Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) - Gerichtsverhandlung über Tesla-Wasser muss wegen Corona-Fällen vertagt werden

Mo 07.02.22 | 14:51 Uhr
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Blick auf die Baustelle der Tesla Gigafactory in Grünheide (Brandenburg, Luftaufnahme mit einer Drohne) © dpa/Patrick Pleul
Audio: Antenne Brandenburg | 07.02.2022 | Philip Barnstorf | Bild: dpa/Patrick Pleul

Das Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) hat die Verhandlung über eine Klage von Umweltschützern gegen eine wasserrechtliche Genehmigung verschoben, die auch das Tesla-Werk in Grünheide (Oder-Spree) betrifft. Der Anwalt der Umweltverbände sei erkrankt und habe deshalb um Verschiebung gebeten, teilte das Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) am Montag mit. Auch ein Mitarbeiter des Gerichts sei erkrankt. Das Verfahren werde möglichst zeitnah neu terminiert. Es sollte eigentlich am Freitag stattfinden.

Noch keine wasserrechtliche Genehmigung

Der US-Autobauer Tesla baut vor den Toren Berlins in Grünheide in Brandenburg seine erste europäische Fabrik. Dort sollen einmal bis zu 500.000 Elektroautos pro Jahr hergestellt werden. Doch noch fehlt die endgültige Genehmigung der zuständigen Behörden. Der Streit um die Wasserversorgung des Werks begleitet das Vorhaben seit Beginn.

Die Grüne Liga und der Naturschutzbund Nabu haben gegen eine vom Landesamt für Umwelt am 28. Februar 2020 erteilte Genehmigung für die Wassererfassung Eggersdorf (Aktenzeichen VG 5 K 469/21) geklagt. Aus Sicht der beiden Verbände fehlen die nötigen Prüfungen. Sollte die wasserrechtliche Bewilligung vom Verwaltungsgericht aufgehoben werden, sieht der Wasserverband Strausberg-Erkner die ausreichende Lieferung an Tesla nicht mehr gewährleistet. Er soll Tesla jährlich mit 1,4 Millionen Kubikmeter Trinkwasser beliefern.

Das Tesla-Gelände in Grünheide liegt zum Teil im Trinkwasserschutzgebiet. Das Unternehmen geht bisher für das Autowerk bei voller Auslastung mit 500.000 Fahrzeugen von einem Wasserverbrauch von bis zu 1,4 Millionen Kubikmetern pro Jahr aus. Das Unternehmen verweist darauf, dass der Verbrauch pro Fahrzeug unter dem Branchendurchschnitt liege.

Sendung: Antenne Brandenburg, 07.02.2022, 14:30 Uhr

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46 Kommentare

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  1. 46.

    Richtig, es wäre zu einfach, eine Rückzahlung der Prämie in Abhängigkeit von der Haltedauer des E-Autos festzulegen.
    Damit dürfte aber auch dem letzten klar sein, dass es hier nicht um Umweltschutz geht, sondern nach der Abwrackprämie nur um die nächste Runde im Konsum-Karussell.

  2. 45.

    Würden die realen Einheimischen nicht massiv den Rasen sprengen, wäre das Musk vielleicht ebensowenig in den Sinn zu kommen wie über die Dame zu lachen, die Hochwasserschutz mit Trinkwasserspeicher verwechselt hatte. Dabei waren im vergangene Simmer die Trinkwassertalssperren laut Pressemitteilung der Harzwasserwerke überdurchschnittlich gefüllt.

  3. 44.

    Alle bleiben alle, auch wenn die Opel weniger Käufer finden. Dass die Zufriedenheit der Tesla-Kunden trotz der bekannten Mängel besonders groß ist, hatte ich dabei aber auch schon mal Ihnen belegt. Oder war das Wolf,R.? Schauen Sie dazu mal gemeinsam in das Archiv von Klaus, S.

  4. 43.

    Es war sogar meine Frau, die mich daran erinnerte wie mühsam es ohne Waschmaschine war. Sie war 7 Jahre wegen der Kinder nicht berufstätig. Ich bereitete in der Waschküche aber alles vor. Abends; nach der Arbeit. Erste tolle DDR-WM war sofort gekauft. Eine TM 64 aus Schwarzenberg. Sie sind eben durch und durch Schlauberger.

  5. 41.

    https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/rueckruf-bmw-3er-bei-545000-bmw-besteht-brandgefahr/

    https://efahrer.chip.de/news/330-mio-autos-insgesamt-zurueckgerufen-diese-marke-kam-am-haeufigsten-vor_106185

    https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentar-16-rueckrufe-in-zwei-monaten-mercedes-hat-jetzt-ein-qualitaetsproblem/27948448.html


    So sinnlos, Rückrufe mit Betriebsgenehmigungen fürFabriken zu verbinden. Selbst mit derABE des Fahrzeugs, dafür ist der Rückruf ja da.

  6. 40.

    Und wieder offenbaren Sie, dass Sie keinerlei Sachkenntnis haben, was eine Chemiefabrik ist.

    Aber egal, Fachkenntnisse erwarte ich von Ihnen sowieso nicht.

  7. 39.

    Danke "Holger" für diese Information. Ich selbst halte diese Kaufpreisprämie für absolut ungerecht. Wann nimmt der Teslafürsprecher "Alfred Neumann" zum Verkauf nach DK Stellung ?

  8. 38.

    Wäre ja auch zu einfach ne minimale Haltedauer in die Förderung zu schreiben.

    Aber halt, kennen Sie noch unseren letzten Verkehrsminister?

    Teslas verkaufen sich eben auch gebraucht wie geschnitten Brot. Ich hab auch schon überlegt in das Prämienkarrusell einzusteigen.

  9. 37.

    Andere Hersteller führen eine BEV-Quote von vier % ein. Die anderen Autos, die der Händler bekommt, müssen Verbrenner sein.

  10. 36.

    Weiß ich! Hatte auch schon berichtet, dass ich mit dem Auto auch nicht besonders zufrieden bin. Allerdings sind 100.000 Fahrzeuge eines Modells, deutlich weniger, als 1,5 Millionen aus vermutlich vier Modellen + Dunkelziffer. Spricht für eine schlechte Qualität der Bauarten.

  11. 35.

    Die “zufriedenen Kunden“ scheinen vom gleichen Schlag zu sein die auch dem Wasser Wunder des Bürgermeisters von Grünheide aufgesessen sind. Ich komme immer noch nicht darüber hinweg, wie “gewählte Volksvertreter“ solchen Betrügereien auf den leim gehen können. Ich vermute, Herrn Musk muss es besonders leicht gefallen sein seine Luft Schlösser an die Brandenburger Volksvertreter zu verkaufen. Anders kann ich mir die narrenfreiheit beim Bau einer GIGA Fabrik mit Chemie Fabrik in einem Trinkwasserschutzgebiet nicht erklären.

  12. 34.

    Besonders beliebt ist ja derzeit der Kauf von Elektroautos mit Kaufprämie bis zu 9000 Euro und der alsbaldige Weiterverkauf an dänische Händler, wobei die Kaufprämie hier für eine erquickliche Gewinnspanne sorgt. Nachzulesen u. a. hier: https://www.focus.de/auto/elektroauto/deutsch-daenische-connection-foerder-missbrauch-fdp-politiker-fordern-stopp-der-elektro-kaufpraemie_id_12856276.html. Besonders beliebt dabei: Tesla-Fahrzeuge, nachzulesen hier: https://efahrer.chip.de/news/e-autos-als-durchlauferhitzer-wie-die-foerderung-missbraucht-wird_105501
    So werden Steuergelder direkt in private Taschen umgeleitet, Umwelteffekt = 0. Glückwunsch!

  13. 33.

    Ihre Lösung für den menschengemachten Klimawandel?

    Weiter wie bisher funktioniert nicht.

    Die Menschen werden aber auch ihr Auto nicht freiwillig abschaffen.

  14. 32.

    Das Wasserproblem ist doch schon seit langen gelöst. Herr Musk hatte eindringlich und wissenschaftlich nachgewiesen, dass in Freienbrink genügend Wasser da ist (Wüstenvergleich!). Und unser Arne hat das Problem gleich sofort gelöst. Die Luft ist sein Zauberwort.
    Schaun ma mal!

  15. 30.

    Es ist ja nicht einmal das. Tesla ist eine Daten Krake. Ich verstehe nicht wie eine solche Firma hier betriebserlaubnis bekommt, obwohl der Datenschutz komplett ignoriert wird. Ich persönlich werde es nach diesem Wissen vermeiden neben einem Tesla zu parken. Wird alles aufgenommen. Und ist selbst durch den Eigentümer abrufbar. Alles wird per sim auf den Tesla Server übermittelt. Echt ne Frechheit. Aber der Profit ist wichtiger als persönliche Grundrechte, dazu gehört auch das Recht auf sauberes Trinkwasser für. Ich wünsche dem Mitarbeiter und dem Rechtsanwalt gute Besserung.

  16. 29.

    Wieder mal lassen Sie Ihrem antiquiertem Frauenbild freien Lauf.

    Wundert mich bei Ihnen nicht.

  17. 28.

    "Eine Betriebsgenehmigung sollte gründlich überlegt werden."

    Der Meinung bin ich auch! Hier müsste Sicherheit vor Profit stehen, schließlich sind Rückrufe von etwa 1,5 Millionen Fahrzeuge - die Dunkelziffer wird noch deutlich höher liegen - kein Pappenstiel.
    Unter diesen Umständen scheint mir auch die Klage gegen die vom LfU erteilte Genehmigung für die Wassererfassung Eggersdorf, mehr als gerechtfertigt.

  18. 27.

    Keiner zwingt Sie einen Tesla zu kaufen. Scheinbar findet Tesla genügend zufriedene Kunden.

    Von den Rückrufen von deutschen OEM fang ich nicht an. Sehe die Rückrufe immer unter "gefährliche Produkte" auf der BAuA Seite. Nervt immer dort die ganzen Autorückrufe...

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