Grünheider Autowerk - Tesla beantragt für Baustellen-Fest zwei Ausnahmegenehmigungen

Elon Musk, Tesla-Chef, steht bei einem Pressetermin auf dem Gelände der Tesla Gigafactory. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Audio: Antenne Brandenburg | 28.09.2021 | Tony Schönberg | Bild: dpa/Patrick Pleul

Tesla-Chef Elon Musk plant für seine E-Autofabrik in Grünheide ein Volksfest mit bis zu 9.000 Teilnehmenden. Aufgrund der Corona-Verordnung und der Lage im Wasserschutzgebiet benötigt das Unternehmen allerdings Genehmigungen vom Landkreis.

Für seinen geplanten Tag der offenen Tür auf der Tesla-Baustelle in Grünheide am 9. Oktober hat der US-Elektroautobauer beim Landkreis Oder-Spree zwei Ausnahmegenehmigungen beantragt. Der Verwaltung liege ein Antrag des Veranstalters vor, 9.000 gleichzeitig anwesenden Personen zuzulassen, wie der Landkreis am Dienstag auf Nachfrage mitteilte. Teslas Hygienekonzept sei darauf ausgerichtet. Zuvor hatte die Zeitung "B.Z." darüber berichtet.

Genehmigung für Volksfest und Corona-Umgangsverordnung beantragt

Nach der Corona-Umgangsverordnung des Landes Brandenburg ist die Teilnehmerzahl auf maximal 5.000 begrenzt. Das zuständige Gesundheitsamt kann aber auf Antrag Ausnahmen zulassen. Es sei zu erwarten, dass der Antrag genehmigt werde, sagte Sprecher Mario Behnke am Dienstag.

Zudem braucht Tesla eine zweite Genehmigung für das Volksfest, da der Veranstaltungsort in einem Wasserschutzgebiet liegt. Das Unternehmen muss demnach vorher darlegen, welche wassergefährdenden Stoffe bei dem Fest auftreten könnten - etwa beim Aufstellen von Toiletten. Tesla müsse sicherstellen, dass diese Stoffe nicht ins Grundwasser gelangen. Auf dem Gelände gebe es viele befestigte Flächen, die entsprechend hergerichtet wurden, erklärte Behnke. Es sei zu erwarten, dass Tesla diese Anforderung erfüllen kann.

Tesla-Chef Elon Musk wird beim Tag der offenen Tür dabei sein. Das hatte er Mitte September bei Twitter bestätigt. Tesla lädt Bürgerinnen und Bürger aus Brandenburg und Berlin ein, bei der "County Fair" (Jahrmarkt) am 9. Oktober die Baustelle der ersten Tesla-"Gigafactory" in Europa zu erkunden. Die Gäste sollen bei Touren auch einen Blick in das Fabrikinnere werfen können.

Interessierte müssen sich im Internet für eine Vorabregistrierung anmelden. Karten will Tesla im Oktober verschicken. Besucher sind gebeten, mit der Bahn zu kommen. Shuttle-Busse sollen am Bahnhof Fangschleuse bereitstehen. Besucher müssen nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind.

Sendung: Antenne Brandenburg, 28.09.2021, 16:30 Uhr

36 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 36.

    Den Wasserverbrauch können wir reduzieren in dem man NULL Golfplätze in LOS und MOL bewässert. Wir können auch den Kalkabbau in Rüdersdorf einstellen wie woanders den Kohleabbau. Dann gibt es aber keine neuen TESLA-Rennstraßen. Wohnungsbau wäre durch Aufstockung wassersparsam. Aber- so viele Superreiche wollen LUXUS-wohnungen in Berlin. Berlinsperre würde hilfreich sein. Die Typen reden nur vom Klimaschutz aber fahren die dicksten Verbrenner. Wer uns verscheißert ist Umweltfeind.

  2. 35.

    Das Tempolimit 130 auf Autobahnen muss die FDP hoffentlich schlucken. Am besten noch Tempo 30 in der Stadt gleich mit verabschieden, eventuell noch 80 auf Landstraßen.

  3. 34.

    Kopieren Sie Ihre alten Kommentare?

    Schauen Sie sich mal das Ergebnis der Abgeordnetenhauswahl an. Jarasch hatte ja auch verkündet, dass der MIV abgeschafft werden soll. Damit haben sie und die Kreuzberger Grünen noch schlechter abgeschnitten als die Bundesgrünen in Berlin.

    Sie lamentieren auch schon seit Monaten jenseits der Rechtslage, ignorieren aber die Notwendigkeit des MIV gerade in der Fläche. Selbst der medial gehypte Invalidenstrassenaktivist hat schon vor den Unfall sein Lastenrad gegen 2t Verbrenner-Blech eingetauscht. Deshalb ist das BEV das kleinere Übel und wird von staatlicher Seite gefördert.

  4. 33.

    Was ist Ihre Alternative? Zurück zum Pferdefuhrwerk oder ÖPNV-Zwangsbeglückung wie zu DDR-Zeiten?
    Ich bin auch für eine Verringerung des Individualverkehrs in den Städten, aber eben durch sinnvolle Angebote und eine verursachungsgerechte CO2-Bepreisung.
    Und beim Individualverkehr geht eben kein Weg an der e-Mobilität vorbei. Ohne Firmen wie Tesla würden sich unsere Autobauer immer noch mit Fake-Tests und Lobby-Arbeit vor der Verantwortung drücken.
    In der Anhörung geht es um Fakten: Wie kann die Verkehrsbelastung durch ÖPNV minimiert werden? Wie kann der Wasserverbrauch minimiert werden? Wie kann eine Verschmutzung ausgeschlossen werden? Das ist alles in einem Umweltgutachten zu bewerten.

  5. 31.

    Von welchen Fakten schreiben bzw. reden Sie? Wem Interessiert da schon die Umwelt Klima? Immer diese blöde Hauptsache wir haben Arbeit-Mentalität. Was in an den Job der "neuen" Antriebswende Modern? Was ist mit volle Straßen / Staus, Platzmangel etc. da ändert auch die E-Mobilität nichts. Ich kann nur hoffen das endlich mal das Tempolimit durchgesetzt wird, so wie eine Erhöhung der Parkgebühren. Dann ist endlich mal Schluss mit u.a. völlig überzogener Motorleistung für Autos egal ob Verbrenner oder E-Mobilität. Die begehrte Rohstoffe sind knapp und werden in manchen Ländern unter unmenschlichen Bedingungen gewonnen mal abgesehen von den gravierende Umweltschäden. Wie Wasserknappheit und Bodenkontaminierung verseuchtem Trinkwasser. Was ist euch Befürworter wirklich Wichtiger? Wirtschaftswachstum? ( auf kosten von Umwelt und Klima?)

  6. 30.

    Bauen mit Pfählen geht auch mit Lego. Und Ihre Hinweise sind kein Beleg für irgendeine Qualifikation Ihrerseits. Ich würde gerne wissen, welche Quali Sie als Fachmann ausweist.

  7. 29.

    Sie scheinen offensichtlich erwartet zu haben, dass auf Basis demokratisch verabschiedeter Gesetze, Verordnungen etc. laufenden Vorhaben wie dieses nach der Bundestagswahl gekippt werden. Tja, und irgendwo müssen halt die Mittelklasse-BEV gebaut werden, die Sie anders als die etablierten Parteien für sinnlos halten. Nicht nur Tesla hat bewiesen, dass das auch in China gehen könnte.

    Wenn es Ihnen tatsächlich um den Klimaschutz gehen würde, hätten Sie auch die Menschen kritisiert, die eine CO2-Schleuder benötigen um damit statt mit der vor der Haustür und dem Supermarkt haltenden Tram zum Einkaufen zu fahren. Das hat Sie aber seit Ihrem späten Diskussionseinstieg bisher ebenso wenig gestört wie Sie mir auch bei anderen Artikeln zu diesem Themenkomplex nicht aufgefallen sind.

  8. 28.

    LoL! Bei der Anhörung hätte Sie doch der Regen auch nicht gestört. Wenn Sie den Artikel gelesen und auch die sonstige Berichterstattung über die Baustelle verfolgt hätten, wüssten Sei zudem, dass es dort befestigte Flächen gibt. Oder haben Sie sich vor dem Kommentieren nichtmals diei Bilder angeschaut, sondern immer gleich nach dem Enddecken des Wortes "Tesla" in die Tasten gehauen?

  9. 27.

    Hallo Herr Gerhard,

    es gibt so innovative Produkte, die nennen sich Regenschirm. Soll gegen Regen von oben helfen....

    Ansonsten wird ja extra darauf hingewiesen, dass man am besten mit der Bahn kommt. Machen Sie sich über die hundertausenden Autos und LKW auf der Autobahn eigentlich auch permanent die gleichen Sorgen?

  10. 26.

    Nach Durchsicht der "Klimapläne der etablierten Parteien" kann ich beim besten Willen nicht erkennen, dass die Antriebs- und Energiewende mit der Vernichtung und Versiegelung hunderter Hektar Waldflächen korrelieren muss.
    Umwelt- und Klimaschutz beginnt dort, wo der Raubbau an Natur- und Lebensraum endet.
    Alles andere ist alles andere, maximal heiße Luft, dient ausschließlich monetären Interessen und erfüllt bestenfalls eine Alibifunktion.

  11. 25.

    Die Anhörung in Erkner war in der Tat eine Blamage, weil wegen Corona die Öffentlichkeit nicht zugelassen gewesen ist. Sie hatten ja zudem berichtet, dass Sie dort Probleme mit der Polizei bekommen hatten. Somit können online gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Musk will laut RBB24-Infos auch vor Ort sein. Allerdings dürfte er ähnlich viel Ahnung vom Baurecht haben wie die Kritiker, die hier kommentieren. Da Sie ja angeblich quasi auch aus der Region stammen, können Sie bevorzugt ein Ticket erhalten - wenn Sei den in Storkow gemeldet sind.

    Nebenbei war es übrigens ein Investor tatsächlich aus Storkow zusammen mit der Stadt Erkner, der dafür gesorgt hat, dass alte B-Pläne in der aktuellen Wasserverordnung ihre Gültigkeit behalten haben.

  12. 24.

    Bitte verschont uns mit Eurem Frust!!!
    Nehmt zur Kenntnis, das Werk ist fast fertig und bisher ist kein Einwand aufgetaucht, der das Vorhaben grundsätzlich in Frage stellt. Auch die Anhörung im vergangenen Jahr war kein Erfolg für die Gegner. Es zählen nun mal Fakten und keine Emotionen.
    Das Interesse an dem Volksfest zeigt, dass sich die Mehrheit in der Region auf moderne Arbeitsplätze und Steuereinnahmen freut.

  13. 23.

    Wo sind denn Ihre fundierten Einwendungen?Gefälschter B-Plan, korrupte Richter, korrupte Beamte, undemokratische Bürgermeisterwahl?Damit gehen Sie doch seit Monaten hausieren.Vielleicht hat sie ja jemand anders schon entdeckt?Es steht ja alles ausführlich schwarz auf weiß zur Verfügung.

  14. 22.

    Herr Josti sie haben recht, es gibt Unterschiede zwischen einem Volksfest und einer Anhörung. Beim Volksfest erscheint der Herr Musk. Das ist offensichtlich sein Level, die gesamte Politikergilde und Beamtenschaft von Brandenburg nach seiner Nase tanzen zu lassen. Das ist schon beängstigend, auf keinen Fall ist es ein Grund zum Feiern. Wenn der Typ ein bisschen Arsch in der Hose hätte, würde er sich während seines Aufenthaltes in Freienbrink dem Publikum stellen. Dann könnte er den Betroffenen Rede und Antwort stehen. Das könnte dann schon eher als Ersatz für die gecancelte Anhörung dienen.
    Was als Online-Konsultation vom LfU angeboten wird, stellt dagegen eine reine Alibi-Veranstaltung und Farce dar. So will man einer weiteren Blamage wie im September 2020 in Erkner aus dem Weg gehen.

  15. 21.

    Ach ja, und wenn es regnet am “großen Volksfesttag“? Wohin mit neuntausend Menschen? In ein Zelt? Was ist mit den vielen Pkw der tausenden Menschen im Trinkwasserschutzgebiet? Wohin werden die Verunreinigungen vom unterboden der Fahrzeuge gespült? Warum überhaupt ein “Volksfest“? Auf anraten von Herrn Wirtschaftsminister weil bisher bei Tesla und dem gesamten Vorhaben die “Empathie“ fehlt? Ach so stimmt, ist eben “dumm jelaufen“

  16. 20.

    Bauen ist mein Job, auch mit Pfählen. ;-) Stöbern Sie zudem mal in den alten Kommentaren des Herrn Gerhard. Der will seit Spätherbst 2019 nicht einsehen, dass der Bau der Autofabrik in diesem WSG grundsätzlich zulässig ist. Hilfreich wäre auch für Sie dazu ein Blick z.B. in die ZvBs und die Online-Anhörung, um erste Infos zu erhalten. Dafür ist das alles online gestellt worden.

  17. 19.

    Wenn hier andere wenigstens mal Google bedienen gemischt mit etwas Quellenbewertung könnten.......

  18. 18.

    Was bitte zeichnet Sie als Experten aus, wenn Sie andere als Laien betiteln? Dafür bitte Belege und kein offen zur Schau getragenes Goggeleallwissen.

  19. 17.

    Es gibt einen Unterschied zwischen einer Anhörung und einem Volksfest. Was soll bei einer Veranstaltung mit 800 Leuten in einer Halle rauskommen?
    Die aktuelle Lösung ist doch super. Alle Einwände und Antworten sind im Internet abrufbar. Keine Trollerei mit Befangenheitsanträgen und wörtlichen Protokollen. Nur noch die fachlichen Themen.
    Dass Elon Musk für sein Volksfest Sondergenehmigungen braucht, zeugt von großem Interesse der Menschen vor Ort.
    Die paar Tesla-Gegner brauchen für ihre Demos keine.

Nächster Artikel