Nach umfangreichen Änderungen - Tesla-Baupläne werden ab Freitag erneut ausgelegt

Überarbeitete Unterlagen von Tesla 2
Audio: Antenne Brandenburg | 15.06.2021 | Philip Barnstorf | Bild: Philip Barnstorf/rbb

Neue Bau-Konstruktionen, andere Wasserversorgung, zusätzliche Fabrikteile: Tesla plant bei seiner Autofabrik in Grünheide immer wieder um. Damit Bürger Stellung dazu nehmen können, werden die Unterlagen jetzt ein weiteres Mal ausgelegt.

Die Baupläne für die Tesla-Fabrik in Grünheide (Oder-Spree) sollen am Freitag öffentlich ausgelegt werden. Das teilte das Landesumweltamt am Dienstag mit. Bürgerinnen und Bürger können die Unterlagen einen Monat lang einsehen und danach Einwendungen schreiben.

Auslage in Ämtern und im Internet geplant

Die aktualisierten Baupläne sollen im Landesumweltamt in Frankfurt (Oder), in den Rathäusern in Grünheide und Erkner, dem Amt Spreenhagen und beim Landkreis in Beeskow ausgelegt werden. Interessenten, die die Unterlagen ansehen wollen, müssen sich vorher anmelden. Außerdem sind die Unterlagen auch im Internet einzusehen. Bis Mitte Juli sind die Baupläne öffentlich. Danach können Bürger bis Mitte August Einwendungen schreiben.

Die Tesla-Dokumente werden schon zum dritten Mal öffentlich ausgelegt. Grund dafür ist, dass Tesla seine Pläne immer wieder geändert hatte. Neu in den Unterlagen ist unter anderem eine Batteriefabrik und überarbeitete Sicherheitsvorkehrungen.

Einwende haben Bestand

Einwendungen, die Bürger schon bei den ersten beiden Auslegungen geschrieben haben, haben laut Landesumweltamt weiter Bestand. Wenn die nun erwarteten zusätzlichen Einwendungen eingegangen sind, will das Amt entscheiden, ob die Einwendungen abermals öffentlich diskutiert werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 15.06.2021, 17:30 Uhr

Die Kommentarfunktion wurde am 16.06.2021 um 17:09 Uhr geschlossen

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55 Kommentare

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  1. 55.

    Ich bin ja nebenbei ursprünglich auch noch Biologe . Für Toxikologie ist das verdammt praktisch Bio und Chemie studiert zu haben.
    Versiegelung ist immer problematisch kann aber mit der Pflicht zu Versickerung von Regenwasser dezentral auf dem Gelände noch relativ gut ausgeglichen werden.
    Welche Anreicherung mit Schadstoffen? Wieder mal ein Punkt aus ihrer reinen Fantasie.
    Natürlich braucht man Waldumbau und zwar sehr schnell. Wenn ich Tesla wäre würde ich mich um die Wälder direkt um/beim Werk bemühen, und "Spenden" bereitstellen, dass der Umbau endlich in Angriff genommen wird. Dazu dann Erlebnispfad, Schautafel mit ökologischen Erklärungen, Historischer Waldbestand in Brandenburg - da scheint eine gewisse Bildungslücke in der Gegend zu bestehen. Große Tafeln mit Buchen und Eichenwäldern um zu zeigen wie es dort eigentlich aussehen müsste. Und aus dem ganzen macht man noch ne tolle PR ala "Tesla schafft klimaresitentere Wälder in Brandenburg", siehe Ersatzaufforstung.

  2. 54.

    Unbegreiflich, dass nach über 1 1/2 Jahren Grundsatzdiskussion mancher noch zu glauben scheint, dass die Natur in Brandenburg für großflächige Kiefernmonokulturen gesorgt hat, die z.B. von Greenpeace im Zusammenhang mit dem Fabrikbau als Holzacker tituliert werden. Dabei muss man sich bloß die Begründung für deren Wahl zum Baum des Jahres 2007 anschauen (meinen Dank an Herrn K. aus S. für den Hinweis), um zu ahnen, dass solche Forste wie es sich zu Hauf noch in Brandenburg gibt, nicht dem Plan der Evolution entsprechen.

  3. 53.

    Aber Herr Neumann, da bietet es sich doch sofort an diese "Fasttrinkwasserqualität" sofort -kreislaufmäßig- an Tesla zurück zu führen. Küche und Wassersprudler bekommen natürlich absolutes Frischwasser. Was meckern sie nun schon wieder über unsere Kiefer ? Wissen sie wie teuer echtes Kiefernholz bei Possling ist ?Manche haben ein Brett vorm Kopf und fabulieren von Laubholz, dass es noch gar nicht gibt. Bei der Trockenheit und Hitze müßten sie dort wässern und nicht verteidigen was niemand kaufen will.

  4. 52.

    Mit einem Preis an der Ladesäule von 50ct/kWh und 20 kWh/100km sind wir bei 10€/100km.
    Die H2-Technik steckt noch in den Kinderschuhen. Über das Warten beim Batterieladen müssen wir hier wohl nicht diskutieren?
    500kg Batterie um 70kg Mensch zu befördern sind für mich eine technologische Bankrotterklärung. Da sollten andere Visionen erlaubt sein.

  5. 51.

    Mit einem Preis an der Ladesäule von 50ct/kWh und 20 kWh/100km sind wir bei 10€/100km.
    Die H2-Technik steckt noch in den Kinderschuhen. Über das Warten beim Batterieladen müssen wir hier wohl nicht diskutieren?
    500kg Batterie um 70kg Mensch zu befördern sind für mich eine technologische Bankrotterklärung. Da sollten andere Visionen erlaubt sein.

  6. 50.

    Der Platin-Bedarf für die Brennstoffzellen hat sich reduziert und liegt etwas über dem Niveau eines Kat für einen Verbrenner. Die Haltbarkeit liegt bei pfleglicher (!) Behandlung über der heutigen Batteriesysteme - also eher bei zwei Autoleben. Die Brennstoffzelle mag es aber nicht, wenn sie austrocknet, taugt also eher für Vielfahrer. Der Knackpunkt sind die rd. 55 kW, die man an Strom benötigt, um mit einem FCEV 100 km weit zu kommen gegenüber 15-25 kW für ein BEV. Dazu kommt noch die Infrastruktur. Heutige Tankstellen stellen gasförmigen H2 meist in zwei Druckstufen (350 bar / 700 bar) zur Verfügung. Der eigentliche Tankvorgang geht schnell. Danach muss die Tanke für den nächsten Vorgang konditioniert werden. Das kann für einen PKW 45 min dauern, für einen Bus auch länger. Damit es nicht langweilig wird, geht für den Fernlastschwerverkehr der Trend zu tiefgekühlten flüssigem H2 (s. Mercedes), weil nur so ausreichende Reichweiten erzielt werden können.

  7. 49.

    Was sollte die Evolution denn mit einer Batterie anfangen? Der Mensch baut Batterien....

    Wissen Sie was der Mensch noch "baut"/schafft? Kiefernforste...Nutzwälder zur schnellen Holzproduktion...

    Die Kiefer ist evolutionär nicht "der" Brandenburgische Baum. Man hat einfach nachdem man die Buchen und Eichenwälder vor 200 Jahren abgeholzt hatte, einfach die schnell wachsende Kiefer angepflanzt weil man schnell mehr Holz brauchte. Das hatte sich durch Reparationen nach dem Krieg und in der Mangelwirtschaft DDR noch immer weiter fortgesetzt, obwohl man es eigentlich schon besser wusste.

    Herr Werner, Tram88 und co. glauben immer noch, dass es sinnvoll ist weiterhin Kiefern zu pflanzen....

  8. 48.

    Das interessante ist doch eigentlich das ein Wald als Erholungswald größtenteils nicht aus Gründen der Schönheit definiert wird sondern aus ganz anderen Überlegungen.
    https://forst.brandenburg.de/sixcms/media.php/9/308.pdf

    Man beachte das Bild auf Seite 1, zu einem solchen Wald muss Brandenburg zurück. Ich würde hier ja gerne Fotos hochladen von Brandenburgischen Wäldern, dass ist wirklich eine Kieferntristesse, da blutet mir mein Biologenherz....(noch schlimmer sind nur sächsische Fichtenwälder.... ;(

  9. 47.

    So sind die Chemiker drauf. Da soll doch tatsächlich ein Baum den Boden schädigen? Geht's noch? Also ist die Versiegelung und anreicherung mit schadstoffen besser als Wald Boden? Wenn, dann macht allein nur der Waldumbau sinn. Keine GIGA Fabrik auf waldgelände. Der einzige Hintergrund das zu tun ist gier! Das vernichtet Lebensraum für alle Erdbewohner

  10. 46.

    Träumen Sie weiter. Kennen Sie die Bestandteile eines Brennstoffzellenautos? seltene Rohstoffe, Haltbarkeit, Kosten?
    Dazu dann die Kosten für den Wasserstoff. Mir soll es egal sein, nur eins muss klar sein, es darf nicht sein, dass "grüner" Wasserstoff von allen Abgaben befreit wird, während der Staat bei Ökostrom kräftig zulangt. Wenn Sie dann statt 5 Euro/100km mit dem batterieelektrischen Auto lieber mit 20 Euro/100km im H2-Auto für die Treibstoffkosten ausgeben wollen sollten Sie das tatsächlich gerne tun dürfen. Dabei sind die Systemkosten des Antriebs noch gar nicht dabei. Es muss auch Luxusspielzeuge für Reiche geben.

    Ach und wenn Sie dann schnell H2 tanken wollen und vor Ihnen war schon andere Tanken wünsche ich viel Spaß beim Warten - Druckaufbau, Enteisung sind da so Stichworte....

  11. 45.

    Es ist mir wirklich unbegreiflich, wie die Evolution in 100 Millionen Jahren ausgerechnet die Kiefer hervorgebracht hat und nicht die biologisch abbaubare Auto-Batterie...

  12. 44.

    Sie sehen den Forst vor lauter Kiefern nicht und akzeptieren Gutachten zu Tesla und unabhängig von der Baumaßnahme getroffene Aussagen von Forstfachleuten einfach, die Ihrer vorgefassten Meinung widersprechen. Da können Sie noch so lange im Ihr Lagerfeuer tanzen. Gerne können Sue aber Gegengutachten veranlassen und den Rechtsweg gehen. Dazu kommen aber nur Ihnen immer nur Ausflüchte.

  13. 43.

    Ich konnte an Hand von Fotos, Videos und Aussagen von Fachleuten meine Aussage belegen.
    Im Geodatenportal Landesbetrieb Forst Brandenburg ist in der Tat noch Wald dargestellt. Woher Sie das "ökologisch wertvoll" nehmen, müssen Sie aber näher belegen. Im Geoportal der Gemeinde Grünheide haben Sie sich hoffentlich mal den Geltungsbereich des B-Plan Nr. 13 angeschaut.
    https://www.brandenburg-forst.de/LFB/client/
    https://www.geoportal-gruenheide.de/viewer.php

    Nett wie üblich Ihre ablenkende Verschwörungstheorien.

  14. 42.

    "Dabei liegt der Fokus auf solchen Bereichen, die bereits nahe an der Wirtschaftlichkeit sind oder die sich - nach derzeitigem Stand der Technik - nicht anders dekarbonisieren lassen, wie bestimmte Industrie- und Verkehrsbereiche (Luft-, Schiffs-, Fernlastverkehr)." schreibt das BMWi zur Wasserstoffstrategie.
    https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/wasserstoff.html
    Der Tesla Semi soll vsl. in Grünheide nicht gebaut werden.. Gegenüber im GVZ werden übrigens schon batterieelektrische LKW für den regionalen Verteilerverkehr eingesetzt.

  15. 41.

    "Dabei liegt der Fokus auf solchen Bereichen, die bereits nahe an der Wirtschaftlichkeit sind oder die sich - nach derzeitigem Stand der Technik - nicht anders dekarbonisieren lassen, wie bestimmte Industrie- und Verkehrsbereiche (Luft-, Schiffs-, Fernlastverkehr)." schreibt das BMWi zur Wasserstoffstrategie.
    https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/wasserstoff.html
    Der Tesla Semi soll vsl. in Grünheide nicht gebaut werden.. Gegenüber im GVZ werden übrigens schon batterieelektrische LKW für den regionalen Verteilerverkehr eingesetzt.

  16. 40.

    Welchen Schlamassel befürchten Sie denn?

    Seien Sie doch froh, dass zum Beispiel die Wasserthematik jetzt mehr Aufmerksamkeit hat, vielleicht springt ja dann endlich eine vernünftige Sanierung der Umweltschäden von dem Teer- und Bakelit-Werk für Erkner heraus.

    Wie stehen Sie denn dann eigentlich zu der richtigen Chemiefabrik (mit Formaldehyd und Phenol) in Erkner? (die noch dazu 1,5 Mio Kubikmeter Wasser zur Kühlung verdunstet). Die Firma wurde doch in den letzten Jahren so oft verkauft, dass wahrscheinlich niemand mehr weiß, welche Investmentholding gerade Besitzer ist oder?

    gut wenigstens sind die Innovativ, wenn die aus Lignin ihr Phenol herstellen, aber das "grüne" Phenol bleibt genauso hochgiftig....

  17. 39.

    Brandenburg wird nicht umhin kommen ihre Kieferbestände massiv zu reduzieren/umzubauen. Von 70% auf vielleicht noch 20-30% ist eine riesige Aufgabe, gerade auch weil die Kiefer die Böden so massiv geschädigt hat.

    Wenn Sie mal in Ökologie mal Bodenproben analysiert hätten wüssten Sie das.....

    Das Problem ist, dass der Umbau zu einer ökologischen Waldnutzung locker eine Jahrhundertaufgabe wäre, die Zeit hat man aber nicht, da werden vorher noch viele Brandenburger Kiefernwälder komplett abbrennen wie Zunder....

  18. 38.

    Der Vorteil eines solchen kleinen Gaskraftwerkes ist, dass praktisch 90 % der Energie im Erdgas genutzt wird. Etwa 50% wird elektrische Energie gewonnen und die restliche Energie kommt als Heizleistung dem Produktionsprozess-/gebäude zugute. Besser als Braunkohlestrom ist das allemal.

    BMW Landshut hat solch eine Technik z.B. erst 2018 überhaupt angeschafft und werben auch noch mit massiver CO2-Einsparung. Scheint also nicht gerade schlechte Technik zu sein. Manche Mitforisten scheinen ja BMW zu favorisieren....

    Klar ist irgendwann muss auch eine Gießerei auf H2 und BSZ umgestellt werden, aber das dauert wahrscheinlich noch 15-20 Jahre (besser natürlich 10)....

  19. 37.

    Ich bin Chemiker und meistens sind die fachlichen Artikel in den üblichen Medien kaum ihr Geld wert, insofern werde ich keinen Cent für die MOZ Bezahlschranke aufwenden.

    Fakt ist: Das Störfallgutachten ist nicht öffentlich verfügbar, einige Medienhäuser haben es wohl und fragen nicht gerade unbefangene "Experten" wie den Anwalt der Tesla-Gegner was davon zu halten ist.
    Die physikalisch-chemischen oder technischen Kompetenzen von Anwälten sind meist so lala....die suchen eben ein Haar in der Suppe und könnten Phenol nicht von Benzol unterscheiden.....oder Benzin und Ethylacetat....

    (mal so unter uns, die üblichen Elektrolyten in LiIonenAkkus finden sie unter anderem auch IN KOSMETIKA als ....und jetzt kommts......HAUTPFLEGEMITTEL und Sie und andere behaupten das wären Giftstoffe ich lach mich schlapp...)

  20. 36.

    60 % der rd. 28.000 ha Berliner Wald sind Kiefernmonokulturen meist noch aus der Zeit, als die vor dem Dauerwaldvertrag noch zu Brandenburg gehört hatten. Dabei werden die Wälder schon länger nachhaltig bewirtschaftet.

    Gerhard ist dabei derjenige, der gerne stundenlang einsam seine Runden in Nutzwäldern an Eisen- und Autobahn dreht.

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