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Jobs in Berlin gerettet - Hasse & Wrede bleibt nun doch in Marzahn

Der Fahrzeugzulieferer Hasse & Wrede will seine Produktion in Berlin-Marzahn nun doch nicht schließen. Man habe sich mit dem Betriebsrat auf eine Lösung verständigt, die die 109 Arbeitsplätze sichere, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Demnach leistet die Belegschaft einen Beitrag, die Kosten zu senken. Wie groß die Einschnitte für die Beschäftigten sind, wurde nicht mitgeteilt.

Andere Produktionsorte ziehen um

Hasse & Wrede baut Dämpfer für große Dieselmotoren. Im Februar hatte das Unternehmen angekündigt, die Produktion ins tschechische Liberec zu verlegen. Nach der Mitteilung vom Donnerstag bleibt es nun dabei, dass die Produktion für Kunden in Japan und Nordamerika an Standorte in deren Nähe umziehe. Das betreffe aber nicht die Stammbelegschaft in Berlin.

Die Gewerkschaft IG Metall hatte dem Mutterunternehmen Knorr-Bremse angesichts der Umzugspläne Profitgier vorgeworfen und von asozialem Verhalten gesprochen. Vorstandschef Klaus Deller sagte nun: "Als Familienunternehmen, das hohe Maßstäbe an Fairness und Verantwortung legt, haben wir gemäß unserer Werte gehandelt."

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) nannte die Entscheidung "vorbildlich". "Hieran können sich die großen Unternehmen gerne ein Beispiel nehmen", kommentierte Pop.

Sendung: Inforadio, 12.07.2017, 18.00 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Ich finde der Vorstand sollte einen erheblichen Beitrag zur Kostensenkung leisten, damit er nicht von den Beschäftigten hochkantig rausgeworfen wird.

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