Blick auf ein Flugzeug der Fluggesellschaft Airberlin (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: dpa/Patrick Pleul

Nach Insolvenz der Fluggesellschaft - Marke "Air Berlin" kommt nun auch unter den Hammer

Flugzeugsitze, Boeing-Modelle und Schokoherzen wurden schon verkauft - nun soll auch die Marke "Air Berlin" versilbert werden. Interessenten können Angebote für rund 180 geschützte Begriffe abgeben. Auch die Auktion anderer Objekte geht noch einige Tage.

Der Ausverkauf von Air Berlin geht weiter. Der Insolvenzverwalter will nun auch die Marke "Air Berlin" veräußern. Investoren können Angebote für rund 180 geschützte Begriffe und Wortmarken der insolventen Fluggesellschaft abgeben, darunter "LTU" und "airduesseldorf" sowie zahlreiche Internetadressen.

Insolvenzverwalter Lucas Flöther ließ am Dienstag offen, welche Einnahmen er sich erhofft. Er sprach nur von substanziellen Erlösen, die in die Insolvenzmasse fließen sollen. Das Geld dürfte vorrangig für die Rückzahlung eines KfW-Darlehens an Air Berlin verwendet werden.

Hohe Gebote bei Online-Auktion

Viel Geld für die Insolvenzmasse ist inzwischen auch durch die Online-Auktion von Air-Berlin-Objekten gesammelt worden. Die erste Versteigerungsrunde ging Anfang des Monats mit mehr als 13.000 Geboten zu Ende. Für 7.800 Euro wurde dabei nach Angaben des Insolvenzverwalters das 1:5-Flugzeugmodell einer Boeing 737 verkauft. Mehr als 3.000 Euro zahlte der Käufer eines Zweier-Sitzes aus einem Flugzeug, ein Air-Berlin-Trolley kam demnach für 1.888 Euro unter den Hammer, 352 Euro wurden für 100 Schokoherzen geboten.

Wieviel Geld bei der Auktion genau eingenommen wurde, sagte Flöther nicht. Dies könne aus insolvenzrechtlichen Gründen nicht mitgeteilt werden. Das Hamburger Auktionshaus Dechow, das die Versteigerung durchgeführt hatte, schätzte den Erlös auf mehrere hunderttausend Euro.

Für weitere Objekte der insolventen Fluglinie können Interessierte noch bei weiteren Versteigerungen bieten. Bis zum 16. Februar laufen noch drei Auktionen mit Erinnerungsstücken von Air Berlin.

Sendung: Abendschau, 13.02.2018, 19.30 Uhr

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Hoffentlich findet sich jemand der die Marke aufkauft und wieder zum Leben erweckt.

  2. 2.

    Na zu allererst sollte mal ein Regreß gegen Etihad geprüft werden, denn sah nicht mal irgendwie etwas vertraglich so aus, als müsse die Gesellschaft nicht auch für den Malus einstehen?

  3. 1.

    Dann hoffen wir doch mal, dass dabei mindesten 200 Millionen rum kommen, damit der mit Steuergeldern finanzierte Kredit an das damals bereits insolvente Unternehmen zurück gezahlt werden kann. Anderenfalls wäre es eine Überlegung wert, die Herrschaften zur Kasse zu bitten, die so "geschäftstüchtig" waren, einen solchen Kredit überhaupt erst zu gewähren.

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