Ein Fensterputzer bei der Arbeit (Quelle Archivbild: imago/Jens Schicke)
Bild: imago/Jens Schicke

Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg - Zahl der Leiharbeiter hat sich seit 2007 verdoppelt

Die Zahl der Leiharbeiter in Berlin hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Im vergangenen Jahr gab es in der Hauptstadt 38.400 Leiharbeiter, 2007 waren es 19.600. Im Land Brandenburg haben sich die Zahlen noch deutlicher gesteigert: von 7.063 Leiharbeitern im Jahr 2007 auf 17.511 im Jahr 2016.

Ursache sind die Arbeitsmarktreformen der Agenda 2010. Dadurch erhielten mehr Menschen Arbeit, jedoch ist der Anteil der geringfügig Beschäftigten stark gestiegen. Im Durchschnitt verdienen Leiharbeiter deshalb heute nicht besser als vor zehn Jahren, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Donnerstag mitteilte. Monatlich bekamen sie im vergangenen Jahr in Berlin 1.475 Euro brutto, 2007 waren es 1.500 Euro. In Brandenburg hingegen stieg der Verdienst von 1.513 Euro im Jahr 2007 auf 1.862 Euro im Jahr 2016.

Leiharbeiter sind Arbeitnehmer, die Unternehmen durch Verleihfirmen überlassen werden. Seinen Arbeitsvertrag hat der Leiharbeiter mit der Verleihfirma. Doch die Arbeitsleistung wird gegenüber dem Unternehmen erbracht, das den Mitarbeiter leiht.

Sendung: Inforadio, 05.10.2017, 14.00 Uhr

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