Autoproduktion in Grünheide - Genehmigungsbehörden warten noch auf Unterlagen von Tesla

Sa 18.12.21 | 12:03 Uhr
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Die Baustelle des Rohbaus für die künftige Tesla-Batteriefabrik. Quelle: Pleul
Bild: dpa-Zentralbild

Der Termin für den offiziellen Produktionsstart der Tesla-Autofabrik in Grünheide ist weiterhin offen. Der US-Autobauer habe noch nicht alle angeforderten Unterlagen bei den Behörden eingereicht, sagte Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel dem rbb.

Die Elektroauto-Fabrik des US-Herstellers Tesla in Grünheide hat bis zum heutigen Tag keine endgültige Betriebserlaubnis. Das hat Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) am Samstag dem rbb gesagt.

Demnach beschäftigt sich derzeit das dem Ministerium unterstellte Landesumweltamt weiter intensiv mit dem Verfahren. Es seien aber bisher von Tesla noch nicht sämtliche angeforderte Unterlagen bei den Genehmigungsbehörden eingegangen.

Vogel: "Ich stecke nicht in der Haut von Tesla"

"Um das rechtssicher auch verwirklichen zu können, ist es eben auch erforderlich, dass entsprechende Gutachten vorliegen und es ist bedauerlicherweise so, dass noch nicht alle Gutachten in dieser Qualität vorliegen", sagte Vogel.

"Ich stecke nicht in der Haut von Tesla. Ich kann nicht beurteilen, wie schnell diese Informationen jetzt gegeben werden. Von daher kann ich auch keine Prognose geben, zu welchem Zeitpunkt, sie dann abschließend geprüft sind. Das ist auch im Interesse von Tesla, dass Einwendungen nicht zu einem Stopp des Betriebs führen werden", sagte der Minister weiter.

Zuletzt gab der US-amerikanische Elektroauto-Produzent bekannt, für die geplante Batteriefertigung in Grünheide eine mögliche staatliche Förderung über mehr als 1,1 Milliarden Euro nicht in Anspruch zu nehmen. Anfang Dezember sagte der damalige Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zur Begründung, Tesla habe keine Entscheidung über staatliche Beihilfen abwarten wollen. Die Nachfrage nach Batteriezellen explodiere derzeit nahezu, weswegen der US-Elektroautobauer parallele Projekte vorantreiben wolle.

Tesla erwartet 2021 keine Auslieferung mehr

Tesla hatte ursprünglich geplant, noch in diesem Jahr mit der Serienproduktion von Elektroautos in Grünheide beginnen zu können. Bis zu einer halben Million sollen in der ersten Ausbaustufe dort jährlich hergestellt werden. Seit einigen Wochen geht es dem Unternehmen jedoch nicht mehr darum, die Auslieferung noch dieses Jahr hinzukriegen. Eine Serienproduktion und der Start der Auslieferungen würden nicht mehr vor Ende des Jahres erwartet, selbst wenn nach erteilter Genehmigung dann bereits Fahrzeuge produziert werden, hieß es Ende November von Tesla.

Umweltverbände haben mehrfach versucht, vorzeitige Genehmigungen zu kippen. Sie befürchten unter anderem Probleme beim Trinkwasser.

Sendung: Inforadio, 18.12.2021, 10 Uhr

144 Kommentare

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  1. 144.

    Darf ich mal mit einem Zitat aushelfen: "Wer diese Ansiedlung an einer Fledermaus scheitern lässt, wird hier politisch keinen Fuß mehr in die Tür bekommen" - das Quiz ist eröffnet!

  2. 143.

    Schaffen Sie gerade die Forstwirtschaft ab?

    Mal überlegen wieviel Wald wir Deutschen in Deutschland prozentual vernichtet haben die letzten hauptsächlich 300 Jahre....so bisl mehr als 50%.....Der Großteil der verbliebenen "Wälder" sind Nutzholzplantagen in Monokulturen. Nur ein paar % sind Urwälder in Nationalparks.

    Insofern vielleicht oft klein bisschen überheblich über die Entwicklungsländer zu urteilen....wir haben unsere Wälder schon längst zerstört, siehe Kiefernmonokulturen, wer das als Wald verklärt, dem ist auch nicht zu helfen....ok Fichtenmonokulturen sind noch schlimmer...

  3. 142.

    Die übliche Masche von Herrn Dominik, den Ortsansässigen Teslas Schadstoffausstoß anzulasten. Doch in Zukunft wird hauptsächlich Tesla die Luft in Freienbrink verpesten. Soll ich ihnen wieder vorrechnen, um das wievielfache Tesla den Schadstoffausstoß von ganz Grünheide übertreffen wird, wenn man dem keinen Riegel vorschiebt. Die Luftbelastung ist anscheinend schon jetzt am Löcknitzcampus spürbar, ohne dass die Produktion angelaufen ist. Ich habe wirklich das Gefühl hinter dem Pseudonym Dominik versteckt sich ein kleiner dummer Junge. Übrigens auch der von ihnen so verschriene Verkehr von Dieselfahrzeugen wird in Zukunft in Freienbrink vielfach größer sein, als im Ort von ganz Grünheidern. Der große Unterschied besteht nur darin, dass es sich im Vergleich zu Grünheide auf dem Tesla-Gelände überwiegend um dicke Brummer handelt, die deutlich mehr als 5 l Diesel pro 100 km verschlingen.

  4. 141.

    Herr Neumann, wir brauchen doch gar nicht lange um den heißen Brei herumreden, diese Fabrik im WSG war, ist und wird niemals genehmigungsfähig sein.
    Alles andere ist alles andere, eben ein Politikum.
    Zudem weiß ich, dass Sie mir insgeheim zustimmen, nur dürfen Sie das derzeitig nicht zugeben.

  5. 140.

    Ich hoffe Sie kämpfen gegen die 45 te Automobilfabrik genauso intensiv.....

  6. 139.

    Sie hatten doch kurz vorher den politischen Druck behauptet. Wenn es wie von Ihnen behauptet geben würde, müßte doch gar nicht "alles in Butter" sein. Es gibt aber eben diesen Artikel wie Sie ja zudem um 19:22 auch wieder mal angedeutet haben, worum es Ihnen eigentlich geht: Sie lehnen PKW im Allgemeinen und damit diese Fabrik als Symbol für deren Bau einfach grkndsätzlich ab Besonders tief wollen Sie dabei nicht in die Materie speziell zu Industriegebiet Freienbrink-Nord einsteigen und beschränken sich deshalb auf die immer gleichen Schlagworte. Sie können ja auch keine Fabrik benennen, in der Tesla Ihrer Meinung alternativ hatte hinziehen können und ignorieren dabei geflissentlich die Rechtslage, dass die Fabrik an dieser Stelle grundsätzlich genehmigungsfähig ist. Es geht in dem Verfahren schon lange nur noch um Details, die Sie aber nur wenig interessieren.

  7. 138.

    Auf dem Klimagipfel in Glasgow haben sich mehr als 100 Staaten verpflichtet, die Zerstörung von Wäldern bis 2030 zu beenden. Meiner Meinung nach, viel zu spät. Aber was denken Sie, wann damit begonnen werden sollte?

  8. 137.

    Herr Neumann, Sie wissen ja mehr als Sie uns verraten. Nun erklären Sie uns einmal verbindlich, wieviel Flächen in den nächsten Jahren im Berliner Naherholungsgebiet Oder-Seenlandschaft noch versiegelt werden müssen. Zu Erinnerung: Thema "Landfraß"!

  9. 136.

    Es ist ja nicht das erste Mal, dass Sie hier absichtlich inen falschen Eindruck zur Größe des Forstes und des Flächenbedarfs von Tesla erwecken wollen. Das Waldgebiet ist z.B. rd. 100 km² groß, die Fabrik liegt an dessen Rand umgeben von Auto- und Eisenbahn sowie dem GVZ. Auch dazu wieder mal der Tipp: Stöbern Sie in den alten Grundsatzdiskussionen vom Spätherbst 2019.

  10. 135.

    Herr Neumann ich bin bereit, auch wenn es mir schwer fällt, ihnen recht zu geben. Wenn?, ja wenn sie dafür sorgen, dass Tesla aus Freienbrink verschwindet und den gesamten Betonmüll mitnimmt. Natürlich muss der Konzern vorher auch alle Schäden beseitigen, die er bereits bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt angerichtet hat. Beim Grundwasser und bei der Waldgestaltung wird er lange beschäftigt sein. Herr Neumann sie können Herrn Musk ja beratend zur Seite stehen und ihre Wunschbäume mit ins Spiel bringen.

  11. 134.

    Herr Neumann, ich dachte, dass ich Tesla wegen seiner Antikohlenstoffkampagne von Grünheide gelobt habe. Von ihnen als bekennender Betonfetischist hätte ich auch mehr Zustimmung erwartet, wo Tesla doch die von ihnen so gehassten Kiefern eliminiert. Eine intime Frage von mir an sie Herr Neumann: Löst jede gefallene Kiefer bei ihnen ein Gefühl der Befriedigung aus?

  12. 133.

    Die Post war im 19. Jh. zugegebenermaßen nicht sonderlich schnell, aber Briefe rückwärts in der Zeit zu verschicken wäre mir neu ;-).
    Den Vergleich Kiefer - Atombombe hätte ich jetzt auch nicht in der Form gewählt,
    der Hinweis auf die ehemaligen Brandenburger Waldstrukturen ist allerdings interessant!

    Schönen 4. Advent noch an alle, und das Gedicht für den Weihnachtsmann nicht vergessen !

  13. 132.

    Wenn Sie statt den Autos mit Verbrennungsmotoren alle Bundesbürger zum Umstieg auf Fahrräder und elektrischen ÖPNV bewegen können, bitte nur zu legen Sie los, Sie haben meine volle Unterstützung. Ich hol mir dann ein S-Pedelec zum auf die Arbeit fahren.

    Aber oh Wunder 95% wollen garantiert nicht ihr Auto abgeben! Da ist nachgewiesenermaßen das EAuto das geringere Übel, da es auf den Lebenszyklus aktuell schon rund 30% weniger CO2 ausstoßen. Zukünftiges Potential ist noch viel größer mit immer mehr EE und digitaler Ladesteuerung wenn EE Überschüsse liefern. (Akkuspeicher mit PV werden auch immer günstiger und wichtig für die Energiewende)

  14. 131.

    "...für die bereits ein Mehrfaches an Fläche aufgeforstet worden ist."

    BITTE?
    Mit derart leeren Worthülsen waren die Kolumnen im Spätherbst 2019 bespickt, um die Zerstörung von Natur- und Lebensraum für den Bau der 44. Fahrzeugfabrik in Deutschland zu rechtfertigen, die es auf einem Wasserschutzgebiet inmitten eines Landschaftsschutzgebietes zu errichten galt.
    Wer auf derart plumpen Journalismus hereinfällt, erkundigt sich auch nach den Leitern, wenn im Himmel wieder einmal Jahrmarkt ist.

  15. 130.

    Ach Thomas so doof kann doch keiner sein eigentlich....

    Ich schrieb explizit TRINKwasser.

    Ich kenne meinen Verbrauch sehr gut, den schrieb ich doch auch. In Deutschland ist es eben Borschrift in Trinkwasser zu duschen.

    Durch Regenwassernutzung muss ich das ja eh alles abrechnen. Bei mir ist es aber umgekehrt zum Grünheidener, der auf seine hunderte Liter am Tag im Garten verbrasstes Wasser dank Gartemwasserzähler keine Schmutzwassergebühr zahlen muss. Ich muss für meine Toilettenspülung eben nur den Schmutzwasserbeitrag zahlen....

  16. 129.

    Ui Sie haben rausgefunden, welcher Hauptschadstoff bei Tesla entsteht. Ich musste Sie aber auch zig mal drauf hinweisen. Und wie Heizen Sie und ihre Nachbarn so? Bestimmt nicht mit Gasbrennwert oder? Bei Ihnen kommen noch gute alte ostdeutsche Braunkohlebriketts in den Ofen oder?

    Dann könnten Sie wissen, wie sauber stationäre Gasflammen verbrennen und wie dreckig ein deutscher Diesel ist (VW Abgasbetrug ick hör dir trapsen - der NABU ist da bei VW seeeehr großzügig und spricht von Abweichung etc.). Wieviele alte VW Diesel wohl in Grünheide rumfahren? Mit Immissionsort 30 cm über dem Boden, 50 cm vom Bürgersteig entfernt....perfekte Kinderatemhöhe oder? Aber was solls ein paar Lungenärzte mit Dyskalkulie haben NOx aus Dieselmotoren für unbedenklich erklärt....

  17. 128.

    Mit Ihrem Kommentar wird nur wieder deutlich, dass es Ihnen gar nicht um Grünheide geht, sondern allgemein um den Bau der von Ihnen sogenannten "E-Monster".

    Jährlich werden in Deutschland rd. 80 Mio Festmeter Holz eingeschlagen und typischerweise die Fläche nur 1:1 ersetzt. Hier war es gerade mal rd. 50.000 Festmeter grißteils hiebreifes Nutzholz (das Alter der meisten Kiefern hatte die Kieferborthopädin von Herrn 88 vor twei Jahren hierherazspisaunt), für die bereits ein Mehrfaches an Fläche aufgeforstet worden ist.

    Es spielt dabei keine nennenswerte Rolle, wo die Autos gebaut werden. Der Energiebedarf ist an allen Standorten ähnlich.

    Sie haben sich wieder mal selber verraten.

  18. 127.

    Alles Kommentare völliger Ahnungslosigkeit! Erst drei Liter Wasserverbrauch pro Kopf und Tag ach nein, es könnten auch vier sein, bloß nicht festlegen, damit keiner merkt, dass man keine Ahnung hat. Wieso sind es dann bei Ihnen 80 pro Kopf und Tag? Fragen über Fragen!

    Zwischen Wasserverschwendung und Unwissenheit, wie viel Wasser man verbraucht, liegt ein großer Unterschied.
    Wissen Sie eigentlich, wie hoch der Wasserverbrauch Ihrer Waschmaschine ist. Auch dafür genügen vier Liter pro Tag nicht. Argument: "Sie geben Ihre Wäsche in die Reinigung, dann haben andere den Verbrauch und nicht Sie."

  19. 126.

    Ihr Kommentar offenbart tatsächlich ihren Denkansatz, der aber nach meinem Dafürhalten unweigerlich zu einer Verschärfung der Klimakrise führen wird.
    Ein E-Fahrzeug ist weder nachhaltiger oder klimaneutraler als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, schon gar nicht, wenn es - wenn ich Sie richtig verstanden habe - Milliarden davon geben soll.
    Mit Verlaub, aber für die Errichtung einer Fahrzeugfabrik ein für mitteleuropäische Verhältnisse zusammenhängendes Waldgebiet zu zerstören halte ich für ein Verbrechen gegen die Umwelt, auch weil hier Klimaneutralität und Nachhaltigkeit leere Worthülsen sind und bestenfalls als Werbekampagne zur Steigerung der Börsenwerte taugen.

  20. 125.

    Einstein hatte mit einem Brief an Roosevelt erfolgreich den Bau der amerikanischen Atombombe gefordert. Ist ähnliches auch über einen Brief von Fontane (1819-1898) an den alten Fritz (1712-1786)wegen der Holznot bekannt? Bei den Revolutionen 1848 waren die Kiefern und Fichten schon als Preussenbäume verschrien.

    "Vor der Besiedlung im 12. Jahrhundert war das Gebiet des heutigen Berlins weitgehend mit Wald bedeckt. Die vorherrschenden Waldtypen waren Eichen-Hainbuchenwälder auf den lehmigen Böden der Hochflächen (Teltow, Barnim, Nauener Hochfläche) und die Kiefern-Eichenwälder auf Tal- und Hochflächensanden des Urstromtals und des Grunewalds. Auf grundwasserfernen Standorten war der Kiefern-Eichenwald als Traubeneichen-Kiefernwald, auf grund-wassernahen als Stieleichen-Buchenwald und Stieleichen-Birkenwald mit Kiefernanteil ausgeprägt." Q: Umweltatlas Berlin, Bestandsstruktur der Wälder 2005

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