Grünheide (Oder-Spree) - Tesla will einen Teil seines Abwassers betriebsintern reinigen

Archivbild: Tesla-Baustelle am 06.08.2021 in Grünheide, Brandenburg. (Quelle: dpa/U. Koch)
Audio: Antenne Brandenburg | 11.08.2021 | Michel Nowak | Bild: dpa/U. Koch

Der Elektroautobauer Tesla will einen Teil seines Abwassers in betriebsinternen Kreisläufen reinigen. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Antwort des Brandenburger Umweltministeriums auf eine Anfrage der Landtagsfraktion BVB/Freie Wähler hervor.

Das übrige Abwasser der geplanten sogenannten Gigafactory soll in einem neuen Klärwerk südlich des wenige Kilometer entfernt liegenden Grünheider Gemeindeteils Freienbrink (Oder-Spree) aufbereitet werden.

Das gereinigte Wasser fließt dann nach den bisherigen Überlegungen in die nahe Müggelspree. Damit könnte auch der Wasserstand dort besser reguliert werden, so das Umweltministerium. Die Einleitung bedeute auch für geschützte Naturräume keine Gefahr, dazu seien die Qualitätsstandards zu hoch.

Das geplante Abwasserwerk und auch ein mögliches neues Wasserwerk bei Hangelsberg sollen durch öffentliche Gelder finanziert werden, weil sie nicht exklusiv für Tesla zur Verfügung stehen. Als großer Nutzer muss der US-Konzern aber entsprechende Entgelte bezahlen.

Sendung: Antenne Brandenburg, Regionalnachrichten, 11.08.2021, 07:30

15 Kommentare

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  1. 15.

    Es bleibt dabei, dass Sie nur Halbwahrheiten und Lügen verbreiten. Die Vorab-Klärung ist notwendig, im übrigen bei vielen Industriebetrieben.

    Sie müssen manche Stoffe einfach aus dem Abwasser rausholen, weil eine kommunale Kläranlage auf diese nicht ausgelegt ist. Wenn Sie diese Stoffe aber rausholen, können Sie das Wasser auch gleich wieder als Brauchwasser im gleichen Industrieprozess verwenden.

    Letztens behaupteten Sie noch, dass das Wasser in der Trinkwasserfassung innerhalb von Sekunden verseucht wäre wenn bei Tesla nur 1 Tropfen daneben geht? Was denn nun? Haben Sie sich doch endlich mal damit beschäftigt?

    Die Autobahn und die Tankstelle im Gewerbegebiet gegenüber, sind die viel größeren Gefahren für das Trinkwasser, und ja auch jeder Heizöltank im WSG.....

  2. 14.

    Natürlich sind wieder mal diejenigen, die Ihr krudes Weltbild rund um die "E-Monster" zerstören, gekauft oder unter Druck gesetzt.

  3. 13.

    Herr Josti, fragen sie bitte mal bei Geo Plus Film nach, wieviel dieser Beitrag Tesla wert war.

  4. 12.

    "Der Elektroautobauer Tesla will einen Teil seines Abwassers in betriebsinternen Kreisläufen reinigen."

    Warum hat das Umweltministerium dem Herrn Musk nicht mitgeteilt, dass die Abwasserreinigung auf dem Betriebsgelände wegen seiner Lage in der Wasserschutzzone III A nicht möglich ist. Das müsste dem Herrn Vogel doch bekannt sein. Wenn nicht, dann sollte man es ihm schleunigst mitteilen, damit er wieder wie immer süffisant über etwas lächeln kann.
    Von Herrn Musk ist das jedoch ein kluger Schachzug, der auf eine seiner großen Visionen basiert. Alles Abwasser, das auf dem Betriebsgelände überschwappen sollte, ist durch die Filterwirkung der Sande bis zur Wasserfassung wieder fast clean. Die Grünheider und Erkneraner sollen außerdem nicht so zimperlich sein. Einmal härten die Tesla-Gaben den Körper ab und vernebeln gleichzeitig das Hirn, damit man die Gigafactory leichter ertragen kann. Außerdem wenn das Zeug beim Kunden ankommt, gibt es Tesla in Freienbrink nicht mehr.

  5. 11.

    Einen Vorschlag hätte ich noch: Wenn das Wasser, das aus dem Klärwerk kommt, wirklich so sauber ist, dann könnte es doch gleich in Flaschen abgefüllt und als "Tesla-Mineralwasser" oder "Tesla-Quelle" verkauft werden. Gelegentliche Farb- und Geschmacksvariationen sind selbstverständlich völlig unbedenklich!

  6. 10.

    Die Wasserqualität der Müggelspree wird sich durch das Klärwerk nicht verschlechtern - Die Urheberrechte der hier aufgetischten Geschichte hält übrigens ein großer deutscher Autohersteller. Der behauptete vor Jahren, die Abgase aus dem Auspuff wären sauberer als die verbrauchte Luft...
    Junge, Junge, wie naiv können Menschen sein ???

  7. 9.

    Ich verstehe nicht ganz, wie der Wasserstand der Müggelspree reguliert werden soll, wenn bei einer kontinuierlichen 24/7-Produktion kontinuierlich Abwässer anfallen. Aber bestimmt hat jemand der anwesenden Tesla-"Jünger" auch dafür eine Erklärung.

  8. 8.

    Bei der Autobahnausfahrt haben sich die freien Wähler auch schon laut einem RBB-Bericht die Pläne mittels einer Anfrage im Parlament erklären lassen.

  9. 7.

    Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Der BER ist Infrastruktur, von dem die Allgemeinheit profitiert. Tesla wird seinen Anteil zur Finanzierung über die Gebühren beitragen.

  10. 6.

    Der BER hat wegen Corona aktuell noch massive Umsatzeinbrüche. Dennoch haben sich zig Firmen in dessen Umfeld angesiedelt. Anders als z.B. Cargolifter hat Tesla ein am Markt etabliertes Produkt, welches so stark nachgefragt ist, dass alle Konzerne meist eher Liefer- den Absatzschwierigkeiten haben. Zudem kommen die hier genannten Maßnahmen bekanntlich erst zum Tragen, wenn die Fabrik ausgebaut wird. Anders als nach der Wende wird nicht blind auf Vorrat gebaut. Die Refinanzierung erfolgt dann gemäß einem Bericht des RBB über die Gebühren, die Tesla zahlen muss. Insofern unterscheidet sich das nicht von der Vorgehensweise bei anderen Konzernen.

    Hier sollte man auch nicht vergessen, dass die Grünheider und Co. bisher ihre Sch... lieber vor anderer Leute Haustür klären lassen.

  11. 5.

    Wasser und Abwasser gehören in öffentliche Hand. Ansonsten wäre dies wie Geld drucken für Tesla.

    Ich empfehle den Geo Plus Film zum Thema Tesla. Hier wird sehr ausgewogen zum Wasserproblem, zur Unternehmenskultur und zur Entwicklung der Region auch am Beispiel von Tesla in Palo Alto berichtet. Richtig wohltuend im Vergleich zu frontal21, weil hier alle Seiten zu Wort kommen und gut recherchiert worden ist. Nur die nervige Werbung muss man ertragen.

  12. 4.

    Sie wollen Tesla Grundwasserförderung/Regenwassernutzung und ein eigenes Klärwerk genehmigen? Da sagt Tesla bestimmt nicht nein.....

  13. 3.

    Alles wie gehabt. Die Gemeinden - also die Bürger bezahlen die Infrastruktur und Nutzniesßer sind die ....
    Ist beim BER ebenso, einschließlich Altanschließer. Der Bürger ist immer der Dumme. Und wenn ein Projekt dann noch schief geht, dann wurde falsch geplant - Alles wiederholt sich und keiner hört hin, keiner will es gewesen sein.

    Tesla hat alles intern zu regeln - so wäre es fair.

  14. 2.

    @ rbb:
    Ernsthaft? das geht nicht aus einer Anfrage der BVB/Freie Wähler hervor, sondern das stand auch alles in den Antragsunterlagen.

    Wie sonst soll eine Reduzierung des Frischwasserbedarfs realisiert werden.? Am besten wäre ein geschlossener Kreislauf, wo höchstens Schlämme mit Restfeuchte aus der Umkehrosmose/Abwasserreinigung abtransportiert werden müssten. Dazu wäre aber ein komplettes Klärwerk nötig, wofür der Platz auch gar nicht da ist.

  15. 1.

    Dass Tesla das Abwässer auch intern aufbereitet, war schon immer Bestandteil der Antragsunterlagen. Wer hat die warum nicht gelesen?

    Das Abwasser, dass Tesla indirekt einleitet, gelang dabei zunächst zum bestehenden Klärwerk Münchehofe. Dek Leitung dafür ist im Bau. Erst später will der WSE erstmals ein eigenes Klärwerk errichten.

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