Medienbericht - Tesla-Serienproduktion soll erst 2022 starten

Symbolbild: Viel Betrieb herrscht auf dem Baugelände der Autofabrik von Tesla östlich von Berlin. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Audio: rbb | 03.05.2021 | Michel Nowak | Bild: dpa/Patrick Pleul

Die Probleme auf der Tesla-Baustelle in Grünheide scheinen nicht abzureißen. Jetzt heißt es in einem Medienbericht, dass es erst Ende Januar 2022 in der E-Autofabrik mit der Serienproduktion losgehen soll. Gründe für die Verzögerung gibt es wohl mehrere.

Die Serienproduktion im künftigen Tesla-Werk Grünheide könnte sich bis Ende Januar des nächsten Jahres verzögern. Das berichtet die Zeitschrift "Automobilwoche" unter Berufung auf Unternehmenskreise [automobilwoche.de/Bezahlinhalt].

Demnach habe Tesla-Chef Elon Musk seinem Team in Grünheide offiziell ein halbes Jahr zusätzlich Zeit gegeben. Gleichzeitig betonte Musk laut Bericht, dass der Bau der ersten europäischen Tesla-Autofabrik gut vorankomme.

Tesla hatte gerade erst angekündigt, die Produktion auf Ende dieses Jahres zu verlegen. Ursprünglich war der Sommer dieses Jahres anvisiert.

Offenbar zahlreiche Probleme auf Grünheider Baustelle

Tatsächlich gab und gibt es aber offenbar eine Reihe von Problemen, die zu Verzögerungen auf der Baustelle führen. So heißt es, dass ein Teil der Strom- und Wasserleitungen nicht so schnell wie geplant verlegt werden konnte. Inzwischen hat das Landesumweltamt dafür eine vorläufige Genehmigung erteilt. Außerdem wird auf der Baustelle derzeit wegen möglichen Arbeitsschutz-Verstößen ermittelt. Dabei geht es sowohl um Beschäftigungszeiten, Unterkünfte und Löhne von Bauarbeitern, wie der rbb aus Regierungskreisen erfuhr.

Auch die finale Genehmigung des Brandenburger Landesumweltamts für die "Gigafactory" lässt auf sich warten. Nachdem Tesla angekündigt hat, zusätzlich eine Batteriezellenfabrik zu errichten, muss der Konzern die Antragsunterlagen nochmals öffentlich auslegen. Unklar ist noch, ob sich daran ein weiterer öffentlicher Erörterungstermin – der letzte dauert allein acht Tage – anschließen muss. Dies würde weitere Zeit in Anspruch nehmen, bevor eine Genehmigung ausgestellt werden kann.

Die Folge: Die Serienproduktion für Tesla-Fahrzeuge soll nun offenbar frühestens Ende Januar beginnen. Der US-Konzern will dann in Grünheide in der ersten Ausbaustufe jährlich eine halbe Million Elektroautos produzieren.

Sendung: Antenne Brandenburg, 03.05.2021, 13:30 Uhr

Die Kommentarfunktion wurde am 04.05.2021 um 07:21 Uhr geschlossen

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94 Kommentare

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  1. 94.

    Wir haben aktuell in Deutschland 2,9 Mio Arbeitslose und 3,27 Mio Kurzarbeiter. Durch die besonderen Coronamaßnahmen wird die reale Arbeitslosigkeit lediglich verdeckt. Nach der Bundestagswahl kommt das Erwachen.
    Es ist gut, dass sich Elon Musk was einfallen lassen muss, um die Leute in sein Werk zu bekommen.

  2. 93.

    Das ist eine gute Nachricht. Aber so gut ist sie nun auch wieder nicht, denn in Betrieb geht der Quatsch trotzdem. Nur 250000 Verkehrshindernisse weniger werden gebaut, die irgendwo Platz finden müssen und zum Teil auf Busspuren, Geh+Radwegen herumstehen und dort den Verkehr behindwrn. Arbeitskräfte werden trotzdem gebunden, nur später. Diese werden als Triebfahrzeugführer, Busfahrer, Instandhalter für Gleise und Fahrzeuge, Zugbegleiter, Fahrdienstleiter usw. viel dringender gebraucht. @2: Es geht nicht darum, woher der Bauherr kommt, sondern wie sinnvoll ist, was gebaut wird. @3 Diese Fabrik ist trotz demokratischer Mehrheit nicht gut. @7 Ersatzgewerbeflävhern sind Quatsch. Denn es gibt schon zuviele Autos. @1+4+8 stimme ich zu.

  3. 92.

    Der MDR und der NDR sind das Hauptprogramm in der Harzregion, wird also hier ständig gehört. Es erstaunt mich daher, dass Sie den NDR als Lokalradio empfehlen, die Begebenheiten im Harz aber überhaupt nicht kennen! Als wir vor zehn Jahren den Wanderern die Möglichkeit gaben, sich aus der dortigen Quelle, Wasserproben mitzunehmen - das Wasser wird für diverse Beschwerden verwendet - dauerte es im Durchschnitt fünf Minuten, bis eine 1,5 Liter-Flasche gefüllt war, inzwischen braucht man deutlich länger und in der Trockenheit im November, manchmal bis zu 15 Minuten. Immer öfter wird in dieser Zeit aufgerufen, Wasser zu sparen, weil keines mehr vorhanden ist.

    Quelle: NDR, Harztourismus

  4. 91.

    Komisch, dass BMW-Werk in Spandau hatten Sie im Rahmen der alten Grundsatzdiskussion noch als Vorbildlich als vorbildlich dargestellt. Dabei wurde das auch in einem WSG fleißig erweitert. Wo blieb Ihr Aufschrei, als Mercedes im WSG Ludwigsfelde das Werk umbaute und erweiterte oder als Microvast daneben eine Batteriefabrik errichten ließ? Die Vorbereitungen für weitere Baumaßnahmen laufen dort bereits.

  5. 90.

    Der Anteil übergewichtigen Menschen ist allerdings in den neuen Bundesländern größer als in den alten:
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/256599/umfrage/bmi--anteil-der-uebergewichtigen-in-deutschland-nach-bundeslaendern/

  6. 89.

    Wären Sie als Anwohner von Irgendwas schon im Spätherbst 2019 in die Diskussion eingestiegen, hätten Sie schon damals erfahren können, dass es die gewählten Volksvertreter gewesen sind, die unter Beteiligung der Öffentlichkeit die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen haben. Dass dieses Industriegebiet wenig mit "relativ naturbelassen" zu tun hat, weiß auch jeder, der die Geschichte diese vom Mensch geschaffenen Kulturlandschaft mit seiner beliebigen Kiefernmonokultur kennt.

    Bzgl. der Infrastruktur haben Sie Recht: Es muss die Strasse zwischen GVZ und Industriegebiet verbreitert und von Tesla selber um eine eigene Autobahnabfahrt errichtet werden. Da kennen Sie bestimmt bessere Standorte, oder?

  7. 88.

    Herr "Alfred Beu" ihr Geschrei von "Dwr Bürgermeister von Grünheide worden wiedergewählt," sollten sie vielleicht besser unterlassen. Das könnte nach hinten losgehen. Halten sie mal ihr Ohr an die Gerüchteküche oder lesen sie einen MOZ-Artikel unmittelbar vor der Bürgermeisterstichwahl von Grünheide welche unlauteren Mitteln damals der Gewinner eingesetzt haben soll. Auch auf der Internetseite des Gegenspielers finden sie dazu ein paar interessante Aussagen. Fragen sie doch mal den jetzigen Bürgermeister, ob er bereit ist, über die Tesla-Ansiedlung die Einwohner abstimmen zu lassen. Damit könnte er doch zeigen, ob er die Legitimation der Bevölkerung hat.
    Noch etwas zu ihrer Information, nicht ich muss nachweisen, ob ich legitimiert bin, da ich ja nichts zu entscheiden habe. Aber alle jene, die meinen befugt zu sein, sollten die Pflicht dazu haben. Da muss ich zu meinem Leidwesen gestehen, dass ich gehörige Zweifel habe.

  8. 87.

    "Es wird auch im Vollausbau - laut Brandenburger Landesregierung - keine 40.000 Arbeitsplätze geben. Man rechnet nur noch mit höchstens 12.000 Mitarbeitern, halte diese Zahl jedoch für ambitioniert und gehe nicht davon aus, dass diese Zahl erreicht wird."

    Quelle: Tagesspiegel

    Es fehlen bis zu 65.000 Facharbeiter*

    * = BR-aktuell spricht von 54.000 & fehlende Meister

    Wir hören etwa sieben Radiosender quer durch Deutschland verteilt.

    "Auch das viel frühere Abtauen der Alpengletscher, wird Deutschland vor erhebliche Schwierigkeiten stellen. Da
    die Flüsse immer weniger Wasser führen, könnte Trinkwasser zum teuren Luxusgut werden."

    Quelle: BR- aktuell, 01.05.21

  9. 86.

    Äh, hier versuchen doch Sie einen Investor zu vergraulen. Aber keine Angst, wenn ich mir eine Autofabrik würde bauen wollen, würde ich die nicht im Internet bestellen.

  10. 85.

    Herr Robert, sie verdrehen meine Worte, Nicht ich habe gesagt , dass die Hallen im GVZ unterkellert sind, sondern der Herr Neumann hat davon gesprochen, dass die GVZ-Hallen wie die entstehende Tesla-Halle aufgebaut, also auch unterkellert sind. Ich halte es dagegen für widersinnig Lagerhallen zu unterkellern, wenn es nicht unbedingt erforderlich ist, weil das Ein- und Auslagern von Waren später immer mit höheren Aufwand verbunden sein wird. Das bedeutet in der Regel auch immer höhere Kosten, an denen niemand, schon gar nicht jene, die so auf`s Geld gucken, interessiert sind. Deswegen glaube ich auch nicht, dass die Tesla-Halle einmal als Lager genutzt wird, sondern eine andere Funktion erhält. Sollte ich recht haben, dass durch die Antragstellerin die zukünftige Nutzung verheimlicht wurde, dann ist auch hier von betrügerischen Absichten auszugehen. Wir werden sehen, wie die Sache endet.

  11. 84.

    Das hindert Sienens aber auch nicht daran, gleich ganze Sparten zu verkaufen und bei anderen die Produktion ebenfalls wie BMW ins Ausland zu verlagern.

  12. 83.

    Wenn Sie alles über das Internet abwickeln, brauchen Sie sich nicht über Mindestlohnverstösse wundern. Fehlen immer mehr Fachkräfte und werden Investoren vergrault, die Arbeitsplätze schaffen wollen, werden Sie das Problem weiter verschärfen, statt lösen. Sie gehören doch auch zu denen, die auf Qualität keinen Wert legen.

  13. 82.

    Es gibt keine Hochlaufphase ohne Arbeitskräfte, die da arbeiten wollen. SIEMENS ist nach wie vor der beliebteste Arbeitgeber.

  14. 81.

    " - Für die Region ist es ein Segen, dass hier Arbeitsplätze entstehen. - "

    Noch größer ist der Segen für Immobilien-Spekulanten.

  15. 80.

    Wie viele Vorhaben auch nur von annähernder Grösse haben "ihre Firmen" schon errichtet?

  16. 79.

    Wie war das vorhin: Die einen schaffen Probleme, die anderen die Lösungen.
    Die Elektrik scheint nicht zu Ihren Hobbies zu gehören. Sie können 1 MW auch mit Niederspannung 400 V fortleiten, dazu benötigen Sie schon bei 100 m Leitungslänge ca. 400mm² Cu Einzeladerquerschnitt und haben dabei ca. 30 kW Leitungsverlust.
    Deshalb besser Supraleiter oder gleich Mittelspannung 10 kV nehmen für den Schnell-Ladepark.
    Sagen Sie das bitte Ionity, EnBW und Tesla, falls die es noch nicht wissen sollten.

  17. 78.

    Herr Robert, ich war am Wochenende wieder einmal in Freienbrink und habe mir die Grube aus der Ferne angeschaut und außerdem einige der im Netz auffindbaren Drohnen-Aufnahmen genauer betrachtet. Es handelt sich um eine doppelstockige Grube, wo jede der beiden Böschungen von mir auf Grund mehrerer Anhaltspunkte etwa 3 m hoch eingeschätzt werden. Sollte ich mich irren, auch insgesamt wären 3 m im Wasserschutzgebiet zu viel, 6 m sind aber noch viel schlimmer. Wenn mich Tesla auf das Gelände lässt, dann würde ich das gerne ausmessen. Ich denke aber, dass sollte die Aufgabe der Unteren Wasserbehörde sein, deren Pflicht darin besteht, das Geschehen auf dem Tesla-Gelände zu kontrollieren. Das setzt aber voraus, dass man regelmäßig auf dem Baugelände Kontrollgänge und Kontrolluntersuchungen durchführt. Das bedeutet aber auch, dass der Kontrolleur über entsprechendes Fachwissen verfügt. Es reicht nicht, irgendwelche Paragraphen auswendig gelernt zu haben.

  18. 77.

    Mein Bekannter hat aber seit gestern einen nagelneuen Hyundai 1-30 erworben und der ist nicht blöd. Auto heißt Freiheit und auch Herr Neumann kennt keine Elektropanzer.

  19. 76.

    Dwr Bürgermeister von Grünheide worden wiedergewählt, obwohl er sich für die Vwrnarktubg dieses Indistriegeveites eingesetzt hatte wie auch die SPD seit Stolpe, der hier BMW ansiedeln wollte, im Land an der Macht geblieben ist. Wie können Sie Ihren Ansprüchen, für die Brandenburger zu schrieben, legitimieren?

  20. 75.

    Hier spülen die Bürger auch nicht 5 x länger das Geschirr ab und der SIEMENS-Geschirrspüler benötigt auch nicht mehr Wasser. Brandenburger Hausfrauen sind doch nicht blöd. Eine Reinigungsfirma wischt unser Treppenhaus nur nebelfeucht- weniger geht nun wirklich nicht. Aber ab u. an müssen wir das "Eumelgrau" mit viel Aufwand selbst beseitigen. Gartenwassereigenversorgung erspart "Abwasser" und dann die Golfplätze in MOL. Kennen sie die nicht ?

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