Ergebnisse vom Landesumweltamt - Brandenburg sieht bei Prüfung von Tesla-Fabrik keine größeren Mängel

Fr 03.06.22 | 12:09 Uhr
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Ein im Bau befindlicher Tesla Model Y steht zum Tag der offenen Tür in einer Produktionshalle der Tesla Gigafactory. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Audio: Antenne Brandenburg | 03.06.2022 | Philip Barnstorf | Bild: dpa/Patrick Pleul

Der US-Elektroautobauer Tesla hat staatliche Auflagen zum Schutz vor Verunreinigungen und zum Naturschutz in der Fabrik in Grünheide (Oder-Spree) nach Angaben des Landesumweltamts "überwiegend erfüllt". Das geht aus ersten Ergebnissen einer umfassenden Prüfung durch Behörden vom 9. bis 20. Mai hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Bei der Prüfung des Immissionsschutzes wurden während der Kontrolle keine Sachverhalte festgestellt, die eine Untersagung des Betriebes rechtfertigen oder notwendig machen würden, teilte das Landesumweltamt mit. Die "Märkische Oderzeitung" [€] hatte am Donnerstag darüber berichtet.

Kleine Mängel, leicht zu beheben

Das Landesumweltamt stellte einige kleinere Mängel fest. So hätten zum Beispiel Aufstellorte von Maschinen einige Meter im Vergleich zu den eingereichten Unterlagen aus dem Bauplan abgewichen. "Derartige Mängel können durch Aktualisierung beziehungsweise Nachführung der eingereichten Dokumente geheilt werden, sofern diese Abweichungen ohne Auswirkungen zum Beispiel auf Lärmschutzmaßnahmen oder andere relevante Vorgaben bleiben", teilte Sprecher Thomas Frey mit. Außerdem seien Betriebseinheiten als in Betrieb angezeigt worden, die noch nicht errichtet worden seien. Beide Mängel könnten abgestellt werden, ohne Einfluss auf den laufenden Betrieb zu nehmen.

Die Auflagen zum Artenschutz seien vollständig und fachgerecht umgesetzt worden, teilte das Landesumweltamt mit. Dazu zähle die Umsetzung von Populationen der Schlingnatter und der Zauneidechse, die Ausbringung von Nistkästen für Baumbrüter und ökologischer Waldumbau.

In dem Werk in Grünheide läuft seit dem 22. März offiziell die Produktion von Elektroautos. Die sogenannte Erstrevision ist nach Angaben des Umweltministeriums ein üblicher Schritt nach Inbetriebnahme einer Fabrik.

Sendung: Antenne Brandenburg, 03.06.2022, 12:30 Uhr

11 Kommentare

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  1. 11.

    Wenn ein guter Diesel 600.000 km und 10 Jahre hält, ist das einfach zu lange. Man verdient zu wenig. Immer mehr setzen dann auf das tolle E- Auto. Lässt sich auch gut und grün rechnen.

  2. 10.

    Wieso sollte eine regulär auf Antrag der der WSE erteilte Fördergenehmigung von zusätzlichen 3 Mio. m³/a für Hohenbinde eine "Ausnahmegenehmigung" sein? Die Grüne Liga hat dazu nichts zu beklagen gehabt, sondern nur zu den 1 Mio. m³/a für Eggersdorf. Da der Brunnen dort schon vor Tesla nur geduldet gewesen ist, befürchtete der WSE deshalb ein "Fiasko", falls die GL vollumfänglich Recht bekommen hätte. Das trat aber bekanntlich nicht ein. Die vom Gericht bemängelte fehlende Beteiligung der Öffentlichkeit muss jetzt nachgeholt werden.

  3. 8.

    Die Belege für die angeblich "Ausnahmegenehmigung vom Tötungsverbot" konnten Sie aus dem fernen Chemnitz bisher nie liefern.

  4. 7.

    "Die Auflagen zum Artenschutz seien vollständig und fachgerecht umgesetzt worden..."

    Wer sich im Nachhinein von hochoffizieller Stelle eine Ausnahmegenehmigung vom Tötungsverbot für die unter Artenschutz stehenden Tiere wie Schlingnatter und Zauneidechse erteilen lässt, ist auch imstande sich u.a. für die oben angesprochenen Fehleinschätzungen feiern zu lassen.

  5. 6.

    Wenn von einer aus drei Sätzen bestehenden Mail nur der erste gelesen wird, kommt oft Unsinn heraus: "Note, this does not apply to anyone building cars, battery packs, or solar." lautet der zweite. Im dritten wird dann der Ausbau des Personals in diesen Bereichen angekündigt. Warum soll es Ihnen hier anders gehen.

  6. 5.

    Dass das Wasserthema nur am Rande mit Tesla zu tun hat und es im Gegenteil sogar dank zusätzlicher Förderrechte zu einer Entspannung im Versorgungsgebiet der WSE gekommen ist, hat sich noch nicht überall herum gesprochen.

    Es gab auch schon früher Menschen, die Kleinstwagen ala Trabant als adäquat für die Massenmotorisierung hielten so wie Sie ein Fahrzeug mit der Grundfläche eine Skoda Octavia schon als lastwagenähnlich vorkommt. Vergleichen auch Sie bitte mal die Produktionszahlen der Cargolifter mit der von Tesla oder auch deren Bilanzzahlen. Dann erkennen Sie schnell, warum der seit Jahren von vielen ICE-Fans erhoffte Knall bei Tesla bisher ausgeblieben ist und warum immer mehr ältere Auto-Konzerne sich vom Verbrenner verabschieden wollen.

  7. 4.

    Da geht's mir ja wie Herrn Musk.
    Ich habe auch ein super schlechtes Gefühl!

  8. 3.

    Was für eine Überraschung. Waren auch die Sonnenbrillen richtig geputz?

  9. 2.

    Das Problem liegt nicht in den Tatsachen vor, dass Maschinen nicht an genau der beschriebenen Stelle stehen oder noch nicht in Betrieb sind, obwohl als „in Betrieb“ angegeben. Das sind doch alles nur Scharmützel, um vor dem eigentlichen und riesigen Problem abzulenken, nämlich von der Tatsache der akuten Wasserknappheit in dieser Region. Die umliegenden Bewohner werden sich in Zukunft noch wundern. Übrigens: Wer braucht eigentlich diese Lastwagen ähnlichen SUVs. Ich finde, es ist eine Schande für die Politik, eine solche Umweltsauerei überhaupt zuzulassen. Ich warte - leider - schon längere Zeit auf den großen Knall, ähnlich dem Cargo Lifter Desaster vor ca. 20 Jahren.

  10. 1.

    Wie zu erwarten hat sich der Einspruch von Herrn Ganschow, wegen Gefährdung des Grundwasserleiters durch Löschwasser, in heiße Luft aufgelöst.

    Die Einspruchsfrist gegen die Genehmigung dürfte bald abgelaufen sein. Von den Umweltverbänden ist nichts zu hören.

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