Chemotherapie in einer onkologischen Praxis (Quelle: imago/epd)
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Video: Super.Markt | 12.06.2017 | Robin Avram | Bild: imago/epd

rbb-exklusiv - Skrupellose Geschäfte mit Krebs-Wundermitteln

Rund 170.000 krebskranke Menschen leben in Berlin und Brandenburg. Manche setzen in ihrer Verzweiflung auf Wirkstoffe, denen von Portalen wie "Zentrum der Gesundheit" völlig überzogene Heilversprechen angedichtet werden. Aufgrund von rbb-Recherchen schreitet nun die Verbraucherzentrale ein. Von Robin Avram

Die Verbraucherzentrale Berlin prüft aufgrund von Recherchen des rbb-Verbrauchermagazins Super.Markt eine Abmahnung gegen den Hersteller eines Produkts, dem übertriebene Heilversprechen gegen Krebs nachgesagt werden. Die "Rotwein Extrakt Kapseln" des Herstellers Fair Trade Handels AG müssten laut Verbraucherzentrale mit einem Warnhinweis versehen werden. Auf der Packung müsse stehen, dass Personen, die Arzneimittel einnehmen, die Kapseln nur unter ärztlicher Aufsicht einnehmen dürften. Der Hersteller streitet das ab.

Der rbb hatte die Verbraucherzentrale im Rahmen einer Recherche über vermeintliche Krebs-Wundermittel und die Website "Zentrum der Gesundheit" auf den möglichen Gesetzesverstoß aufmerksam gemacht.

Die "Rotwein Extrakt Kapseln" mit dem Inhaltsstoff Trans-Resveratrol werden vom Betreiber des Webshops der Fair Trade Handels AG verkauft. Dieser Shop ist auf der Seite "Zentrum der Gesundheit" prominent verlinkt. Auf dieser Seite heißt es in einem Bericht, das Resveratrol, so wie es in Weintrauben vorliege, das Wachstum bösartiger Tumore verlangsamen oder sogar stoppen konnte. Neben diesem Text stand zum Zeitpunkt der rbb-Recherchen eine Werbung für die "Rotwein Extrakt Kapseln".

Wundermittel-Markt derzeit "völlig unkontrolliert"

Professor Andreas Michalsen, Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin sagte dem rbb dazu, dass entsprechende Studienergebnisse zu Resveratrol im Tier- und Laborversuch entstanden seien. "Es ist nicht zulässig, so ein Ergebnis so zu formulieren, dass der Konsument denkt, es trifft jetzt auch auf meine Krebserkrankung zu", so der Autor des Bestsellers "Heilen mit der Kraft der Natur".

Die Betreiber der Seite "Zentrum der Gesundheit" haben nach einer rbb-Anfrage sowohl die kritisierte Text-Passage als auch die Werbung für das Rotwein Extrakt neben dem Bericht entfernt.

Michalsen sagte dem rbb weiterhin, dass die Notlage der an Krebs Erkrankten immer wieder ausgenutzt werde. "Wenn man die Diagnose Krebs hat, ist man bereit, sehr viel Geld auszugeben", so Michalsen. Er kritisierte in dem Zusammenhang, dass der "zweite Markt" für vermeintliche Wundermittel gegen Krebs derzeit "völlig unkontrolliert" sei.

Update: Die Abmahnung der Verbraucherzentrale gegen die Fair Trade Handels AG war erfolgreich. Am 21.Juli 2017 ist bei der Verbraucherzentrale eine unterschriebene Unterlassungserklärung eingegangen. Die Rotwein-Extrakt-Kapseln sind laut VZ nicht mehr im Onlineshop erhältlich.

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22 Kommentare

  1. 22.

    Wie groß sind denn die Versprechen der Schulmedizin, das eine Chemo hilft. Die Chemos werden auch mit Nachdruck an Krebspatienten "verteilt" weil angeblich ohne Chemo keine Heilung erfolgen kann.
    Ist das nicht auch ein "Heilungsversprechen" der Schulmedizin ??????

  2. 21.

    Den Beleg habe ich dann wohl überlesen - können Sie mir bitte Seite und Abschnitt in der genannten Quelle dazu nennen?

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass heutzutage allein auf Chemotherapie gesetzt wird. Man wird doch wohl das Repertoir ausschöpfen, wie Fritz es schon angedeutet hat. Zusätzlich investieren Phamafirmen Millionen in Next Generation Sequencing Plattformen, um die Forschung in Richtung personalisierte Medizin zu dirigieren. Je besser man den Krebs versteht, umso zielgerichteter kann man dagegen vorgehen.

    Es gibt Studien, die einen besseren Therapieverlauf konstatieren, wenn Patienten an die Kompetenz des Arztes glauben, bzw. diesem Vertrauen. Schon der Glaube an die Behandlung kann Einfluss haben - siehe Placeboeffekt. Von daher muss ich Ihnen widersprechen, wenn es um das Arzt-Patienten-Verhältnis geht.

  3. 20.

    Hat die Lückenpresse nicht genug Anzeigenkunden aus der Pharma, oder macht sich die Lückenpresse Sorgen, weil Zentrum der Gesundheit mehr Leser hat?
    Das ist die einzige Frage die sich mir bei dem Artikel stellt.
    Investigativer Journalismus wäre mal die Lügenstudien der Chemomafia auseinanderzunehmen.

  4. 19.

    Zu Deiner Aussage eine kleine Richtigstellung:
    "Wenn man die Arzneimittelzulassungsgesetze nach den Nebenwirkungen ausrichten würde, hätten gerade Chemotherapeutika nicht die geringste Chance."

    Ich würde z.B. Haarausfall eher als 'Anzeichen des Anschlagens' der Chemotherapie denn als Nebenwirkung betrachten, denn Ziel der Therapie ist ja, das Wachstum von Zellen so zu beschleunigen, daß sich Karzinome 'totwachsen'. Da ist das Ausfallen des Haares schon ein netter, weil leicht zu verkraftender Indikator. Die Übelkeit ist in der Tat ein Problem, aber auch das kann man minimieren.

    Die Chemo ist ein harter Klopper, aber man will ja auch einen harten Gegner besiegen. Bestrahlungen sind nun auch nicht viel sinnvoller. Solange es keine anderen wirksamen Mittel gibt, nimmt man halt 'Hammer und Amboss'.
    Ich habe die 'Chance' genutzt - und bin dankbar, daß es geklappt hat.
    Ich schieße ungern mit Kanonen auf Spatzen, aber der Spatz ist in diesem Fall Krebs, von dem 22er Kugeln abprallen.

  5. 18.

    Der Begriff der Skupellosigkeit ist m. E. in diesem Zusammenhang völlig unangemessen und hinterhältig. Ich
    würde rbb anstelle von "Zentrum für Gesundheit" wegen übler Nachrede verklagen. Es ist doch eine Selbstverständlichkeit, dass alternative Angebote denselben Marktgesetzen folgen müssen, wie die
    pharmazeutischen auch, die nachweislich mindestens genausoviel Schaden anrichten, wie Nutzen. Wenn man die Arzneimittelzulassungsgesetze nach den Nebenwirkungen ausrichten würde, hätten gerade Chemotherapeutika nicht die geringste Chance. Stattdessen wird die aggressive Wirksamkeit zum Kriterium gemacht, die das Leben gleich noch mit vernichtet. Was für eine verdrehte Welt. Das heißt nicht, dass ich den gen. (vergleichsweise harmlosen) Alternativmitteln eine besondere Antikrebswirksamkeit zugestehe, aber deutlich sehe, dass man hier mit Kanonen auf Spatzen schießt bzw. dünne Bretter bohrt, während man vor den dicken Pharamriesen feige kneift.

  6. 16.

    Wenn Rotwein-Bestandteile wirklich solch eine krebshemmende Wirkung hätten, dürften in Rotwein-Anbaugebieten oder besonders in Winzerfamilien kaum Krebserkrankungen auftauchen.

    In der Tat haben Untersuchungen auch ergeben, daß Oliven und Knoblauch eine Prophylaxe gegenüber Krebs aufbauen sollen... vllt. liegt es aber auch an der grundsätzlichen Lebenseinstellung in dementsprechenden Anbaugebieten, die vor allem Streß vermeiden.
    Daß allein Streß Auslöser für Krebs sein kann, wurde auch schon angedacht (zumind. während meiner 'Krebszeit' 2004). Und 2004 jubelten meine Onkologen gerade über große Fortschritte in der Krebstherapie.

    Jeder stirbt! Der einzige Unterschied: mit Krebs ist es (noch) deutlich beschissener!

    Mein Fazit: so eine Chemo ist umso besser zu ertragen, je stabiler das Immunsystem und die allgemeine Konstitution ist.
    Wirkliche Todesangst hatte ich nur vor der Vivantes-Küche! Ich hab mir täglich beim Argentinier rotes Fleisch eingezerrt!

  7. 15.

    Ich hatte auch schon Krebs - allerdings an einer Stelle, die nicht zu viel Probleme bereitet, wenn man sie herausschneidet. Das war vor 13 Jahren... inzwischen habe ich auch die 'prophylaktische Chemo' einigermaßen mental verkraftet. 30 kg Gewichtsverlust in 6 Wochen hinterlassen auch Spuren im Gedächtnis... und vor allem die mentale Belastung, einer letalen Krankheit ausgesetzt (gewesen) zu sein.

    Vor allem in der Zeit zw. Diagnose und Therapie verliert sich der Gedanke an die eigene Wichtigkeit... vllt. ist genau dies die Letalität. Und in dieser Zeit ist man offen für so ziemlich jeden verrückten Gedanken, der evt. Heilung bringen könnte - was von einigen skrupellos ausgenutzt wird.

    Ich habe mir teures Cisplatin durch die Venen jagen lassen... dadurch wurden nicht nur evt. Krebsreste weggewuchert:
    nein, ich bin gleich etwas wertvoller geworden! 8-)

    Krebs ist leider immer noch gar nicht komisch... und schlimmer wird es durch Betrüger!

  8. 14.

    Kennt Ihr den Unterschied zwischen dem "Zentrum der Gesundheit" und RBB "stellvertretend für die öffentlich-rechtlichen)? Ganz einfach, beim Zentrum der Gesundheit muss man nicht bezahlen, wenn man nicht möchte, niemand ist verpflichtet die Produkte zu kaufen. Die öffentlich-rechtlichen muss man bezahlen, ob man möchte oder nicht. Das erklärt wahrscheinlich auch die sehr fragwürdige und einseitige Berichterstattung. Glaubt ihr etwa, die Krebsindustrie will morgen aufgeben müssen, nur weil es ein paar Naturheilmittel gibt, die Krebs tatsächlich eindämmen oder sogar in den Griff kriegen könnten? Da hängen tausende von Arbeitsplätzen und Milliarden von Euro dran. Wie naiv seid ihr eigentlich?

  9. 13.

    Für alle, die sich noch ein bisschen tiefer mit diesem Thema beschäftigen und ihre Vorurteile in Frage stellen wollen, insbesondere für Sabrina und Kommentator/in "traurig", hier noch zwei interessante Links:

    1. eine Diskussion zum Thema:
    http://www.rationalskepticism.org/pseudoscience/most-cancer-patients-die-of-chemotherapy-t31843.html?start=20

    2. ein detaillierter, qualifizierter Kommentar zu der von Sabrina zitierten zweifelhaften Studie:
    https://anaximperator.wordpress.com/2009/09/02/only-3-percent-survive-chemotherapy/

    Gute Nacht und beste Gesundheit für alle!

    Fritz

  10. 12.

    "5) Eine Korrelation zwischen Chemotherapie und Versterben der Patienten ist aufgrund der Daten nicht belegbar."

    Sie ist belegt.

    Sie ist dadurch belegt, dass die Quote der falschpositiven Befunde höher ist als die Quote der Chemotherapie-Überlebenden.
    Ich nenne beispielhaft Brustkrebs.

    Die Menschen sollten aufhören, zum Arzt zu gehen wie in die Kirche.
    Ein Arzt verdient kein vertrauen und ist auch nicht vertrauenswürdig.
    Das ist auch nicht der Sinn der Sache. Es geht um Aufklärung, Linderung, Heilung - aber nicht um Vertrauen. Vertrauen ist hier toxisch.

  11. 11.

    Es ist völlig unerheblich, wie alt die Studie ist.
    Es ist auch irrelevant, ob diese umstritten ist.
    Sie ist wissenschaftlich sauber und bislang nicht widerlegt. Das ist wesentlich.

    Es geht hier auch nur um die Chemotherapie, nicht um die anderen Behandlungen.

    Sie versuchen hier nur Ablenkungsmanöver zu starten.

    Die Medizin-Seiten auf Wikipedia sind - gerade wenn es um viel Geld geht - von Lobbyinteressen diktiert.
    Und bei Chemotherapie, Diabetes, Bluthochdruck, Cholsesterin, Impfungen, Brustkrebsscreening und anderen chronischen Behandlungen (bitte nicht mit chronischen Krankheiten verwechseln) geht es um sehr viel Geld.

    ----------------

    Legen Sie bitte eine Studie vor, die einen gesundheitlichen Vorteil der Chemotherapie gegenüber den Rotwein Extrakt Kapseln nachweist.

    Legen Sie bitte weiter
    eine Studie vor, die einen signifikanten gesundheitlichen Nutzen der Chemotherapie gegenüber der Nichtbehandlung nachweist.

  12. 10.

    Liebe/r Pustekuchen,
    vielen Dank für Ihre qualifizierten Anmerkungen. Verständlicherweise werden die Kommentare hier erst nach redaktioneller Sichtung freigeschaltet, deshalb hatten Sie meine Antwort auf Sabrina wohl noch nicht lesen können. Mit den "Daten im Zeitraum von 1990-2004" waren Sie natürlich präziser als ich, ich hatte 1998 als das von den Autoren herangezogene Referenzjahr zitiert. Ganz korrekt müsste man schreiben, dass die von den Autoren ausgewerteten Studien vom 1.1.1990 bis zum 1.1.2004 publiziert wurden. In welchen Zeiträumen deren Daten erhoben wurden, wird nicht angegeben.

  13. 9.

    Ich würde nicht mein ganzes Weltbild auf diesem Artikel aufbauen.
    1) Der Artikel wurde 2004 publiziert und bezieht sich auf Daten im Zeitraum von 1990-2004. 27 Jahre alte Daten sind kein sehr vertrauenserweckender Beleg für Ihre Theorie.
    2) Die Studie, die Sie anführen, belegt zudem, dass der Erfolg der Chemotherapie von Art des Krebses und dem Stadium der Erkrankung abhängt. Für Hodenkrebs stehen da zum Beispiel 41.8% Überlebensrate.
    3)Ich vermute mal, dass nur in den seltensten Fällen die Chemotherapie als alleiniger Ansatz zur Behandlung gewählt wird - daher ist es fraglich, wie repräsentativ das ist. Zusätzlich sind in dem Artikel für viele Krebsarten die Daten unvollständig.
    4) Selbst wenn nur 2% der Patienten von einer alleinigen Chemotherapie profitiert haben, sind diese Menschen sicherlich dankbar nach der Zeit noch am Leben zu sein!
    5) Eine Korrelation zwischen Chemotherapie und Versterben der Patienten ist aufgrund der Daten nicht belegbar.

  14. 8.

    Sie hatten doch unten geschrieben, Ihre Bekannten hätten eine "positive Prognose" gehabt. Jetzt schreiben Sie von "aus ärztlicher Sicht nicht mehr zu therapierenden Patienten". Was gilt denn nun? Ihre Ergänzung "die dann alles versuchen" deutet darauf hin, dass meine Vermutung stimmt, Ihre Bekannten hätten privat Geld für vermeintliche Wundertherapien ausgegeben.

    "Und Ihre Mutmaßung das ich nicht fachlich unterscheiden kann zwischen einer Nebenwirkung wie zum Beispiel Atemstillstand nach Embolie während einer Chemobehandlung vermögen selbst Sie zu klassifizieren, meine Beispiele im Bekannten und Verwandtenkreis hatten alle Lungenkrebs." ???
    Ein sprachlich und inhaltlich ähnlich sinnfreier Satz wie der von Sabrina (siehe meinen Kommentar dort).
    Eine Lungenembolie bei einem Bronchialkarzinom ist eher eine Folge der Krankheit als der Therapie.
    Lungenkrebs entsteht übrigens fast nie, wenn jemand weder aktiv noch passiv raucht. Wie sieht das bei Ihnen aus?

  15. 7.

    Sabrina, haben Sie die von Ihnen zitierte Studie gelesen und verstanden? Wissen Sie, dass sie fast 20 Jahre alt (aus dem Jahr 1998), lange überholt und sehr umstritten ist? Ich kann hier nicht im Detail auf alle Punkte eingehen, deshalb verweise ich auf den auch für medizinische Laien verständlichen Abschnitt "Wirksamkeit" auf der Wikipedia-Seite zur Chemotherapie: https://de.wikipedia.org/wiki/Chemotherapie.

    Krebserkrankungen werden im Übrigen nie nur mit Chemotherapie behandelt, sondern auch operativ (falls möglich), radiologisch, physiotherapeutisch, psychosozial, mit wirksamen Naturheilverfahren (nein, dazu gehört nicht die Homöopathie).

    Ihr Satz nach dem Link zur Studie ist leider völlig sinnfrei. Was wollen Sie uns damit sagen?

    "Chemotherapie tötet. Nur Ausnahmen überleben."
    Mit diesen völlig undifferenzierten Sätzen disqualifizieren Sie sich für jede ernsthafte Diskussion dieses Themas.

  16. 6.

    Sehr geehrter Fritz
    Ihre Behauptungen stehen völlig im Widerspruch zur Realität:

    Die 5-Jahresüberlebensrate bei Chemotherapie beträgt gerade mal 2,1% laut nachfolgender Studie:
    The Contribution of Cytotoxic Chemotherapy to 5-year Survival in Adult Malignancies

    https://www.researchgate.net/file.PostFileLoader.html?id=539e4272d11b8b78368b45c5&assetKey=AS%3A273544838090760%401442229580168

    Das ist zwar weniger als beispielweise die Quote falschpositiver Befunde bei Brustkrebs.

    Chemotherapie tötet.
    Nur Ausnahmen überleben.

  17. 5.

    Meine Zeilen beziehen sich ausschließlich auf aus ärztlicher Sich nicht mehr zu therapierende Patienten die dann alles versuchen und nicht auf behandelbare Krebserkrankungen die häufig vollständig genesen.

    Und Ihre Mutmaßung das ich nicht fachlich unterscheiden kann zwischen einer Nebenwirkung wie zum Beispiel Atemstillstand nach Embolie während einer Chemobehandlung vermögen selbst Sie zu klassifizieren, meine Beispiele im Bekannten und Verwandtenkreis hatten alle Lungenkrebs.

  18. 4.

    "Weshalb kassieren dann die Berliner Krankenhäusern Millionen im Monat für Krebsbehandlungen die fast immer mit dem Tod enden?"
    Das ist, mit Verlaub, Mumpitz. Grundsätzlich endet das Leben immer mit dem Tod. Durch wissenschaftlich begründete Therapien leben viele Krebskranke aber heute deutlich länger als ohne diese Therapien. Bei nicht wenigen tritt die Krankheit gar nicht mehr auf.

    "Sechs Bekannte von mir, sogar privat versichert durften mit einer positiven Prognose erst noch einmal in die Tasche greifen und dann kurzfristig an Nebenwirkungen sterben."
    Und Sie können als Außenstehende/r mit Sicherheit beurteilen, dass Ihre Bekannten an den Nebenwirkungen und nicht an ihrer Krankheit gestorben sind? Sind Sie Arzt, Ärztin oder Hellseher/in?
    Wenn Ihre Bekannten für mehr als die üblichen begrenzten Zuzahlungen "in die Tasche greifen" mussten, haben sie womöglich unwirksame, nicht wissenschaftlich anerkannte Therapien selbst finanziert.

  19. 3.

    Resveratrol-Forschung hatte schon 2012 ihren Skandal wegen gefälschter Studien. In den USA werden jährlich etwa 30 mio Dollar mit Resveratrolzusätzen in Lebensmitteln oder Kosmetika gemacht, aber ob es tatsächlich die in dem Ausmaß benannten Effekte beim Menschen hat, ist zumindest fragwürdig.

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