Geplantes Hochhaus Capital Tower am Alexanderplatz bei Nacht (Simulation: Monarch Gruppe, basierend auf einem Entwurf von Ortner & Ortner Baukunst)
Audio: Radioeins | 04.01.2018 | Robin Avram | Bild: Simulation Monarch Gruppe

rbb|24-exklusiv: Darum stockt das Bauprojekt am Alexanderplatz - Fragwürdiges Geschacher um den Capital Tower

Schon längst sollte der 150 Meter hohe Capital Tower am Alex gebaut werden, doch es tut sich: nichts. rbb|24-Recherchen zeigen nun, warum. Der Investor wollte seinen Profit massiv erhöhen - und gleich zwei Senatoren verhandelten über fragwürdige Deals. Doch die Fachleute machten da nicht mit. Von Robin Avram

Auf dem Capital Tower am Alexanderplatz liegen große Erwartungen. Mit 150 Metern soll er der höchste Wohnturm Berlins werden. Er soll neues Leben an einen Ort bringen, der bislang eher für Shopping-Malls, Bierzelte und nächtliche Prügeleien steht. Und er soll seine neuen Bewohner laut Werbeprospekt "dem Himmel, den Wolken, der Leichtigkeit" ein Stück näher bringen.

Denn in den oberen Etagen, weit weg von den irdischen Problemen am Alex, sollen exklusive Penthäuser entstehen, "Prestigesymbole wie ein Lamborghini oder ein Kunstwerk". So verspricht es Karl Zeller, Geschäftsführer der Bewocon-Gruppe in der Immobilienzeitung. Sein Beratungs- und Maklerunternehmen vermarktet die Capital-Tower-Apartments weltweit. Bis zu fünf Millionen Euro sollen die Luxus-Lofts kosten, besonders in Russland und China gebe es eine große Nachfrage.

Geplantes Hochhaus Capital Tower am Alexanderplatz (Simulation: Monarch Gruppe, basierend auf einem Entwurf von Ortner & Ortner Baukunst)
Der Capital Tower - hier eine Visualisierung auf dem Jahr 2016 - soll vermögende Wohnungskäufer an den Alexanderplatz locken

"Berlins Ruf nimmt massiven Schaden"

Rund 500 Kaufanfragen will Bewocon schon eingesammelt haben. Doch die Lamborghini-Wohnungen lassen nun schon viel länger auf sich warten als ursprünglich geplant. Seit geschlagenen 19 Monaten rangelt die russische Monarch-Gruppe mit Berliner Behörden und Spitzenpolitikern um die Baugenehmigung für das 280 Millionen Euro-Projekt. Als Monarch im Juli 2016 den Bauantrag einreichte, hatte Bewocon-Chef Zeller noch verkündet: "Wir sind optimistisch, dass der erste Spatenstich in 2016 erfolgen kann".

"Berlins Ruf als Investitionsstandort hat durch diese Verzögerungen bereits massiven Schaden genommen", sagt der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Berliner CDU, Stefan Evers. Neun Hochhäuser sollen laut dem Masterplan des Senats am Alexanderplatz entstehen, lange fanden sich keine Investoren. Nun ist mit Monarch endlich einer da - und trotzdem geht nichts voran.

Evers hat bei der zuständigen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eine parlamentarische Anfrage gestellt und nach den Gründen für die Verzögerung gefragt. Die Antworten liegen rbb|24 vor. Zudem haben ein Bewocon-Sprecher und die Senatsbaudirektorin Regula Lüscher mit rbb|24 erstmals ausführlich über die Hintergründe der Hängepartie gesprochen.

Die Recherchen zeigen: Der Investor Monarch, geführt vom Moskauer Baulöwen Sergey Ambartsumyan, wollte seine Rendite steigern und sich über den geltenden Bebauungsplan hinwegsetzen. Und sowohl Ex-Bausenator Andreas Geisel (SPD) als auch seine Nachfolgerin Katrin Lompscher (Linke) sollen Ambartsumyan Zustimmung für Hinterzimmer-Deals signalisiert haben - die letztlich jedoch wegen behördeninternen Widerstands nicht zustande kamen. Lüscher spricht im Zusammenhang mit einem der beiden angedachten Deals sogar von einem "unzulässigen Kopplungsgeschäft".

Anfangs legte sich der Bausenator persönlich für Monarch ins Zeug

Frühjahr 2016: An der Côte d’Azur in Cannes liegen zahlreiche Luxus-Yachten vor Anker. Im "Palais des Festivals" mit Blick auf den Hafen tummeln sich 20.000 Projektentwickler, Bankiers und Makler auf der "MIPIM", einer der weltgrößten Immobilienmessen. Monarch hat einen auffallend großen Stand. Bei einer Podiumsdiskussion stellt das russische Unternehmen den Capital Tower - damals noch ABC-Tower genannt - am Berliner Alexanderplatz vor. Mit auf der Bühne: Der damalige Senator für Stadtentwicklung, Andreas Geisel (SPD). Laut Monarch steht auch er dem Fachpublikum Rede und Antwort zum Projekt.

Der ehemalige Berliner Senator für Stadtentwicklung, Andreas Geisel (zweiter von rechts) bei einer Präsentation auf der Immobilienmesse MIPIM 2016 in Cannes, bei der der Capitol-Tower des Projektentwicklers MonArch einem Fachpublikum vorgestellt wird (Quelle: Website MonArch)
Im März 2016 stellt Andreas Geisel (SPD), damals Senator für Stadtentwicklung (zweiter von rechts) den Capital Tower auf der weltgrößten Immobilienmesse mit vor.

Monarch kann politische Rückendeckung für sein Projekt gut gebrauchen. 475 Apartments und Wohnungen plant das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt in dem Hochhaus. Der Haken dabei ist: diese Wohnungsanzahl würde rund 6.500 Quadratmeter mehr Fläche beanspruchen als laut Bebauungplan zulässig ist. Erhielte Monarch eine Genehmigung für diese "Überschreitung" der zulässigen Geschossfläche, würde das den potentiellen Gewinn um mehrere Millionen Euro erhöhen. Berlins Senatsbaudirektorin Regula Lüscher ist jedoch dagegen, das weiß Monarch ganz genau. "Ich habe dem Architekten des Monarch-Towers schon 2014 mitgeteilt, dass gravierende Abweichungen vom Bebauungsplan nicht genehmigsfähig sind", sagt Lüscher rbb|24.

Monarch will das aber offenbar nicht akzeptieren. Die Manager des Konzerns sprechen direkt mit Bausenator Andreas Geisel über den Wunsch nach mehr. Rund 100 zusätzliche Wohnungen an einem Standort, an dem bislang kein Investor Wohnungen bauen wollte - so das Kalkül von Monarch - sollten dem Senator doch willkommen sein. Sozusagen als Gegenleistung bieten Monarch-Vertreter Geisel an, etwa eine Million Euro in ein soziales Projekt in der Nähe des Baugrundstücks zu investieren. In eine Kita zum Beispiel. Ein Bewocon-Sprecher sagt rbb|24, dass Geisel Wohlwollen für diese Idee signalisiert habe. Hat er etwa im Gegenzug versprochen, die Überschreitung durchzuwinken - und seine Senatsbaudirektorin zu überstimmen?

Ein Sprecher von Geisel, der mittlerweile das Innenressort des Senats führt, teilt auf Anfrage dazu mit: "Vom Senator gab es zu keiner Zeit Zusagen".

Die beleuchtete U-Bahn-Station am Berliner Alexanderplatz, aufgenommen am 19.08.2015 (Quelle: imago / Westend61).
Schon 1993 beschloss der damalige Berliner Senat, dass am Alexanderplatz bis zu zehn Hochhäuser entstehen sollen. Doch neu gebaut wurde bislang kein einziges

"An einzelne Fragestellungen kann ich mich nicht mehr erinnern"

Auch mit dem damaligen Bau-Staatssekretär Engelbert Lütke Daldrup (SPD) führen die Monarch-Leute im Frühjahr 2016 Gespräche über einen Deal, und zwar am Rande einer Podiumsdiskussion auf der Berliner Immobilienmesse. Der Staatssekretär habe "den Eindruck erweckt, zunächst keine Bedenken bezüglich dieses Vorschlags zu haben", sagt der Bewocon-Sprecher. Von dieser Podiumsdiskussion hat Bewocon ein Video gefertigt. Darin lobt Lütke Daldrup den Capital Tower als "wichtiges Signal für den Alexanderplatz".

Befürwortete der Staatssekretär, dass Monarch sich 100 zusätzliche Wohnungen mit einer Millionenspende für eine Kita erkaufen wollte? Lütke Daldrup bestätigt auf Anfrage, dass er sich mit dem Projekt befasst hat. "An einzelne inhaltliche Fragestellungen kann ich mich nicht mehr erinnern", lässt er über seinen Sprecher mitteilen. Lütke Daldrup hat inzwischen wahrlich andere Sorgen. Er ist jetzt BER-Chef.

"Meine Motivation besteht darin, Stillstand zu beenden"

Am 1. Juli 2016 reichen die von Monarch beauftragten Architekten schließlich beim Bezirk Mitte den Bauantrag für den Capital Tower ein. Darin stellen sie ein Gebäude mit einer Geschossfläche von 48.500 Quadratmetern vor - rund 14 Prozent mehr als laut Bebauungsplan vorgesehen. Es ist der Extraplatz für bis zu 100 zusätzliche Wohnungen. Die "Berliner Zeitung" zitiert den damaligen Bausenator Andreas Geisel einige Tage später mit den Worten: "Mit dem jetzigen Bauantrag werden unsere Ideen weithin sichtbar".

Wenige Tage später gerät Geisel wegen eines Deals mit einem anderen Immobilieninvestor in die Kritik. Der Senator hat die Bauherren eines Bürogebäudes am Leipziger Platz von einer lästigen Auflage befreit, schreibt der "Tagesspiegel". Den eigentlich festgeschriebenen Anteil an Wohnraum müssen sie nun nicht mehr berücksichtigen. Da Büromieten weitaus mehr Einnahmen versprechen, ist diese Befreiung Millionen wert. Geisel rechtfertigt seine Entscheidung gegenüber der Zeitung damit, dass es für Wohnungen am Leipziger Platz schlicht zu laut sei. "Meine Motivation besteht darin, vorhandenen Stillstand zu beenden und die Stadt zu gestalten", schreibt Geisel weiter.

Geisels Fachabteilung fand jedoch zunächst nicht, dass es am Leipziger Platz für Wohnungen zu laut ist, das zeigen interne Vermerke.

Bausenator Geisel präsentiert den Entwurf für das letzteGebäude am Leipziger Platz (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Bei diesem Bauprojekt am Leipziger Platz befreite Ex-Senator Andreas Geisel (SPD) den Bauherren von Auflagen. Das brachte dem Investor zusätzlichen Gewinn - und Geisel viel Kritik ein.

Geisel erteilt Monarch doch keine Ausnahmegenehmigung

Baupolitiker aller Oppositionsparteien kritisieren Geisel scharf, werfen ihm zu große Nähe zu Investoren vor. Auch in der eigenen Partei  wehnt ihm nun Wind ins Gesicht. Die Jusos fordern, ihn nach der Abgeordnetenhaus-Wahl im September nicht mehr als Senator aufzustellen.

Den Alexanderplatz gestaltet Geisel in den beiden Monaten vor den Wahlen nicht mehr: Es gibt keine Baugenehmigung für Monarch mit der vom Investor erbetenen millionenschweren Ausnahmegenehmigung.  

Als im Dezember schließlich das neue Kabinett vereidigt wird, wechselt Geisel das Ressort. Er wird Innensenator. Seinen bisherigen Posten erhält Katrin Lompscher von den Linken. Für Monarch und den Capital Tower scheinen das extrem schlechte Nachrichten zu sein.

Lompscher kommt - und der Deal scheint für Monarch nichts mehr wert

Denn als Oppositionspolitikerin sah Lompscher die Pläne für den Monarch-Tower sehr kritisch. Er verstelle den Blick auf den Fernsehturm, meinte sie damals. Und für Luxus-Wohnungen hat die linke Senatorin generell eher wenig übrig.

Der angebliche Deal, auf den sich der Bewocon-Sprecher beruft, scheint unter Lompscher deshalb nichts mehr wert zu sein. Im Januar teilt ihre Fachabteilung Monarch mit, dass der Bauantrag abgelehnt wird. Monarch dürfe nicht die 6500 Quadratmeter zusätzlichen Wohnraum bauen, weil dies "dringende Gesamtinteressen Berlins beeinträchtigt". Zu viel Verkehr durch die zusätzlichen Bewohner, zu viel Schattenwurf, begründet die Verwaltung ihre Ablehnung.

"Über zwei bis drei Prozent zusätzliche Geschossfläche kann man reden. Aber doch nicht über 14 Prozent, das geht nicht", sagt Senatsbaudirektorin Lüscher. Seither sind die Fronten laut Lüscher verhärtet. "Monarch wollte das einfach nicht akzeptieren. Stattdessen haben sie immer wieder das Gespräch gesucht."

Geplantes Hochhaus Capital Tower am Alexanderplatz (Simulation: Monarch Gruppe, basierend auf einem Entwurf von Ortner & Ortner Baukunst)Wann der Capital Tower gebaut wird, steht immer noch nicht fest

Der neue Dealvorschlag: Mietpreisgebundene Wohnungen für Extra-Profit

Sogar der Monarch-Chef Sergey Ambartsumyan schaltet sich nun persönlich ein, fliegt von Moskau nach Berlin. Am 18. April 2017 bekommt er schließlich zusammen mit Vermarkter Karl Zeller einen Gesprächstermin bei der Senatorin. Im Gepäck hat er laut dem Bewocon-Sprecher ein neues Angebot. Wenn Monarch die rund 6.500 Quadratmeter zusätzlichen Wohnraum genehmigt bekommt, verpflichtet sich das Unternehmen dazu, auf einem Drittel dieser Fläche günstige, mietpreisgebundene Wohnungen anzubieten.

Ein durchaus geschickter Vorschlag. 30 bis 40 günstige Mietwohnungen im Luxus-Turm heraushandeln - damit könnte Lompscher ihr Gesicht wahren. Und Monarch hätte immerhin einen Teil seiner angestrebten Extra-Profite machen können. "Das Gespräch mit Frau Lompscher ist unerwartet positiv verlaufen", sagt Zeller wenig später der "Immobilienzeitung". Man hofft nun, im Frühsommer doch noch grünes Licht für den Bauantrag zu bekommen.

Die Pressestelle der Senatsverwaltung bestätigt auf Anfrage: "Senatorin Lompscher hat in dem Gesprächstermin angeregt, seitens der Monarch zu prüfen, ob ein Teil der geplanten Wohnungen mietpreisgebunden sein könnten. Monarch hat diese Prüfung zugesagt. Über eine konkrete Anzahl von Wohneinheiten wurde nicht gesprochen."

Doch auch dieser Deal platzt.

Sechs Monate Prüfzeit gingen ins Land

Rechtlich besteht gar keine Möglichkeit, Monarch zur "Herstellung von mietpreisgebundenen Wohnungen zu verpflichten", stellt Lompschers Fachabteilung nach einer Prüfung fest. "So einen Deal kann man nicht sichern, denn das ist ein unzulässiges Kopplungsgeschäft", sagt Senatsbaudirektorin Lüscher.

Doch erst im Oktober 2017 teilt Lompscher dem Investor mit, dass der Bauantrag abgelehnt wird. Geschlagene sechs Monate nach ihrem Gesprächstermin mit Monarch-Chef Ambartsumyan. Es hat offenbar sehr lange gedauert, ehe der Senatsverwaltung klar wurde, dass ein Deal mit Monarch auf den Holzweg führt.

Nur eine Woche nach der Ablehnung reicht der Konzern einen neuen, abgespeckten Bauantrag ein - diesmal mit der zulässigen Geschossfläche und 377 statt der ursprünglich geforderten 475 Wohnungen. "Dies wurde getan, um das Projekt nicht scheitern zu lassen", sagt der Bewocon-Sprecher. Sobald eine Baugenehmigung vorliege, werde Monarch mit den vorbereitenden Arbeiten für den Capital Tower beginnen.

Die Senatsverwaltung will sich bis Februar 2018 Zeit lassen, um über den neuen Bauantrag zu entscheiden. Hätten die Senatoren Geisel und Lompscher Monarch gleich klargemacht, dass eine Überschreitung der Geschossfläche nicht infrage kommt, würden sich am Alexanderplatz wahrscheinlich schon längst die Baukräne drehen. CDU-Politiker Evers sieht in den geplatzten Deals deshalb vor allem eins: peinliche Zeitverschwendung. "Verlorene Zeit, die den Ruf Berlins nachhaltig beschädigt hat."

Beitrag von Robin Avram

Kommentar

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30 Kommentare

  1. 30.

    Berlin macht es sich immer schwer Wolkenkratzer zu bauen ab 150m und viel Höher da wird immer nur Jahrelang geredet und immer wieder diskutiert und man kommt nicht weiter.Die Linke Partei IST auch dagegen 150m zu bauen die wollen wieder nur 130m hoffe es bleibt bei 150m .Mit einer CDU Regierung in Berlin wäre das gegangen 150m zu bauen am Alexanderplatz.Berlin hat bis jetzt kein Hochhaus über 125m langsam wird es mal Zeit wenn man eine Weltmetropole sein will und mithalten und sich weiter entwickeln will. In anderen vielen Ländern geht das warum tut sich Deutschland immer so schwer damit Hochhäuser viel Höher zu bauen genauso wie der Millenium Tower in Frankfurt der bis jetzt nicht gebaut wurde.

  2. 29.

    Ganz einfach: Die Personen, die dort Wohnungen kaufen oder mieten. Die Antwort auf Ihre äußerst sinnfreie Frage ist doch zu einfach. Zumal der grottenhässliche Alexanderplatz endlich eine Erneuerung benötigt. Die DDR ist seit 28 Jahren Vergangenheit. Man muss diese völlig gescheiterte Vergangenheit nicht architektonisch konservieren. Ein zudem sehr guter Bericht in der BZ zum Treigen Frau Lompschers: https://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/frau-lompscher-ist-eine-bausenatorin-die-nicht-baut
    Die Politik Lompschers erinnert einfach nur an SED, Seilschaften, Klientelpolitik den völlig verfehlten und gescheiterten Sozialismus a´la DDR. Dies alles benötigt ein modernes, zeitgemäßes Berlin nicht. Es braucht Macher, private Investoren, Mut und Ideen. Nur daran mangelt es in Berlin seit Jahren. Zeit für einen dringend nötigen politischen Wechsel in Berlin. Berlin braucht Zukunft und keine Rückwärtsgewandtheit. Auch architektonisch, als Aushängeschild einer Stadt im 21-ten Jahrhundert.

  3. 28.

    Da wird sinnlos an dubiose russische Bauherren Bauland verschachert. Wer hat daran Interesse?

  4. 27.

    Bitte UNBEDINGT Frau Lompscher und Frau Lüscher mitnehmen! Zur Info: Die Festlegung der Planung am Alexanderplatz. Berlin Senat, Drucksachen Nrn. 17/1507, 17/1596 & 17/2411 - Schlussbericht. Das Abgeordnetenhaus hat in seiner Sitzung am 08. Mai 2014 Folgendes beschlossen: Der Alexanderplatz bleibt Hochhausstandort. Die Standortentwicklung soll mit 9 Turmhochhäusern fortgeführt werden (Mischnutzung) Die Planungen zum „Hines“ Hochhausturm & „MonArch“ bleiben unberührt. Im Verfahren wurde die Höhe des Neubaus diskutiert, VARIANTEN MIT EINER HÖHE DEUTLICH UNTERHALB VON 150 m KONNTEN NICHT ÜBERZEUGEN. Mit Ende der Ausstellung und der Möglichkeit der Onlinebeteiligung am 22.11.2015 wurde das Beteiligungsverfahren abgeschlossen. Die Ergebnisse des Workshopverfahrens sollen in einer abschließenden Finissage ausgestellt werden.
    Wir bitten, den Beschluss damit als erledigt anzusehen. Der Senat von Berlin 07.06.2016.

  5. 26.

    Da haben wir die unheilige Allianz zwischen Wirtschaft und Politik.

    " Möchte mal sehen ob der damalige Bausenator auch einem Bauantrag für ein Einfamilienhaus mit 14% mehr Geschossfläche genehmigt hätte, wenn die Familie im Gegenzug einer Kita ein paar Kuchen gebacken hätte."

    Evt. bewerben sich Herren Geisel und Daltrup schon um neue Posten?

  6. 25.

    Der Bautäger versteuert sicherlich in Berlin. Versuche wie Ihre, dies zu relativieren ist Blödsinn. Denn natürlich muss Grunderwerbssteuer gezahlt werden - die in Berlin zu den höchsten in Deutschland gelten. Ebenso gilt es in Abfolge die Grundsteuer regelmäßig zu zahlen. Die Mieten müssen versteuert werden, Die einzelnen Wohnungsverkäufe. Die Arbeiter, die Baumaterialien. ie Einkommen der späteren Hausmeister, Wartungsdienste, Immobilienverwalter, etc. Soll ich weiter machen - oder erkennen Sie, das Ihr Kommentar völliger Blödsinn ist und Investoren sehr wohl nachhaltigl Geld in eine Stadt bringen. Geld, was eine Pleitestadt wie Berlin dringend braucht. Eine marode Stadt, die sich ja sogar einen BER täglich mit 100.000 Euro kosten lässt und eine links-grüne Träumerle-Politik.

  7. 24.

    Ich halte das Problem für systemübergreifend. Der so bezeichnete Kapitalismus ist nur eine Facette davon.

  8. 23.

    Es ist doch logisch, dass ein Investor das für ihn Optimale herausholen will und es auch versucht. Es ist schließlich ein Geschäft und kein Sandkastenspiel. Schlimm in diesem Bericht ist, dass Geisel und auch Lompscher dem Investor nicht sofort klar gemacht haben, dass die Mehrfläche nicht geht. Der Investor will ja bauen, das auch mit der zulässigen Fläche. Nur die Alt-Ideologin Lompscher, hat bisher alles getan, um den Bau zu verhindern. Ihre Hochhausphobie ist ja keine Unbekannte. Das ist der eigentliche Skandal, einen Senatsbeschluss aus 2016 absichtlich auszusitzen, neun 150m Hochhäuser zu bauen. Da hat die CDU recht, dass derartige Machenschaften schweren finanziellen Schaden Berlin zufügen. Frau Lomscher sollte schnellstens aus dem Amt genommen werden, weil sie sich einfach in vielen Dingen der berliner Bauwirtschaft nach einem Jahr als unfähig gezeigt hat. Das Thema Holm mal ganz außen vor gelassen, was ein weiterer Skandal in Hinblick auf "alte Seilschaften" ist.

  9. 22.

    Wer wird denn an dem noch sehr trostlosen Ort, namens Alexanderplatz, von den bösen, bösen Investoren "vertrieben", Niemand! Fr. Lompschers Ideologie ist nur so geleitet, dass sie alles, was zu DDR-Zeiten geschaffen wurde, bewahren und konservieren will. Sei es auch noch so hässlich. Sie ist in dieser Zeit vor 1989 hängengeblieben. Der Monarch Hochhaus ist Teil eines Plans, der schon durch Hans Kollhoff vor 25 Jahren geschaffen wurde und der 2016 per Bürgeworkshop (unter Leitung von Frau Lüscher) neu verhandelt wurde. es wurde festgelegt, 9 Hochhäsuer mit 150m am Alexanderplatz zu bauen. Niedrigere Häuser wurden ausdrücklich abgelehnt! Dies wurde per Senatsbeschluss in 2016 verabschiedet und beschlossen. Es ist nur korrekt, wenn die CDU die Umsetzung dieses Beschlusses fordert und die unmögliche Hinhalte- und Verhinderungstaktik einer Frau Lompscher deutlich kritisiert. Man hat bei der aktuellen RRG-nen berliner Politik das Gefühl, dass die sozialistische Planwirtschaft wieder regiert.

  10. 20.

    Ich kann mich nur anschließen, ein Artikel, den ich mit Interesse gelesen habe. Ich finde auch, der sollte in die Abendschau!

  11. 19.

    Na ENDLICH kommt der! Sonst würde das desaströse Team aus Lompscher und Lüscher den auch noch versuchen zu verhindern. Könnte ja sein, dass man den ollen DDR-Fernsehturm dann nicht mehr von der A10 sehen kann *Ironie off*. Die berliner CDU hat recht. Der RRG Senat schafft einen riesigen Schaden für die Stadt und deren Steuereinnahmen, in der er massiv private Investitionen verhindert. Linke und Grüne sorgen nur für eine sinnlose, realitätsferne Gentrifizierungs- und Neiddiskussion. Arm und reich wird es immer geben. Gab es sogar in der DDR. Man nannte sie Bonzen. Die Berliner Stadtplaner schaffen es zudem nicht, an entsprechenden Orten der Stadt (und das ist niemals die Mitte einer Metropole)genügend Sozialwohnungen zu bauen. Man kann nur mit Neid nach Warschau blicken, wie sich diese Stadt von ihrer sozialistischen Vergangenheit löst und zu einer modernen Metropole wird. Hier könnte Berlin viel von lernen. Gibt es eigentloch einen reg. Bürgermeister, der das mal zur Chefsache macht?

  12. 18.

    Die berliner Politik unter SPD, Grüne und insbesondere DIE LINKE ist nur noch peinlich.
    Würde der Monarch Tower zu DDR-Zeiten gebaut sein, hätte Frau Lompscher schon den Denkmalschutz für das Bauwerk beantragt. Diese Frau ist zusammen mit Regula Lüscher die größte Fehlbesetzung, die eine Stadt erleben kann. Offensichtliche, rückwärtsgewandte Ideologien sind wohl wichtiger, als eine dringend notwendige Modernisierung der Stadt an einem Platz, der auch 28 Jahre nach der Wende noch immer aussieht, als sei die graue DDR Gegenwart. Es sind nun potente Investoren da, die das Geld für ein modernes Berlin in die Stadt bringen wollen. Was macht die RRG Regierung - alles blockieren und den Sozialneid anheizen. Irre! Die CDU hat recht, wenn sie sagt: "Berlins Ruf nimmt massiven Schaden". Nicht nur der Ruf, sondern auch die Stadtkasse Berlins, denn Investoren zahlen schließlich Steuern.

  13. 17.

    Das kann doch nicht Ihr Ernst sein?!: ein Zitat des Investors aus der Immobilienzeitung hält für Sie her, um die Aussage, dass die Senatorin anregte(!) den Bau von mietpreisgebundenen Wohnungen ZU PRÜFEN, ein DEAL sein soll? Nicht wirklich, oder?
    Und die CDU trauert Lamborghini Lofts hinterher - na prima.

    Sie schreiben:
    1.) "Das Gespräch mit Frau Lompscher ist unerwartet positiv verlaufen", sagt Zeller wenig später der "Immobilienzeitung". Man hofft nun, im Frühsommer doch noch grünes Licht für den Bauantrag zu bekommen." -

    2.) "Die Pressestelle der Senatsverwaltung bestätigt auf Anfrage: "Senatorin Lompscher hat in dem Gesprächstermin angeregt, seitens der Monarch zu prüfen, ob ein Teil der geplanten Wohnungen mietpreisgebunden sein könnten. Monarch hat diese Prüfung zugesagt. Über eine konkrete Anzahl von Wohneinheiten wurde nicht gesprochen."

    und daraus folgt für Sie offenkundig 3.)"Doch auch dieser Deal platzt."

    Ich frage Sie: Welcher DEAL?

  14. 16.

    Alle, die die politischen Ansichten der "Bausenatorin" Lompscher kennen, wissen, dass es ihr vor allem darum geht, solche Hochhaus-Projekte zu verhindern. Jeder Anlass, Genehmigungen dafür zu erteilen, sind ihr willkommen.

  15. 15.

    Dann hoffe ich für sie,das nicht auch in ihrem Wohnumfeld irgendwann diese"Investoren" auftauchen. Wenn es dann ans muntere Aufkaufen, Luxussanieren und umwandeln in Eigentumswohnungen geht, werden sie u. U froh sein wenn ein Vertreter linker Ideologie versucht ihre Rechte zu wahren.

  16. 14.

    Der Beitrag muss unbedingt in die Abendschau!

  17. 13.

    Zumindest rein optisch wäre eine Ansammlung von Wolkenkratzern in der City eine Bereicherung. Die Mittelmaß-Ideologie der "Traufhöhe" schafft ein eintöniges Stadtbild.

  18. 12.

    Hochhäuser sind schon ne geile Sache, und gegen die Schwerkraft hilft der Aufzug. Und 150 Meter ist eher bescheiden. Das Problem ist hier dass es ein Luxus-Projekt werden soll, statt z.B. Sozialwohnungen.

    "doch im Bau ein gehöriges Maß des Auseinander-Lebens und Desinteresses GEGENEINANDER schaffen."

    Das Problem ist die soziale Schere im Kapitalismus, nicht die Architektur.

  19. 11.

    Das ist Berlin :
    gerade gelesen : " Der Estrel-Turm kann kommen "
    mit 175 m Berlins höchtes Wohngebäude = Wolkenkratzer

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