Inflation und abgekühlte Weltwirtschaft - Tesla baut weltweit Personal ab - nur nicht in Grünheide

Di 21.06.22 | 21:41 Uhr
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Mehrere Exemplare des Model Y auf einer Montagestraße im Tesla-Werk Grünheide (Quelle: DPA/Patrick Pleul)
Audio: Radio Fritz | 21.06.2022 | Britta Nothnagel | Bild: DPA/Patrick Pleul

Der US-Elektroautobauer Tesla will weltweit jede zehnte Stelle streichen. Der Abbau werde in den nächsten drei Monaten erfolgen, kündigte Firmenchef Elon Musk am Dienstag an. Grund seien die hohe Inflation und die Abkühlung der Weltwirtschaft.

Nach rbb-Informationen ist das Tesla-Werk in Grünheide (Oder-Spree) allerdings nicht von den Stellenstreichungen betroffen. Demnach werden dort weiterhin pro Monat 500 bis 600 Mitarbeiter eingestellt. Aktuell sind etwa 5.000 Menschen in dem Werk in Grünheide angestellt, bis zum Jahresende sollen es 12.000 sein.

Probleme bei der Personalbeschaffung in Grünheide

Zuletzt war sogar von Problemen bei der Anwerbung von Mitarbeitern berichtet worden. Die Gewerkschaft IG Metall hatte erst am Wochenende darauf hingewiesen, dass es für Tesla wegen des Fachkräftemangels schwer sei, die geplante Zahl zu erreichen. Inzwischen biete der Konzern bei Neueinstellungen mehr Lohn an. Laut der Gewerkschaft seien einige Angestellte im Grünheider Tesla-Werk zudem unzufrieden mit der Vergütung.

Sendung: Fritz, 21.06.2022, 20.30 Uhr

7 Kommentare

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  1. 6.

    Beim BER sind wie in der Gastronomie und Hotellerie die Fachkräfte abgewandert, weil die sich Alternativen zur Kurzarbeit Null gesucht haben. Dem gegenüber hat Tesla, wie man eigentlich leicht an den vom RBB in kurzen Abständen gemeldeten Mitarbeiterzahlen (Mitte Mai 4.000, jetzt 5.000) erkennt , bisher wohl eher weniger Probleme gehabt, Personal zu rekrutieren als es der IG Metall liebt ist.

    Im Blauland werden Menschen anderer Nationen ja auch gern noch wie damals als "Fremdarbeiter" bezeichnet. Hier in Berlin ist man weltoffener. Ihnen sind die vielen Nationalitäten offensichtlich sehr wichtig. Dabei hatte der RBB auch über den Wohnort berichtet: "Die Hälfte der Beschäftigten wohne in Berlin, rund 40 Prozent wohnten in Brandenburg und zehn Prozent im Ausland."

  2. 5.

    Gewerkschaften sorgen dafür, dass immer mehr Unternehmen abwandern oder Stellen abbauen.

    Die Gewerkschaften betrachten nicht die Lage der einzelnen Unternehmen sondern verteilen Forderungen wahllos.

    Weltweit sinken Produktionskosten, nur in Deutschland steigen sie.

    Die Chinesen produzieren oft billiger, schneller und in gleicher Qualität wie deutsche Unternehmen. Das fängt beim Zahnersatz an ..schon allein da lassen sich 60% kosten bei gleicher Qualität sparen.

  3. 4.

    Hoppla, es fehlen Fachkräfte, wie interessant.
    Man Stelle sich vor, man baut eine Schule und nach Fertigstellung stellt man fest, Lehrer fehlen oder noch schlimmer, wir haben gar keine Schüler.
    Posse oder Wahrheit?

  4. 3.

    Ähnlich wie beim BER, es wird eine Fabrik in die Landschaft gebaut und stellt dann fest, aber Hallo, wo sind die Fachkräfte?
    Bisher gab es zum Glück noch 50 Nationen, die paar Fachkräfte über hatten.
    2019 wurde versprochen, Tesla schafft Arbeitsplätze für die Region. Wo endet die Region?

  5. 2.

    Ich bitte doch nochmal Ihren Kommentar zu überarbeitet, denn es geht wohl einiges daneben. Vor geraumer hatten Sie
    schon Musk mit Loriot verwechselt, denn bei Loriot war"....aber ist der Rasen schön grün.......".
    Also bitte zukünftig konkreter werden.

  6. 1.

    Dass Tesla welterhin weltweit Mitarbeiter für die Produktion von Autos, Batterien und Solaranlagen einstellen will, ist seit einer Mail von Anfang Juni bekannt

    Von 4.500 Mitarbeiter auf 5.000 in nur einer Woche für Fepnheide. Mit den Zahlen hat der RBB die IG Metall widerlegt. Vielleicht kommt ja hier auch bald saarländischen Schwenkbaren in Mode. Trotz erheblicher Zugeständnisse auch der IG Metall will Ford zukünftig in Spanien statt in Saarlouis E-Autos bauen.

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