Anschluss zum Schichtwechsel - Tesla kauft eigenes Gleis für Shuttle-Zug nach Grünheide

Do 27.01.22 | 18:31 Uhr
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Tesla kauft Bahn Gleis für Shuttle-Zug zum Werk in Grünheide
Bild: Phil Beng/rbb

Der US-amerikanische Elektroautobauer Tesla hat für eine bessere Anbindung an sein Werk im Grünheide (Oder-Spree) ein bereits vorhandenes Gleis von der Deutschen Regionaleisenbahn Gruppe (DRE) erworben. Das bestätigte am Donnerstag eine Sprecherin des Brandenburger Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung.

Tesla plant demnach, bis zur Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs Fangschleuse zu den Schichtwechselzeiten einen Shuttle-Zug fahren zu lassen - von Erkner zu einem neuen Haltepunkt an dem Gleis südlich des Werksgeländes. Planung, Bau und Betrieb des Shuttles einschließlich des Haltepunktes liege bei Tesla, wie es vom Ministerium weiter hieß. Zunächst hatte die "Märkische Oderzeitung" darüber berichtet.

Bislang nur testweise Produktion

Tesla-Chef Elon Musk hatte gehofft, dass die Produktion von Elektroautos in Grünheide schon Ende 2021 starten kann. Doch der Bauantrag wurde unter anderem um eine Batteriefabrik erweitert, was das Genehmigungsverfahren verlängerte. Die Prüfung ist nach Angaben des Brandenburger Umweltministeriums in der Schlussphase.

Tesla baut das Autowerk in Grünheide über vorzeitige Zulassungen. Zu Testzwecken werden darüber auch bereits Fahrzeuge produziert. Das Unternehmen geht bisher davon aus, dass das Werk bei voller Auslastung 500.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren kann. Umweltschützer befürchten durch die Ansiedlung einen Mangel an Trinkwasser in der Region, auch in Berlin.

Sendung: Antenne Brandenburg, 27.01.2022, 18:30 Uhr

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29 Kommentare

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  1. 29.

    Wenn Deutschland soviel Güterverkehr auf der Schiene hätte, wie Amerila, würde manche Autobahnbrücke nicht wegen Überlastung einstürzen und Iserlohn nicht Im Autobahnersatzverkehr ersticken. Da lobe ich mir doch die Bahn, da wurde in der Eifel eine Brücke wegen Unbefahrbarkeit gesperrt und jetzt 9 Jahre später konnten 1000e Tonnen nach dem Eifelhochwasser über die Brücke fahren, gegen den Willen der staatlichen DB. Es war eben in der Verwaltung mit Arbeit verbunden und die arbeitet nicht gern

  2. 28.

    Vielleicht hat Tesla ja diese Bahnstrecke gekauft, um Wasser aus dem Ort im Westen herzuholen. ; - ) Dort verwirft man wegen aktiver Grundwasserhaltung grossen Mengen während hier der WSE seine Hausaufgaben nicht macht. Deshalb aber gleich die hier thematisierte Bahnstrecke abzureissen, entbehrt jeglicher Rechtsgrundlage.

  3. 27.

    Wer sich informiert hat, weiß, dass auf der gekauften Bahnstrecke der RE1 nicht fährt, da die Gleise im GVZ enden, der RE1 aber weiter nach FFO fährt. Falls Sie mir nicht Glauben, fragen Sie mal Ihren Bekannten Klaus,S.

  4. 26.

    Der Verlauf der Strecke findet sich in den ausgelegten Lagepläne. Warum haben Sie sich nicht innerhalb der letzten zwei Jahre im Neuland informiert?

  5. 25.

    Rechnen Sie doch lieber in kWh statt in Superchargern. Ein EV braucht wenigar als 20kWh/100km. Wenn der Mitarbeiter also 50km Anfahrt hat und 8h arbeitet braucht er 1,3kW Ladestrom um wieder mit einem vollen Akku zu starten. Runden wir auf 3kW auf, damit am Ende ein bisschen mehr im Akku ist und Ladeverluste berücksichtigt werden brauchen wir bei 3000 Teslas auf dem Parkplatz wahrscheinlich kein extra Kraftwerk, sondern weniger als 9MW. Ich würde schätzen, dass die Fabrik selbst deutlich mehr Strom braucht.

  6. 24.

    Stuss labern ist hier wohl beliebt.

    Ändert nix daran, dass die RE1 Strecke nicht der DRE gehört und die deutsche Bahn wohl kaum Teile der Gleise von Berlin nach Frankfurt Oder verkauft, wie Tram88 suggerieren möchte.

    Meine Güte scheint wohl alles zu schwierig zu sein. Tesla hat ein einzelnes Gleis gekauft, was von der RE1 Strecke abzweigt und über das Tesla Gelände ins GVZ Freienbrink führt.

    Dass Tram88 das entweder nicht kapiert oder bewusst Stuss labert ist einfach nur Panne....

  7. 23.

    Ich bin schon ganz dolle gespannt, in welchem Jahr das Genehmigungsverfahren beendet sein wird, wir leben schließlich in Deutschland, da hat man es nicht so eilig mit sowas!

  8. 22.

    Die Hochrechnung auf vollständige Umstellung von Verbrenner auf Elektro würde ich gern sehen. Berücksichtigen Sie aber auch die ca. 1,5kWh/l Diesel oder Benzin, die bei der Herstellung benötigt werden.
    Wenn Sie einen Verbrenner fahren, benötigen Sie bzw. die Raffinerie also zusätzlich zum Kraftstoff ca. 40% des Strombedarfs eines durchschnittlichen e-Mobils.

  9. 21.

    "Das(s) Sie von der RE1 Strecke rumfabulieren zeigt doch nur Ihre komplette Ahnungslosigkeit.

    Interessant! Welche Bahnlinie fährt denn sonst am Tesla-Werk vorbei?

    Sofern Sie sich mit dem Thema, über das Sie schreiben , beschäftigen würden, wüssten Sie genau, für welche Zwecke das Gleis zertifiziert wird und bräuchten nicht mutmaßen.

    Vielleicht mal beim nächsten Besuch im Großraum Berlin-Brandenburg den RE1 benutzen, aber nehmen Sie sich Zeit, es könnte sein, dass der Zug wieder etwas länger unterwegs ist.

  10. 20.

    Bin nicht so narrisch und beschnüffle den B-Plan. Es waren mal 5 o der 4 Ordner , die Tesla vorlegte und alle aus den Ämtern waren begeistert wie umfassend und gründlich Tesla alles darlegte. Dann hörte ich von Schwärzungen in den Texten und so vielen Nachfolgeordnern. Ich fühlte mich verscheißert und habe als Naturfreund und Löcknitztalkenner nur noch gedacht: Das ist der falsche Standort. Nun habe ich gerade wieder den "beliebten" Bürgermeister in der Kontrastesendung erlebt und kann nur noch traurig sein . 1989 waren wir so hoffnungsvoll für unser geschundenes Land.

  11. 19.

    "Damit werden auch in diesem Punkt die Kritiker Lügen gestraft, die hierzu behaupteten, dass Tesla kein Interesse an der Schiene hat."

    Hier zu vermeldete schon vor längerer die "Süddeutsche": "Fabrik mit Schienenanschluss - eine mehr als 100 Jahre alte Idee wird neu aufgelegt."

    Es geht hier viel mehr um betriebswirtschaftliche Überlegungen, als um das Interesse an der Bahn. Ansonsten
    schließe ich mich inhaltlich Kommentar 4 an.

    Unternehmen Sie doch mal wieder eine Bahnfahrt und schauen Sie während der Fahrt aus dem Fenster, dann fällt Ihnen vielleicht auf, wie viele Fabriken einen Bahnanschluss haben.

  12. 18.

    Da trauen sich selbst die Chinesen in Europa noch nur sehr zaghaft ran. Erst einmal muss Tesla den Semi zum Laufen bringen, damit der die Container mit einer der unzähligen LKW-Fahrten auch vom alten "Stasi"-Bahnhof im GVZ rüber zur Fabrik bringt. Denn auch dazuvgibt es Planspiele. Nicht, dass die dafür auf Mercedes oder MAN zurückgreifen müssen.

  13. 17.

    Tesla hatte bereits für die allersten Model S Wechselakku vorgesehen, dann aber wieder verworfen, ebenso Renault. Eine Wechselstation war später auch mal zu der Zeit, als Günther neu im Amt gewesen ist, in der Nähe des Hafen Spandau angekündigt gewesen.

    Die Chinesen hatten auch Wechselakkus für Busse im Einsatz gehabt, dass dann aber zugunsten der Gelegeneheitsladung wieder verworfen. Übrig geblieben ist ein Chinese.

    Ein BEV-Akku ist technisch "geringfügig" komplexer als eine Taschenlampenbatterie und kann deshalb nichtmals zwischen verschiedenen Baureihen eines Herstellers beliebig getauscht werden. Schon die Normung der Ladeanschlüsse war ein schwieriges Unterlagen mit derzeit weltweit versch. Systemen.

  14. 15.

    Woher wollten Sie glatt noch sein? Wohl nicht aus der Gegend dort, jeder weiß doch welches Gleis der DRE gemeint ist.

    Das Sie von RE1 Strecke rumfabulieren zeigt doch nur Ihre komplette Ahnungslosigkeit. Sie scheinen nicht einmal einen flüchtigen Blick in den B-Plan oder irgendwelche anderen Unterlagen gewagt zu haben.

    Nur so nebenbei: Tesla wird das Gleis (es ist nur 1) ziemlich schnell ertüchtigen müssen, aktuell ist das meines Wissens nicht für Personentransport zertifiziert.

  15. 14.

    Noch absurder: auf welcher Grundlage könnte eine Auflage gegenüber Tesla die DRE zum Verkauf ihres Eigentums verpflichten.

    Ideen ham die Leut.....

  16. 13.

    Also wenn schon, dann machen Sie doch den Lesch. Ne Ladesäule hat doch wohl mindestens 350 kW. Darunter geht's nicht.

    Bei 8h Schichten würden 3,6 kW schon reichen. Also ne verstärkte Steckdose, z. B. ne blaue Campingsteckdose. Knapp 29 kWh Nachgeladen würde schon für rund 150-200 km Arbeitsweg reichen.

    Aber ja die Wissenschaftler von renommierten Forschungsinstituten, Technischen Unis haben bestimmt alle keine Ahnung, da Sie in 2 Zeilen zeigen, dass das gar nicht gehen kann.

  17. 12.

    Das ist vollkommen richtig! Daher sind Wechselsysteme ein MUSS, so wie es die Chinesen vormachen. Aber E-Autos generell in Frage zu stellen ist auch Quatsch.

  18. 11.

    Nur weil Tesla seinen Mitarbeitern vergünstigt ein Fahrzeug anbieten könnte, besteht keine Verpflichtung, auch den Strom dazu zuliefern. Die Argumente werden immer abenteuerlicher.

  19. 10.

    Auf welcher Rechtsgrundlage kann Tesla zum hier thematisierten Kauf der DRE-Strecke gezwungen werden? Dass die diverse Züge fahren lassen wollen, ist dabei schon vor über zwei Jahren mit der Erstauflage der Antragsunterlagen bekannt geworden wie auch das vor knapp zwei Jahren in deren Auftrag erstellte Gleiskonzept die GV-Erschliessung auf der Schiene aufzeigt.

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