Windräder in Sieversdorf bei Frankfurt (Oder) (Quelle: dpa / Patrick Pleul)
Bild: dpa-Zentralbild

Verband mit Bilanz - Brandenburg baut Windenergie weiter aus

Brandenburg gehört weiter zu den Bundesländern, die den Ausbau der Windkraft am stärksten vorantreiben. Der Maschinenbauverband VDMA und der Bundesverband Windenergie (BWE) teilten am Donnerstag mit, dass in Brandenburg im vergangenen Halbjahr 78 neue Anlagen installiert wurden. Lediglich in Niedersachsen mit 203 neuen Windenergieanlagen und Nordrhein-Westfalen mit 114 Anlagen wurden von Januar bis Juni 2017 mehr neue Turbinen installiert.

Bundesweiter Anstieg der Windenergieanlagen

Bundesweit betrachtet nimmt die Gesamtzahl der Windräder zur Ökostrom-Produktion in Deutschland weiter zu. Bereits 790 neue Anlagen mit einer Gesamtleistung von 2.281 Megawatt entstanden in den ersten sechs Monaten des Jahres. Das entspricht einem Plus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, heißt es in der Bilanz der Verbände.

Gleichzeitig seien 146 Anlagen abgebaut worden, so dass auch unterm Strich ein deutlicher Windkraft-Ausbau steht. Ende Juni gab es insgesamt 27.914 Windenergieanlagen an Land.

Brandenburg hinter Niedersachsen

Auf die Nord-Länder entfielen im ersten Halbjahr 40 Prozent des Neubaus, auf die Länder in der Mitte 38 und die im Süden 22 Prozent. Auch beim Bestand steht Niedersachsen ganz oben. Von den bundesweit fast 28.000 Windenergieanlagen sind allein dort 6.015 installiert. Es folgen Brandenburg (3.669) und Schleswig-Holstein (3.628).

Kommentar

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4 Kommentare

  1. 4.

    Der ehemalige sozialdemokratische Wirtschaftsminister Baden-Württembergs, Nils Schmid, sprach mal von der ingenieurstechnische Hochleistung, die der Bau von Windrädern in diesem Umfang bedeuten. Ich selbst würde eher, mit Verlaub, von einer ingenieurtechnischen Erniedrigung sprechen, massenhaft Ein und Dasselbe in die Gegend zu stellen.

    Da wird die menschliche Phantasie in keinster Weise ausgereizt, die Landschaftsbezogenheit, für die bspw. die Bündnisgrünen angetreten sind, geht perdu und übrig bleibt nur noch die ausschließliche Orientierung an Effizienz und Kostenersparnis.

    Das hat der ökologische Gedanken nicht verdient. Er war angetreten als ein ganzheitlicher, der den Weg zu etwas mit einschließt, nicht aber als nebensächlich abtut oder gar schiichtweg ignoriert.

    Also: Sehr viel mehr Windkraft als heute und anspruchsvollere Windräder als die heutigen 08/15-Anlagen, auch und gerade, wenn das mehr kostet. So unter Wert sollte wir die Landschaft nicht verkaufen ...

  2. 3.

    Eine gute Sache! Ich wohne selbst in der Nähe von mehreren Windrädern und sehe sie als saubere Energieerzeugung gerne. Jedenfalls viel lieber als ein AKW oder Braunkohlekraftwerk! Außerdem ist Windenergie langfristig auch viel billiger, weil Folgekosten (Renaturierung, Klimawandel, Endlagerung) komplett entfallen. Früher gab es Windmühlen, heute Windräder. Die Abstände zu Siedlungen sind völlig angemessen. Brandenburg ist dünn besiedelt und da macht Windkraft durchaus Sinn!

    Überschrift im Artikel: "Brandenburg weiter auf Rang drei beim Bestand" - Laut Text und Diagramm ist Brandenburg aber auf Rang 2 und nicht 3!

  3. 2.

    Brandenburg feiert die Windräder im Wettbewerb mit anderen Bundesländern. Was ist mit den Berichten über vernichtete Horste von Greifvögeln, dort wo Windräder aufgestellt werden sollen und den Berichten über die vielen anderen geschredderten Tiere.
    Also Windräder (Umweltschutz) gegen Naturschutz...ich dachte das bildet eine Einheit! Sollte jedenfalls! Oder gibt es eine starke Windradlobby im Brandenburger Parlament und in 2-3 Jahren kommt so ein Skandal ans Licht wie jetzt bei der Autoindustrie. Mit EEG-subventionierter Windkraft lässt sich auch viiiiel Geld verdienen.

  4. 1.

    Immer ran mit den Windrädern. Es gibt noch lange nicht genügend im Ländle. Ein in paar könnten doch noch vorm Landtag in Potsdam und vorm Stadt Schloss aufgestellt werden. Vielleicht lässt sich da was für den heiligen See auch noch was machen. Den Anwohnern wird es freuen.

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