Gigafactory in Grünheide - Für Tesla soll mehr Grundwasser angezapft werden

Di 24.08.21 | 06:25 Uhr | Von Simone Brannahl und Pune Djalilevand
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Grünheide, die Baustelle der Tesla Gigafactory im Ortsteil Freienbrink des märkischen Grünheide in Brandenburg. (Quelle: dpa/Marc Vorwerk)
Bild: dpa/Marc Vorwerk

Weil das Wasserproblem für Tesla in Grünheide bleibt, soll ein Grundwasservorkommen in Hangelsberg angezapft werden. Das zuständige Landesamt warnt allerdings vor politisch motivierter Eile. Von Simone Brannahl und Pune Djalilevand

André Bähler warnt seit langem und fühlt sich oft unverstanden von der Landesregierung. Der Vorsteher des Wasserverbandes Strausberg-Erkner ist für die Trinkwasserversorgung von etwa 170.000 Menschen zuständig. Komme jetzt die erste Ausbaustufe der Tesla-Giga-Factory hinzu, bedeute das einen zusätzlichen industriellen Verbrauch, der geschätzt dem von 40.000 Menschen entspreche. Für weitere Ausbaustufen sieht Wasserverbands-Chef Bähler die Versorgung daher am Limit und droht, wenn nichts passiere, könne es sein, dass dann an Spitzenverbrauchstagen tatsächlich die Trinkwasserversorgung eingeschränkt werden müsse.

Landesamt: "Nicht politisch vor den Karren spannen lassen"

Die Landesregierung hofft daher auf ein Grundwasservorkommen in Hangelsberg. Das wird gerade durch das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe erkundet. Erste Ergebnisse seien aber frühestens in zwei bis drei Jahren zu erwarten, sagte der Geologe Dietmar Brose vom Landesamt dem ARD-Magazin "Kontraste". Die gesamte Prüfung dauere bis zu fünf Jahren. Brose warnt zugleich vor politisch motivierter Eile bei der Erkundung: "Sicherlich ist der politische Druck enorm. Man will diese Industrieansiedlung doch in relativ kurzer Zeit jetzt über die Bühne bringen." Wenn sich aber im Nachhinein herausstelle, dass Dinge nicht reparabel seien, sei nichts gewonnen: "Deswegen auch der Appell oder auch die Botschaft, dass wir uns hier politisch nicht vor den Karren spannen lassen dürfen, sondern wirklich eine ganz saubere Facharbeit leisten müssen", so Brose.

Tesla-Gründer Musk: "Sieht das hier aus wie eine Wüste?"

Tesla-Chef Elon Musk wiederum reagierte dieser Tage amüsiert auf die Frage nach dem Wasserproblem: "Es ist genug Wasser hier, schauen Sie sich um!" Und auf die Frage einer Kontraste-Reporterin, warum der örtliche Wasserversorger sage, für weitere Ausbaustufen nicht das nötige Wasser zu haben, schüttete sich Musk aus vor Lachen: "Das ist komplett falsch! Sieht das hier aus wie eine Wüste?".

Auf Nachfrage verweist Tesla darauf, dass die Gigafactory im Vergleich zu anderen großen Industrieunternehmen in Brandenburg weniger Wasser verbrauche. Darüber hinaus habe man den geplanten Spitzenverbrauch bereits mehrfach gesenkt und arbeite weiterhin an einer Optimierung.

Umweltminister verwundert über Musk

Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Bündnis 90/Grüne) wundert sich im Interview mit Kontraste dennoch über Musks Aussagen. Es liege ein "grundlegendes Missverständnis" vor, wenn man den Seenreichtum in Brandenburg mit Wasserreichtum gleichsetze. So habe Brandenburg die niedrigsten Niederschläge in ganz Deutschland pro Quadratmeter und das wirke sich natürlich aus.

"Von daher obliege Musk einem 'Trugbild', wenn er davon ausgegangen ist, dass in dieser Region in Unmengen Wasser zur Verfügung steht: Das tut es nicht." Vogel bestreitet darüber hinaus, dass auf Mitarbeiter der Landesbehörde ein politischer Druck laste. Er setze bei solchen Neuansiedlungen wie Tesla auf ein Zusammenwirken mehrerer Trinkwasserversorger. Diese Möglichkeiten zu erkunden, dauert allerdings Jahre.

Sendung: Kontraste - Die Reporter "Dokumentation Trockenland - Wem gehört das Wasser?", 24.08.2021, 21:15 Uhr

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Beitrag von Simone Brannahl und Pune Djalilevand

44 Kommentare

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  1. 44.

    Wasserknappheit ist schon viele Jahre ein Thema in Brandenburg.
    Zeitweise wurden die Kahnfahrten im Spreewald eingeschränkt.
    Auch der Ostsee kann nicht wie geplant gefüllt werden. Nun bestimmt nie.
    Wenn durch zu viel Grundwasserentnahme die Bodenstruktur verändert wird, kann es zu ungeahnten Schäden kommen. Wer trägt da wohl die Verantwortung?
    Politiker kommen und gehen.

  2. 43.

    Hier geht es vor allem um die Versorgung. Das Leipnizinstitut wendet vor allem zum Abwasser ein, dass Tesla nach deren Ansicht zu viel Sulfat in die vorbelastete Spree einleiten möchte. Dass die auch den wasserbedarf der Privatgärten kritisieren, ist Ihnen dabei offensichtlich entgangen.

  3. 42.

    Herr Neumann scheren sie sich an die von ihnen immer wieder gebetsmühlenartig genannten Orte wie

    BASF Schwarzheide 3 Mio m³/a
    Leipa Schwedt 6 Mio.
    Stahlwerk Eisenhüttenstadt 7 Mio
    PCK 6 Mio
    Berlin 220 Mio.

    Setzen sie sich dafür ein, dass dort verantwortlich mit dem kostbaren Gut „Wasser“ umgegangen wird. Unterlassen sie es gefälligst, dass Tesla sich auf Kosten der Bevölkerung in der Region Grünheide und Berlin in die Gruppe der großen Umweltfrevler von einreihen kann. Bloß der Herr Musk wird sich nicht mit irgendeinem Platz zufrieden geben. Der Typ strebt nach der Spitzenstellung. Ihn stört anscheinend auch, dass er bei seinen Besuchen in Grünheide immer noch in der Ferne die Farbe“ Grün“ sieht. „Grau“, „Braun“ und „Gelb“ sind seine Lieblingsfarben. Er setzt dabei voll auf „Schwarz“ und gemeinsam finden sie das lustig.

  4. 41.

    Oh, bekommt die Dame das Wasser aus den Talsperren? Und gibt es dafür weitere Quellen? Nebenbei finde ich Ihre These von neulich gewagt, dass die Infrastruktur frühzeitig hätte ausgebaut werden sollen. Ich erinnere dabei an die "nachts beleuchteten blühenden Landschaften", die kurz nach der Wende entstanden sind, weil über den mittelfristigen Bedarf hinaus Gewerbe- und Industriegebiete voll erschlossen worden sind - samt zugehörigen Klärwerken etc. Es gab dafür massive Kritik vom Rechnungshof.

  5. 40.

    So und was ist nun Ihre Lösung. Ab sofort verzichten wir in Deutschland auf jegliche Wirtschaftliche Entwicklung, um weiterhin unseren Rasen und unseren Pool bewässern zu können?

  6. 39.

    Hinterfragen Sie doch einfach mal, warum VW Wolfsburg Wasser aus dem Harz bezieht und Daimler Stuttgart aus der Bodenseeregion. Ganz einfach, weil das Wasser in den Regionen zu knapp ist.

    Hatte das Vergnügen, mit einer langjährigen Bewohnerin der Harzregion zu telefonieren und auch der ist aufgefallen, dass der Wasserdruck dort erschreckend gesunken ist.
    Zitat: "Es dauert ewig, eine Wasserflasche zu füllen."
    Kann man auch deutlich sehen. Schlechte Zeiten für Allergiker, die auf dieses Wasser angewiesen sind.

  7. 38.

    Das Wasserproblem wird durch die Ansiedlung verstärkt. Ich würde nie dort hin ziehen - ich schaue mir vorher an, was an dem zukünftigen Wohnort Situation ist, daher würde es mich nie Richtung Grünheide und Umgebund ziehen.

  8. 37.

    Und wieder haben sich die vielen Fachleute hier vor den Karren spannen lassen, keine Ahnung aber ganz viel Meinung.
    Ich bin da bei Mr. Musk, „sieht das hier aus wie in einer Wüste“?

  9. 36.

    Vergleichen Sie bitte nochmals den aktuell angemeldeten Wasserbedarf mit dem vom Januar 2020. Tipp; Der ist niedriger.

  10. 35.

    Interessant sind zu diesem Artikel auch die Aussagen des Leibnizinstituts zu dem hier leider kein Wort verloren wird. Es bestätigt die negativen Auswirkungen auf die müggelspree im Falle der Einleitung der Abwässer. Nachzulesen im Tagesspiegel. Dass natürlich sämtliche Grünen Größen kein Problem mit der Wasserversorgung sehen war ja klar. Die Gedanken dazu kann ich hier nicht schreiben. Der einzige Grund, warum Musk die Politiker aufgesucht hat, war ihnen mitzuteilen, dass er mit oder ohne Baugenehmigung im Oktober seine GIGA Fabrik mit der Produktion beginnen lässt. Ich bin gespannt, wie die unrechtmäßigkeit ihren lauf nimmt. Steinbach und den Grünen bleibt nicht mehr viel Zeit bis Oktober.

  11. 33.

    Na ne. Das Thema Batteriewerk ist erst jetzt seit diesen Frühling (April) dieses Jahr aktuell !
    Er wollte da so nebenbei mal eben schnell den Genehmigungsantrag beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) für die Anlage zur Herstellung von Elektrokraftfahrzeugen in Grünheide (Mark) ändern lassen - für die Erlaubnis viel Wasser für ein zusätzliches Batteriewerk beziehen zu dürfen !!

  12. 32.

    Bin weder für noch gegen Tesla, Fakt ist das Brandenburg durch den Klimawandel schon jetzt ein massives Wasserproblem hat. Und das ist erst der Anfang wie ich vorhin in einem Info Radio Beitrag hörte.

  13. 31.

    Das Werk wird nicht mehr abgerissen, da die bisherigen Zulassungen laut Verwaltungsgericht "Bestandsstatus" haben.

    Man mag von Tesla und Elon Musk halten was man will. Das Wasserproblem in der Region besteht unabhängig von Tesla.
    In den nächsten Jahren werden tausende Menschen in die Region ziehen und es wird sich auch weiter Industrie ansiedeln.
    Das Problem ist grundsätzlich zu lösen über sparsamen Umgang vor Ort und Erschließung neuer Quellen.

  14. 30.

    Elon Musk hat sehr gut von Trump gelernt. Beiden fehlt jegliches Verständnis für Realitäten. Schickt den Mann schnell auf den Mond, bevor die nächsten Wälder brennen.

  15. 28.

    "ein Zusammenwirken mehrerer Trinkwasserversorger" bedeutet, andere werden "verdonnert", gegen jede, bisher aus gutem Grunde eigene Wasserversorgung, auszusteigen und nach "Zuteilung" abzugeben. Herr Vogel nennt das "Niedrigwasserkonzept" und bedeutet: er (um)verteilt nach politischen Ansichten gegen Andersdenkende?

  16. 27.

    Und wieder das Zeitrahmen-Problem: Die Überschrift von RBB24 ist richtig. Nur ist das seit mehr als 1 3/4 Jahren öffentlich bekannt. Haben Sie den Artikel auch bis zum Ende gelesen?

  17. 26.

    Das sollte vor Allem auf der Pflichtlektürenliste der Politiker stehen.

  18. 25.

    Allen Interessierten: Heute Abend um 21:15 Uhr im rbb, Kontraste. Die Reporter: "Trockenland - Wem gehört das Wasser."

  19. 24.

    "Für Brandenburg und Berlin wäre ein Strategiewechsel hin zu geschlossenen Wasser(recycling)kreisläufen bei industriellen Großverbauchern prüfenswert."

    Ja,...ABER hier müssten die lokalen Wasserversorger erst einmal Konzepte evaluieren, wie sie dabei weiterhin ihre Marge im Geschäft behalten. Das dauert!

  20. 23.

    Musk ist ein komplett abgehobener zynischer Snob, denn er ist zweifellos intelligent genug, das Wasserproblem der Region richtig einschätzen zu können. Dieses Mammutprojekt wird Brandenburg ökologisch den Rest geben, nicht nur die Landschaft wird austrocknen - die Gefahr besteht ja schon ohne Tesla - sondern auch die Städte und Dörfer. Danke SPD für soviel Weitsicht! Aber Hauptsache der Rubel rollt

  21. 22.

    "Weicheier" na ja, der hat schon Wahlen gewonnen und sich durchgesetzt, gegen so Manche...ohne seine "Gegner" dabei zu verletzen - da können Sie noch sehr viel von lernen, Sven.

  22. 21.

    Das sie natürlich wieder sagen würden ,alles falsch, wundert mich ehrlich nicht mehr. Suchen sie sich doch mal ein Hobby und gehen sie unter Menschen.

  23. 20.

    Ich hoffe die Stimmen vom Landesamt werden erhört und selbiges bleibt bei ihrer Linie!
    Die Sprüche von „Messiahs Musk“ und „Onkel Laschet“ sind schon krass. Aber wie so häufig Mehr Schein als Sein. Auch hier hoffe ich das das endlich mal ein paar mehr kapieren. Musk zockt ab, wenn kein Geld mehr fließt ist er auch wieder weg, und der ganze Mist und die kaputte Landschaft ist dann unser.

  24. 19.

    Immer die ewig gleiche Platte. Würden Sie Ihre Zeit für sinnvolleres nutzen und Ihre ständige gegoogelte Klugscheißerei und Beleidigungen gegenüber anderen, die nicht Ihrem Doktrin hinterherrennen, sein lassen, könnte es hier ein interessanter Austausch von Meinungen geben. Versuchen Sie es mal mit gemeinnütziger Arbeit, wenn Sie schon keiner geregelten sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit oder Selbständigkeit nachgehen oder widmen Sie sich doch bedürftigen Menschen oder den zur Zeit eintreffenden flüchtigen Ortskräften aus Afghanistan - machen Sie doch mal etwas sinnvolles. Sie sind wie ein Geier, der über dem Thema kreist und sich auf alle und alles stürzt, was nicht Ihrer Vorstellung entspricht und damit machen Sie sich zu einer Karikatur Ihresselbst.
    Tschüß

  25. 18.

    @rbb Frage der Perspektive. Wer als Großverbraucher aus der Wüste kommt, wo aufgrund anhaltender historischer Dürre radikale Wasserrestriktionen diskutiert werden... Naja, müsste es eigentlich besser wissen:
    https://www.latimes.com/california/story/2021-08-17/amid-worsening-drought-mwd-declares-water-supply-alert
    Für Brandenburg und Berlin wäre ein Strategiewechsel hin zu geschlossenen Wasser(recycling)kreisläufen bei industriellen Großverbauchern prüfenswert. Denn, wenn wir "kalifornische Zustände" erreichen ist es zu spät.
    Die lebensnotwendigen Grundwasserreserven hier müssen schon jetzt - nicht nur für nachfolgende Generationen - besser geschützt werden.

  26. 17.

    Noch ist es keine Wüste. Das schöne Brandenburg soll nun um sein Wasser gebracht werden!

  27. 16.

    Der zusätzliche Wasserverbrauch von umgerechnet ca 40.000 Haushalten muß erstmal kompensiert werden.
    Aber wenn die Brandenburger im Sommer nicht soviel Wasser trinken und ständig ihre Blumen gießen, dann geht's bestimmt.
    Man muß da eben ein bisschen zusammenrücken.
    Was passiert eigentlich, wenn die Baugenehmigung nicht erteilt wird ?
    Reißt er dann das ganze Ding wieder ab ?
    Ja ich weiß, nicht realistisch.
    Das Argument "Arbeitsplätze mit E-Mobilität" ist ziemlich stark.
    Brandenburg wird zum Big-Player.
    Grünheide jetzt mal ausgenommen.
    Denn diese Region bezahlt ja das Ganze mit.

  28. 15.

    Alle Experten warnen, aber unsere Politiker machen munter weiter. Wie der BER ist Tesla am falschem Ort. Wir in LOS werden es ausbaden müssen, dass leider auch die Grünen Profit vor Umwelt setzen.

  29. 14.

    Das Wasserproblem ist lösbar und Tesla hat seine Hausaufgaben gemacht, indem es die Prozesse zum Wasserverbrauch optimiert hat. Andere Regionen in Deutschland kriegen das Problem auch gelöst - Das Wasser für VW kommt aus dem Harz, für Daimler Stuttgart aus der Bodensee Region und Tesla Palo Alto liegt in der Wüste Nevada.
    Es geht hier um langfristige Planung für die Region. Da löst die Erschließung bei Hangelsberg allein das Problem eben nicht.

  30. 13.

    Also der Fraktionschef der Grünen im Bundestag findet, dass es kein Wasserproblem gibt. Er hat sich bei einer Besichtigung der Baustelle überzeugen (lassen). Interessant wie man bei einem Besuch so tief in der Materie stecken kann und mehr weiß als die Fachleute vor Ort…

  31. 12.

    „Die gesamte Prüfung dauere bis zu fünf Jahren.“

    So viel Zeit jibt´s von einem Elon Musk nich !
    Der Elon Musk ist ein Freund von Schnelligkeit !!!
    Das hat er bereits vor dem Baubeginn seiner Gigafactory klar deutlich gemacht !!

  32. 11.

    Ich hoffe sehr, daß die Behörden Wasserversorger, Landesregierung in dieser Frage gründlich erkunden und abwägen. Herr Musk ist es nicht wirklich gewohnt nachhaltig zu denken. Viel mehr ist die maximale Recourcenausnutzung für seine Zwecke wichtig. Allgemeinwohl geht bei uns aber über Einzelwohl und nicht wie in den USA, der Stärke bekommt recht und gewinnt. Bitte lasst uns an unseren Gemeinwohlwerten festhalten.
    Es hilft nichts, wenn die Gegend in 20 Jahren der von Musk belächelten Wüste gleicht. Mal abgesehen das mich diese oberfläche Sichtweise von Musk ganz schön verstört. Und Laschet steht wie ein Lamm daneben und hat keinen Arsch in der Hose. Meine Güte ich mache mir wirklich Sorgen um den Klimawandel und unsere Anpassungsstrategien mit solchen Weicheiern in der Politik.

  33. 10.

    Noch ist es keine Wüste. Das schöne Brandenburg soll nun um sein Wasser gebracht werden!

  34. 9.

    Der Umweltminister hätte vorher intervenieren können bzw. müssen und die arrogante Haltung des "Investors" spricht Bände darüber, welche Haltung er bezüglich Natur und Umwelt hat.
    Zitat: " Wenn sich aber im Nachhinein herausstelle, dass Dinge nicht reparabel seien, sei nichts gewonnen: "Deswegen auch der Appell oder auch die Botschaft, dass wir uns hier politisch nicht vor den Karren spannen lassen dürfen, sondern wirklich eine ganz saubere Facharbeit leisten müssen", so Brose.
    Das, was da passiert ist eh nicht reparabel - keine Ahnung, wie Hr. Brose auf dieses dünne Brett kam, es wäre reparabel. Naja - der politische Esel soll zu einem Sprinter werden - das geht schief. Und die Anrainer des WSE werden es ausbaden müssen - klingt komisch - ist aber so.

  35. 8.

    Alles klar. Das bestätigt mal wieder die Skills von Herrn Musk - also quasi keine, außer Reich zu sein…
    Wahrscheinlich soll aus Grünheide ja ein zweites Boca Chica werden - also müssen die Einwohner nur noch gezwungen werden diese Region zu verlassen. Das ist Kapitalismus in seiner „schönsten“ Form. Und die Politiker mit ähnlichen Skills lassen sich wieder vor den Karren spannen… Keine Ahnung von nichts - aber große Reden schwingen … vielleicht sollten die Entscheidungen mal von Fachleuten getroffen werden, sonst gibt das einen zweiten BER…

  36. 7.

    Noch keine Baugenehmigung aber schon so viel Umweltzerstörung!!!!

  37. 6.

    Willkommen im Great Brandenburg Dessert.

    Hauptsache für den Ami wird unsere Umwelt geopfert!

  38. 5.

    Na das wird spannend. Logisch, die grade herrschende Politik will unbedingt dieses riesengeile Projekt an Land ziehen und sich dafür Feiern.
    Wenn dann aber in 3 bis 5 Jahren rauskommt, dass die Versorgung der Haushalte ab und zu mal verringert werden muss... na dann sind die längst nicht mehr im Amt. Ausbaden muss es dann die nächste Generation.

    Ich wünsche der Region das sie mit den Einwohnenden zusammen wirtschaftlich wächst, aber nicht mit so einer Alles oder Nichts Keule.

  39. 4.

    Im Protokolle der Verbandssitzung von Januar 2020(!)ist vermerkt, dass Hangelsberg beantragt wurde. Desweiteren findet sich darin eine Aufstellung ungenutzten Wasserrechte, weil der WSE bei einem Wasserpreis von 1 €/m³ (Bundesschnitt 2 €) darauf hofft, Förderung für die Sanierung maroden Brunnen zu bekommen.

    Das Problem in Brandenburg ist die Verteilung des Wassers. Die Römer bauten Aquädukte, Stuttgart wird u.a. aus dem Bodensee versorgt, München aus den Voralpen, WOB und Bremen aus dem Harz und hier regieren lokale Wasserfürsten.

    Die LEAG will bei einem Durchfluss von teils weniger als 4 m³/s ohne grossen Medienhype und ohne Aufregung älterer besorgter Bürger 1 m³/s Spreewasser verdampfen. Die BWB förderten im Juni über 1,8 Mio m³ in zwei Tagen. Wasser aus der dauerhaften Grundwasserhaltung wird u.a. in Siemensstadt und im Blumenviertel verworfen.

    Zum Vergleich:
    BASF Schwarzheide 3 Mio m³/a
    Leipa Schwedt 6 Mio.
    Stahlwerk Eisenhüttenstadt 7 Mio
    PCK 6 Mio
    Berlin 220 Mio

  40. 3.

    Na prima, aber die ach so grüne Gigafactory und der Heilsbringer Musk mit seinem Wahlkampffreund Laschet haben doch gesagt, es ist genug Wasser da. Warum macht man sich über die Frage lustig und plötzlich ist zu wenig da? Aber hier in Brandenburg geht alles seinen politischen Gang ... tausende Arbeitsplätze, gigantische Steuereinnahmen und so ein Mini-Umweldesaster, bei einem Störfall im Grundwasserschutzgebiet, sind es allemal wert.

    Na Herr Neumann, sind nun wieder die anderen Schuld, die zuviel Wasser verbrauchen? Sicherlich.

  41. 2.

    „Sieht das hier aus wie eine Wüste“. Ganz schön größenwahnsinnig dieser Musk.
    Noch nicht, aber vielleicht bald. Wir können ja dann unser Wasser aus Tankern zapfen. Hauptsache Tesla. Die Geister die ich rief. Punkt.

  42. 1.

    Die Aussage von Musk zeigt zweierlei:
    1. Er hat wenig Ahnung davon, was seine industrielle Megaansiedlung für (ökologische) Auswirkungen auf Region und Bewohner haben könnte (vielleicht interessiert es ihn auch gar nicht!).
    2. Ein wirklich vorrangig ökologisches Interesse verfolgt der Multimilliardär mit Produktion und Produkt wohl nicht! Die unternehmerische Idee, frühzeitig auf die Nische der E-Mobilität zu setzen ist wohl eher seiner Egozentrik geschuldet, das Besondere, Exklusive in den Markt zu drücken....
    Das allerdings beherrscht Tesla nach einer mittelfristigen Durststrecke inzwischen sehr gut!

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