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Audio: Inforadio, Thorsten Gabriel, 28.12.2017 | Quelle: dpa/Britta Pedersen

Umwälzungen auf Fernbusmarkt

Am ZOB sind fast ein Viertel weniger Fernbusse unterwegs

Am Zentralen Omnibusbahnhof in Berlin-Charlottenburg gab es in den vergangenen zwölf Monaten deutlich weniger Ab- und Abfahrten als noch 2016. Das hängt offenbar mit der Dominanz eines Anbieters zusammen.

Am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Berlin sind in diesem Jahr deutlich weniger Busse unterwegs gewesen als 2016. Wie die Berliner Verkehrsbetriebe am Donnerstag dem rbb bestätigten, gingen die An- und Abfahrten um fast ein Viertel zurück. Demnach hat es an dem Busbahnhof in diesem Jahr rund 165.000 An- und Abfahrten gegeben. Im Vorjahr waren es noch etwa 50.000 mehr gewesen.

Grund für den Rückgang des Verkehrs ist aus Sicht der BVG, dass einige Fernbus-Unternehmen in den vergangenen Monaten aufgegeben haben. Der Hauptanbieter Flixbus ist im Gegenzug jetzt auf mehreren Strecken mit größeren Bussen unterwegs. Es wurden aber weiterhin rund sechs Millionen Fahrgäste registriert. Das sind so viele wie im Vorjahr.

Umbau wird deutlich teurer

Derzeit wird der in die Jahre gekommene ZOB bei laufendem Betrieb umgebaut. Allerdings werden die Bauarbeiten deutlich teurer als ursprünglich kalkuliert. Im September wurde bekannt, dass die BVG mit Kosten von knapp 30 Millionen Euro rechnet. Ursprünglich war das Land Berlin noch von unter 15 Millionen Euro ausgegangen. Ein Grund sei, dass man mittlerweile von einem höheren Bedarf ausgehe als noch zu Planungsbeginn. Entsprechend soll es nun etwa eine größere Wartehalle geben.

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