Industrie-Ansiedlung in Grünheide - Tesla will Bahngleise für E-Autofabrik kaufen

Archivbild: Blick auf die Baustelle für das Tesla-Werk. (Quelle: dpa/P. Zinken)
Audio: Inforadio | 15.06.2021 | P. Barnstorf | Bild: dpa/P. Zinken

Tesla verhandelt mit der Deutschen Regionaleisenbahn über die Nutzung der Gleise auf dem Werksgelände in Grünheide (Oder-Spree). Das hat der rbb am Dienstag von der Deutschen Regionaleisenbahn Gruppe erfahren. Diese besitzt die Gleise, die das Werk mit dem öffentlichen Schienennetz verbinden.

Eigener Güter-Bahnhof für Tesla

Schon seit Beginn der Bauarbeiten liefern Güterzüge Baumaterial über das lange ungenutzte Industriegleis, das von der Trasse des RE1 zwischen den Bahnhöfen Erkner und Fangschleuse zum Tesla Gelände abzweigt.

Wie aus den Bauplänen für das Werksgelände hervorgeht, plant Tesla einen eigenen Güterbahnhof, so dass Güterzüge Produktionsmaterial ins Werk liefern könnten. Auch sollen fertig produzierte Teslas mit Güterzügen aus dem Werk abtransportieren. Ein Verkehrsgutachten zur Tesla-Ansiedlung rechnet mit etwa 20 Güterzügen täglich.

Die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen, das alte Gleise in Deutschland pachtet oder kauft, so auch die Gleise zum Tesla-Gelände. Das Unternehmen hält die Gleise instand, um sie bei Bedarf zu vermieten oder zu verkaufen. Tesla hat sich bisher nicht dazu geäußert.

Die Deutsche Regionaleisenbahn wurde 1993 durch den Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV) gegründet, inzwischen aber ausgegliedert. Das Streckennetz ist nach eigenen Angaben das zweitgrößte Streckennetz nach der Deutschen Bahn. Es umfasst rund 500 Kilometer in Bayern, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Niedersachsen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 15.06.2021, 11:30 Uhr

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76 Kommentare

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  1. 76.

    Blinder über Farben? Sie schwadronueren über irgendwelche Bahnhöfe, die nichts mit dem Thema zu haben, können versch. Zugtypen nicht voneinander unterscheiden und erfunden gerne Zitate samt fauler Ausreden. Hier dazu ein Bericht der MDR, der tatsächlich wörtlich zitierte und auch keine Grund hatte, der Ministerin andere Wirte in den Mund zu legen
    https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/nationale-wasserstrategie-verbrauch-einsparen-100.html

  2. 75.

    Eben das ist es, was mir an Ihren Kommentaren so "gut" gefällt. Fällt Ihnen keine Antwort ein, werden die alten Berichte wieder ins Spiel gebracht .

    Alfred Neumann, Sonnabend, 05.06.2021 21:08 , an Wolf, R vom 05.06.2021 18:26

    "Klaus S. wird Ihnen bestimmt auch die Wasserpreise der Harzwasserwerke verraten können. Die betreiben schon lange Fernleitungen über bedeutend größere Entfernungen."

    Das ist falsch! Alle Harzflüsse sind Oberflächengewässer, die in die Oker abfließen (Ilse, Ecker und Radau), im Ostharz über Holtemme in die Bode.

    Hochwasser im Harz und Harzvorland am 26.07.2017:
    Tiefdruckgebiet "Alfred" verursacht starke Niederschläge, die im südlichen Niedersachsen, über Teilen Hessens, bis nach Nordbayern niedergingen. Die kleine Radau wurde zu einem reißenden Fluss, der ganz Bad Harzburg überflutete. Ich war Augenzeuge!

  3. 74.

    Wenn wirklich der Eindruck entstanden sein sollte, dass ich mit dem B-Plan einverstanden bin, muss ich mich wohl zukünftig klarer ausdrücken. Nur gegen Borniertheit einiger Kommentatoren ist man halt machtlos. Helfen könnte, immer wieder mit dem Kopf gegen die Wald schlagen. Bloß ehrlich gesagt tut mir die Wand Leid. Gegen die L23-Brücke habe ich nichts einzuwenden. Aus der Diskussion, ob die Züge länger werden müssen, halte ich mich raus. Deswegen aber den Bahnhof Fangschleuse zu verlagern, das finde ich schon abartig. Da schlage ich eher vor den Bahnhof durch eine Mauer zu schützen und mit Schießscharten in Richtung Tesla-Gelände versehen.
    Komisch finde ich übrigens, dass nur in Fangschleuse die Bahnsteige verlängert werden müssen. Die anderen Bahnsteige bis Frankfurt sind genauso lang. Heißt das, dass dort die Züge Dank Tesla nicht mehr halten werden?
    So um Missverstände zu vermeiden,

    Tesla soll aus Freienbrink verschwinden!!!!

  4. 73.

    Wovon glauben Sie, kommen die Zivilisationskrankheiten, Diabetes, Fettleibigkeit, Rückenprobleme und Haltungsschäden?

    Ich werde bald 60, laufe täglich bis zu 10 km oder fahre Rad und ernähre mich gesund, viel Gemüse aber auch kleine Fleischportionen, nicht alles aus biologischem Anbau, aber viel aus der Region.

    Es gibt noch zahlreiche andere Beispiele, wo bereits vor Tesla, Bahnhöfe verlängert wurden, auch in Berlin, siehe Bahnhof Charlottenburg, mit Anschluss an den U-Bahnhof Wilmersdorfer Straße.

  5. 72.

    20 % des Grundstückes dürfen nicht überbaut werden. Dass die Kiefern deshalb stehen bleiben müssen, ist spitzfindig ausgelegt ein anderes paar Schuhe. Ebenso könnten Kartoffeln kultiviert werden, sofern es nicht andere Nebenbestimmungen gibt wie z.B. Bäume als Sichtschutz für mit der Bahn durchreisenden Touristen aus dem Harz auf dem Weg nach Polen. ;-)

  6. 71.

    "Wir wissen alle, dass es genügend Menschen gibt die schon bei 500m Distanz sowieso das Auto nehmen."

    Völlig falscher Ansatz! Ein Zeichen, dass es den Leuten wirtschaftlich (zu) gut geht. Man braucht sich über zunehmende Rückenprobleme und Bandscheibenvorfälle nicht zu wundern.

    # 65: Thema ist und war die Bahn. Die Verlängerung des Bahnhofs Staakens, den Sie nicht zu kennen scheinen, ist der beste Beweis, dass es schon vor Jahren möglich war, einen Bahnhof zu verlängern. Tesla hat das
    Rad nicht neu erfunden. Schreiben Sie nicht , wie ein Blinder von der Farbe.

    Die Verlängerung der Bahnhöfe löst auf dem RE 1 das Pünklichkeitsproblem nicht, da sich bei neun Halten nur in Berlin, eine beginnende Verspätung immer mehr vergrößert.

  7. 70.

    Beim Siemens HC sind verschiedene Zuglängen zwischen vier und sechs Zugteilen möglich. Der Vertrag der ODEG mit dem VBB sieht dabei vor, dass aus 13 Sechsteilern optional 26 Vierteiler werden können. Bei dem sind wie auch optional beim Bombardier Twindexx Vario nur die Endwagen angetrieben.

    Bombardiere verteilt beim Twindexx Treppe und Technik im Fahrgastraum, Siemens verzichtet auf die Treppe und packt die Technik Großteils aufs Dach. Dadurch kommt der Zug auf eine ähnliche Kapazität.

    Die DB hat unter Berücksichtigung des zunehmenden Zugverkehrs 24 Trassen für Tesla ermittelt.

  8. 69.

    Tesla macht es vor, Logistik auf die Schiene. Wann ziehen wir bundesweit nach?

  9. 68.

    Naja nicht alle Bäume, die GRZ liegt doch bei 0,8.

    Also dürfte 20% doch stehenbleiben.

    PS: Für unsere Kiefernliebhaber: komischerweise müssen auf dem Parkplatz Laubbäume gepflanzt werden. Sowas aber auch, keine geliebten Kiefern....

  10. 67.

    Ich wunder mich immer wieder bei Ihnen. Akzeptieren Sie jetzt etwa den B-Plan Industriegebiet Freienbrink Nord? Sonst herrscht doch für Sie in DE das Großkapital und die Willkür der Politiker mitsamt Korruption von Behörden und Gerichten?

    Warum sollte sich Tesla denn an so etwas wie Einschränkungen im B-Plan halten müssen? Alles abholzen und komplett zubetonieren ist angesagt, in Deutschland herrscht doch schließlich die Willkür.....

  11. 66.

    Wollen Sie sich dann echt noch beschweren, dass der/die Fangschleusener 500m weniger zum Bahnhof laufen muss? (wir wissen alle, dass es genügend Menschen gibt die schon bei 500m Distanz sowieso das Auto nehmen)

  12. 65.

    Wie jetzt? Jetzt bringen Sie schon Beispiele wo einfach mal so Bahnhöfe verlegt worden sind? Ohne Tesla? oder kann dafür Tesla nicht doch irgendwie verantwortlich gemacht werden?

    Herr Werner schafft es auch Tesla für den weltweiten Raubbau an der Natur verantwortlich zu machen (ohne näher darauf einzugehen, vielleicht kommt da ja noch was?) Wie wäre es wenn man beim Thema bleibt.

    @Christoph hat das doch schön dargestellt wie das mit dem Bahnsteig sich verhält.

  13. 64.

    Es ist Ihre erfundene These, dass der vorhandene Bahnsteig Tesla im Weg ist. Eine Grundlage dafür haben Sie trotz anderslautender Quellenlage (s. Aussage der DRE in der Berliner Zeitung) nicht. Die Bäume im Industriegebiet dürfen grundsätzlich gefällt werden, weil das Gelände entsprechend überplant ist. Das wollen Sie aber willkürlich nicht akzeptieren.

  14. 63.

    Die ODEC hat für den RE1 Siemens Desiro HC neu bestellt. Auf dem RE2 und dem RE4 setzt sie derzeit aber Stadler KISS ein.

  15. 62.

    "Dass der heutige Bahnhof Fangschleuse fussläufig von kaum jemandem zu erreichen ist."

    Eine typische Aussage von einem Städter. Ziehen Sie in eine ländliche Gegend, wo der Bus zu bestimmten Zeiten nur im Zwei-Stunden-Takt und an manchen Tagen gar nicht fährt, dann können Sie über diese "kleine" Entfernung nur müde lächeln, fragen Sie meine 85jährige Mutter, die ist noch vor zwei Jahren mit dem Rollator durch den Harz, zur Bushaltestelle oder dem Bahnhof (3 km) gelaufen.

  16. 61.

    "Dessen Bahnhöfe sind für die neuen ODEG-Züge zu kurz."

    Richtig! Sehen Sie sich dazu die Strecken an (RE 2 und RE 4), auf denen diese Züge sonst eingesetzt werden.
    Seit Jahren auf dem flachen Land in Mecklenburg-Vorpommern, dort ist viel Platz.
    Schaut man sich ältere Landkarten an, fällt auch auf, dass sich der ursprüngliche Bahnhof Staaken an einer anderen Stelle befunden hat und zum Nennhauser Damm verlängert wurde.

  17. 60.

    Herr Neumann, das sind nicht meine Thesen. Eine Bahnsteigverlängerung am Bhf Fangschleuse ist ohne Verlegung des Bhfs einfach und kostengünstig in östliche Richtung nach dem beabsichtigten L23-Brückenbau zu realisieren. Nur Tesla ist der Bahnhof Fangschleuse im Wege. Deshalb dringt der Konzern darauf, dass dieser auf Kosten der Steuerzahler verlegt wird, was unakzeptabel ist.
    Auch ihr nächster Passus

    "Wenn Sie sich die Pläne angeschaut hätten, wüssten Sie, dass der Bahnhof in das Industriegebiet verlegt werden soll. Der zusätzliche Flächenverbrauch liegt also nahe Null."

    ist so nicht hinnehmbar. Nicht einmal wenn das Tesla-Gelände Industriegelände wäre, bedeutet das nicht automatisch, dass dort restlos alle Bäume beseitigt werden dürfen und auch nicht durch Tesla.

    Herr Neumann was haben sie gegen meine unbestätigten Hypothesen? Tesla hüllt sich in Schweigen und legt gar nichts vor. Dort müssen sie angreifen.

  18. 59.

    Sie verkennen ein bisschen die Situation. Die Bahnanlagen der Strecken um Berlin wurden seit 1990 Stück für Stück zurückgeschnitten und verkleinert um massiv Geld zu sparen für den Börsengang der DB. Das war politischer Wille der 90er Jahre und für die Fehler muss nun mal der Bürger gerade stehen. Das ist nun mal so! Über das gesamte schwadronieren das Tesla alles ja grün per Bahn plant kann ich als Lokführer nur lachen! Die Teile und zulieferstoffe werden zu 80% per lkw angeliefert deswegen soll ja noch eine 2 Autobahn Abfahrt gebaut werden! Der Bahnanschluss wird maximal nur für den Abtransport der fertigen Autos zum Auto Hafen in Bremerhaven oder Hamburg dienen mehr nicht. Und über die Verlängerung der odeg Triebzuges kann ich mich auch nur amüsieren das geht nun mal nicht da ein Triebzugkonzeppt bestellt ist und kein Lok/Wagen Zug! Und wie schon festgestellt passt die Triebzug nicht mal an die schon vorhanden Bahnsteige der Strecke passt da der erste und letzte Teil nur ein Geschoss hat und die jetzt DB Regio Lösung auf Doppelstockwagen setzte aber das ist nun mal so wenn wirtschafstfachleute Eisenbahn spielen wollen und solche Ausschreibungen gestalten! Bahntechnisch wird dort im Wald nicht das passieren wovon viele träumen zumal auch die Strecke im allgemeinen nicht viele zeitfenster frei gibt da sie mit den Anbindungen Richtung Polen schon völlig überlastet ist stellt sich vielen aus den Fachgebiet Eisenbahn schon die Frage wie bitte soll da was gehen? In diesem Sinne es wird einen Ausbau der Autobahn geben mehr nicht!

  19. 58.

    2017 war Ausschreibungsbeginn für den Regionalverkehr in Brandenburg, Bedingung war 20 Minuten Takt und 600 Sitzplätze... Daraus ergab sich bereits damals die Verlängerung der Bahnsteige auf der RE 1 Strecke.

    Dies ist im Umfeld des Bahnhofs Fangschleuse generell ein Problem, da die derzeitigen Bahnsteige im Westen nicht verlängert werden können, da das GV Ausweichgleis am Bahnsteigende beginnt. Im Osten ist es ebenso schwer zu realisieren, aufgrund des Bahnüberganges und den Sicherheitsabständen.

    Folglich ist völlig unabhängig von der TESLA Ansiedlung das Bahnhofsumfeld Fangschleuse bis 2022 auf der Umbauliste prioritär, und auch schon seit langem dies mit der Beseitigung des Übergangs und Neubau einer Brückenüberquerung anvisiert.

    Die TESLA Ansiedlung führte jetzt eher zu Bauverzögerungen, da das ganze Areal neu überdacht wird. Letztlich sind Kurvenradien für Gleise und Anschluss an das GVZ nun auch von Osten aus kommend interessant um Wege offen zu halten.

  20. 57.

    So etwas zu Ihrem Ostkurven-Märchen,die die DB eh verworfen hat: "Doch die Investitionen für direkte Fahrten aus Richtung Osten wären überschaubar, so Curth. Nötig wären eine Weiche und eine rund 450 Meter lange Verbindungskurve,"
    https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/lange-gueterzuege-koennen-direkt-zum-tesla-gelaende-fahren-li.79736
    Damit landet man wie schon geschrieben aber eben nur bei den vorhandenen Überholgleisen, aber nicht wie von Ihnen wiederholt behauptet auf dem Bahnsteig.

    Warum erfinden Sie ständig Dinge, die einer Realitätsprüfung nicht standhalten?

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