Das Olympische Dorf der Berliner Spiele von 1936 in Elstal (Havelland), aufgenommen am 22.07.2012 (Quelle: imago / Hollandse Hoogte
Video: Brandenburg Aktuell | 04.07.2017 | Karsten Zummack | Bild: imago / Hollandse Hoogte

Spatenstich für Sanierung - Unser Olympisches Dorf soll wohnlicher werden

In Elstal vor den Toren Berlins wohnten einst Athleten - während der Olympischen Spiele 1936. Seit Jahren liegt das Gelände brach, doch nun wird es wiederbelebt: Hundert Wohnungen sollen bis 2019 entstehen - und später noch erheblich mehr.

Im Olympischen Dorf in Elstal (Havelland) ist ein umfangreiches Wohnbauprojekt gestartet worden. Am Dienstag wurde der symbolische erste Spatenstich gesetzt.

Der Investor "Terraplan" will einen Teil der rund 80 Jahre alten Gebäude umbauen, aber auch Neubauten errichten. Bis 2019 sollen im historischen Speisehaus rund 100 Wohnungen entstehen. Später sollen Einfamilien- und Reihenhäuser auf dem Gelände gebaut werden. Dabei sollen weitere 350 Wohnungen entstehen.

Bürgermeister: "Kein Quartier mit exklusivem Wohnen"

Der Bürgermeister der Gemeinde Wustermark, Holger Schreiber (parteilos), sagte dem rbb, es gebe eine große Nachfrage nach Wohnraum, auch von Berlinern. Deshalb sei das Projekt in Elstal wichtig. "Es soll hier ein Mix aus Wohnungen entstehen, die auch für den Wustermarker jederzeit gut leistbar sind", sagte Schreiber weiter. "Es soll kein Quartier mit exklusivem Wohnen werden."

Der erste Spatenstich für den Ausbau des Olympischen Dorfes wird am 04.07.2017 in Elstal (Brandenburg) von Thomas Jebsen (r-l), Staatssekretär Gunther Adler, Bürgermeister Holger Schreiber und Erik Roßnagel vollzogen. (Quelle: dpa / Ralf Hirschberger)
Spatenstich für die Sanierung des Olympischen Dorfes | Bild: dpa / Ralf Hirschberger

Die Baukosten für den ersten Abschnitt, der rund ein Fünftel des 52 Hektar großen Areals umfasst, werden auf etwa 50 Millionen Euro geschätzt. Die Bundesregierung unterstützt die Sanierung als national bedeutsames Stadtentwicklungsprojekt mit 2,3 Millionen Euro, die Gemeinde steuert 1,3 Millionen Euro dazu. Die Wohnungen sollen von 2019/2020 an verkauft oder für bis zu zehn Euro pro Quadratmeter vermietet werden.

Die olympischen Ringe im ehemaligen olympischen Dorf. (Quelle: dpa / Ralf Hirschberger)
Die olympischen Ringe im Sportlerquartier | Bild: dpa-Zentralbild/Ralf Hirschberger

Gelände liegt seit 25 Jahren brach

Das Gelände unweit des Berliner Olympiastadions war 1934/36 von den Nazis als Sportlerquartier für bis zu 4.000 Athleten gebaut worden. Nach den Spielen übernahm die Wehrmacht das Gelände, ab 1945 wurde es von den sowjetischen Truppen genutzt.

Seit der Wende drohten die noch erhaltenen Gebäude zu zerfallen und wurden von einer Stiftung verwaltet. Seit rund 25 Jahren liegt es brach. Führungen über das unter Denkmalschutz stehende historische Gelände sollen weiterhin noch möglich sein.

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