Tesla (Grünheide) - Rund 2.000 Fachkräfte sollen in Batteriezellen-Fabrik arbeiten

Blick auf die Baustelle der Gigafactory von Tesla in Grünheide © imago images/Christian Thiel
Video: Brandenburg Aktuell | 06.09.2021 | Michael Lietz | Bild: imago images/Christian Thiel

Rund 2.000 Menschen sollen zukünftig in Teslas geplanter Batterie-Fabrik in Gründheide arbeiten. Für den Bau könnte der US-Konzern mit hohen Subventionen vom Bund gefördert werden. Auch die EU unterstützt die Batterieproduktion in Europa.

2.000 Arbeitsplätze oder mehr könnten mittelfristig im Batteriebereich des Werks in Grünheide (Oder-Spree) entstehen, sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. Bislang war von rund 1.000 Jobs die Rede gewesen. Aus Teslakreisen wurde bestätigt, dass bei voller Auslastung 2.000 Fachkräfte in der Batteriefabrik arbeiten könnten.

Dass es nun doppelt so viele Arbeitsplätze werden könnten, war der Arbeitsagentur Frankfurt (Oder) nach eigener Aussage nicht bekannt. Sorgen um die Rekrutierung von Personal mache man sich jedoch nicht, hieß es am Montag aus der Agentur. Der Name Tesla ziehe, insbesondere bei jungen Menschen. Schon jetzt sei man dabei, Fachkräfte für die Batteriezellenherstellung an Tesla zu vermitteln, auch wenn noch unklar ist, wann die Batteriefabrik gebaut wird. Abgesehen von den hochqualifizierten Fachkräften mache es bei den Anforderungen an die Arbeitskräfte in der Regel keinen wesentlichen Unterschied, ob diese in der Auto- oder der Batterieherstellung eingesetzt werden.

Medienbericht: Tesla könnte staatliche Fördermittel von rund 1,1 Milliarden Euro erhalten

Der US-Elektroautobauer Tesla kann einem Zeitungsbericht zufolge voraussichtlich mit staatlichen Fördermitteln von rund 1,1 Milliarden Euro aus einem Europäischen Batteriezellenprogramm rechnen. Der "Tagesspiegel" berichtete am Sonntag, die Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium sei reif für die Bewilligung.

Das Bundesministerium erklärte auf Nachfrage, es gebe "noch keine finale Zahl" für die Förderung von Tesla im Rahmen des Batterieprojekts. Der Prozess zur Bestimmung der konkreten Förderhöhe sei noch nicht abgeschlossen. Die "Ausreichung des Zuwendungsbescheids" werde aktuell intensiv vorbereitet und "ist für das 4. Quartal 2021 geplant." Das Brandenburger Wirtschaftsministerium äußerte sich zu dem Bericht bislang nicht.

Tesla will in Grünheide im Landkreis Oder-Spree nicht nur seine erste Elektroautofabrik in Europa bauen, sondern dort auch Batteriezellen in Massen produzieren.

Milliardenhilfen von der EU zur Unterstützung der Batterieproduktion

Die EU-Kommission hatte Anfang des Jahres zum zweiten Mal Milliardenhilfen zur Unterstützung der Batterieproduktion in Europa genehmigt. Deutschland und elf weitere EU-Länder können daher bis zu 2,9 Milliarden Euro zusätzlich bereitstellen. So sollen Fortschritte bei der Elektromobilität erzielt werden. Von den Fördermitteln kann auch Tesla in Brandenburg profitieren. Deutschland koordiniert das zweite Batterieprogramm.

Die Investition von weiteren zehn Milliarden Euro am Standort Deutschland soll durch die EU-Gelder angestoßen werden. An insgesamt zwölf verschiedene Unternehmen soll das Geld fließen - darunter auch Tesla.

Tesla plant mit 500.000 Fahrzeugen pro Jahr

In Grünheide sollte ursprünglich bereits Anfang Juli die Herstellung von Elektroautos beginnen, inzwischen peilt Tesla aber das Jahresende an. Das Unternehmen baut derzeit über vorzeitige Genehmigungen, weil die abschließende Entscheidung über die umweltrechtliche Genehmigung durch das Land Brandenburg noch aussteht. Wann die Entscheidung kommt, ist bisher offen. Pro Jahr sollen in Grünheide in Brandenburg bis zu 500.000 Fahrzeuge vom Band rollen.

Sendung: Inforadio, 05.09.2021, 21:30 Uhr

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94 Kommentare

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  1. 94.

    Das viele in den Dörfer weg gebaggert werden wollten, passt da sicher nicht ihre Ideologie. Die Zwietracht welche die Grünen und auch die Kirche in Proschim gelegt haben, haben das Dorf kaputt gemacht und das Schlimmer als es ein Bagger je geschafft hätte.

  2. 93.

    In Berlin sind Millionen mit Stinke-PKW oder Stinkebussen unterwegs. Wer aber hier draußen nicht die TRAM benutzt und damit hinfährt wo derjenige gar nicht hin will oder muss, der ist ein Luftverpester wenn derjenige nicht sofort auf E-Mobilität umsteigt. Was bildet sich dieser Neumann nur ein ? Hier im Land stinkt es an vielen Ecken aber ich soll treugläubig wählen gehen für ein blühendes Land, das gerade zur Wüste gemacht wird. Elons Wasserbedarf ist heiliges Wasser und die Zukunft ist gülden.

  3. 92.

    "Bei der Spreichertechnik kommen dann auch Batterien mit ins Spiel. " Sie schreiben nur Unsinn, da dieses schon lange widerlegt ist.

  4. 91.

    1,1 Milliarden Euro ?!
    Warum subventioniert Europa Amerikanische unternehmen?

  5. 90.

    Und warum wollen die Menschen sich nicht in absehbarer Zeit ein BEV kaufen?
    - Preis
    - Ladestationen
    - Ladedauer
    - Reichweite
    sind die immer wieder in solchen Umfragen genannten Hinderungsgründe. Und jetzt überlegen auch Sie mal, welche dieser Gründe Tesla früh adressiert hat.
    Zum Vergleich:
    BMW 430i Gran Coupe ab 51.000 Euro, BMW i4 ab 58.000 Euro
    BMW BMW X3 xDrive30i ab 58.000, BMW iX3 ab 67.000

  6. 89.

    Der Ausbau des ÖPNV ist unter den Grünen in Brandenburg vernachlässigt worden. Die Volks-Initiative wurde durch die Grünen abgelehnt. Geringverdiener werden sich im Flächenland Brandenburg kein Auto bald mehr leisten können. Willkommen im Hartz4 Dank der Grünen Utopien. Wer bezahlt die Grünen Planwirtschaft wenn die anderen Einnahmequellen wegfallen?

  7. 88.

    Während (nicht nur) Tesla Milliarden in den Arsch geschoben werden und mit Vorabgenehmigungen gebaut und versiegelt wird, muss ein Tiergnadenhof für den Ausbau der A114 weichen, ein neues Gelände gibt es, Gelder sind auch bereit - ganz ohne Subventionen - aber die Baugenehmigung fehlt. Schön, wie es Planetenkillern immer wieder gelingt, Kohle zu scheffeln und schnell zu bauen, während die, die sich um die Verlierer durch Menschenhand kümmern, Tritte in Allerwertesten bekommen. Schon daher kotzt mich die Subventionierei der Milliardenunternehmen schlicht und einfach an, während ein paar verblendete hier, andere Meinungen nicht akzeptieren können. Armselig ist das.

  8. 86.

    Na dann seien Sie doch froh, dass Deutschland überproportional von diesen EU-Geldern profitiert.

    Es gibt im übrigen vom Verband der mittelständischen Maschinenbauer eine Batterie Roadmap, da schlackern manchen vielleicht die Ohren, wie sehr deutsche Maschinenbauer von Batteriezellfabriken profitieren. Dutzende Spezialfirmen liefern wichtige Anlagentechnik für die Zellfertigung. (OK 2 weniger in DE, weil die von Tesla gekauft wurden, also jetzt amerikanisch sind.)

  9. 85.

    Aber wenn man in seiner Filterblase unterwegs ist, sind Fakten natürlich auch nur FakeNews bei Ihnen. Der Co2-Anteil in Deutschland am Strom-Mix wird noch steigen und die Zahlen der EU sind nicht mit dem deutschen Energiemix gerechnet.

  10. 84.

    Warum stockt dann aber der Ausbau der Solar- und Windanlagen wenn keine Förderung nötig?

  11. 83.

    Sie haben die Frage "Belegen Sie doch bitte wieviele der Anlagen für EE ganz ohne Förderung errichtet werden." nicht beantwortet. Der Preisfrage wichen Sie erneut aus.

  12. 82.

    Allerdings geht es hier in erster Linie um eine Fahrzeugproduktion - deshalb aus ökologischer Sicht wenig nachhaltig und alles andere als umweltbewusst.
    Alles andere sind Annahmen und Vermutungen.

  13. 81.

    Na. Das ist ja mal wieder AfD-Niveau. Ich bin vor einigen Jahren durch Polen mit der Bahn gefahren. Die haben erheblich in die Infrastruktur investiert und an jedem Bahnhof war ein EFRE-Schild(Europäischer Fonds für regionale Entwicklung).
    Es fuhren Züge von Siemens, Stadler und Bombardier. Die Signaltechnik kam von Siemens.

    Ja - Deutschland ist der größte Nettozahler in der EU und Deutschland ist mit seiner Exportwirtschaft auch der größte Profiteur.

    Huch jetzt kassieren wir auch noch Fördermittel um noch besser dazustehen!

  14. 80.

    1. "Tesla produziert auch Stromspeicher für den Haushalt. Nicht nur für Autos." Herr Josti sie müssen den Satz fortsetzen: "Und strebt weltweit eine Spitzenstellung in punkto Umweltzerstörung an, um die Dinger in riesigen Stückzahlen zu produzieren."
    2. Wieso man nicht darauf kommt Herr Josti, dass diese Technik nachhaltig ist? Ganz einfach, weil der Visionär rücksichtslos allen möglichen Mist produziert und am Ende die anderen den erzeugten Unrat beseitigen dürfen. Das gilt für den Weltraum und auch hier auf Erden. Es hat nichts mit Nachhaltigkeit zu tun, wenn es des Gurus Geisteshorizont sprengt und er nicht fähig ist zu Ende zu denken. Andere sollen seinen Mist recyceln.
    3. "Energie aus Wind und Sonne wird von der Natur kostenlos bereitgestellt." Stimmt Herr Josti, bloß Wissenschaftler stellten fest, dass es auf Erden wegen Treibhauseffekt zu warm wird. Dann ist es irrwitzig, noch mehr Sonne einzufangen, um die Erde weiter aufzuheizen. Andere Energiekonzepte sind gefragt.

  15. 79.

    Stimmt. Die öffnen das Batteriegehäuse und tun neue Zellen rein. Kostet fast so viel wie ein neuer Akku. Ich schreibe hier vom BL 03 für Pedelecs von Winora. Man kauft oft minderwertige Akkus für viel Geld.

  16. 78.

    Sie sollten nicht Rezzo nachquatschen sondern mal lesen was der "Bayernfürst" dazu zu sagen hat. Gestern Abend starteten wieder in dichter Reihenfolge die Urlaubsflieger ab BER. Hatte mit ZEISS-Glas auf der Terrasse gesessen. Urlaub kann man auch im Lande machen. MV tut gut.

  17. 77.

    Dass gebrauchte Tesla sich schlecht verkaufen, machen Sie bitte woran fest? Die sind sogar sehr wertstabil:
    https://www.wiwo.de/technologie/mobilitaet/restwerte-von-e-autos-tesla-model-3-am-stabilsten/26093148-2.html

  18. 76.

    "Nur gibt es eben auch Menschen, die mit mehr als nur sich selber mobil sein wollen, wofür es gerade in der Fläche zum PKW aber absehbar keine Alternativen gibt..."

    Und zur Natur? Was denken Sie, wieviel Alternativen es zu einer intakten Natur gibt?

  19. 75.

    "Sie können natürlich weiterhin ganze Dörfer wegbaggern und die Luft verpesten. Ihre Enkel werden sich bei Ihnen bedanken!"
    Tesla und unsere, sich diesem Konzern anbiedernde brandenburgische Landesregierung lassen gerade unter dem Deckmäntelchen des Klimaschutzes ganze Wälder wegbaggern.
    Das ist definitiv keinen Deut besser.

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