Ausbildung in Grünheider E-Autofabrik - Erste Tesla-Azubis starten in wenigen Wochen

Azubis bei Tesla in Amerika (Quelle: dpa/Jeff Chiu)
Audio: Antenne Brandenburg | 03.08.2021 | Autor: Phil Beng | Bild: dpa/Jeff Chiu

Die ersten Lehrlinge beginnen im September in Teslas E-Autofabrik die Ausbildung. Dass so viele vor allem junge Menschen von einem Job dort träumen, dürfte anderen Firmen in der Region Nachwuchssorgen bereiten. Von Phil Beng

Teslas erstes Werk für E-Autos in Europa, die Gigafactory in Grünheide, hat zwar noch keine abschließende Betriebserlaubnis. Doch wer dort bald am Fließband stehen soll, steht bereits fest. Einen Teil der künftigen Mitarbeiter hat der US-Konzern von der Arbeitsagentur in Frankfurt (Oder) vermittelt bekommen. Dort suchte man geeignete Kandidaten in der Region – und hat sie wohl gefunden.

Für diese geht es jetzt erst einmal mit Schulungen los, erklärt der Geschäftsführer der Agentur, Jochem Freyer. "Mehreren Bildungsträgern in der Region vermitteln spezifische Grundkenntnisse, zum Beispiel aus dem Bereich der Hochvolttechnik, der Anlagenbedienung und zu den Sicherheitsmaßnahmen und -vorschriften", sagt Freyer.

Crashkurs mit Betriebspraktikum

Mit dabei sind auch an die 130 bisher Arbeitslose, die auf eine Festanstellung hoffen können, wenn sie die Qualifizierungsmaßnahmen erfolgreich abschließen. Diese Schulungen führen verschiedene Bildungsträgern in Berlin und Brandenburg durch, unter anderem das Bildungswerk der Wirtschaft Berlin-Brandenburg (BBW). Die Crashkurse dauern bis zu vier Monate, ein Betriebspraktikum vor Ort in Grünheide inklusive.

Tesla startet mit 20 Azubis

Zudem will Tesla Ausbildungsbetrieb für Nachwuchskräfte werden. Zu Beginn des Ausbildungsjahres am 1. September starten rund 20 Azubis ihre Laufbahn beim US-amerikanischen Autobauer. Sie werden zu Fachinformatikern und Lagerlogistikern geschult. Zusätzlich steht für einige ein duales Ingenieursstudium auf dem Plan. Die theoretischen Kenntnisse dafür bekommen die Berufseinsteiger an der Technischen Hochschule Wildau vermittelt.

Viele junge Bewerber

Über zu wenige Bewerber konnte sich die Arbeitsagentur nicht beschweren, selbst so kurzfristig vor dem Beginn des Ausbildungsjahres. "Es gab sehr viele junge Leute, die sich aus dem Kreis der Schulabgänger Ostbrandenburgs beworben haben", sagt Arbeitsagentur-Chef Freyer. "Aber auch überregional gab es ein großes Interesse. Das hängt sicherlich auch mit dem Image zusammen, das junge Leute von Tesla haben", meint er.

Auf der einen Seite halten viele den Konzern für modern, innovativ und international. Auch Firmenchef Elon Musk begeistert viele junge Leute mit seinen teilweise radikalen Ideen zu Elektromobilität, Kryptowährungen und Raumfahrt. Auf der anderen Seite dringen aus den Tesla-Standorten in den USA immer wieder Beschwerden über fragwürdige Arbeitsbedingungen nach außen. Dort ist von schlechter Bezahlung, wenig Arbeitnehmerrechten und monotonen Arbeitsabläufen die Rede.

Konkurrenz im Buhlen um Nachwuchskräfte

Das tut Teslas Beliebtheit hierzulande scheinbar keinen Abbruch. Dass so viele Menschen von einem Job bei dem E-Auto-Konzern träumen, dürfte dabei einigen Firmen in der Region Nachwuchssorgen bereiten, meint Freyer von der Arbeitsagentur Frankfurt (Oder). "Aufgrund des großen Einzugsbereichs, auch nach Berlin hinein, wird das Angebot von Tesla nicht den Markt bestimmen", sagt er, "aber für andere Ausbildungsbetriebe tritt natürlich schon ein Wettbewerber auf den Plan im Ringen um junge Köpfe aus der Region, dem man etwas entgegensetzen muss." Für die Region sei dies auch eine Chance, gerade für Ostbrandenburg, vor allem wenn wegen der Ausbildung bei Tesla junge Menschen aus anderen Regionen hierherziehen würden. "Und das würde uns gut tun", sagt Freyer.

In den kommenden Jahren will Tesla die Zahl der Ausbildungsplätze auf bis zu 150 erhöhen. Damit wäre der US-Konzern dann der größte private Ausbildungsbetrieb zwischen Berlin und der polnischen Grenze.

Sendung: Antenne Brandenburg, 03. August 2021 um 15:30

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Beitrag von Phil Beng

72 Kommentare

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  1. 71.

    Was ist ein jammernder Ossi? Ist es ein Tier, welches man ausgestopft auf den Kaminsims stellt oder ein Objekt, welches man zur Diskriminierung von 16 Millionen Deutschen gern benutzt, wenn es um Umwelt und Arbeitsrecht geht, damit diese Gruppierung weiterhin die Klappe hält? Schauen Sie in den Spiegel und beginnen Sie mit der Reflektion. Der Kommentar spiegelt nicht Ossis, sondern einzig Ihre Person.

  2. 70.

    Sie wollen es nicht begreifen? Das hieß bis dato Grünheider Wald und Seen Gebiet. Es geht um mehr als nur drei Bäume. Es wird ein GIGA Industriegebiet. Und wer im speckgürtel von Berlin von Abwanderung und Überalterung spricht, versucht vermutlich die abartige Umweltvernichtung mit fadenscheinigen Argumenten zu vertuschen. Grünheide konnte sich schon vor Tesla vor Zuzug kaum retten. Aber spinnen sie ihr gespinst aus Unwahrheiten ruhig weiter. Wenn das Naturschutzgebiet Löcknitztal ausgetrocknet ist, werden von ihnen wohl keine Kommentare zu erwarten sein.

  3. 69.

    Leider fiel mir bei allen Ihren Kommentaren eine fehlende Sozialkompetenz auf. Sie agieren mit Wertung, aber wenig Inhalt. Dafür Diffamierungen, die ein Mensch auf Augenhöhe gar nicht nötig hat, weil er das Gut der Kommunikation gelernt hat. Warum haben Sie keine vernünftigen und sachlichen Argumente? Müssen Sie mit hässlichen Worten Meinungen abwerten? Wenn das so ist, was sagt es über Ihre Motivation aus?

  4. 68.

    Ossis jammern wohl immer… Nicht genügend DAX Unternehmen in Ostdeutschland, Jugend wandert ab, nach der Wende alle Unternehmen abgewickelt, schlechte Infrastruktur…. Und nun, Investoren zerstören die Umwelt, Azubi werden kleinen Firmen weggenommen…. Es ist ja nicht mit anzuhören. Und die Argumente erst… Tierversuche, E-Autos usw…. Plötzlich ist auch eine Kiefernplantage ein Urwald…. Und plötzlich interessiert sich Otto Normalo für die Tierwelt….. Eigentlich gehts nur darum, dass sich nix verändern soll. Und am liebsten die gute alte DDR wieder her.

    Ach ja, bei VW müssen die Leute jetzt umlernen. Umstellung vom Verbrenner auf E-Antrieb. Da haben die Azubis bei Tesla schon einen kleinen Wettbewerbsvorteil

  5. 67.

    OK, also halten wir fest, dass praktisch JEDES Bauvorhaben gegen den Klima-/Umweltschutz ist, irgendein Baum muss immer gefällt werden und Bauen verschlingt Unmengen an Ressourcen

    Deswegen fordere ich den sofortigen Baustopp überall und ein Verbot von Bautätigkeiten in ganz Deutschland.

    Wo wir schon dabei sind, werden ab sofort auch keine Autos mehr neu zugelassen, und alte Verbrenner werden ab einem Alter von 10 Jahren verboten und verschrottet.

    Ach ja die Erde großflächig und tief umgraben um Brennstoffe zu gewinnen sollte dann aber auch sofort verboten werden.

    Hab ich ihre Zustimmung zu allen Punkten? Sie waren doch unser fundamentaler Auto Gegner....

  6. 66.

    Musk ist ein sehr spezieller Mensch und im Gegensatz zu den deutschen Automobileliten, die hauptsächlich noch vom Nazi-Regime profitiert hatten (klare Kriegsgewinner), hat der Kerl sich alles selbst aufgebaut.

    Sie können nicht unterscheiden zwischen Tesla bei dem Musk CEO und Hauptaktionär ist (rund 20%) und seinen vielen anderen Projekten. Tesla verbaut nicht einmal Leder.

    Was SpaceX mit den Versuchen der NASA auf der ISS zu tun hat, muss man auch nicht verstehen, wäre es für die Tierchen besser gewesen mit einer Sojus Kapsel hochzufliegen?

    Das gleiche bei Neuralink. Musk verfolgt damit zunächst einmal medizinische Forschung, um Menschen mit Beeinträchtigungen über den Gehirnchip elementare Fähigkeiten wieder zurückzugeben. Das solche Forschung Erfolg haben kann, haben andere Forschungsprojekte bei Sehbehinderung oder Gehörlosen schon gezeigt. Fänden Sie es nicht "wichtig", dass ab dem Hals Querschnittsgelähmte, z. B. eine Protese mit solch einem Chip steuern könnten?

  7. 65.

    Haben Sie Uhr Wissen zu den Erweiterungsplänen von Tesla aus dem gleichen "schlauen Buch" wie Ihr Wissen über das Unterholz und die Reptilien tief in der Kiefernmonokultur?

    Haben Sie sich eigentlich mittlerweile Gedanken gemacht, warum es technische Regeln für das Bauen in WSG gibt, obwohl Sie das für illegal erklärt haben?

  8. 63.

    "Sie hoffen vergebens, dass andere die Berichterstattung des RBB nicht kennen. Mutig, dass Sie glauben, mit so etwas durchzukommen...
    ..Zudem hoffen Sie offensichtlich, dass unbedarfte Leser den Unterschied zwischen gesetzlich vorgeschriebenem Ausgleich als Thema auf der Anhörung und freiwilligen Maßnahmen nicht erkennen."

    Hier darf doch die Frage erlaubt sein, was Sie sich - in diesem Forum - zu Ihrer Aufgabe gemacht haben.
    Möchten Sie diskutieren oder die Öffentlichkeit auf zukünftige Bauvorhaben in der Region LOS vorbereiten oder jene der Bevölkerung schmackhaft machen.
    Dass die geplanten Bauvorhaben im kompletten Widerspruch zum Umweltschutz oder zum Kampf gegen den Klimawandel stehen, ist schon lange kein Geheimnis mehr.

  9. 62.

    Es geht nicht nur darum, was Toxilogen zu Tierversuchen sagen, sondern wir lehnen einen Autokonzern ab, der mit der Ausbeutung von Lebewesen ( Tier & Mensch) ein Geschäft macht. Will er in die Forschung, soll er. Aber in der Autobranche hat so jemand nichts verloren.

  10. 61.

    Na ich glaube ja nicht, dass das schon ein Azubi bei Tesla ist, haben wir schon September?
    Außerdem denke ich doch, dass so eine Werkbank dann ein bischen moderner aussehen wird wie z.B die rumpelige Tram88 nach Rüdersdorf.

  11. 60.

    Der Peta Artikel ist typisch Peta ziemlich starker Tobak. Erst SpaceX für die Transportaufgabe zur ISS verantwortlich machen und dann natürlich noch Neuralink, welche weiter sind als die meisten anderen.

    Dann noch die typische Forderung, doch bitte direkt Menschenversuche zu machen....typisch extremistische Tierschützer. Als Toxikologe sag ich ******* ****

    Ich hab im Studium locker 1000 Mäuse & Ratten gekillt....und bin stolz drauf.

  12. 59.

    Ich habe doch nur ihre sinnlosen Zahlen zurechtgerückt.

    Ivestitionsförderung ist ganz normal. Kassieren deutsche OEMs und Zulieferer in genau den gleichen Anteilen siehe Bosch Dresden.

    Das Sie jetzt natürlich mit Ihren weiteren Dystopien kommen ist auch klar.....da wird natürlich das Gewerbegebiet in Jangelsberg direkt Tesla zugeschlagen...

  13. 58.

    Warum “schreien“ sie denn hier so herum? Getroffene Hunde bellen? Es bleibt dabei. Vernichtung von Umwelt und Natur. Massive Gefährdung der Trinkwasserverorgung von Berlin/ Brandenburg. Ausbeutung letzter Wasserressurcen. Und es geht weiter, siehe Hangelsberg. Tesla hat meines Wissens schon weitere Flächen “im Auge“ um seine GIGA Fabrik noch mehr in das Landschaftsschutzgebiet auszuweiten. Ist ja dann alles legal. Im Namen der Energiewende gibt's auch keine Naturschutzgebiete mehr?

  14. 57.

    Sie sind mir zu vergesslich. Hatte eindeutig mal informiert, dass wechselnde Themen bearbeitet wurden. Man forschte nämlich auch für die Industrie. Auch für das Werkzeugmaschinenkombinat. Endlich begriffen ?

  15. 56.

    Lassen sie mal die %e weg und verkünden sie die reale Verkaufszahl. Dann den Vergleich zu anderen Konzernen. Z.B. VW .

  16. 55.

    Danke; man hat da so seine "Schubkästen" im Kopf. Ich wäre aber nie ohne nachlesen auf den richtigen Namen gekommen. Vorname überhaupt nicht. Der sprach stets so natürlich-eben einer vom Fach. Der muss mich eben wirklich beeindruckt haben. Habe ja auch oft RIAS-Landfunk gehört-als Kleingartenbesitzer. :=)

  17. 54.

    Also haben Sie den Artikel nicht gefunden! Er zerstört Ihr Weltbild und gehört nicht zum Thema. Seien Sie beruhigt, viele andere haben ihn gefunden und es kann jeder für sich entscheiden, ob er einen Tesla kaufen will oder nicht. Würden meine Kinder dort eine Lehre anfangen, würde ich es Ihnen verbieten.

    So fern Sie die Zusammenfassung des Tages um 0:00 Uhr öfters hören, wäre Ihnen aufgefallen, dass diese nur 3:59 Minuren lang ist. Versuchen Sie, Ihre Zitate in dieser Zeit verständlich vorzulesen, abzüglich, Wetter , Verkehr, Begrüßung, Zeitansage und Abspann, aber nicht so , wie Sie schreiben.

    Was haben Ihre Streuobstwiesen (Kommentar 48) mit einer Ausbildung bei Tesla zu tun?
    Oder Kommentar 43, inklusive aller Antworten?
    Kommentar 50 & 51 völlig überflüssig.

  18. 53.

    Kommt darauf an! Ich war Westberliner hatte aber die meisten Verwandten in Mahlsdorf , Bernau und Schildow, daher war man über beide Stadtteile und dem Umland oft besser informiert, als andere. Da mein Vater im Rathaus beschäftigt war und mich als Kind überall mitgenommen hat, habe ich viele Politiker persönlich kennengelernt. Damals gab es noch Volksnähe, lange her!

    Sie meinen den Landwirtschaftsminister Ignaz Kiechle! Stimmt, der war Landwirt!

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