US-Elektroautobauer - Tesla produziert in Grünheide erste Autos im Testlauf

Mo 29.11.21 | 16:56 Uhr
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Archiv: Ein Tesla Model Y ist zum Tag der offenen Tür in einer Produktionshalle der Tesla Gigafactory zu sehen. (Quelle: Patrick Pleul/dpa)
Audio: Antenne Brandenburg | 30.11.2021 | Jochem Freyer, Agentur für Arbeit, Frankfurt/Oder | Bild: Patrick Pleul/dpa

In diesem Jahr soll es in Teslas neuer Autofabrik mit der Produktion losgehen, wünscht sich Elon Musk. Noch ist alles aber nicht komplett genehmigt - und es ist offen, wann genau die Entscheidung fällt. Hinter den Werkstoren läuft aber schon das Testband.

Der US-Autobauer Tesla hat in seiner Fabrik in Grünheide bei Berlin bereits mehrere Elektroautos testweise produziert. Der Umfang der vorzeitigen Zulassungen für einzelne Bauschritte umfasst nach Angaben von Tesla vom Montag auch die Fertigung einer begrenzten Zahl von Testkarossen. Sie seien für Testzwecke in Grünheide oder in externen Anlagen vorgesehen. Die dabei hergestellten Teile dürften aber nicht verkauft werden. Der offizielle Testlauf in der Autofabrik hat noch nicht begonnen.

Fünf Model Y schon in Grünheide zu Testzwecken produziert

Tesla-Chef Elon Musk hofft, dass die ersten Autos noch in diesem Jahr vom Band rollen. Die "Automobilwoche" schreibt in ihrer jüngsten Ausgabe, fünf Model Y seien bereits in der "Gigafactory" bei Berlin gefertigt worden. Von Anfang Januar an sollten zunächst 1.000 Einheiten pro Woche hergestellt werden, zur Jahresmitte solle die Produktion hochgefahren werden. Zu diesen Zahlen äußerte sich Tesla nicht.

Geplant sind in einer ersten Ausbaustufe bis zu 500.000 Autos pro Jahr mit rund 12.000 Beschäftigten. Eine Genehmigung vom Land Brandenburg für die Fabrik steht bisher aber aus. Es gilt als möglich, dass die Entscheidung noch in diesem Jahr fällt. Das Brandenburger Umweltministerium nennt jedoch keinen Zeitpunkt für die Entscheidung über grünes Licht für die Fabrik.

Noch kein Zeitpunkt für volle Genehmigung bekannt

"Das Genehmigungsverfahren dauert an", sagte ein Sprecher. Derzeit würden die Äußerungen von Kritikern aus einer wiederholten Online-Erörterung geprüft. Außerdem stünden Unterlagen von Behörden und von Tesla aus. Naturschützer und Anwohner befürchten durch die Fabrik negative Folgen für die Umwelt. Sie halten zum Beispiel den Wasserverbrauch für zu hoch. Tesla hatte die Bedenken zurückgewiesen.

Musk will in Grünheide auch eine große Batteriefabrik errichten. Der Autobauer verzichtete in der vergangenen Woche überraschend auf eine mögliche staatliche Förderung in Milliardenhöhe für die geplante Batteriefertigung.

Sendung: Antenne Brandenburg, 29.11.2021, 16:30 Uhr

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28 Kommentare

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  1. 28.

    Warum soll er sich Fahrrad oder ÖPNV antun, wo doch das Elektroauto 0 Gramm CO2 pro km ausstößt? Steht so in den Prospekten. Meine Logik.

  2. 27.

    "Tesla produziert in Grünheide erste Autos im Testlauf"

    Gut so!!!
    Ob Mr. Musk sich das ganze noch einmal antuen würde?
    Deutschland mag scheinbar Lastenfahrräder und Sonnenblumenfelder.
    Die Welt sieht es aber anders, gut so.....
    Wenn nicht in Deutschland, dann geht der Fortschritt eben in China weiter.
    Da werden auch die FfF Hüpfer zum Glück nicht ändern!

  3. 26.

    Falls der RBB den Hinweis auf die MOZ zulässt:
    https://www.moz.de/lokales/erkner/gigafactory-in-gruenheide-bei-berlin-abwasserdruckleitung-von-tesla-sorgt-in-erkner-weiter-fuer-sperrungen-_-wird-sie-2021-noch-fertig_-60788089.html

  4. 25.

    Was hindert Grünheidener daran, auch zusätzlich einen Brunnen oder direkte Entnahme aus einem Gewässer zu betreiben?

    Ist ja komischerweise im trockenen Steppenland Brandenburg beides legal unkontrolliert Wasser zu verbrauchen. (Hab vor Jahren in EE mit meinem Schwiegervater nen Brunnen im Garten gebaut, hat irgendwie jeder einen da, ging auch Recht einfach)

  5. 24.

    Ein Blick in die Statistik - durchschnittlicher Wasserverbrauch pro Person in Deutschland 2019: 125 Liter.
    Sie hantieren hier mit den immergleichen Zahlen 100 Liter Neu-Zittau, 170 Liter Grünheide. Also die Neu-Zittauer benötigen weniger Wasser als die Bewohner einer Großstadt-Neubauwohnung?
    Schon mal was von eigenen Brunnen gehört?
    Wer sind Sie eigentlich, dass Ihnen anscheinend jedes Mittel recht ist, diesen Fabrikbau zu rechtfertigen?

  6. 23.

    Na dann mal über den Kommentar von “Manne“ nachdenken, ohne Anschluss zb ans Abwasser darf nicht einmal ein EFH bewohnt werden. Ständig über den Verbraucher im Einzugsgebiet zu hetzen ändert nichts an dem gravierenden Risiko für die Trinkwasser Versorgung. Im übrigen hat der Bürgermeister von Grünheide es nach elf Monaten immer noch nicht geschafft, den demokratischen Beschluss der GVV eine Messstation einzurichten, die die gültigen Bestimmungen erfüllt, und nicht wie geschehen, durch das lfu, ad absurdum geführt wurde. Zumal mit beginn der Probe Produktion keine vergleichswerte mehr zur Verfügung stehen. Aber klar, Regenwasser, welches ungehindert über Dächer der GIGA Fabrik ins Erdreich und damit durch den Brandenburger buddelsand das Grundwasser nicht nur in der Menge anreichert sondern auch mit Zusatzstoffen ...hmmm nur noch aufsprudeln lecker, viel besser als durch waldboden gefiltert.

  7. 22.

    Sie haben übrigens die vollste Unterstützung der "Gossen Neu-Zittauer" hinsichtlich der Geografie !
    Um aber mal eine Bresche für die Grünheider zu schlagen:
    In der Aufstellung sind die Eigen-Brunnen natürlich nicht aufgeführt, aber erklären Sie das mal einem Großstädter.
    Der Netz-Stromverbrauch von "Privatanschließern" mit eigener Solaranlage soll übrigens auch kleiner sein als der von solchen ohne Solaranlage, vielleicht ist das leichter zu verstehen?

  8. 21.

    Es fehlt ja noch mehr, zb die Medienbrücke ist überhaupt nicht fertig. Maschinen anlernen, einrichten, Training der Mitarbeiter geht aber alles.

    Wo gibt's denn die Infos zum Bau der Abwasserdruckleitung und deren Fortschritt?

  9. 20.

    Die Idee sich zusätzlich zum Verbrenner noch ein EAuto hinzustellen hat was.....oh man klar 3 Personen Haushalt 5 Autos, solls ja geben....komischerweise waren das bisher dann auch 5 Verbrenner...

    Nee tut mir, wir sind 2 Arbeitende die beide ein Auto brauchen, aber auf die Idee mit 3 Autos war ich noch nicht gekommen. Der Kleinwagen hält vielleicht nochmal 2 Jahre durch, dann kommt ein EAuto her.

    Nachbarn haben da teilweise noch Motorräder, Wohnmobile, Cabrios, Sportwagen, Oldtimer....

  10. 19.

    Woran mag ein etwas höherer Wasserverbrauch wohl liegen? An größeren Gärten? Mehr mit Obst und Gemüse? Wieviel Wasser braucht Ihr tägliches Steak? Ihre Äpfel aus Neuseeland? Ihre Avocados aus Südamerika?
    Und ich frage mich auch, wenn in den Gärten unter der Bodenschicht so ein Zuckersand wie auf der Baustelle ist, dann versickert doch ein Großteil des Wassers wieder und bildet neues Grundwasser. Der Rest verdunstet und bildet neuen Regen, und was noch fehlt, ist im Obst und Gemüse. Wieso ist das ein "Verplempern"?

  11. 18.

    Na es geht darum, dass die meisten Anwohner einen sehr verschwenderischen Umgang mit Wasser pflegen. Also scheinen die Anwohner nicht den Eindruck der Wasserarmut zu teilen sonst wären Sie sparsamer.

    Hat immernoch niemand beantwortet warum die Anwohner so viel Wasser verbrauchen.....

  12. 17.

    Wie wäre es mit Logik? Wenn jemand ein Auto kaufen möchte kauft er ein Auto. Wenn jemand mit dem Fahrrad oder ÖPNV super klar kommt, dann ist es doch etwas weit hergeholt, dass dieser jetzt plötzlich auf ein Auto umsteigt weil es EAutos gibt. Zur Not kann man den Diesel im Ölkraftwerk verbrennen und ist mehr als doppelt so effizient....Wärmenutzung noch nicht mitbeachtet

  13. 16.

    Solange niemand gezwungen wird beim Neukauf eines Elektroautos, einen Verbrenner abzugeben, laufen diese Fahrzeuge parallel und es ist keine Garantie, dass die Zahl der Verbrenner durch den Kauf eines E-Autos reduziert wird. Bestimmt bleibt der Verbrenner oder das Elektrofahrzeug als Zweitwagen attraktiv.

    @ Alfred Neumann: Auch wenn Sie mit der Geografie oder Erdkunde auf Kriegsfuß stehen, so kann man doch wenigstens richtig abschreiben, wenn man schon die Region, über die man schreibt, nicht kennt. Vogtland schreibt man ohne "i".

  14. 15.

    Den Vorschlag der WSE unterstütze ich voll und ganz. Jeder sollte sich Gedanken um den Wasserverbrauch machen.
    Tesla im Großen - Sie im Kleinen.

  15. 14.

    Die für die Produktion notwendigen Maschinen und Anlagen sind alle installiert und laufen. Es ist nicht mehr rational nachvollziehbar, was noch für die Genehmigung der Autofertigung fehlt. Von mir aus kann die Batteriefabrik separat genehmigt werden.

  16. 13.

    Frage 1:
    Natürlich kann niemand mit Sicherheit sagen ob jemand vom Rad oder dem ÖPNV auf ein E-Auto umsteigt. Genausowenig ist diese Aussage möglich für Personen, die vom ÖPNV auf billige Verbrenner umsteigen. Man kann sich aber an den Neuzulassungen orientieren und sehen, dass die bei E-Autos steigen und bei Verbrennern zurückgehen.

    Frage 2:
    Bei den aktuellen Verkaufszahlen kaum. Zur Zeit müssen die EE ständig heruntergeregelt werden, damit die Kohlekraftwerke durchlaufen können.
    Grundsätzlich ist es aber so, dass E-Autos, die mit Kohlestrom betrieben werden, deutlich weniger Abgase produzieren als gleichviele Verbrenner.

  17. 12.

    Als MOZ-Leserin kennen Sie ja bestimmt auch die Aufstellung darin, aus der hervorgeht, dass die Grünheider Privatanschließer im Schnitt 170 l/d Trinkwasser benötigen, die aus Gossen Neu-Zittau aber nur gut 100. Stöbern Sie auch mal in den Pressemitteilungen des WSE zu den Rekordverbräuchen im vergangenen Sommer.

  18. 11.

    Nicht in Umfeld Grünheide wohnen schreibt hier ja gerade der richtige. Hatten Sie als Anwohner von irgendwas außerhalb der "Tesla-Region" eigentlich schon den RBB entdeckt, als die IHK darauf hingewiesen hatte, dass das Industriegebiet Freienbrink-Nord das letzte große Industriegebiet gewesen ist, dass für Gewerbeansiedlungen mit einem Flächenbedarf > 5 ha zur Verfügung stand?

    Uns da bei Ihnen ja Sprüche Fakten ersetzen müssen: Die Cree hatten wenig nachhaltig gewirtschaftet, als die des schnellen Profites wegen Tiere überjagden. In Der Bundesrepublik hat man zumindest teilweise aus solchen Fehlern gelernt und muss Eingriffe ausgleichen, auch wenn Sie die Berichte des RBB zu den getroffenen Maßnahmen in Zweifel gezogen haben.

  19. 10.

    Ich denke die Beschäftigtenanzahl wird mit der endgültigen Genehmigung schnell zunehmen. Es ist nun mal finanziell schwierig auf gut Glück eine Wohnung zu mieten, wenn man nicht weiss wann und ob der Arbeitsplatz zur Verfügung steht.
    Genauso schwierig ist es zu kündigen, wenn die neue Arbeitsstelle noch nicht genehmigt ist.

  20. 9.

    Na da haben Sie ja wirklich Recht! Ginge gar nicht, wenn man nicht mehr Unmengen kostbares, knappes Trinkwasser in Garten und Privatpool verplempern darf.

    Dann doch lieber billiges Wasser (weniger als halb so teuer als im Rest der Republik - da hat wohl Herr Bähler bei Investitionen gespart) verplempern und auf Arbeitsplätze verzichten. Es lebt sich ja gut von Länderfinanzausgleich, Kohlemilliarden (3,3 Mio pro Kohlekumpel) und Rente.....

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