Archivbild: Ein Flugzeug startet vom Flugplatz in Fehrbellin (Quelle: imago/Metodi Popow)
Audio: Antenne Brandenburg | 02.01.2018 | Bild: imago/Metodi Popow

Jahrelange Verluste - Flugplatz in Fehrbellin an privaten Investor verkauft

Geplant war er als Entwicklungsmotor für die Region, doch dann schrieb der Flugplatz in Fehrbellin vor allem eines - Verluste. Nun haben die Stadt Neuruppin und die Gemeinde Fehrbellin die Flugplatzgesellschaft verkauft.

Die Stadt Neuruppin und die Gemeinde Fehrbellin (Ostprignitz-Ruppin) haben die angeschlagene Flugplatzgesellschaft Ruppiner Land zum Jahresbeginn verkauft. Käufer ist ein privater Investor aus Berlin, der bereits in den vergangenen Jahren in Fehrbellin investiert hat.

2001 hatten sich die Stadtverordneten von Neuruppin nach langer Diskussion dazu entschlossen, dass die Stadt als Hauptgesellschafter in eine neue Betreiberfirma einsteigt. Seitdem hielt sie 70 Prozent der Anteile. Das schien die einzige Chance zu sein, den Landeplatz bei Fehrbellin zu retten. Die Gemeinde Fehrbellin, der knapp zwölf Prozent der Gesellschaft gehörten, hätte sich den Betrieb allein nicht leisten können.

Verkauf war nicht früher möglich

Über die Stadt gelang es, eine Millionenförderung für eine neue Landebahn zu kommen. Danach musste der Flugbetrieb mindestens 15 Jahre aufrechterhalten werden, sonst hätte Neuruppin einen Teil der Fördermittel zurückzahlen müssen. Vorher war auch ein Verkauf der Geschäftsanteile nicht möglich.

In all den Jahren war es der Flugplatzgesellschaft nicht gelungen, einen Gewinn einzufahren, zwischenzeitlich drohte die Insolvenz. Um dies abzuwenden, hatte Neuruppin zudem einen Kredit eingeräumt. Der Käufer hat sich nun bereit erklärt, einen Teil des Darlehens der Stadt zu übernehmen.

Landeplatz für Privatflugzeuge

Der Flugplatz Fehrbellin ist ein Verkehrslandeplatz für kleinere private Flugzeuge. Außerdem gibt es auf dem Gelände eine Fallschirmsprung- und Ultraleichtflugschule.

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