Symbolbild: Das Osram-Logo am Eingang zu einer Osram-Produktionsstätte. (Quelle: dpa/Markus Heine)
Video: Abendschau | 12.01.2017 | Christian Titze und Martin Küper | Bild: dpa/Markus Heine

Hauptstadt-Standort wird ausgebaut - Berliner Osram-Werk feilt an Zentrum zum autonomen Fahren

Die Glühlampe hat die Vergangenheit von Osram geprägt - inzwischen gibt es im Geschäft mit dem Licht aber ganz neue Marktbereiche, etwa bei der Ausstattung von autonom fahrenden Autos. Der Standort Berlin soll dabei eine tragende Rolle spielen.

Der Beleuchtungshersteller Osram hat angekündigt, seine Standorte in Berlin und Regensburg auszubauen. Hightech könne auch in Deutschland produziert werden, sagte Vorstandschef Olaf Berlien auf der Technikmesse CES in Las Vegas. Das Unternehmen baue in Berlin ein neues Software- und Elektronik-Zentrum für Technologien zum autonomen Fahren auf. Außerdem investiere Osram über 500 Millionen Euro in den Standort in Regensburg. Dort wolle man 1000 Leute zusätzlich einstellen.

Mitarbeiter gesucht

Über das im Aufbau befindliche Software- und Elektronik-Zentrum für Technologien zum autonomen Fahren in Berlin sagte der Osram-Chef: "Da suchen wir gerade Mitarbeiter.
Es ist nicht einfach - gute Leute sind schwer zu finden."

Der Konzern Osram befindet sich im Umbau und hat seine traditionelle Lampensparte abgespalten: Im März vergangenen Jahres wurde die "Ledvance" getaufte Sparte an ein Konsortium um den chinesischen Investor MLS verkauft. Ende 2017 hatte Ledvance dann angekündigt, 1300 Stellen in Deutschland zu streichen - über 200 davon in Berlin.  

Wenn Autos mit Autos kommunizieren

Auf der Technikmesse CES positioniert sich Osram nun vor allem als Zulieferer für die Automobilindustrie - insbesondere für autonom betriebene Fahrzeuge. Das Unternehmen demonstrierte unter anderem, wie Systeme mit unsichtbarem Licht die Kommunikation zwischen fahrenden Autos ermöglichen können.

Damit wäre es beispielsweise möglich, dass ein Fahrzeug registriert, wenn sieben Autos davor jemand auf die Bremse tritt. Über die "Car-to-Car-Communication" kann das Fahrzeug rechtzeitig die Geschwindigkeit reduzieren und muss nicht in letzter Sekunde scharf abbremsen. Die für diese Technologie grundlegenden LED-Chips stellt Osram vor allem in seinem Regensburger Werk her.

Sendung: Inforadio, 12.01.2018, 08:00 Uhr

Kommentar

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5 Kommentare

  1. 5.

    Wenn Osram Mitarbeiter sucht, warum nicht bei seinen ehemaligen Mitarbeitern von Ledvance. Wie schon berichtet soll das Werk von Ledvance bis Ende 2018 geschlossen werden, wenn man da keine Fachkräfte findet dann weiß ich auch nicht.
    Ich bin mir auch nicht sicher ob es da nicht einen Zusammenhang gibt, Ende 2017 wird die Schließung vom Ledvance Werk in Berlin bekanntgegeben und 2 Monate später die geplanten Investitionen bei Osram.

  2. 4.

    Berlin sagte der Osram-Chef: "Da suchen wir gerade Mitarbeiter.
    Es ist nicht einfach - gute Leute sind schwer zu finden."

    Ja, da gebe ich dir Recht. Wenn man nicht sucht, ist es auch schwierig Leute zu finden.

  3. 2.

    "Glühbirne" ist falsch. Bitte durch "Glühlampe" ersetzen :)

  4. 1.

    Wer nicht sucht, der wird nicht finden.
    Osram hat derzeit kein einziges Stellenangebot mit Bezug zum autonomen Fahren in Berlin.

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