro Stunde fahren zu lassen. Mit einem zusätzlichen Halt in Treptow-Köpenick, könnten auch viele Tesla-Mitarbeiter aus Ostberlin mit der Bahn zur Arbeit fahren. Eine schon anvisierte Verlegung des Bahnhofs Fangschleuse näher ans geplante Werk, soll Shuttlebusse vom derzeitigen Bahnhofsstandort überflüssig machen. Das dürfte aber noch mehrere Jahre dauern.

Je näher desto umweltfreundlicher

Insgesamt sind die Chancen für den ÖPNV beim Tesla-Pendelverkehr begrenzt: Eine Verkehrsstudie aus dem Bebauungsplan fürs Umfeld der Fabrik geht davon aus, dass höchstens 40 Prozent der Belegschaft mit Bus und Bahn zur Arbeit kommen werden und das auch nur bei optimalen Bedingungen. Bei bis zu 40.000 Mitarbeitern dürfte also viel Pendelverkehr mit vielen Verbrenner-Autos entstehen.

Immerhin haben Land und Kommunen die Chance den dabei entstehenden CO2-Ausstoß zu begrenzen. Dafür müssen sie möglichst schnell Wohngebiete nahe am Teslawerk, etwa in Grünheide oder Spreenhagen, entwickeln. Dann könnten Tesla-Mitarbeiter dorthin ziehen und hätten nur einen kurzen Weg zur Arbeit, den sie vielleicht sogar mit dem Rad zurücklegen könnten.

Fast 1500 Lkw - jeden Tag

Schließlich ist da noch der Anlieferverkehr: Tesla Chef Elon Musk hat zwar gesagt, dass er möglichst viel Transport über die Schiene abwickeln will, aber das Verkehrskonzept aus dem Bebauungsplan geht davon, dass in der letzten Ausbaustufe der Fabrik fast 1500 Lkw täglich das Werk anfahren könnten. Die Zahl der Züge, die vornehmlich fertige Autos ausliefern dürften, bleibt dagegen bei unter 50. Angeblich gibt es bei Tesla Pläne, möglichst viele Elektro-Lkw aus dem eigenen Haus einzusetzen. Aber noch ist kein einziger dieser E-Laster ausgeliefert. Zunächst dürfte also auch durch An- und Abtransport viel CO2 entstehen.

Fazit: Vieles noch offen

Wie bei jeder großen Autofabrik wird die Natur vor Ort unter dem Tesla-Werk leiden. Der E-Auto-Hersteller verbraucht Wasser, fällt Kiefern, nutzt Kohlestrom und verursacht CO2-intensiven Pendelverkehr. Wie weit diese Schäden kompensiert werden können, hängt von mehreren Faktoren ab: Gibt der Boden in Hangelsberg genug Wasser für Tesla und die Natur her? Wie gut wachsen die Tesla-Ausgleichswälder an? Wie schnell kommt Brandenburg und der Rest der Bundesrepublik mit dem Ausbau der Erneuerbaren voran, sodass Tesla mit grünem Strom produzieren kann? Schließlich: Wieweit gelingt es Tesla, Land, Kommunen und Bahn, die Pendlerströme so zu organisieren, dass möglichst wenig CO2 ausgestoßen wird?

Was man Tesla dabei zugute halten muss: Teslas ersetzen Verbrenner-Autos - bisher im hochpreisigen Segment. Aber mit einem schon geplanten 20.000-Euro-Modell, das in Grünheide hergestellt werden könnte, will Tesla bald auch in der Mittelklasse Verbrenner-Motoren verdrängen. Außerdem will das Unternehmen laut Elon Musk in Grünheide bald besonders ressourcenschonend Batterien herstellen. Schließlich motivieren die Kalifornier schon jetzt durch ihre Vorreiterrolle andere Hersteller, mehr E-Modelle zu entwickeln. Wenn wie geplant der Strom nicht nur in Brandenburg grüner wird, wird im Verkehr unter anderem durch Tesla weniger CO2 ausgestoßen. Um den Klimawandel spürbar einzudämmen reicht das zwar nicht - dafür muss mehr Individualverkehr durch Bus und Bahn ersetzt werden - aber ein wichtiger Baustein ist es dennoch. Davon würde letztlich auch die Natur in Grünheide profitieren.

Die Kommentarfunktion wurde am 05.04.2021 um 8:18 Uhr geschlossen

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83 Kommentare

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  1. 83.

    Unter Ihrem Link wird doch gerade für Aufforstungen geworben. Dabei muss bei einer Ealdumwandlung nicht die Zahl der Bäume ausgeglichen werden, sondern die Fläche.

    Dort findet man übrigens auch :
    "2019 waren die CO2-Emissionen über den Lebenszyklus eines Elektrofahrzeuges dreimal niedriger im Vergleich zu den CO2 Emissionen eines herkömmlichen Fahrzeuges mit Verbrennungsmotor."
    https://www.carbon-connect.ch/de/co2-emissionen-autoproduktion/
    Danke, dass Sie meine Hinweise zu den Aussagen von Fachleuten jenseits derjenigen. die von Verbrennern leben, bestätigt haben. Doch ob Sie damit die Fabrikgegner-Gegner überzeugen können? Da hapert es oft schon mit der Prozentrechnung.

  2. 82.

    Woher kommt Ihr Meinungsumschwung, dass man als Selbstversorger sich einen in Brandenburg hergestellten e-PKW kaufen sollte? Bei Ihnen würde es doch gemäß dem von Ihnen hier kommunizierten Nutzingsprofil ganz ohne gehen.

    Warum haben Sie nicht vor den Kauf Ihrer CO2-Schleuder nachgedacht? Bereits 2018 war Globalisierung und Klimawandel im Mainstream angekommen. Supermärkte gibt es entlang der Strecke der Tram 88 zu genüge und auch zum Schuhe kaufen bedarf es keines PKWs. Und das nicht nur Amazon, sondern auch Baumärkte liefern ist keine neue Erkenntnis. Selbst Ihr Argument, dass man mit einem BEV nicht nonstop an die Ostsee über die Autobahn Rasen könne, haben Sie selber entkräftet, weil Sie angeblich mit den Bahn zum Bratkartoffelessen an die Küste fahren. Es geht also nur um Ihre Bequemlichkeit.

  3. 81.

    Erzählen Sie mir nichts von fehlenden Arbeitsplätzen! Unsere Berufsschule bildet Kaufleute aus, daher weiß ich genau, in welchen Berufen Stellen vakant sind, da wir mit vielen Firmen in Kontakt stehen. Ihren Bekannten fehlt entweder der Arbeitswille oder eine nötige Qualifikation, für eine höhere Position oder gar beides? Viele gut
    bezahlte Arbeitsplätze können in Brandenburg gar nicht besetzt werden.

  4. 80.

    Der Vergleich hinkt schon, weil täglich über 400km² Regenwald, oft durch Brandrodung, ohne jegliche Ersatzaufforstung vom Erdboden verschwinden. Also alle 2 Tage eine Fläche Berlins. Nicht mal mit all der Schwarzmalerei hier zum Fläschenverbrauch von Tesla und zugehöriger Infrastruktur/Wohnungsbau etc. kommt man auch nur in die nähe dieser Zahlen. In dem Tempo in dem man Regenwald abholzt, wäre Brandenburg in rund 74 Tagen dem Erdboden gleich.
    Dazu kommt nochmal die gleiche Menge anderer Waldarten.
    Das die Rodung bei Tesla das Mikroklima beeinflusst, sicher. Aber die Regenwaldabholzung auf eine Stufe mit der Fläche hier zu Stellen.
    Aber der ein oder andere würde sich hier wohl auf die Brust klopfen, wenn sie die 3km³ Hektar hier gerettet hätten, während er sein Stück Steak auf dem Grill wendet.

  5. 79.

    Als Biologe werde ich da fassungslos.

    Biodiversität ist Ihnen ein Begriff? Eine artenarme Monokultur mit Regenwald zu vergleichen....oh man. Es gibt auch mehr als CO2. Auch die giftigen Abgase endlich weg aus Städten zu bekommen. Die AU ist ein Witz, sonst würden Verbrenner ab 60-70tsd km allesamt ne neue Abgasreinigung brauchen. Dass die ersten 500 m im Winter einen exorbitanten Schadstoffausstoß haben interessiert ja auch keinen.

  6. 78.

    Warum haben Sie nicht vor den Kauf Ihrer CO2-Schleuder nachgedacht? Bereits 2018 war Globalisierung und Klimawandel im Mainstream angekommen. Supermärkte gibt es entlang der Strecke der Tram 88 zu genüge und auch zum Schuhe kaufen bedarf es keines PKWs. Und das nicht nur Amazon, sondern auch Baumärkte liefern ist keine neue Erkenntnis. Selbst Ihr Argument, dass man mit einem BEV nicht nonstop an die Ostsee über die Autobahn Rasen könne, haben Sie selber entkräftet, weil Sie angeblich mit den Bahn zum Bratkartoffelessen an die Küste fahren. Es geht also nur um Ihre Bequemlichkeit.

  7. 77.

    Vielen Dank an den Autor übrigens noch für diese klare Ansage:
    "... in den letzten Jahren stockt der Ausbau der Erneuerbaren und zwei Drittel des Brandenburger Stroms kommen immer noch aus der Braunkohle, sind also besonders schlecht fürs Klima. Experten halten komplett grünen Strom für Tesla in Grünheide frühestens 2030 für realistisch.
    Tesla wird also erstmal unter anderem mit Kohlestrom produzieren. Ob das Unternehmen den Ausbau der Erneuerbaren fördern wird, indem es einen teureren Grünstromtarif wählt, hat Tesla bisher nicht beantwortet."
    Das verdeutlicht nebenbei, dass es auch kaum Sinn macht, den zweiten Schritt (E-Autos) vor dem ersten (Regenerative Energiegewinnung) zu tun.

  8. 76.

    Dann reicht Ihnen doch ein City E Fahrzeug ala Zoe oder ECorsa, ESmart, Eup....

  9. 75.

    Wieviel der 8000 Braunkohlekumpels ist 2038 noch im erwerbsfähigen Alter? Auch die folgenden Arbeiten, die Sanierung und Abriss brauchen viele Arbeitskräfte. (Ob die LEAG das noch zahlt)

  10. 74.

    "Wenn schon kritisch, dann sollten Sie sich besser informieren."
    Stimmt, wenn Sie informiert wären, würden Sie nicht das Wahlergebnis der Brandenburger kritisieren und wüssten, dass die Lausitz zu Sachsen und Brandenburg gehört. Bis auf zwei Parteien (CDU und SPD) ist das Wahlergebnis nahe zu identisch, der Stimmenanteil AfD in Sachsen sogar deutlich höher. Wen wollen Sie etwas vormachen, sich selbst?

    Wahlergebnis Brandenburg: CDU 15,6%, SPD 26,2 %, AfD 23,5%, Grüne 10,8%, Linke 10,7%, FDP 4,1%.
    Wahlergebnis Sachsen: CDU 32,5%, SPD 7,9%, AfD 28,4%, Grüne 8,9%, Linke 12,3%, FDP 4,7%

    # 45: " Ich kenne schon 3 Brandenburger die sich über gut bezahlte Jobs freuen... ."
    Da wird wohl der Arbeitswille gefehlt haben, denn ich habe bei unseren Partnerfirmen gefragt und da
    haben sich keine drei Brandenburger gemeldet.

  11. 73.

    das ganze hier ist eine einzige hetzerei gegen tesla,
    wenn hier BMW, ehemals geplant ende 90iger, ihr werk gebaut hätten, hätte man nichts, was hier in dem bericht angesprochen wurde, davon gehört,
    rbb, recherchieren und schreiben sie mal zukunftsweisende berichte und nicht "was wäre wenn, oder hätte, vielleicht,"
    mfg

  12. 72.

    Ich erwarte von Musk, dass er für 3 fachen Ausgleich sorgt. Nicht mehr und nicht weniger.

    Alles andere sind hirngespinnste

  13. 71.

    Jetzt kostet der ab 39 000. Förderung nicht zu verachten. Man hat doch einiges verbessert. Akku ist groß genug für Bedarf.

  14. 70.

    Verzeihung Herr Neumann, jetzt muss ich mich korrigieren, auch wenn es mir wie ich zugeben muss schwer fällt. Ich habe mich wohl verrechnet oder vertippt. Meine Zahlen sind etwas zu hoch geraten. Das heißt aber nicht, dass dadurch Teslas Raffgier nach Wasser weniger verwerflich ist.
    Lege ich ihre Werte zu Grunde,
    19/550 entspricht 3,5 %
    40/550 entspricht 7,3 %
    dann stellt sich die zu erwartende Situation nicht viel günstiger dar. Dass ein Nutzer 3,5 bzw. 7,3 % der gesamten erneuerbaren Wasservorräte für sich beansprucht, ist ebenfalls nicht zu akzeptieren.
    Das ihnen der Vergleich von zwischen dem Herrscher von Brasilien und Grünheide nicht gefällt, ist klar. Unter Berücksichtigung der Flächengröße des Regierungsterritoriums stellt sich nun mal heraus, dass Herr Bolsonaro noch viel Luft hat bis er das Schadenslevel von Grünheide erreicht hat. Übrigens hier wie in Brasilien ist den Industrieländer ein Großteil der Umweltzerstörung und der damit verbundenen CO2-Zunahme anzulasten.

  15. 69.

    Kenne mich da nicht so aus; betr. polit. Einstellung dort. Lernte mal Umgebung formt den Menschen; was ist da schief gelaufen ? Warum fehlen da die Kinder ? Niedriglohn ?

  16. 68.

    Reserviert ist noch nicht gekauft. Der EV6 ist zig mal besser als ein ID4 oder Enyaq. Der I3 wird vor allem gegen Ende des Jahres billig verscherbelt. Hatte Angebote von 22000 Euro nach allem auf dem Tisch. Aber eben veraltete Technik.

  17. 67.

    "Durch Waldumwandlung und Ersatzaufforstung wächst in DE der Wald. Dass aktuelle die Monokulturen extrem leiden ist ein hausgemachtes Problem."
    Sie möchten doch keine "Waldumwandlung", Sie möchten ein Autowerk!
    Und noch weitere Gewerbeansiedlungen,
    noch ein Umspannwerk,
    noch ein Kraftwerk,
    weitere Infrastruktur,
    den Bahnhof in den Wald verlegen,
    zigtausende Menschen umsiedeln,
    ein Klärwerk in den Wald bauen,
    und, und, und.....

  18. 66.

    Kiefernwald speichert ca. 10-12 t CO2 pro Hektar und Jahr, Regenwald ca. 20. Was ist an dem Vergleich Wahnsinn? Sie können hier auch gern ersatzweise Regenwald aufforsten!
    Um einen 20 m hohen 100 Jahre alten Baum zu ersetzen, müssen Sie erstmal ca. 2000 neue, junge Bäume pflanzen (https://www.carbon-connect.ch). Durch eine 1:1-Ersatzaufforstung wächst der Wald also nicht, sondern nimmt erheblich ab.
    Waldumwandlung ist zumindest in Brandenburg die Umwandlung von Wald in andere Nutzungsarten. Auch dadurch wächst der Wald also nicht.
    Der abgeholzte Grünheider Wald war absolut gesund. Es war keine Monokultur, sondern Altersklassenbestände zwischen 25 und 120 Jahren, auch laut Tesla-Antragsunterlagen.

  19. 65.

    Langstrecke war gestern gut. Da nimmt man heute die Bahn. " Verbrenner; wenn das der Herr Neumann liest...oh-oh.

  20. 64.

    Lastenrad? Da gehen sogar 2 Bierkästen rein.

    Wird Zeit, dass Städte für die Giftgasschleudern gesperrt werden. Meine Tochter sagt zu den Autos immer "Papa warum stinken die so?", wenn wir mit dem Fahrrad unterwegs sind.

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