Rund zehn Hektar Fläche - Wasserverband kauft Grundstück für Tesla-Klärwerk in Freienbrink

Di 24.05.22 | 11:13 Uhr
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Eine Luftaufnahme des Klärwerks Waßmannsdorf (Bild: imago images/Rolf Schulten)
Audio: Antenne Brandenburg | 24.05.2022 | Lucia Heisterkamp | Bild: imago images/Rolf Schulten

Schon lange ist für Tesla und das angrenzende Gewerbegebiet der Bau eines Industrieklärwerks geplant. Nun scheint es zumindest ein passendes Grundstück dafür zu geben.

Der Wasserverband Strausberg Erkner (WSE) hat mit dem Landesbetrieb Forst einen Kaufvertrag über ein Waldstück in Freienbrink abgeschlossen. Das bestätigte das Brandenburger Umweltministerium dem rbb. Auf dem rund zehn Hektar großen Areal in dem Grünheider (Oder-Spree) Ortsteil soll ein schon länger geplantes Industrieklärwerk entstehen. Die Anlage soll auch das Abwasser von Tesla verarbeiten.

Vorhaben 2021 gestoppt

Schon seit längerem wird über einen möglichen Standort für das Klärwerk diskutiert. Bereits im vergangenen Jahr hatte es Gespräche dazu gegeben. Doch waren die Gespräche Ende letzten Jahres ins Stocken geraten. Der WSE war nicht bereit, den vom Land geforderten Preis zu zahlen. Einen Planungsauftrag, den der WSE damals bereits ausgeschrieben hatte, zog der Verband deshalb im August 2021 wieder zurück.

Nun scheint es jedoch voranzugehen. Die rund zehn Hektar große Fläche ist schon länger als möglicher Standort im Gespräch. Die Auswahl des Standorts sorgte jedoch bereits für Kritik, da die Müggelspree für die Einleitung des geklärten Wassers genutzt werden soll. Umweltexperten fürchten dadurch Belastungen für die Gewässer Spree und Müggelsee.

Alternativen werden geprüft

Das Umweltministerium prüft deshalb auch die Alternative einer Abwasser-Druckleitung zum Klärwerk Waßmannsdorf, einem Ortsteil von Schönefeld. Solange die Prüfung noch nicht abgeschlossen ist, kann der WSE nicht mit den Vorbereitungen für eine Abwasser-Beseitigungsanlage in Freienbrink beginnen. Zudem muss der Kaufvertrag zwischen Wasserverband und Land noch durch den Haushaltsausschuss bestätigt werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, Nachrichten, 24.05.2022, 06:30 Uhr

23 Kommentare

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  1. 23.

    Wie wäre es mit einer Fernleitung aus den Braunkohlerevieren? Das Thema geht ja Ihnen weiterhin links dran vorbei.

  2. 22.

    Nur haben eben die demokratisch gewählten Volksvertreter mit grosser Mehrheit für die Ansiedlung gestimmt. In einer Demokratie gibt es aber immer auch Minderheitsmeinungen. Und zur Not holt man halt auch Redner von außerhalb.

  3. 21.

    Haben Sie für die 50 Mio. m³/a eine belastbare Quelle oder hat Ihnen das auch wieder so ein Vöglein zugezwitschert wie bei der Geschichte zum angeblich in die Baugruppe getreten LKW?

  4. 20.

    Der Dichter Heinrich Hoffmann von Fallersleben kannte Ende des 18. Anfang des 19. Jahrhunderts weder Tesla noch deren Chef, den Herrn Musk. Sonst würde sein Gedicht bestimmt wie folgt lauten;

    1. Tesla ade! Scheiden tut weh.
    Aber dein Scheiden macht,
    dass mir das Herze lacht.
    Tesla ade! Scheiden tut weh.

    2. Tesla ade! Scheiden tut weh.
    Gerne vergess ich dein,
    kannst immer ferne sein.
    Tesla ade! Scheiden tut weh
    .
    3. Tesla ade! Scheiden tut weh.
    Gehst du nicht bald nach Haus,
    lacht dich der Kuckuck aus.
    Tesla ade! Scheiden tut weh.

    Wobei ich den Text noch etwas wandeln würde in

    1. Tesla ade! Scheiden macht froh.
    denn dein Scheiden macht,
    dass mir das Herze lacht.
    Tesla ade! Scheiden macht froh.

    2. Tesla ade! Scheiden macht froh.
    Gerne vergess ich dein,
    kannst immer ferne sein.
    Tesla ade! Scheiden macht froh
    .
    3. Tesla ade! Scheiden macht froh.
    Gehst du nicht bald nach Haus,
    lacht dich Grünheide aus.
    Tesla ade! Scheiden macht froh.

  5. 19.

    Machen Sie, in dieser nichtpersönlichen und sachlichen Art weiter, um die Diskussion nach vorne zu bringen. Wenn Sie Argumente haben, dass die Standortwahl Tesla kein Geschäft für Brandenburg wird, dann greifen Erfolgsorientierte diese Argumente auch auf. Mir fehlt die Kompetenz Ihre Zahlen zu bewerten. Andererseits müssen Sie dann aber auch anerkennen, wenn die Region davon profitieren kann. Auch der Streit, was „profitieren“ ist, ist erlaubt. Finden Sie auch, dass die seit Jahren sich fleißig anpassenden Brandenburger, endlich von den letzten Plätzen weg müssen? Rechnen Sie ruhig nach, ob Klärwerk, Druckleitungen, Trinkwasserfernleitungen usw. ein Gewinn oder Verlust wird. Nur lassen Sie willige Unternehmer auch mal was unternehmen. Denn auch „Sie“ dürfen das... was unternehmen.

  6. 18.

    Na ja, eigentlich mischt er sich nicht ein sondern sagt seine Meinung.
    Ich mache mir vielmehr Sorgen über angebliche Brandenburger, die sonst als Neumann diesen Raubbau an unserer Umwelt verharmlosen.

  7. 17.

    Herr Wossi, eine kurze Überlegung zu ihrer Frage. In erster Instanz wollte der WSE ein Klärwerk mit einer Kapazität für 50 Mill. m³ Abwasser/a in Auftrag geben. Dafür benötigt man ca. 60 Mill. m³ Frischwasser/a, da ein Teil des Wassers nicht am Klärwerk ankommt.
    Das würde ca. dem 5-fachen entsprechen, was der WSE gegenwärtig fördert. Auf Grund der gegenwärtig prekären Wassersituation könnte man die Rechnung an dieser Stelle abbrechen. Spaßeshalber führe ich den Gedanken weiter. Das Klärwerk bräuchte um ausgelastet zu sein 30-35 zusätzliche Verbraucher ala Tesla. Wenn das Verhältnis des Flächen- und Wasserverbrauchs der Zuzügler dem von Tesla entsprechen würde, dann benötigen die Ankömmlinge 150 km² Fläche. Ganz Grünheide würde eine Betonburg werden. Es müssten noch 25 km² zugekauft werden, weil ganz Grünheide nur 126 km² groß ist. Wenn weniger Zuzug erfolgen würde, müssten die Anwohner für die des Klärwerkes aufkommen. Ob das Jemand will?

  8. 16.

    Es wird von den Grünen immer wieder behauptet, dass wir etwas am Klimawandel ändern können. Dabei ist diese sogenannte Energiewende Gift für unsere deutsche Industrie.

  9. 15.

    "Nun scheint es jedoch voranzugehen. - ... - Die Auswahl des Standorts sorgte jedoch bereits für Kritik, da die Müggelspree für die Einleitung des geklärten Wassers genutzt werden soll. Umweltexperten fürchten dadurch Belastungen für die Gewässer Spree und Müggelsee."

    Das Einzige was vorangeht ist, dass man langsam zu begreifen beginnt, dass Grünheide nun doch der falsche Standort für eine Industrieansiedlung in dieser Größenordnung zu sein scheint.'
    'Tesla, hau ab' war kürzlich auf einem Schild zu lesen. Besser wäre, man hätte ihn erst gar nicht in die Region gelockt.

  10. 14.

    Manchmal sind “Berliner“ näher an Brandenburg als den Brandenburgern es bewusst ist. Sie werden es wohl kaum glauben, aber es betrifft auch mich. So bin ich weder neidisch noch habe ich irgendwas mit der “ölindustrie“ zu tun. Ich bin nur entsetzt, welche ökologischen Katastrophen verharmlost dargestellt werden, den Menschen das blaue vom Himmel versprochen wird, um weiter machen wie bisher, nur unter anderen Namen. Entweder haben sie sich die Brille aufsetzen lassen oder sie sind von der vermeintlichen ökologischen EE Industrie.

  11. 13.

    Wenn ich mir das obige rbb24-Bild anschaue, könnte ich mich fast für ein Klärwerk erwärmen. Doch eine Bedingung würde ich stellen. In jedes dieser runden Becken sollte man jeweils eine der Figuren von Potsdam stecken, die uns dieses Industrie-Monster in Freienbrück eingebrockt haben. Die würden so lange in dem Becken gerührt werden bis sie clean sind. Ich gebe zu, dass ich Zweifel habe, dass bei einigen Typen es schwer sein wird, dass die Prozedur gelingt. Andere dagegen wird es leicht fallen, die Farbe zu wechseln. Sie haben in der Vergangenheit genügend Erfahrung gesammelt. Ein Becken sollte man auch für Besuch aus den USA reservieren. Dem sollte man auch die Möglichkeit einräumen, dass er so sauber wird wie er es von sich behauptet. Natürlich kostet das auch etwas. Zu bezahlen bitte in Bar, Die Aktien sind wertlos bei dem zu erwartenden Kursverfall.

  12. 12.

    Ich frage mich, wieso braucht Grünheide ein Klärwerk, wenn kein Wasser da ist, was verschmutzt werden kann. Man muss fast froh sein, dass nicht genügend Frischwasser vorhanden ist. Allen Tesla-Gläubigen nur zur Information, auch die Erhöhung der Abwasserengen bewirkt eine Steigerung der CO2-Gehalte in der Luft. Das wird doch der Menschheitsretter made in USA wollen?

  13. 11.

    Was mischen Sie als Berliner sich hier eigentlich ständig ein? Neidisch, dass Tesla nicht in Ihre kaputte Stadt kommen wollte oder werden Sie von der Ölindustrie bezahlt?

  14. 10.

    Hier soll wieder ein Teil deutschen Waldes für die Energiewende geopfert werden. Wir müssen gemeinsam besser vor solchem Frevel schützen.

  15. 9.

    Einfach den in diesem Bericht verlinkten Artikel lesen. Vor Tesla gab es keine Pläne, die saubere Müggelspree zu verseuchten. Natürlich wird jetzt nachdem mit noch mehr Ansiedlung im Industriegebiet gerechnet wird ein weiteres Klärwerk benötigt. Bei geplanten Mitarbeitern im Sinne einer Kleinstadt?

  16. 8.

    Die Teslajünger haben natürlich recht. Tesla hat sich erst wegen freier Kapazitäten auf dieser Oberseite der Erdscheibe angesiedelt, gell?

  17. 7.

    "Der Bedarf des Klärwerks bestand erst mit der Tesla Ansiedlung" - Sind Sie sich da ganz sicher? Oder war der Bedarf schon vorher da und mit Tesla rechnet es sich erst? Eine Antwort auf die Frage wäre deshalb wichtig, weil dann die Frage nach der Bezahlung gestellt werden kann...

  18. 6.

    Welch ein S..... und wieder wird Wald platt gemacht.
    Wir regen uns auf,wenn der Regenwald abgeholzt wird ,sind aber nicht besser.
    Aber halt,es ist bestimmt nur Kiefernwald.

  19. 5.

    Der Bedarf des Klärwerks bestand erst mit der Tesla Ansiedlung. Und wieder fallen Hektar Weise Wald der unsäglichen Planung zum Opfer. Aber “die Region wächst“. Ziehen sie doch einfach nach Shanghai. Dort darf Tesla sich giga mäßig am Flächenfras beteiligen. Der Widerspruch in sich ... aber die Rettung ist das e Auto... dafür dürfen ganze Landesteile entwaldet werden. Für mich ist damit die sogenannte Energiewende ad absurdum geführt.

  20. 4.

    Der Streitpunkt war der Preis. Und jetzt?

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