E-Autowerk in Grünheide - Behörden erteilen Tesla zwei weitere Vorab-Zulassungen

Mo 13.09.21 | 19:36 Uhr
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Die Baustelle der Tesla Gigafactory in Grünheide (Bild: dpa/Thomas Bartilla)
Bild: dpa/Thomas Bartilla

Das Brandenburger Landesumweltamt hat Tesla zwei weitere vorzeitige Zulassungen erteilt. Das teilte das Amt am Montag mit. Damit kann das Tesla mehrere Becken etwa für Regen- und Löschwasser bauen. Außerdem darf der Elektroautohersteller eine andere Hülle am Gebäude für die Batteriefabrik installieren. Tesla hatte dieses Gebäude zunächst als Lagerhalle beim Landkreis beantragt. Nun möchte das Unternehmen dort aber Batterien herstellen. Dafür ist unter anderem eine andere Hülle als bei einer Lagerhalle nötig.

Gesamtgenehmigung ist wahrscheinlich

Nachdem Tesla die beiden Zulassungen schon vor mehreren Monaten beantragt hatte, ließen sich die Behörden diesmal mehr Zeit als bei dem guten Dutzend vorher schon erteilter Vorab-Zulassungen für Tesla. Das liegt laut Landesumwelt daran, dass die Beamten zunächst die im Sommer zu dem Projekt eingegangenen Einwendungen von Bürgern und Verbänden prüfen wollten. Nun hätten all beteiligten Behörden bestätigt, dass die finale Gesamtgenehmigung für das Tesla-Projekt wahrscheinlich ist.

Ohne diese sogenannte vorzeitige Genehmigungsprognose darf das Amt keine Vorab-Zulassungen erteilen. Sollte die finale Genehmigung wider Erwarten doch ausbleiben, muss Tesla alle Gebäude auf eigene Kosten wieder abreißen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.09.2021, 18:30 Uhr.

 

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49 Kommentare

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  1. 49.

    Wem gehört eigentlich das Grundwasser hier im Bereich des WSE ? Uns Bürgern oder Herrn Steinbach-Musk ? Wer ein solch riesiges Autowerk baut hat uns Bürger nicht in Bedrängnis zu bringen; womöglich noch vorzuschreiben ob wir überhaupt noch Körperpflege betreiben dürfen oder die Waschmaschine benutzen dürfen. Holt euch das Wasser aus Überflutungsgebieten ehe es in die Ostsee fließt. Wieviel grüne Golfplätze gibt es in LOS/MOL ? Wer golft da stets ?

  2. 48.

    @Klink Werner: Sie sollten dann aber auch liefern bei der Anhörung.Befürworter, Gegner und die Umweltverbände warten durchaus gespannt auf Ihre Expertise.

  3. 47.

    Zunächst nochmals: Als Berline ( ehemals Westberliner ) sollten sie hier absolut ruhiger treten. Hier ist unser Brandenburg und hier im ehemaligen Urstromtal hat man nicht ohne Trixerei Tatsachen geschaffen, die hier noch große Probleme bereiten werden. Der Grundwasserspiegel sinkt seit Jahren und deshalb ist ein so großer "Wasserfresser" wie Tesla nicht die kluge Entscheidung. Niemand weiss was derzeit unter der riesigen Betonplatte und durch die Rammpfähle passiert. Tausende Liefer-LKW ( Dieselstinker ) täglich-mit Abgasen und Reifenabrieb kontaminieren hier das Land wo einst Kiefern wuchsen und Moose den Boden bedeckten. Ein einziger Unfall mit einem dieser LKW kann schwerste Folgen haben. Was sonst noch alles ins Grundwasser oder auch ins Berliner Trinkwasser gelangt interessiert den Musk doch nicht die Bohne.

  4. 46.

    "Ach ja, man gewährt den Gegnern immer wieder ein Möglichkeit vor Gericht zu ziehen,
    das denen das bisher nichts gebracht, bei so vielen Chancen???"

    Eine, schon fast kabarettistische Leistung, Ihrerseits.
    Und weil man die Kritiker und Gegner nicht allzu sehr verwöhnen möchte, ist man auf deren Wunsch, den Erörterungstermin im Rahmen einer Präsenzveranstaltung stattfinden zu lassen, gar nicht erst eingegangen.

  5. 45.

    "Die Umweltverbände haben die Zulassungen abgenickt."
    Bitte was?
    Woher nehmen Sie diese absurde Behauptung?
    Mir sind nur Klagen der Umweltverbände gegen einige ZvB bekannt, die jedoch auf Grund der massiven politischen Einflussnahme auf Ämter und Behörden widerrechtlich abgewiesen wurden.

  6. 44.

    "Herr Bählers sinnlose Einwendungen..."

    Schön, dass Sie kompetent genug sind, dieses einzuschätzen.
    Solange sich Ihr Wasserhahn in Dresden befindet und nicht vor Ihrer Haustür eine derart umweltverachtende Dreckschleuder gebaut, wird wie es hier der Fall ist, brauchen Sie sich anscheinend noch keine Sorgen machen.

  7. 43.

    Ich freue mich darauf, Ihren qualifizierten Einwand bei der Erörterung online lesen zu können. Diesmal haben Sie ja Glück und können nicht erneut in Konflikt mit der Polizei kommen. Dabei hatten Sie das Gutachten schon früh angegriffen, indem Sie z.B. behaupteten, dass der Boden gar nicht untersucht wurde, später haben Sie das im Widerspruch dazu für illegal erklärt. Sie würden dabei aber eh nur ein Gutachten akzeptieren, dass Ihre persönliche Meinung zur Energiewende im Allgemeinen und zu der Fabrik für "E-Monster" im Speziellen bestätigt.

  8. 42.

    Nochmal, das LfU stützt sich auf die Zuarbeit vereidigter Gutachter. Das war nicht nur Fugro, die Gutachter sind auch bei RBB im Fernsehen aufgetreten. Die Umweltverbände haben die Zulassungen abgenickt. Sie hätten ja mit Ihrer Expertise ein Gegengutachten erstellen können.
    Für die Inbetriebnahme wird ein Monitoring in Form von Messstellen eingerichtet. Auf die Ergebnisse in den nächsten Jahren bin ich auch gespannt.

  9. 41.

    Also 18 Vorzeitige Zulassungen Beweisen nur:
    - Man findet nichts, was dagegen spricht
    - Man ist schlicht zu lahm um die Endgültige Genehmigung zu erteilen.
    Ansonsten??
    Ach ja, man gewährt den Gegnern immer wieder ein Möglichkeit vor Gericht zu ziehen,
    das denen das bisher nichts gebracht, bei so vielen Chancen???

  10. 40.

    Und am Ende hungern dann alle um die Wette, den Gahndi hats vorgemacht, ...

  11. 39.

    Tja, gäbe es eine Mehrheit mit Ihren Ansichten, dann hätte Deutschland wohl
    eine andere Regierung und somit auch andere Gesetze.
    Nur irgendwie scheint es beides nicht zu geben,
    Daher mein Rat, hier nicht groß Rummaulen sondern Wahlkampf betreiben, hier ist klar wer Sie wählt,
    und wer nicht, Für eine Mehrheit brauchts aber MASSIV mehr, ...

  12. 38.

    "Tesla hatte dieses Gebäude zunächst als Lagerhalle beim Landkreis beantragt. Nun möchte das Unternehmen dort aber Batterien herstellen."

    Da fragt man sich, warum die Tesla Manufacturing Brandenburg SE überhaupt erst den Umweg über eine Lagerhalle beschritten hat.
    WER sollte da über WAS hinweggetäuscht werden? Die Politik, die sich als hervorragender Erfüllungsgehilfe eines nach Profit strebenden Milliardärs erweist, wohl kaum.
    Warum spielt man nicht mit offenen Karten? Vor wem fürchten sich die Herren? Sind es die Umweltverbände, Kritiker, Gegner oder gar die Einwohner?
    Solch ein Verhalten hinterlässt grundsätzlich einen faden Beigeschmack mit dem Eindruck, dass doch nicht alles so koscher ist wie uns ständig vorgegaukelt wird.

  13. 37.

    Falsch.

    Was dann rauskommen kann sieht man in islamistischen Ländern, wo die Politik zum Hüter über Moral und Anstand aufschwingt.

    Und der moralische Kompass einer vergangenen deutschen Demokratie, bzw. des damaligen Wahlvolkes war wohl auch komplett defekt, sofern vorhanden.

    Insofern hoffe ich, dass eine Demokratie noch andere Schutzmechanismen hat und dem Wahlvolk nicht schutzlos ausgeliefert ist (siehe Polen, Ungarn). Man nennt das z. B. Ewigkeitklausel im Grundgesetz.

  14. 36.

    Sie werden es nicht verstehen. Auch die Zulassung vorzeitigen Beginns ist von Anfang an nichts "politisches" sondern immer nach Recht und Gesetz handelnde Verwaltungspraxis. Etwas anderes würden die Verwaltungsbeamten im LfU niemals machen, warum sollten Sie auch? dafür sind Sie Beamte!

  15. 35.

    Jetzt erklären Sie mir bitte mal wie ein Unternehmen hoheitliche Rechte in Form von Kompetenzen haben soll? Wurde unser Grundwasser schon privatisiert? Sie überschätzen den WSE. Herr Bählers sinnlose Einwendungen wurden von der unteren und oberen (W11) Wasserbehörde regelmäßig sehr ausführlich widerlegt.

    Und genau diese obere Wasserbehörde W11 hat die Kompetenz (hoheitliche Aufgabe) Grundwasserschutz NICHT der WSE als öffentlich rechtliches Unternehmen.

  16. 34.

    Herr Josti es gibt keine unabhängigen hydrogeologischen Gutachten in den Antragsunterlagen von Tesla. Den Inhalt der 400 bis 600 Seiten, die die Firma Fugro für Tesla verfasst hat, hat Tesla vorgegeben. Das LfU hat sich nicht die Mühe gemacht, die eingereichten Pamphlete fachlich zu prüfen. Keine Ahnung, ob sie es wegen dem auf sie lastenden zeitlichen und politischen Druck unterlassen haben oder ob der Behörde der erforderliche Sach- und Fachverstand fehlt. Egal was die Ursachen für die Fehlentscheidungen in Freienbrink sind, die Ernüchterung wird eintreten, spätestens wenn die Karre im Dreck stecken bleibt. Dieses Horrorszenario wird ganz sicher eintreten. Der Zeitpunkt steht noch nicht fest. Leider werden die Kutscher rechtzeitig abgesprungen sein und sich aus dem Staub gemacht haben und sich in ihren Vorsorgeeinrichtungen in der Sonne ahlen.

  17. 33.

    @Dominik, während sie hier den “Brandenburger Einwohner“ ständig diffamieren und auch noch unterstellen, im Zusammenhang mit den Erörterungen in erkner, er hätte kein Interesse sich an den Corona regeln zu halten, rufen sie an anderer Stelle dazu auf, zur geplanten Eröffnungsfeier des E.M. einfach so zu erscheinen... wird wohl keiner kontrollieren der Aufwand wäre viel zu groß. Ich hoffe nur, dass Tesla bei den Baubestimmungen im Hinblick auf Umweltschutz und Trinkwasser Schutz nicht genau so gedacht hat und sich den Mehraufwand gespart hat.

  18. 32.

    oh, ist es Ihnen peinlich, dass ich andere auf eine Ihrer Halbwahrheiten aufmerksam mache?

  19. 31.

    Wo werden wessen demokratischen Rechte beschnitten? Das BImSchG wurde ebenso in einem demokratischen Verfahren verabschiedet wie auch der B-Plan, die Wasserverordnung etc. Nur weil Ihnen das Ergebnis nicht gefällt, ist es deshalb noch lange nicht undemokratisch.

  20. 30.

    Wo werden wessen demokratischen Rechte beschnitten? Das BImSchG wurde ebenso in einem demokratischen Verfahren verabschiedet wie auch der B-Plan, die Wasserverordnung etc. Nur weil Ihnen das Ergebnis nicht gefällt, ist es deshalb noch lange nicht undemokratisch.

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