Batteriezellenforschung - Bund will Brandenburg bei Tesla-Förderung unterstützen

Viel Betrieb herrscht am Rohbau für die künftige Batteriefabrik auf dem Baugelände der Tesla-Autofabrik. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Audio: Antenne Brandenburg | 07.09.2021 | Phil Beng | Bild: dpa/Patrick Pleul

Der Bund und das Land Brandenburg wollen zusammen die Batteriezellenforschung und -fertigung des Elektroautoherstellers Tesla in Brandenburg fördern. Das kündigte Landeswirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Dienstag an.

Diese gemeinsame Förderung ist Grundlage weiterer Fördergelder der Europäischen Union für den Aufbau der Fertigung. Die Zusammenarbeit des Landes mit dem Bund solle in einem sogenannten Verwaltungsabkommen geregelt werden, so Steinbach.

Förderung der Fertigung durch Brandenburg als Grundlage für EU-Gelder

Wie genau Bund und Land künftige Fördersummen aufteilen wollen, blieb dabei vorerst offen.
Am Wochenende war bekannt geworden, dass Tesla mit rund 1,1 Milliarden Euro EU-Subventionen für seine Batteriefabrik in Brandenburg rechnen könnte. Die Förderung ist jedoch an die Bedingung gekoppelt, dass Brandenburg ein Drittel der Summe selbst übernimmt.

In der Landesopposition regte sich daraufhin Kritik. "Wo nehmen wir denn jetzt plötzlich die 366 Millionen Euro her", sagte Philipp Zeschmann von den Freien Wählern am Dienstag und richtete seine Frage an die Landesregierung.

Eine Beteiligung des Bundes an der Förderung könnte den Pflichtbeitrag des Landes Brandenburg als Grundlage für die EU-Förderung deutlich verringern.

Sendung: Radioeins, 07.09.2021, 22:00 Uhr

25 Kommentare

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  1. 25.

    Hoffentlich ist die Förderung an die Genehmigung geknüpft. Dann kann man die ganze Diskussion um das Fördergeld eigentlich viel gelassener angehen.
    Wenn sich das LfU schon vor der Erörterung hinter Corona versteckt, sieht es wohl nicht allzu glänzend aus damit.

  2. 24.

    Die Energiesteuer allerdings mit jährlich einer mittleren zweistelligen Milliardensumme allein in D. ein sehr großer Einnahmeposten innerhalb des gesamten Steueraufkommens. Nur bedarf es dazu auch einer weitergehenden volkswirtschaftlichen Betrachtung z.B. zu den Folgeschäden aus der Verbrennung von Benzin und Diesel, die als Klimawandel immer mehr Schlagzeilen machen oder sich auch darin zeigen, dass die Grünheider und Erkneraner abends immer häufiger und intensiver die anthropogenen Grasflächen künstlich beregnen.

  3. 23.

    Die Frage ist an Sie zu richten, warum Sie zusammen mit anderen einen - um bei Ihren Worten zu bleiben - Krieg gegen die Wahrheit führen, egal ob Sie die Berichte des RBB zu Aufforstungen als Lüge darstellen, behaupten, dass für Tesla allein in Grünheide 10 - 12 km² Wald gerodet werden müssen oder oder oder


    Nur weil Sie als Anwohner von irgendwas jenseits der "Tesla-Region" die Produkte aus der Fabrik für überflüssig halten, bleibt bei Ihnen oft die Wahrheit auf der Strecke. Nicht nur die IAA, sondern gerade auch Tesla zeigt auf, dass die Autos eben auch auch China kommen könnten. Sie hätten nichts gewonnen, volkswirtschaftlich wäre das aber ein herber Verlust. Zum Vergleich: Derby Cycle gehört in D. mit knapp 1.000 Beschäftigten hierzulande schon zu den großen der Fahrradindustrie.

  4. 22.

    Es ist eine bodenlose Frechheit von ihnen Herr Dominik mit solchen Schlagworten wie "Klimafreundlicheren Technologien" um sich zu werfen, ohne die Wortbedeutung begriffen zu haben. Das was Tesla weltweit und auch hier in Freienbrink betreibt führt dazu, dass die Harald Lesch Warnung bzw. Prophezeiung

    "Die Menschheit schafft sich ab"

    schneller in Erfüllung geht. Das Freienbrink einem spleenigen Computerfreak geopfert wird ist einfach nur hirnrissig. Die gewählte "Creme del la Creme"? von Brandenburg lässt sich von einem Spinner übertölpeln. Das begreife wer will.

  5. 21.

    Herr Dominik, begreifen sie überhaupt noch etwas? Ein Sprichwort lautet: "Perlen vor die Säue werfen" Das wird in Freienbrink in die Praxis umgesetzt. Um die Gier von Spekulanten zu befriedigen, wird dem Konzern Geld hinterhergeschmissen, damit er ressourcenverschwendend bunte Boliden für durchgeknallte Autofreaks produziert, die keiner braucht. Der Konzern richtet dafür eine Region zu Grunde und vernichtet die Lebensgrundlage der hier lebenden Menschen, das Wasser. Der Teslaguro lacht schamlos über die berechtigten Sorgen der hiesigen Bevölkerung und die Grienbacke vom Rhein mit Kanzlerambitionen stimmt fröhlich ein.
    Herr Dominik, was meinen sie, wer die ganze Chose bezahlen muss? Ich verrate es ihnen, es sind nicht die Gewinner, die mit Lottogewinn prahlen. Die verschwinden, wenn es ums Zahlen geht. Der Typ, der sich als Antidemokrat geoutet hat, soll schon auf Usedom vorgesorgt haben. Dem Wünsche ich, dass Tesla dort eine Zweigniederlassung ala Boca Chica errichtet.

  6. 20.

    ach du jeh, jetzt kommen Sie schon mit Kriegsrhetorik.

    Wie wäre es einfach mal einen Ganz zurückzuschalten? das ist ganz normale Konkurrenz.

    und Deutschland muss sich eben entscheiden, ob wir bei neuen klimafreundlicheren Technologien Spitzenreiter sein wollen, oder alles China und anderen überlassen.

    Ich bin ganz klar dafür die klimafreundlichen Technologien in Deutschland zu entwickeln und zu bauen.

    Manche hier scheinen da wohl anderer Meinung und lehnen Kapitalismus (teilweise zu recht, z. B. wegen dem Wachstumsmantra) und Industrie einfach grundsätzlich ab. Ich frage mich dann aber womit die ihr Geld verdienen? Rentner, Pensionär oder Privatier (also stinkreich durch Erbschaft)?

  7. 19.

    In Ihrer Trugschlussrechnung konnten Sie zugunsten der Tesla-Dreckschleuder-Bude weder die Vorsteuer noch die Energiesteuer berücksichtigen.
    Versehen oder Absicht?

  8. 18.

    Zugegebenermaßen stimme ich Ihnen ausnahmsweise zu, denn das, was Sie da gerade heroisch zu umschreiben versuchen ist nichts anderes als Krieg.
    Krieg gegen China, wenn auch zunächst "nur" auf Wirtschaftsebene.
    Genau darum geht es, dabei ist Deutschland noch nicht einmal eine Kriegspartei, allenfalls Spielball.
    Durch unsere Geschichte wissen wir, dass das erste Kriegsopfer stets die Wahrheit ist, die nächsten und die Hauptleittragenden die Zivilbevölkerung.
    Mit etwas (militärischer) Fantasie kann man Grünheide durchaus als
    (Wirtschafts-) Kriegsschauplatz bezeichnen.
    Fragen, nach dem Umweltschutz spielen – wie in jedem Krieg – eine eher untergeordnete Rolle, es sei denn, man nutzt dieses Argument als Rechtfertigung oder gar als „Waffe“.

  9. 16.

    2:
    , auch nicht berücksichtigt, das 500.000 Fahrzeuge je 15.000km ==> 7.5mio km
    Elektrisch fahren, und somit die Ölindustrie 54 MILLIARDEN weniger bekommt (PLUS weniger Ölsubventionen!).
    Da wird über 1 ... 2 Milliarden rumdiskutiert, und die ECHTEN Milliarden dahinter vollkommen ignoriert.
    Echt das ein halbes Prozent derartige Meldungen, Aufregungen wert sind, ... nicht zu fassen.

  10. 15.

    Kleines Rechenbeispiel:
    1: 500.000 Fahrzeuge je 50.000€ ==> 25.000.000.000 Nur die MWSt mach da knapp 5Milliarden aus!
    In EINEM JAHR, selbst wenn das Werk nur 5 Jahre läuft sind das 25 Milliarden.
    Oder die Dinger werden Exportiert, dann sinds ca. 20 Milliarden/Jahr. Ohne irgendwelche Lohnsteuern
    oder anderen 'Nebeneffekten'

  11. 14.

    nur mal so nebenbei:
    Der beste Lokalpolitiker ist der, der es versteht Bundes und Landesmittel am krassesten abzugreifen um sein Zeug in der Stadt zu bauen.....Hauptsache zahlt nicht die Stadt. Das gilt für sinnvolles wie neue Schulen wie für nicht sinnvolles....

    So konnte unser CDU naher Bürgermeister mit den Stimmen der AfD etwas sinnloses bauen, was keiner brauchte.

    1,5 Mio verschleudert, alleiniger Grund war: Das Land finanziert zu 100%, wenn man nicht bauen würde, hätte die Stadt die Kosten für die Vorplanung von rund 200000 Euro selbst bezahlen müssen. Was wurde gebaut? Der teuerste Gehweg Deutschlands. Profitiert hat ein lokaler Unternehmer mit gewisser Parteinähe.....

    Also wird gebaut, obwohl man weiß, dass es Schwachsinn ist.

  12. 13.

    Wie ich schon zu dem Artikel schrieb: Das ist gezielte Wählerverdummung durch die Linkspartei. Denn wer an den Kosten für den Bahnhof zu beteiligen ist, das ist klar gesetzlich geregelt.
    Es ist im Interesse der Allgemeinheit den individuellen Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen, also ist es auch von der Allgemeinheit zu bezahlen.

  13. 12.

    "Eine Beteiligung des Bundes an der Förderung könnte den Pflichtbeitrag des Landes Brandenburg als Grundlage für die EU-Förderung deutlich verringern" - dass ist genau das (Kopf-)Problem: Politiker, ganz bestimmter politischer Farben, denken an... Förderung (aber nicht nur) ; Investoren ans Geschäft... es schadet der Allgemeinheit nicht, wenn es auch mal umgedreht ist. Zu befürchten ist aber, dass wer wem nicht gewachsen ist?

  14. 11.

    Leute schaut euch mal die IAA an.
    Es geht längst nimmer um Tesla, sondern um Auto aus China oder nicht.
    Also wenn Deutschland 100% aller Kosten fürs Tesla Werk zahlt, ist das immer noch
    besser als wenn es nur mehr China Autos gibt. Denn OHNE Arbeit werden WIR uns nicht
    mal mehr die Leisten können, Verkehrswende abgeschlossen, auch ne Möglichkeit.

  15. 10.

    Auch die grüne Liga hatte die Verlegung in den Einwendungen zur B-Plan Änderung gefordert.....

  16. 9.

    Apropos Förderung: Die Linke hält es ja für eine unzulässige Förderung, dass der Bahnhof Fangschleuse verlegt werden soll, ohne dass Tesla sich daran beteiligt. Dabei hatten die selber ein Gutachten erstellen lassen, dass diese Verlegung empfiehlt:
    https://www.linksfraktion-brandenburg.de/fileadmin/dateien/download/publikationen/sonderformate/Tesla_Studie_Neu.pdf
    Gut, dass derTagess0piegel sich daran erinnert hatte.

  17. 8.

    Schauen Sie sich in den Unterlagen einfach die Angaben zu den Laboren in dem Zellfertigungsgebäude an. Natürlich braucht man einiges an QS Laboren für die QS der Produktion, aber diese Labortrakte sind schon sehr groß.

    Zusätzlich darf man nicht vergessen, dass die Hauptforschungsrichtung nicht unbedingt die Zellchemie ist, sondern die Produktionstechnik. Da wird ein großer Teil auch von Tesla Automation (vormals 2 verschmolzene deutsche Maschinenbauer) geleistet werden. Ich werde wohl warten mit dem Kauf, bis aus Grünheide das kleinere Fahrzeug mit 4680ziger Zelle mit Lithiumeisenphosphat-Trockenkathode kommt, ohne Schwermetalle/"Konfliktmineralien" wird das ein maximal ökologisches Fahrzeug für nachhaltige individuelle Mobilität

    PS: Wenn Autos einfach grundsätzlich verboten werden sollten, nehme ich gerne das e-Fahrrad für meine 24 km Fahrtweg zur Arbeit! bis dahin werde ich mich nicht als Fahrradfahrer totrasen lassen auf der Landstraße!

  18. 7.

    Regen Sie sich eigentlich auch über die Förderung für andere Unternehmen so auf?

    Ganz besonders sticht im Rahmen der IPCEIs z.B. BMW heraus. BMW bekommt hunderte Millionen und das obwohl BMW Milliardengewinne macht UND vor allem diese Milliardengewinne zum großen Teil NICHT reinvestiert (dafür gibts ja Geld vom Steuerzahler) sondern an die Eigentümerfamilie als Dividende ausschüttet. Diese Eigentümerfamilie (Quandt/Klatten) versteht es dann bestimmt auch noch, diese Dividenden (Milliardenbeträge) noch nicht einmal mit 25% Kapitalertragssteuern zu versteuern, sondern über ausländische Anleger (müssten rund 15% zahlen) kombiniert mit Cum-Cum Deals auch noch diese 15 % sparen.....

    Sozialabgaben werden sowieso nicht fällig.....Reiche Leute wissen wies geht!

    Aber der Wähler ist ja selbst Schuld, der glaubt auch einem CDU oder CSUler, dass diese den Normalverdiener (Mittelstand usw.) entlasten will. Ich und meine Frau verdienen beide sehr gut, uns muss niemand entlasten...

  19. 6.

    #Uckermärker, die Kinder und ggf. Familienmitglieder können sich dann bei Tesla oder den Zulieferern um eine Stelle bewerben. So haben diese auch was davon.

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