Ein Mann benutzt am Donnerstag (22.12.2011) die sanitären Einrichtungen von Sanifair an der Autobahnraststätte Kammersteiner Land Süd (Quelle: dpa/Sebastian Kahnert)
Video: super.markt | 26.03.2018 | Robin Avram | Bild: Zentralbild

rbb exklusiv | Das Geschäft mit dem Geschäft - So werden Sanifair-Kunden mit Toilettenbons geschröpft

Happige 70 Cent verlangt Sanifair für den Toilettenbesuch auf Autobahn-Raststätten. Zurück gibt es einen Wertbon, den die Kunden angeblich gerne einlösen. Doch rbb-Recherchen zeigen: Vom Bon-System profitieren vor allem das Unternehmen und seine Franchise-Partner. Von Robin Avram

Mehr zum Thema in Super.Markt um 20:15 Uhr im rbb Fernsehen

Wer auf der Autobahn mal muss, hat die Wahl: Entweder eine dieser oft stinkenden, verwahrlost wirkenden öffentlichen Klohäuschen oder Hartplastikboxen benutzen – oder eine Sanifair-Toilettenanlage. Die gibt es an fast allen Autobahn-Raststätten, aber auch an Bahnhöfen und in Shopping-Centern, insgesamt 23 Mal allein in Berlin und Brandenburg.

Für die meist 70 Cent Eintrittsgeld bekommen die Kunden einen hohen hygienischen Standard, zudem spucken die Automaten an den Drehkreuzen einen 50 Cent-Wertbon aus. "Wertbon einlösen und 50 Cent sparen", verspricht Sanifair dafür.

Doch in Wahrheit sind die Wertbons ein Millionengeschäft für den Sanifair-Mutterkonzern Tank & Rast und seine Franchise-Partner.

Sanifair Bons (Quelle: rbb)
Rund die Hälfte der Sanifair-Kunden lösen ihre Wertbons selten oder nie ein. | Bild: rbb

Fast die Hälfte der Kunden löst die Gutscheine gar nicht ein

Tank & Rast hielt bislang geheim, wieviele Bons pro Jahr ausgegeben und wieder eingelöst werden – aus Wettbewerbsgründen, wie es heißt. Allgemein teilte das Unternehmen nur mit: "Von der Möglichkeit, den Wertbon einzulösen, machen unsere Kunden gerne Gebrauch."

Doch tatsächlich löst wohl fast die Hälfte der Deutschen diese Gutscheine selten oder nie ein. Das ergab eine repräsentative Befragung des Marktforschungsinstituts INSA im Auftrag des rbb-Verbrauchermagazins Super.Markt. Das würde bedeuten: Die Kunden lassen jedes Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag verfallen, der bei den Betreibern der WC-Anlagen verbleibt.

Vom rbb befragt, antworteten 22 Prozent der Sanifair-Kunden, dass sie diese Gutscheine nie einlösen. 29 Prozent tun dies nur selten, 35 Prozent meistens und 14 Prozent immer. Insgesamt wurden 1.037 volljährige Personen aus dem gesamten Bundesgebiet befragt.


Tank & Rast gibt sich zugeknöpft

Mit den Ergebnissen konfrontiert, teilt Tank & Rast mit, die Ergebnisse seien für das Unternehmen nicht nachvollziehbar. Das nur rund jeder zweite Gutschein eingelöst werde, sei falsch. Ob die tatsächliche Einlösequote höher oder sogar noch niedriger ist, bleibt unklar.

Tank & Rast gibt sich so zugeknöpft, weil es um viel Geld geht. Branchen-Experten schätzen, dass eine Sanifair-Toilettenanlage täglich im Schnitt von 500 Kunden genutzt wird. Bei insgesamt rund 520 Sanifair-Anlagen würde das bedeuten: Die Kunden haben allein im vergangenen Jahr Bons im Wert von bis zu 20 Millionen Euro verfallen lassen. Auch diese Zahl bestreitet Tank & Rast, nennt aber auch keine andere.

"Das sind Preise wie am Flughafen"

Die niedrige Einlösequote hängt offenbar mit den inzwischen sehr hohen Preisen an vielen Raststätten der Tank&Rast-Gruppe zusammen – nur dort lässt sich ein an der Autobahn gezogener Sanifair-Bon einlösen. Eine Stichprobe des rbb ergab, dass an der Autobahnraststätte Buckautal-Süd ein halber Liter stilles Wasser der Marke Vio 2,79 Euro kostete. "Das ist viel zu teuer. Das sind Preise wie am Flughafen", sagt ein Autofahrer, den der rbb vor der Raststätte befragte. "Woanders bekomme ich für den Preis eine ganze Kiste Wasser", sagte eine andere Frau.

Tank & Rast macht geltend, dass die Raststätten höhere Personalkosten haben als Supermärkte, weil sie Tag und Nacht geöffnet haben. Doch beim nur 20 Kilometer entfernten Autohof Theeßen kostet das gleiche Produkt 1,40 Euro, also rund die Hälfte. Der Autohof hat ebenfalls rund um die Uhr geöffnet.

Vergleich der Preise für Wasser, Coca Cola Zero und Snickers zwischen der Tank&Rast-Raststätte Buckautal und dem Autohof Theeßen (Quelle: rbb)
An der Raststätte Buckautal können Kunden den Sanifair-Bon für die rot unterlegten Preise erwerben. Am 20 Kilometer entfernten Autohof Theeßen sind die Waren deutlich günstiger - hier blau unterlegt. | Bild: rbb

"Seit der Privatisierung wurde viel Geld bei Tank & Rast abgepumpt"

Für den Geschäftsführer des Verbands Deutscher Autohöfe (VEDA) Herbert Quabach, sind die hohen Preise beim Konkurrenzbetrieb Tank & Rast eine Folge überzogener Rendite-Erwartungen: "Seit die Tank und Rast privatisiert wurde, wurde viel investiert, aber es wurde noch mehr Geld aus diesem System heraus gepumpt. Und das führte dazu, dass die Preise einfach ein ganz anderes Niveau erreichen." Es sei nur logisch, wenn viele Kunden angesichts dieser Warenpreise die Sanifair-Bons verfallen lassen.

Herr Quarbach berichtet zum Thema Sanifair. (Quelle: rbb/super.markt)
Herbert Quabach vertritt die Deutschen Autohöfe - und kritisiert die Sanifair-Strategie scharf | Bild: rbb/super.markt

Im Jahr 1998 privatisierte der Bund das Geschäft mit den Rastätten. Seither ging das Unternehmen Tank & Rast durch die Hände mehrerer Finanzinvestoren. Von 2004 bis 2015 war das Private Equity-Unternehmen Terra Capital Partners Eigentümer von Tank & Rast, seit 2007 zusammen mit einem Fonds der Deutschen Bank. Hinter Terra Capital steht der britische Finanzinvestor Guy Hands, er arbeitete zuvor als Investment-Banker bei Goldman Sachs. Hands hielt auch große Anteile des Wohnungsunternehmens Deutsche Annington – heute Vonovia - dem Mietervereine landauf landab überzogene Profiterwartungen und mangelhafte Instandhaltung der Wohnungen vorwarfen.

Wertbon-System als Köder für die Gastronomie

Bei Tank & Rast zapfte Terra Capital kurz nach dem Einstieg eine Gewinnausschüttung von 400 Millionen Euro ab – das Unternehmen musste dafür einen Kredit aufnehmen und mit hohen Zinsen zurückzahlen. Seither zogen die Preise für Sprit und Waren an den Raststätten beständig an. Das Sanifair-System führte Tank & Rast ein, um den hygienischen Standard der Toiletten zu verbessern. Das ist zweifelsohne gelungen.

Doch das mit Sanifair eingeführte Wertbon-System diente von Anfang an auch als Köder, um Kunden in die Gastronomie von Tank & Rast zu locken. Das gelingt offenbar immer weniger, wie die Ergebnisse der rbb-Umfrage nahe legen. "Das Bon-System reizt natürlich, sich im Shop etwas zurück zu holen. Viele wollen einen Kinderriegel oder sonst irgendwas für die 50 Cent einlösen", sagt Konkurrent Quabach. Doch genau darin liege das Problem: Man finde an der Autobahn fast nichts mehr zu diesem Preis.

Bei den Autohöfen, die er vertritt, kostet der Toilettenbesuch 50 Cent - so wie früher bei Sanifair. Tank & Rast hatte die Gebühr im Jahr 2012 auf 70 Cent erhöht.

Neue Eigentümer planten angeblich Erhöhung auf einen 1 Euro

Im Jahr 2015 verkauften Terra Capital und der Deutsche Bank-Fonds Tank & Rast an ein Konsortium um Allianz Capital Partner. Auf die Preise an den Rasthöfen hatte das keinen dämpfenden Einfluss. Denn der Kaufpreis betrug 3,5 Milliarden Euro – das dreifache dessen, was Terra Capital einst bezahlt hatte.

Die neuen Eigentümer sollen kurz nach der Übernahme laut einem Bericht der Wirtschaftswoche sogar erwogen haben, die Sanifair-Gebühr auf bis zu einen Euro zu erhöhen. Bei Tank & Rast hieß es damals, dafür gebe es keine Pläne. Zumindest kurzfristig nicht.

Beitrag von Robin Avram

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

33 Kommentare

  1. 33.

    am letzten Sonntag habe ich im Hauptbahnhof Münster 3 mal versucht meinen Wertbon von sanifair einzulösen.
    Das WC kostet dort 1 € und der Bon hat einen Wert von 50 Cent.
    Am Kaffeestand hätte ich einen Mindesteinkaufswert von 2,50 € erreichen müssen, der Blumenladen und der Zeitschriften-/Bücherladen wollten den Bon überhaupt nicht einlösen.
    Auf diversen Raststätten wurde mir schon gesagt, dass ich immer nur einen Wertbon pro Einkauf einlösen kann.
    Dieser "Wertbon" ist der größte Beschiss, den man sich vorstellen kann.

  2. 32.

    Ich habe mich inzwischen darauf eingerichtet, "immer mal wieder" eine Zeitschrift o.ä. zu erwerben.
    Für diese Artikel gibt es - an Raststätten "zum Glück" - eine Preisbindung und somit zahle ich den selben Preis wie im "normalen" Geschäft auch.

  3. 31.

    Beide von Ihnen gestellten Fragen können mit nein beantwortet werden. Es gibt keinen Mindesteinkaufswert und man kann soviele gesammelte Bons aus einmal einlösen wie man möchte.

    (man kann allerdings nichts *unter* dem Bonwert kaufen und so noch Geld herausbekommen)

  4. 30.

    Ich möchte mich hier zu mehreren Teilnehmern äußern.
    1.)DDR ist lange her und zum Vergleich nicht mehr geeignet.
    2.) Kein Mensch ist gezwungen auf einer AB. Raststätte zu tanken, auf die Toilette (nur Notfall )zu gehen oder gar etwas im Shop zu kaufen. Das kann man auch alles bei guter Planung neben der AB.erledigen.
    3.) Toilettensauberkeit ! Wer macht denn die Toiletten Schmutzig, bestimmt nicht das Reinigungspersonal !
    mal den Ball flachhalten daß gilt hier besonders für die die ,die hier saubere Toiletten fordern.Wer in der Kinderstube keine Toiletten Kultur gelehrt bekommen hat (Mama hat ja auch noch dem Teenager hinterhergeputzt ),wird auch heute Keine Bürste in die Hand nehmen.
    4)Sanifairtoiletten werden in der Regel nur am Tag max.in 2 Schichten geputzt! Versuchen sie mal Nachts um 03.00Uhr zu gehen, sie werden ihr blaues Wunder erleben. Ich kann das nach 45 Jahren Autobahn sagen. Das war meine Meinung zu diesem Thema.

  5. 28.

    Hier einen Vergleich zu ziehen mit Mitropa-Rasthöfen ist nicht gut gelungen und außerdem gibt es jetzt genug Niedrigverdiener die zusätzlich noch Hartz IV beantragen müssen.
    Gerade Pendler müssen unter Umständen auch mal nach der Schicht auf die Toilette oder Trucker die nun wirklich nicht sehr viel verdienen und sogar noch zusätzlich für einen Standplatz zum Übernachten erst einmal 10 € hinlegen müssen.

  6. 27.

    in Berlin an/in Bahnhöfen zahlt man 1,-€ u. kann die Bons nicht mal überall einlösen...es lebe die Marktwirtschaft

  7. 26.

    Am Ende des Tages gehe ich sehr gerne auf eine Toilette für 0,70 €, ich werde ja im Anschluss nicht gezwungen was zu kaufen. Alternativen sind die anderen Toiletten ohne Service jedoch nicht.

  8. 25.

    Ich bin durchaus bereit für einen Toilettenbesuch zu Zahlen. Aber 70 cent für einmal Pipi finde ich durchaus bisschen garstig. Klar, ich bekomme was zurück. Allerdings nur wenn ich einen "mit verlaub" bescheidenen Überteuerten Kaffee oder irgendetwas anderes tendentiell überteuertes kaufe das ich eigentlich garnicht kaufen will. Mitunter nehmen einzelne Raststätten nur einen Bon für eine Zahlung entgegen. Andere nehmen auch gerne mehrere. Für nur Tanken geht das ganze natürlich nicht. Für den nächtens Toilettenbesuch auch nicht (Warum eigentlich nicht? Das wäre doch Kundenbindung)
    Toll mein Kind darf umsonst, ich muss aber trotzdem Zahlen wenn ich ihm helfen muss. Sehr löblich.
    Die Bons liegen unbestimmte Zeit im Auto und lassen sich dann öfters nicht mehr lesen. Im Ende ziemlich teures und unkomfortables Toilettenpapier.

  9. 24.

    Wir haben das Dargestellte mit dem Bonusbon selbst am Wochenende erlebt.
    Aber was nützt es das sie darüber schreiben.
    Weder dieser Bericht wird etwas ändern, wie es auch die vorhergehenden es nicht getan haben.
    Ändern muss sich die Abzocke.
    Das trifft ja genau so auf die anderen Preise an den Raststätten zu, bis hin zum Benzin.
    Also was wollen sie mit dem Bericht erreichen?
    Dem Gesetzgeber der evtl. etwas beeinflussen könnte, ist es egal denn er verdient ja mit. Ist eben freie Marktwirtschaft , da fällt der Endverbraucher eben hinten runter.

  10. 23.

    Siehe Reinald Grebe: https://www.tagesspiegel.de/politik/wc-gebuehr-an-der-autobahn-rainald-grebes-beduerfnisgerechter-kampf/20691824.html

  11. 22.

    Ist es nicht auch so, dass man einen Mindestwert erreicht haben muss, um die Gutscheine überhaupt einlösen zu können? Und dann darf man vermutlich nicht mehr als einen für den Kauf eines Produktes beutzen, richtig?

    Ich denke, jeder kann sich in etwa vorstellen, wieviel Gewinn die Firma SaniFair damit erzielt, daher finde ich es nicht sonderlich verwerflich. Als Mann hat man zudem noch die Möglichkeit, sich die 70 Cent zu sparen ;) Ich für meinen Teil versuche, so wenig Geld wie möglich in diese Systeme zu stecken. Eine freie, (saubere) Toilettenbenutzung sollte selbstverständlich sein, ob beim Bäcker nebenan oder halt an den Rastplätzen nebst der Bundesautobahn!

  12. 21.

    Danke. Das juckte mir nämlich auch schon in den Fingern.

    All die Jahre die ich in den USA unterwegs war habe ich dort immer die sowohl sauberen, als auch kostenlosen Toiletten begrüßt. Egal ob in der Mall oder in entlegenen Nationalparks, immer sind die Räumlichkeiten sauber.

    Kleines Bonmot am Rande. In den USA sind die Herrentoiletten seit vielen Jahren standardmäßig mit sog. Baby Changing Stations ausgerüstet, also einer Möglichkeit für Väter, ihre Kinder problemlos zu wickeln. Etwas das es bis heute auf den meisten Herrentoiletten in Deutschland nicht gibt.

  13. 20.

    ich denke die Nutzer der Toiletten sollten mündig genug sein, ob sie den Bon einlösen oder nicht. Ich freue mich als Vielfahrer jedenfalls immer über top saubere Toiletten und würde die 70 Cent sogar gerne bezahlen, wenn es keine Erststattung geben würde - vor dem Hintergrund ein super faires Angebot. Ich stelle mir mehr die Frage, was die wahre Intention für diesen Bericht ist. Passt hervorragend in das Berliner Wall-Mobbing, in dessen Zusammenhang super gepflegte Toilettenanlage von r2g in einen desolaten Zustand wie in den 80zigern runtergewirtschaftet werden - der real existierende Sozialismus halt !

  14. 19.

    Also ich bin beim letzten Mal einfach unter der Absperrung hindurchgekrochen und habe auch irgendwie kein schlechtes Gewissen. Alternativ hätte ich den Baum auf dem Parkplatz benutzt.

    Achja und wegen den 12 ct Preisunterschied zu normalen Tankgestellen habe ich auch nur 5 l getankt.

  15. 18.

    @Ivo Zach: Nur ein kleiner Hinweis - die Deutsche Bundesbahn (ebenso wie die Deutsche Reichsbahn) existiert seit 1994 nicht mehr.
    Und zum Thema: Bons, die nicht eingelöst werden sind genauso ein Gewinn für die Unternehmen, wie Pfandpflaschen, die nicht zurückgegeben werden.
    Zu den Preisen in Raststätten und Shops an der Autobahn - ja, da musste selbst ich schlucken, wenn ich die Preise sehe, die man z.B für eine kleine Flasche Wasser/Limo oder Wasser zahlen muss. Diese "Aufschläge" stehen in keinem Verhältnis zum Serviceangebot. Da hilft nur eines: Die altbekannte Variante der "Selbsversorgung". Einfach zu Hause etwas Reiseproviant vorbereiten (Stullen/Obst/Thermoskanne) und ab damit in den Picknickkorb.

  16. 17.

    Das ist wieder einmal typisch Deutsch. Alles in bester Qualität haben wollen, aber kosten darf es nichts. Wenn der Toilettenbetrieb wie einige schreiben, so ein lukratives Geschäft ist, dann machen Sie doch Ihr eigenes kleines Sch...haus auf.
    Wem 70 Cent für ein einwandfreies WC zuviel Geld ist, dem bleibt ja immer als Alternative der Wald, runter von der Autobahn und ab ins Grüne, völlig kostenfrei.

  17. 16.

    z.B.: in España ( Festland )inAutobahnenrestaurantes 0,0 € !!!!
    JEDER größerer Supermarkt : Toiletten 0,0 €
    und überall SEHR sauber !!!!!
    wenn wir mal mit BUS unetrwegs sind : diese sanifair ( wieso eigentlich fair ????? )geben wir die
    Gutscheine weiter an Leute, die da essen wollen-------
    Schön finde ich, bei uns in den Gropiuspassagen. Modernste Toiletten : 0,0 € !!!

  18. 15.

    Genau dasselbe empfinde ich auf Reisen auch: In den USA und Kanada sind die Toiletten standardmässig sauber und KOSTENLOS. Warum geht das nicht auch in Deutschland, warum wird dafür auf Autobahnen, Bahnhöfen und innerstädtisch kassiert? Ich empfinde das als eine unfreundliche Geste.

  19. 14.

    Lieber Herr Zach,

    bei den 500 Besuchen pro Toilette und Tag handelt es sich um eine Schätzung, die auf Gesprächen mit Branchen-Experten beruht. Die Sanifair-Muttergesellschaft Tank & Rast hat uns auf Anfrage "aus Wettbewerbsgründen" keine Zahlen dazu mitgeteilt. Es ist eine eher konservative Schätzung. Dem SPIEGEL lag im Jahr 2010 ein Pächtervertrag zwischen Tank & Rast und einem Pächter vor, der von einer mehr als doppelt so hohen Besucherfrequenz ausgeht. Das könnte jedoch der "Anfangseuphorie" zugeschrieben werden, mit denen Tank & Rast das Sanifair-System den Pächtern schmackhaft machen wollte.

    Es ist wahrscheinlich, dass die Besucherzahl je nach Standort varriert.

    Zu ihrer Beispielrechnung: Da der Toilettenbesuch 70 Cent kostet, ergeben sich bei 500 Besuchern pro Tag Einnahmen in Höhe von 350 Euro pro Toilette. Die Wertbons werden im Shop eingelöst und reduzieren dort die Gewinnmarge der Produkte etwas. Bei den dargestellten Preisen scheint das aber verkraftbar zu sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Vorstandsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Sigrid Evelyn Nikutta (Quelle: dpa)
dpa

Wege aus der U-Bahn-Krise - BVG-Chefin Nikutta baut Vorstand um

Überlastete Werkstätten, hoher Sanierungsstau bei der Infrastruktur: Die Berliner U-Bahn steckt in der Krise. BVG-Chefin Sigrid Nikutta reagiert nun - und will einen Fachmann holen, der sich nur um die U-Bahnen und Busse kümmert. Doch der Umbau hat auch Risiken. Von Robin Avram