In Grünheide produzierte Wagen - Tesla will offenbar kommende Woche mit Auslieferung erster Autos starten

Mo 14.03.22 | 21:11 Uhr
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Ein Tesla Model Y ist zum Tag der offenen Tür in einer Produktionshalle der Tesla Gigafactory zu sehen. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Video: Brandenburg aktuell | 14.03.2022 | Bild: dpa/Patrick Pleul

Am 22. März - also nur zwei Wochen nach der Genehmigung des Tesla-Werks - will der US-Elektroautobauer Tesla offenbar erste in Grünheide produzierte Autos ausliefern. Die Übergabe an die Käufer soll im Rahmen einer Veranstaltung stattfinden. Elon Musk wird auch erwartet.

Der US-Elektroautobauer Tesla will rund zwei Wochen nach der Genehmigung seines neuen Werkes in Grünheide bei Berlin die ersten Autos ausliefern. Dies ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vom Montag für den 22. März vorgesehen.

Bei einer Veranstaltung in Grünheide sollen demnach die ersten Kunden ihre Tesla-Autos erhalten. Dazu wird voraussichtlich auch Konzernchef Elon Musk erwartet. Eine Eröffnungsfeier soll hierbei für Mitarbeiter vorgesehen sein.

Die Informationsplattform "Teslarati" berichtete am Sonntag über die Lieferpläne. Der "Tagesspiegel" hatte bereits Anfang März berichtet, dass für den 22. März eine Eröffnungsfeier geplant ist.

Bau erst vor zehn Tagen genehmigt

Das Land Brandenburg genehmigte den Bau der ersten Elektroautofabrik von Tesla in Europa am 4. März. Das Autowerk steht schon. Gebaut wurde es von Tesla über rund 20 vorzeitige Zulassungen auf eigenes Risiko. Musk wollte ursprünglich am 1. Juli 2021 in Grünheide mit der Produktion beginnen.

Das Genehmigungsverfahren verzögerte sich aber, weil Tesla im Antrag für die Fabrik unter anderem eine Batteriefabrik ergänzte und dafür erneut eine Anhörung von Kritikern nötig wurde. Im Bescheid sind über 400 Auflagen genannt, darunter zum Trinkwasser, zur Reinhaltung der Luft und zum Umgang mit Störfällen.

Umweltverbände und Anwohner befürchten negative Folgen für Umwelt und Wasser.

Sendung: Antenne Brandenburg, 14.03.2022, 15:12 Uhr

 

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74 Kommentare

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  1. 74.

    "..Dörfer, die stark im Kommen sind wären etwa:
    Erkner, Neuseeland, Neukölln, Hartmannsdorf, Spreenhagen, Fürstenwalde/Spree, Alt-Rüdersdorf, Schönfelde, Beerfelde, Trebus..."
    So langsam reicht es mir. Haben sie immer noch nicht kapiert, dass "...im Kommen..." auch Versorgung mit Strom und Wasser bedeutet? Gegenwärtig ist lt. Einschätzungen der Landesregierung durch das Tesla-Werk zukünftig nicht mal die Versorgung der vorhandenen Bevölkerung gewährleistet geschweige denn ein Aufwuchs.
    Sollen die sich ihr Wasser im Supermarkt kaufen?

  2. 72.

    Erstmal, was haben die Mieten in der Region mit Tesla zu tun? Und wäre es nicht mal angebracht die Arbeit der Planungsbüros, der Genehmigungsbehörden, der Gutachter, der überwiegend deutschen Baufirmen wertzuschätzen. Das hat nichts mit Lobhudelei zu tun!
    Dass sich am östlichen Berliner Rand wieder Industrie ansiedeln wird, ist seit mindestens 20 Jahren abzusehen. Jeder der sich in der Zeit in Grünheide niedergelassen hat, hätte sich informieren können!
    Die Technologie, welche dort produziert wird, brauchen wir dringend, um von den fossilen Brennstoffen loszukommen.
    Ja, die Infrastruktur muss zügig ausgebaut werden. Da hilft uns allerdings keine NIMBY-Einstellung weiter.

  3. 71.

    Herr Neumann, bleiben Sie bei der Sache. Persönliche Angriffe dulden wir nicht und Sie sind jetzt schon öfter aufgefallen.

  4. 70.

    Musk Mann gegen Mann gegen Putin will kein Mensch sehen, die Welt ist schon vermüllt genug mit Video-Datenschmutz.
    Die Lage in Grünheide habe ich nochmals virtuell abgechecked mit OpenStreetmap, Dörfer, die stark im Kommen sind wären etwa:
    Erkner, Neuseeland, Neukölln, Hartmannsdorf, Spreenhagen, Fürstenwalde/Spree, Alt-Rüdersdorf, Schönfelde, Beerfelde, Trebus...

  5. 69.

    Herr Neumann, welche Falle meinen sie? Wer wie sie dafür plädiert, die im LSG gelegenen Wälder von Grünheide kahlschlagen zu lassen, der hat doch auch keine Hemmungen den Grunewald zu roden. Sie singen dabei wahrscheinlich noch die alte Berliner Schnulze:
    "Im Grunewald, im Grunewald ist Holzaktion, ist Holzaktion, ist Holzaktion"
    Bisher können sie sich nur aufgeilen an
    "Im Grünewald, im Grünewald ist Teslas`s Holzaktion, Holzaktion, Holzaktion"
    Damit nicht wieder Missverstände aufkommen. Für mich sind beide Wälder erhaltenswert, der von Berlin und der von Grünheide.

  6. 68.

    Herr Sascha, sinkende Wasserspiegel werden auch verursacht durch 1. Bodenversiegelung, 2. Abholzen der Wälder und 3. behördliches Wassermissmanagement.
    zu Pkt 1: 2020 und 2021 verdoppelte Brb die Versiegelungsrate auf 7 bis 8 ha/Tag. Bis 2020 sollte dieser Wert bundesweit auf 20 ha/Tag gedrückt werden. Brg ist auf gutem Weg diesen Zielwert allein zu schaffen.
    zu Pkt 2: Kahlschläge sollten die Ausnahme sein. In Brg nimmt die Rodung eine Favoritenstellung ein. Bolsonaro in Brasilien ist im Vergleich zu Tesla ein Waisenknabe. Relativ betrachtete hat der Konzern 2020 und 2021 in Grünheide ca. 8 mal mehr Wald vernichtet. Kompensation durch Aufforstung ist die reinste Augenwischerei. Frühestens in 50 - 70 Jahren erreichen die gepflanzten Bäumchen die Wirksamkeit der gerodeten Wälder. Inzwischen findet Klimawandel statt und wir roden weiter.
    Zu Pkt 3: Wassermissmanagement demonstrieren uns Politik, LfU und Tesla in Freienbrink gemeinsam mit den Grünen in vorderster Front.

  7. 67.

    Zunächst möchte ich "Paolo Giovanni" meinen Dank für die Idee mit dem Grunewald aussprechen, hilft die doch bei der Entlarvung der scheinheiligen Gegner des Industriegebietes Freienbrink-Nord, die bisher mit "Natur" und "Naherholung" argumentiert haben. Auch Sie sind ja in die Falle getappt.

    Dabei hatte Berlin Tesla wie auch Brandenburg ein legal überplantes Industriegebiet angeboten, Nur war das Berliner GI für Tesla mit lediglich 90 ha bekanntlich zu klein. Es gab aber Gerüchte rund im VinFast.

  8. 66.

    Die Brachflächen sind Ihnen doch ob Ihrer Unterstützung für den Grunewald-Idee auch total egal. Dass die in einem demokratischen Verfahren auch noch nicht überplant sind, interessierte Sie in den letzten gut zwei Jahren auch bestenfalls am Rande. Verständlich, dass angesichts dessen, dass Sie mal wieder erwischt worden sind, Ihnen die alte Bemerkung, die Ihnen zwischendurch mal rausgerutscht ist, peinlich ist.

  9. 65.

    Und deswegen machen wir prompt weiter mit der Vernichtung und Zerstörung letzter Ressourcen. Um E Autos mit Fossilen Energieträgern herzustellen. Oder wozu ist das Gaskraftwerk gedacht? Und noch mehr Wald welcher gerodet werden muss um die Infrastruktur anzupassen. Wurde alles in den ersten Informationsveranstaltungen , wenn man das so nennen kann, verschwiegen. Nun noch fünfzig Millionen vom Steuerzahler für den Bau eines Tesla Bahnhofs. Dann das Geld lieber für die Investitionen in ein drittes Gleis. Bringt mehr als dieses utopische Prestige Objekt.

  10. 64.

    Bitte nennen sie mir den Kommentar den Tag und die Uhrzeit an dem ich das von ihnen unseriöse Wort “verkackt“ benutzt haben soll. Nun reicht es aber mit ihren Verleumdungen. Ich muss erstmal nachsehen, wie es geschrieben wird! Fahren sie doch mal die Brandenburger Autobahn entlang, am besten Richtung Polen. Dort finden sie genug brachflächen bis zum Horizont. Es brauch nichts gerodet und abgetragen werden. Und kein Naherholungsgebiet, Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet und Trinkwasserschutzgebiet zerstört und vernichtet werden!!!

  11. 63.

    Wird noch mehr Infrastruktur kommen, dauert halt in Deutschland beim Ausbau der Infrastruktur.Der Bahnhof wird verlegt und mehrere neue Gleise für ankommende Güterzüge.Ein 2.Gleis in das Werk wird verlegt und elektrifiziert.Ich wäre auch dafür ein drittes Gleis von Fangschleuse bis Frankfurt/Oder zu verlegen um den starken Güterverkehr bei gleichzeitigem 20min-Takt des RE1 zu entkoppeln.
    Warum sinkt seit Jahrzehnten der Wasserspiegel?Verfeuern von fossilen Brennstoffen?Massentierhaltung?Monokulturen?Verschwendung von Trinkwasser?

  12. 62.

    Herr Josti, sie verkennen die Situation. Der Frust ist erst im Aufkeimen. Das wissen sie, weil die Leute jetzt zu spüren bekommen, wie sich für sie die Situation verschlechtert hat. Sie können können sicher sein, dass die Regierung in Potsdam nicht zur Ruhe kommen wird. Die Sache wird genauso blamabel enden, wie die allseits bekannten Großprojekte, die die Vorgängerregierungen vergeigt haben. Da braucht man sich nicht wundern, dass bestimmte politische Richtungen an Aufwind gewinnen. Man kann nur hoffen, dass die Sache nicht wie in der jüngsten deutschen Vergangenheit ausgeht als die SPD schon einmal die Karre in den Dreck fuhr. Heute kann man sich ja hinter der CDU und den Grünen verstecken. Die helfen am Niedergang. Erschreckend auch die Chaotentruppe, die auf Bundesebene sich hochgeturnt hat. Was haben wir verbrochen, dass wir mit solchen Leuten bestraft werden?

  13. 61.

    Ach so, es wurde als Argument für die Vernichtung von Umwelt und Natur doch immer die tolle Infrastruktur herangezogen? Wie kann es jetzt haken? Laut Herrn A.n. bin ich doch nur an der Autobahn, und an den regionalgleisen Fahrrad gefahren? Erst einmal wird jetzt auf Kosten der Steuerzahler der funktionierende Kreisverkehr auf eine utopische Kreuzung mit Ampelanlage umgebaut. Einhergehend mit weiterer Rodung von Wald.

  14. 60.

    Verständlich, dass sich die Tesla-Gegner ob der Genehmigung ärgern. Nur waren es gerade einmal rd. 100 Grünheider, die die Vorlage der BI für einen wenigstens symbolischen Widerstand genutzt hatten.

    Dass das Wasser die Mehrheit der Einwohner nicht interessiert, belegt u.a. die Pressemitteilung der WSE von Anfang Juli zu den Rekordverbräuchen.

  15. 59.

    Oh, nein, junger Mann, wir haben keinen Frust, aber Ihr könnt nicht alles haben. Ihr wollt Tesla, aber nicht die Konsequenzen. Also nehmen wir uns im Gegenzug , was uns zusteht. Keine sozialen Mieten mehr und wer nicht zahlt fliegt, so geht Marktwirtschaft.

  16. 58.

    Darauf habe ich nur gewartet, dass das Nicktrio (DNS) sich hier wieder mit der Masche meldet anderen vorschreiben zu wollen wieviel Wasser ihnen zusteht.
    Im Kommentar 4 hatte ich dazu geschrieben " Die negativen Folgen, die hier in diesem Forum seit Monaten verharmlost werden, wird es geben." Sie wollen also das Problem Tesla lösen, indem sie mir den Wasserhahn abdrehen?
    Sie schreiben dazu "Also das die Zeit 'wie eine Made im Speck leben' vorbei ist." Wieviel Frechheit und Unverschämtheit erlaubt ihr euch bei Tesla eigentlich?
    Und was ist mit meinem letzten Absatz, dem Thema "Gewerbesteuern" Herr Dominik? Ein sehr unangenehmes Thema für euch.
    Schert euch in die Wüste. Die öffentliche Meinung ist bei (den Betroffenen) uns so aufgeheizt, dass nur noch ein Fünkchen fehlt, um eine Explosion herbeizuführen.
    eingereicht 16:40/18:10/ 20:35/ 08:52

  17. 57.

    Im Gegenzug unterlassen dann die Teslajünger auch ihre Lobhudeleien für den Muskschen Irrsinn?

  18. 56.

    "Bär-linchen" sie scheinen nicht mitbekommen zu haben, Tesla kann auf dem Gebiet der Wiederurbarmachung sich nichts zu Gute schreiben, da der Konzern nichts gemacht hat und auch nichts bezahlt hat. Was von Seiten von Tesla geäußert wird ist nur Schall und Rauch. Es gehört zur demagogischen Vorgehensweise des Konzerns.
    Im Land Brandenburg gibt es eine sogenannte Flächenagentur, deren Aufgabe es Wiederaufforstungsmaßnahmen zu organisieren. Diese Truppe hat vom Land Brandenburg Geld bekommen, dass aus ehemaligem DDR-Vermögen stammt. Mit diesem Geld finanzieren sie Aufforstungsmaßnahmen. Tesla hat anscheinend keinen einzigen Cent für diesen Topf beigesteuert. Die Firmen, die den Auftrag bekommen, die Pflanzungen durchzuführen, werden anscheinend vergattert, wenn sie gefragt werden zu sagen: "Das ist für Tesla!" Das erinnert ans Märchen "Der gestiefelte Kater", wo der Kater die Leute anwies, wenn sie gefragt werden zu sagen, dass alles dem Müllerburschen gehört.

  19. 55.

    Herr Neumann wieso soll Berlin ein Industriegebiet anbieten. Brandenburg wirft mit Grünheide Tesla auch ein Erholungsgebiet zum Fraß vor. Tempelhof, Tegel, Adlershof, der Grunewald, das Messegelände haben alle eine viel bessere Infrastruktur wie Freienbrink zu bieten und die Leute hätten es nicht so weit zur Arbeit. Wie ich beobachten konnte, kommen nach Freienbrink sowieso die meisten Arbeitskräfte aus Berlin. Aber so blöd war man in Berlin damals nicht oder die Stadt hatte einfach Glück, dass die neue Bürgermeisterin noch nicht am Ruder war. Außerdem gab es da ja noch das Land Brandenburg, das auf anderem Gebiet viel bessere Voraussetzungen hatte, was sich anscheinend sogar bis Amerika rumgesprochen hatte. In der Vergangenheit hat die Brandenburger Regierung schon oft genug bewiesen, dass man das Land leicht schröpfen kann und am Ende mit der stinkenden Sch... allein zurücklassen kann.

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