Menschen stehen am 23.11.2016 im ehemaligen Umspannwerkwerk Kreuzberg in Berlin, im zukünftigem Cafe und Begegnungsstätte des Google-Campus. (Quelle: dpa / Wolfgang Kumm)
Bild: dpa / Wolfgang Kumm

Bauantrag abgelehnt - Google-Campus in Kreuzberg lässt auf sich warten

Im ehemaligen Umspannwerk an der Ohlauer Straße will Google Ende des Jahres seinen weltweit siebten Google Campus eröffnen. Doch mit der Baugenehmigung hapert es. Google muss offenbar beim Bauantrag nachbessern.

Der Umbau des ehemaligen Umspannwerkes an der Ohlauer Straße in Berlin-Kreuzberg zum Google Campus verzögert sich. Der Bauantrag für das im November angekündigte Start-up-Zentrum sei abgelehnt worden, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg, Julian Schwarze, gegenüber der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland".

Begründet wurde demnach die Ablehnung unter anderem mit dem Immissionsschutz und der geplanten baulichen Dichte, so Schwarze gegenüber der Zeitung. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg befürchte unter anderem eine zu große Lärmbelästigung der Nachbarschaft durch Veranstaltungen. Durch das geplante Einziehen einer zusätzlichen Etage in den historischen Bau wäre auch die für die Gegend festgelegte Geschossflächenzahl überschritten, so Schwarze weiter. Unklar sei auch, ob das Landesdenkmalamt Einwände gegen die Umbaupläne des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes hat.

Antragsverfahren läuft noch – Nachbesserungen möglich

Das Bauantragsverfahren ist allerdings noch nicht abgeschlossen, weshalb Google jetzt noch nachbessern kann. Google-Sprecher Ralf Bremer erklärte: "Wir freuen uns weiterhin auf den Campus Berlin im Umspannwerk, dessen Umbau, wie im November angekündigt, weiter voranschreitet." Man arbeite eng mit den zuständigen Behörden zusammen, um die historischen Merkmale des Gebäudes nicht nur zu bewahren, sondern im Sinne des Projekts und der Umgebung hervorzuheben.

Die Anwohnerinitiative Bizim Kiez zeigt sich nicht begeistet - auf Anfrage der Zeitung "neues Deutschland" äußerte sich Magnus Hengge von der Initiative "Es wird also noch hipper für die mobile-verrückten und hemmungslos endsolidarisierten Disruptions-Jünger der New Economy hier in Kreuzberg zu leben und zu arbeiten".

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