Umfangreiche Änderungen in Grünheide - Unterlagen für Tesla-Fabrik liegen zum dritten Mal öffentlich aus

Fr 18.06.21 | 08:05 Uhr
  85
Das Baugelände der Tesla Gigafactory bei Grünheide östlich von Berlin (Quelle: DPA/Patrick Pleul)
Audio: Inforadio | 18.06.2021 | Philip Barnsdorf | Bild: DPA/Patrick Pleul

Prognosen zu Schadstoffausstößen, Fachbeiträge zu Auswirkungen für Flora und Fauna und natürlich die Antragsunterlagen: Ab Freitag können die Pläne von Tesla für Grünheide öffentlich eingesehen werden - zum dritten Mal.

Die Antragsunterlagen für die Tesla-Fabrik in Grünheide (Oder-Spree) werden am Freitag zum dritten Mal öffentlich ausgelegt. Die Änderungen im laufenden Genehmigungsverfahren wurden unter anderem nötig, weil das US-Unternehmen vor Ort auch die Herstellung von Batteriezellen plant.

Eingesehen werden können sie bis zum 17. Juli in der Außenstelle Frankfurt (Oder) des Landesamtes für Umwelt (LfU), der Gemeinde Grünheide, dem Amt Spreenhagen, der Stadt Erkner und beim Landkreis Oder-Spree in Beeskow. Zudem sind sie nach weiteren Angaben des Umweltministeriums auch im Internet nachzulesen.

Bis zum 16. August können Einwendungen gegen die Änderungen für das Vorhaben erhoben werden. Danach entscheidet das LfU, ob eine erneute Erörterung der Einwendungen erforderlich ist.

Gutachten, Prognosen, Fachbeiträge

Ausgelegt werden demnach unter anderem die vollständigen Antragsunterlagen sowie Immissionsprognosen für Luftschadstoffe, Gerüche und Lärm, der artenschutzrechtliche Fachbeitrag, der Fachbeitrag zur Wasserrahmenrichtlinie und Erschütterungs- und Schwingungsgutachten.

Das US-Unternehmen hatte die neuen Unterlagen für den Bau Anfang Juni beim Landesamt für Umwelt eingereicht. Für die Herstellung der Batteriezellen hat Tesla eine entsprechende Nebeneinrichtung beantragt. Außerdem plant der Konzern eine Erweiterung des Presswerks durch zwei weitere Presslinien. Der Karosseriebau wird demnach auf eine Fertigungslinie reduziert. Hinzukommen Fertigungsschritte zur Herstellung und Lackierung von Kunststoffbauteilen wie Stoßstangen- und Rückspiegelabdeckungen.

Tesla will in Grünheide jährlich rund 500.000 Exemplare der kompakten Reihen Model 3 und Model Y bauen. Für den Bau fehlt die endgültige umweltrechtliche Genehmigung über das Bundesimmissionsschutzgesetz. Tesla baut deshalb mit vorzeitigen Zulassungen. Der Zeitpunkt der endgültigen Entscheidung ist unklar.

Sendung: Brandenburg aktuell, 18.06.2021, 19.30 Uhr

Die Kommentarfunktion wurde am 19.06.2021 um 12:45 Uhr geschlossen

Die Kommentare dienen zum Austausch der Nutzerinnen und Nutzer und der Redaktion über die berichteten Themen. Wir schließen die Kommentarfunktion unter anderem, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt.

85 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 85.

    Heizöl soll doch abgeschafft werden, und nun plädieren Sie dafür, neue wassergefährdende Stoffe ins Wasserschutzgebiet zu bringen?

  2. 84.

    Rabenvögel sind Allesfresser, deshalb sieht man sie auch in Scharen auf dem Tempelhofer Feld, wenn dort der Rasen gemäht wurde.

  3. 83.

    Herr Neumann nicht die Umweltschäden in Kanada, Norwegen oder der Arktis, denen sicher keiner hier widerspricht, sind das Thema und auch nicht das Chaos in Fukushima oder Tschernobyl, sondern das Umweltdesaster, das durch Tesla in Freienbrink in die Wege geleitet wird, das viele Menschen nicht nur aus der Region Grünheide befürchten. Herr Neumann, ich glaube sie sind erst zufrieden, wenn die Landschaft rund um Grünheide so aussieht, wie an den von ihnen genannten Orten. Begreifen sie doch endlich, solch eine Situation wünschen sich viele Menschen nicht, nicht, niiiiiiiiiiiiiicht, weder in Freienbrink, Grünheide, Erkner, Fürstenwalde, Storkow, und, und, und, ..... und auch nicht in Berlin, das ganz sicher auch nicht von den negativen Auswirkungen verschont bleiben wird.

  4. 82.

    Über das Thema, warum, welches Elektroauto, das bessere gegenüber einem Verbrenner ist, möchte ich mit Ihnen nicht diskutieren. Ich hatte nie ein Auto und werde mir auch bestimmt keines kaufen. Es gibt sinnvollere Dinge, die ich zum Leben benötige.

  5. 81.

    Auf den "Zug" mit dem Abfallen des Wasserdrucks, sind Sie doch erst aufgesprungen, nachdem wir das Thema angesprochen haben. Es ist noch gar nicht so lange her, da schlossen Sie jeglichen Zusammmenhang aus und als Tram 88 und Katrin geschrieben haben, der Wasserdruck wäre gefallen und Herr S. meinte, dass wurde sich mit seinen Aufzeichnungen decken, leugneten Sie jeden Zusammenhang und behaupteten, es könne auch eine andere Ursache haben.

    Ihre Vergleiche mit anderen Ländern, gehen mir eindeutig zu weit, denn wir haben genügend eigene Probleme in Deutschland und Argumente, es werde wesentlich mehr neuer Wald angepflanzt , überzeugt nicht, denn das Wasserproblem bekommen wir jetzt, der Wald ist erst in einigen Jahren vollwertiger Ersatz, sofern er nicht zunehmenden Naturkatastrophen zum Opfer gefallen ist.

  6. 80.

    Bei der Erstauslage hatte sich so mancher Rüdersdorfer wie Herr 88 darüber beschwert, dass die Unterlagen viel zu wenig ins Detail gegangen sind. Dabei hatre er sich nicjtmals der Lageplan in der Zusammenfassung angeschaut und ist deshalb immer wieder überrascht, dass Tesla die ganze Salami im Industriegebiet Freienbrink-Nord gekauft hat.

  7. 79.

    Dann können auch Atomkraftwerke gebaut werden. Sie haben innerhalb ihres Arbeitsablauf keine nennenswerten klimaschädlichen absonderungen. Da tut es eine Ausnahmegenehmigung zur Errichtung auch. Sie wollen es wohl nicht verstehen.

  8. 78.

    Ob es so ist oder nicht. Es ändert trotzdem nichts an den schon erteilten Ausnahme Genehmigungen per 8a die Gesetze zum Schutz von Natur und Umwelt sowie des Trinkwassers umgehen.

  9. 77.

    Wieviel Tonnen wassergefährdende Stoffe haben denn Hauseigentümer so in der Gegend im WSG lagernd? Kleiner Hinweis: Heizöl ist WGK 3.....also höchste Stufe....

    Ein industriebetrieb wird oft alle 3 Monate begangen von Behörden, Hausbesitzer oft nie.. .(mein Elternhaus stand im WSG III mit 8 Tonnen Heizöl...)

  10. 76.

    Eigentlich bräuchte ich auf ihren dummen Kommentar Herr Neumann nicht mehr antworten, denn Herr Gerhard hat meine Meinung mit seinem Kommentar Nr. 69 bereits richtig wiedergegeben. Ich staune immer wieder wie sie versuchen, auf ihre dummdreiste Art den Leuten das Hirn zu vernebeln. Dass im Februar 2020 kurzzeitig ein Baum noch stehen bleiben durfte, auf dem noch 1 bis 3 Fledermäuse zurückgeblieben sind, als Artenschutzmaßnahme darzustellen ist eine populistische Frechheit Sonders gleichen, was eher als kabarettistische Tesla-Einlage zu werten war. Auf dem Gelände gab es damals tausende nistende Fledermäuse. Abends in der Dämmerung konnte man die Hinterbliebenen während einer Fahrt entlang der L23 von Fangschleuse nach Spreeau zu Hunderten fliegen zu sehen. Etwas verwundert war ich, wie die Fledermaus-Baum-Aktion von den Medien vermarktet wurde. Ähnlich war die Eidechsen-Show. Ein adultes Exemplar wurde zum Medienstar. Wundern würde mich nicht, wenn es aus einer Tierhandlung stammte.

  11. 75.

    Apropos Umfrage, was Sie ja schon mehrfach erwähnt hatten: Preis, Ladezeit und Ladeinfrastruktur waren die wichtigsten Ablehnungsgründe. Und jetzt raten Sie, welcher Hersteller nach Meinung der Nutzer diese Themenbereiche so gut adressiert hat, dass 9 von 10 Fahrern dieser Marke die trotz anderer Mängel weiterempfehlen würden. Dazu kommt noch, dass knapp die Hälfte der Verbrenner-Fahrer die Energiekosten im Vergleich zum Benziner falsch eingeschätzt hat. 100 km in einem BEV (egal ob eUp oder Mitteleklasselimousine) kosten um die sechs Euro für Energie und setzen dabei beim aktuellen Strommix unter 95 g/CO2 frei. Bei einem Kleinstwagen wie dem i10 sind es schon über acht Euro und 152 g CO2/km (well-to-wheel), wenn man in beiden Beispielen die vom ADAC ermittelten Verbrauchswerte ansetzt.

  12. 74.

    >>Aus ehemals so wegen der Vollständigkeit gerühmten 5 Ordnern sind nun 42 Ordner geworden. Insgesamt 12 000 Seiten.
    Alles das Ergebnis einer so nicht gekannten Salamitaktik.
    <<
    Mir kommt es so vor, als wollte sich Tesla gegen Menschen absichern, die gegen jedes kleinste Detail per Gericht vorgehen wollen.

  13. 73.

    Wieso ist es unlogisch, dass der Wasserdruck bei extremen Verbrauchsspitzen abfällt?

    Oder ist für Sie unlogisch, dass Tesla bisher rd. 150 ha Nutzforst gerodet und die doppelte Fläche für die Wiedauforstung unter Vertrag genommen hat? Wie unlogisch sind dann erst die Ölsandgruben in den borealen Wälder Kanadas, gegen die im Vergleich die Kohlegruben der Lausitz Kindersandkisten sind oder die neuen Ölfelder in der Arktis, die Norwegen frei gegeben hat? Wie stehen Sie zur Forstindustrie angesichts mehrerer Millionen FM, die jährlich allein in Bbg. eingeschlagen werden? Dann gibt da ja auch noch die westsibirischen Ölfelder, deren marode Pipelines auch am PCK enden.
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/%C3%96lkatastrophe_in_Westsibirien

  14. 72.

    Rabenvögel können Sie übrigens auch auf dem Tempelhofer Feld in Massen sehen, wenn dort die Wiese gemäht wird. Ihre Coronella Phantastica werden die aber garantiert nicht gefressen haben.

  15. 71.

    Es lohnt durchaus ein Blick in die Antragsunterlagen auf www.uvp-verbund.de Suchbegriff G07819.
    Kapitel 17 S.58-80 nennt die relevanten Mengen an wassergefährdenden und krebserregenden Stoffen, mit denen hier im WSG hantiert werden soll. Die Anwälte liefern anschließend die Begründung, warum die Behörden hier eine Befreiung von den Auflagen des Wasserschutzgebietes zu erteilen haben.
    Einfach mal selbst ein Bild machen.

  16. 70.

    Völlig unlogisch! Es werden ganze Landschaften gerodet, unter dem Alibi des Klimaschutzes, für eine Technologie, die noch immer 70% der Bevölkerung ablehnt (aktuelle Umfrage). Man muss nicht gegen Elektroautos sein, es gibt genügend freie Flächen und über kurz oder lang, werden alle Automobilhersteller Elektrofahrzeuge herstellen. Was bleibt den Firmen anderes übrig, wenn Verbrenner nicht mehr zulässig sind? Hier kann und sollte der Staat regulieren.
    Not macht erfinderisch!

    Neue Aufforstung mit Mischwäldern und Ansiedlung von Firmen auf dem Gelände. Schafft auch Arbeitsplätze!

  17. 69.

    Ach meinen sie den einzelnen und einzigen Baum von neunzig Hektar, der einsam in der sandwüste den statisten spielen musste um die angeblich umsichtige Rodung in persona darzustellen? Der Baum, der in jedem Artikel aller möglichen Zeitungen abgebildet wurde? Und der einzige Ameisenhügel der auf neunzig Hektar gefunden wurde um medienwirksam umgesiedelt zu werden? Leider hat niemand Bilder von den krähen gemacht die sich zu Hunderten einfanden um sich satt zu fressen an den getöteten Waldbewohnern?

  18. 68.

    Gut, dieser Punkt geht an Sie! Von den Talsperren muss es Rohre geben. Dennoch sind die Harzflüsse offene Gewässer. Sehen Sie wenn Sie die gesamte Strecke mit der Bahn fahren. Wenn Sie von Goslar-Bassgeige nach Jerstedt wandern, kommen Sie direkt an die Innerste und können sich von der Trinkwasserqualität persönlich überzeugen. Dort sieht man auch den aktuellen Wasserstand des Flusses.

  19. 67.

    Das könnte z.B. die Beauftragung der Fa. FUGRO erklären, da kurz nach Mitte des vergangenen Jahrhunderts Methoden entwickelt, den Boden zu untersuchen ohne dafür bohren zu müssen.

  20. 66.

    Oh, habe ich mal wieder einen wunden Punkt getroffen, dass Sie wieder einmal in die Richtung ausweichen? Aber nein, Herr 88, da ich weder für Tesla noch eine Behörde arbeite, habe ich auch keinen Zugriff auf ungeschwärzte Unterlagen der, wie Sie sich ausdrückten "Fremdlandbude". Doch ob Sie mir das glauben werden?

Nächster Artikel