Nach Produktionsstart in Grünheide (Oder-Spree) - Umweltverbände legen Widerspruch gegen Genehmigung von Tesla-Werk ein

Fr 25.03.22 | 17:12 Uhr
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Tesla-Chef Elon Musk bei der feierlichen Eröffnung des Werks in Grünheide am 22.03.2022. (Bild: rbb)
Audio: Antenne Brandenburg | 25.03.2022 | Nico Hecht | Bild: rbb

Nach der Eröffnung der Tesla-Fabrik in Grünheide (Oder-Spree) geht der Streit um die Genehmigung des Werks in eine neue Runde. Die Grüne Liga Brandenburg und der Nabu haben beim Landesamt für Umwelt (LfU) Widerspruch gegen die immissionsschutzrechtliche Genehmigung eingelegt.

Umweltverbände fordern umfangreiche Akteneinsicht

Die Umweltschützer fordern den Zugang zum gesamten Verwaltungsvorgang einschließlich der aktuellen Antragsunterlagen des US-Elektroautobauers für das Werk. Das Widerspruchsschreiben lag der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vor. "Wir wollen nachvollziehen, auf welcher Grundlage der Genehmigungsbescheid für das Werk zustanden gekommen ist", sagte der Geschäftsführer der Grünen Liga Brandenburg, Michael Ganschow. Der Genehmigungsbescheid für die Tesla-Fabrik solle überdies ungeschwärzt vorgelegt werden.

Das Landesamt für Umwelt habe die Vorlage der Antragsunterlagen in den letzten Wochen "verschleppt beziehungsweise verweigert", hatte es zuvor von den Umweltverbänden geheißen. Sie sehen sich bei den Unterlagen von Tesla nicht auf dem aktuellen Stand. Somit müsse nun durch Rechtsmittel Akteneinsicht erzwungen werden. Die Umweltschützer hatten wiederholt einen Baustopp bis zur Klärung von Fragen des Wasserbedarfs, der Abwasserbehandlung und des Umgangs mit Störfällen gefordert.

Produktion kürzlich angelaufen

Nach gut zwei Jahren Bauzeit war am vergangenen Dienstag die erste europäische Elektroautofabrik des Konzerns vor den Toren Berlins eröffnet worden. Die Bundesregierung und das Land Brandenburg feiern das Projekt mit Investitionen von um die fünf Milliarden Euro als Signal. In einer ersten Phase sollen 12.000 Mitarbeiter 500.000 Autos im Jahr herstellen. Die Fabrik ist die modernste der fünf Produktionsstandorte von Tesla in den USA, in China und jetzt in Deutschland. Tesla durfte erst starten, als die notwendigen Auflagen aus der Genehmigung von vor rund zwei Wochen erfüllt waren.

Sendung: Antenne Brandenburg, 25.03.2022, 17:30 Uhr

48 Kommentare

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  1. 48.

    Gut Herr Silverbeard endlich bin ich bei ihnen angekommen. Gut dass ich nicht aufgegeben habe. Auf diesem Niveau habe ich vielleicht die Chance, dass sie mich verstehen.

  2. 46.

    }}Herr Neumann woher wissen sie, dass Tesla eine Feuerversicherung abgeschlossen hat? Ich vermute Teslas Feuerversicherung ist der WSV-Brandenburg. [...] Die Vereinsführung stellen die Herren Woidke, Steinbach und Vogel dar. Sie stehen auch für den Namen WSV. {{

    Herr Klink, dass ist doch nur noch peinlich. Ihre Argumente sind und bleiben auf KITA Niveau.

  3. 45.

    Schauen Sie, da muß man einmal etwas erklären. Eine Klage kann jeder Vollidiot ohne die geringsten Beweise einreichen. Ob sich das Gericht dann auch damit beschäftigt ist eine ganz andere Frage.
    Also nur das Einreichen einer Klage an das Gericht ändert erstmal überhaupt nichts an der Realität. Ausser in der Klageschrift steht tatsächlich etwas neues, dass die bisherige Beurteilung stark genug verändert.

    Aber einfach nur reinschreiben 'Ich will Tesla nicht in Deutschland!' wird mit Sicherheit dazu nicht ausreichen... Und mehr hatten die Umweltverbände noch nie.

  4. 44.

    Herr Neuermann, machen Sie sich nun endlich mal stark, dass die Batteriefabrik im Grunewald entsteht. Ratzbatz, FNP geändert, Bebauungsplan erstellt und sofort mit vorläufigen Zulassungen gebaut. Im Teslatempo also!!!
    Im Grunewald ist ja nach Ihrer Meinung seit 100 Jahren nix passiert. Da das Gigading Berlin Brandenburg heißt und der Commandante eigentlich nur nach Berlin wollte und die Geschäftsadresse auch in Berlin ist, klappt das schon.
    Übrigens der Grunewald ist 1+ erschlossen, sogar per Schiff.
    Technologisch auch kein Problem, wenn die uralte Technologie bisher aus China oder U. S. eingeschifft worden ist. Also los A. N.

  5. 42.

    Die UVP war für das Industriegebiet Freienbrink-Nord übrigens am 24.02.2021 mit der Veröffentlichung des geänderten B-Planes abgeschlossen. Anders als vor zwei Dekaden, als der B-Plan erstmals aufgestellt worden ist, gehört die heute dazu. Der taz ist das nicht aufgefallen. Dabei due Linke deb Ansatz der fehlenden UVP ursprünglich zu nutzen versucht, um das Vorhaben auszubrensen, wurde aber in dem von ihr selbst beauftragten Rechtsgutachten auch dazu eines besseren belehrt.

  6. 41.

    Eine kurze Antwort auf Muschebubus Kommentar. Ich würde es begrüßen, wenn Tesla die Betonklötzer wieder ordnungsgemäß zurückbauen und sämtliche Schäden, die der Konzern angerichtet hat wieder beseitigen müsste. Schön wenn dieser Traum in Erfüllung ginge. Würde das Werk jetzt abbrennen, würde dadurch der Untergrund sicher stark geschädigt werden, was ganz sicher nicht anzustreben ist. Das wäre jedoch das kleinere Übel. Wenn Tesla erst 10 Jahre lang seine Vehikel und Batterien produziert hat, da gebe ich ihnen Brief und Siegel, dann ist das Grundwasser unrettbar verloren. Was aus der Tesla-Krake geworden ist, wage ich nicht zu prognostizieren. Dafür reicht meine Fantasie nicht aus. Die Marsvariante wäre wohl das beste für Brandenburg.

  7. 40.

    Die Vertreter des bundesdeutschen Rechtsstaates können Sie nur mit realen Fakten überzeugen. Dazu ist dieses Forum eh ungeeignet und dient eher der Unterhaltung. Deshalb nochmals mein Vorschlag: Herr Ganschow sucht Argumente. Warum sprechen ihn nicht einfach direkt an? Ich hatte dabei ia schon vor langen Monaten den Verdacht geäußert, dass Sie nicht mehr vorgelassen werden. Überzeugen Sie uns mit der PM der GL, dass die diesmal Ihre aktuellen Geschichten aufgegriffen und für einen Eilantrag zum Produktionsstopp genutzt hat. Ihre alten haben selbst die ja nicht überzeugt.

  8. 39.

    Dann liefern Sie halt endlich!!!Die BI und diverse Umweltverbände warten schon sehnsüchtig auf Ihre Expertise.

  9. 38.

    Herr Sascha, danke für ihre Kritik. Es war zwar nicht mein Ziel sie zum Lachen zu animieren, aber das ist besser wie keine Reaktion. Ich ziehe daraus meine Lehren, ich darf nicht so viel durch die Blume sprechen, ich muss deutlicher werden. Nur ich habe festgestellt, wenn ich meine Gedanken schärfer und klarer formuliere, dass ich von der Netiquette gesperrt werde. Herr Sascha, das wollen sie sicher nicht, weil sie dann nicht mehr lachen können. Ich gehe in mich und gestehe mir ein, dass ich zu viel Galgenhumor verbreite. Ich selbst kann darüber nicht lachen. Ich kriege eher das Heulen. Herr Sascha ich bitte sie, lachen sie für mich mit, besonders wenn ich dieses Zeichen verwende "*". Dann ist Witz angesagt. Ohne dieses Zeichen ist es witzlos. Ich glaube mit oder ohne dieses Zeichen ist es witzlos, sie und ihre Sinnesgenossen überzeugen zu wollen. Bei Küchenschaben hätte ich eher eine Chance.

  10. 37.

    Zum Glück haben wir den Kommentarbereich beim rbb. Was würde die Welt ohne die ganzen Experten machen, die hier alles besser wissen. Keine Unterlagen gesehen, aber ist klar, da kann nur gemauschelt worden sein. Und wenn ich dann hier lese, dass man davon schreibt, es wäre nicht schade, würde das Werk abbrennen, die gleiche sich aber darüber beschweren, dass das Werk im Trinkwasserschutzgebiet steht, dann komme ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Verschmutzung durch den Brand wohl egal?

  11. 36.

    Nun müssen Sie aber auch liefern und die Grüne Liga in Co. beraten!Eigentlich sind Sie ja ein U-Boot von Tesla, wer solch krude Thesen ständig verbreitet.Oder vielleicht auch Komiker...also ich finde es ja teilweise urkomisch.

  12. 35.

    Dann auf, Herrn Ganschow kontaktieren, damit er einen sofortigen Produktionsstopp erwirken kann. Wenn Ihr Team allerdings die Diskussionen rund um das Werk sorgfältiger verfolgt hätten, wüssten Sie dass die Werksfeuerwehr schon einen auf der Autobahnauffahrt brennen Verbrenner gelöscht hat.

    Sie haben zudem nucht bur due Feuerwehr im Gebäude auf deb Drohnenvideos bucht gesehen, sondern auch die Belege zu Ihren Behauptungen von neulich, due man im Freien eigentlich leicht erkennen müsste.

  13. 34.

    Herr Neumann, so ganz falsch liegen sie nicht. Es gibt leider jede Menge Ahnungslose. Ich versuche zu verhindern, dass diese Personen ahnungslos auf ihr für Tesla die Werbetrommel rührendes Geschreibsel reinfallen.

  14. 33.

    „Sie stochern im Nebel. Dass Brandschutzauflagen für die Inbetriebnahme erfüllt sein müssen, wissen hier in der Region spätestens seit dem BER selbst mit den Klammerbeutel gepuderte.“
    Sie Herr Neumann können mir nun sicher sagen, warum hat man wie sie sich in vorangestellten Satz ausdrücken, den Herrn Musk am Dienstag nicht mit einem Klammerbeutel gepudert hat. War etwa kein Puder mehr im Beutel? Schade aber weit schlimmer ist, dass sich auch kein Wasser im Feuerlöschteich befand. Wie gesagt, schade um die Fabrik wäre es nicht, wenn die abbrennt, dass aber so fahrlässig die Sicherheit der Beschäftigten missachtet wird ,ist nicht tolerierbar. Ich bin kein Brandschutzexperte aber ohne Wasser ist es schwierig einen Brand in der Gigafactory zu bekämpfen. Außerdem habe ich gelesen, bei solcher Werksgröße ist auf dem Betriebsgelände eine Werksfeuerwehr zu stationieren. In den Drohnenaufnahmen kann man sie nicht sehen. Es ist bald Ostern, deshalb hat der Herr Musk sie schon mal versteckt.

  15. 32.

    Ach Werner, bei all Ihrer "Expertise" setzen Sie wieder auf die Ahnungslosigkeit der Leser, dass es bei anderen Herstellern ähnlich ausschaut
    https://www.auto-medienportal.net/bild/detail/endkontrolle-eines-im-us-werk-chattanooga-gefertigten-vw-atlas

    PS: Schon Herrn Ganschow wegen Ihrer Erkenntnisse kontaktiert? Dann können wir bestimmt spätestens am Dienstag die PM der Grünen Liga zum Eilantrag für den Produktionsstopp lesen.

  16. 31.

    Ich schaue mir gerade das obige Bild an, auf dem Mr. Musk neben seinen Zebra-Look aufweisenden E-Monstern zu sehen ist. So doof ist der Kerl gar nicht würde der Berliner sagen, das Outfit von Zebras zu kopieren, dass den Tieren zur Tarnung dient. Bloß das klappt nur in den vegetationsarmen trockenen Savannen. Sogar Mr. Musk hat`s begriffen. Deshalb strebt er danach, dass sich auch bei uns wüstenhafte Verhältnisse einstellen. Er ist dabei sehr erfolgreich, da er einflussreiche Helfershelfer hat, die ihm in Freienbrink am diesjährigen Weltwassertag begeistert zujubelten. Sogar ein ganz klein wenig klimaschonend sind seine Aktivitäten. Wir brauchen nicht mehr bis Rügen zu fahren, wenn in Zukunft der Ostseestrand in Freienbrink beginnt. Das Baden gestaltet sich wegen der Strandbreite zwar etwas schwierig. Positiv ist aber, wir haben genügend Platz uns in der Sonne zu aalen. Das ist zwar krebsfördert, aber irgendwie müssen wir ja arbeitsplätzesichernd die arme Pharmaindustrie stützen.

  17. 30.

    Sie stochern im Nebel. Dass Brandschutzauflagen für die Inbetriebnahme erfüllt sein müssen, wissen hier in der Region spätestens seit dem BER selbst mit den Klammerbeutel gepuderte.

    Ich empfehle Ihnen aber gerne zum wiederholten Mal, Ihre "Expertise" mit der Grünen Liga zu teilen. Damit könnten die eine sofortigen Produktionsstppp erwirken. Ich erwarte aber, dass Sie sich wie gewöhnlich winden werden.

  18. 29.

    Apropos Versicherung, nehmen wir einmal an, Tesla hat eine Feuerversicherung abgeschlossen, so wie es der Herr Neumann behauptet. Dann kann man den anderen Kunden dieser Versicherung nur raten, schnell ihre Verträge zu kündigen, denn wenn die Tesla-Bude abbrennen sollte und Herr Musk die Versicherungssumme eintreibt, dann ist die Versicherung garantiert Pleite. Sie wäre nicht mehr in der Lage für andere Schäden die erforderlichen Geldsummen bereitzustellen. Also ist es ratsam, rechtzeitig die Versicherung zu wechseln.

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