Märkische Oderzeitung und Lausitzer Rundschau: Ausgaben der beiden brandenburgischen Tageszeitungen vom 13.03.2018 (Quelle: rbb|24/Daniel Marschke)
Bild: rbb|24/Daniel Marschke

Medienhaus wächst - Märkische Oderzeitung übernimmt die Lausitzer Rundschau

Die "Neue Pressegesellschaft" aus Ulm, in der auch die Märkische Oderzeitung (MOZ) aus Frankfurt (Oder) erscheint, wird die Lausitzer Rundschau übernehmen. Über die Details des Geschäfts sei Stillschweigen vereinbart worden, teilten beide Seiten am Dienstag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Dem Verkauf müssten noch das Bundeskartellamt und die Gremien der Saarbrücker Mediengruppe zustimmen.

Wie der rbb aus Verlagskreisen erfuhr, hatte die Geschäftsführung der MOZ die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf einer Betriebsversammlung über den Schritt informiert.

Beide Zeitungen sollen redaktionelle Eigenständigkeit behalten

Die Lausitzer Rundschau sei ein starkes Medienunternehmen. "Das passt sehr gut zu uns", teilte der Geschäftsführer der Neuen Pressegesellschaft, Thomas Brackvogel, mit. In der strategischen Ausrichtung gebe es viele Parallelen zur Neuen Pressegesellschaft und zum Märkischen Medienhaus, in dem unter anderem die Märkische Oderzeitung in Frankfurt (Oder) erscheint. Auch wenn beide Häuser ihre redaktionelle Eigenständigkeit bewahren sollen, "könnte hier eine starke Stimme für Brandenburg entstehen", sagte Brackvogel, in dessen Haus unter anderem auch die "Südwest Presse" erscheint.

Saarbrücker Medienhaus fokussiert sich auf Heimatmärkte

Die Saarbrücker Mediengruppe gehört mehrheitlich zur Rheinischen Post Mediengruppe und gibt die regionalen Tageszeitungen Saarbrücker Zeitung, Pfälzischer Merkur und Trierischer Volksfreund heraus. Mit dem Verkauf der Lausitzer Rundschau würde sich die Gruppe stärker auf ihre Heimatmärkte ausrichten, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Joachim Meinhold.

Die Lausitzer Rundschau erscheint in Südbrandenburg und Nordsachsen in 13 Lokalausgaben und erreicht nach Verlagsangaben mit einer verkauften Auflage von rund 76.300 Exemplaren täglich 260.000 Leser. Das Unternehmen beschäftigt rund 300 fest angestellte Mitarbeiter. Die Märkische Oderzeitung hatte bereits vor einigen Jahren den Oranienburger Generalanzeiger mit seinen vier Lokalausgaben übernommen. Mit ihm zusammen hat die MOZ nach eigenen Angaben eine Gesamtauflage von 86.000 verkauften Exemplaren.

Zum Geschäftsbereich vor allem der Märkischen Oderzeitung gehört auch ein umfangreiches Angebot an Anzeigenblättern. Diese erscheinen nicht nur im eigenen Verbreitungsgebiet, sondern mit dem Märker und der BraWo, der Brandenburger Woche, auch in West- und Nordbrandenburg. Außerdem betreiben sowohl die Lausitzer Rundschau als auch die Märkische Oderzeitung umfangreiche Internet-Portale.

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.03.2018, 14.30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren

Fahrgäste auf dem Bahnhof im brandenburgischen Briesen (Bild: dpa/Patrick Pleul)
dpa/Patrick Pleul

Probleme beim Netzausbau - Die Schiene bleibt die Achillesferse

300.000 Brandenburger pendeln jeden Tag nach Berlin, 180.000 Berliner in Gegenrichtung. Die Züge sind oft rappelvoll. Doch ein Ausbau ist nicht in Sicht: Berlin, Brandenburg, Bahn und Verkehrsverbund sind sich uneins. Von Johannes Frewel