Corinna C. bezieht das Bedingungslose Grundeinkommen (Quelle: Privat)
Bild: Privat

Interview mit Grundeinkommen-Gewinnerin - "Das ist ein viel größeres Geschenk als ein Lottogewinn"

1.000 Euro monatlich, ohne dafür arbeiten zu müssen - klingt super. 18 Bedingungslose Grundeinkommen sind am Montagabend verlost worden. Corinna gehört zu den Gewinnern von letztem Jahr. Was sie mit dem Geld macht? Nicht gerade das, was man erwarten würde.   

rbb|24: Corinna, seit Juni letzten Jahres kriegen Sie jeden Monatsanfang 1.000 Euro auf Ihr Konto, einfach so, ohne, dass Sie dafür arbeiten müssen. Wie cool ist das denn!

Corinna: Als ich im Mai letzten Jahres erfahren habe, dass ich bei mein "Mein Grundeinkommen" ausgelost wurde, hat sich das ganz unwirklich angefühlt. Ich habe gedacht: Stimmt das wirklich? Als dann das erste Geld auf dem Konto war, haben wir uns total gefreut. Für mich bedeutet das wirklich mehr Sicherheit, eine Beruhigung.

Haben Sie gleich Ihren Job hingeworfen?

Nein, das nicht (lacht). Ich arbeite mit Kindern, Jugendlichen und Familien in Problemsituationen. Das ist oft sehr anstrengend. Als ich mich für die Verlosung angemeldet habe, war ich gerade sehr unzufrieden, vor allem über die Rahmenbedingungen: zuviel Arbeit, zu wenige Leute. Eigentlich wollte ich Stunden reduzieren. Aber natürlich geht das Grundeinkommen nur ein Jahr lang. Also habe ich mich gefragt, ob ich in einem anderen Bereich arbeiten will? Ich wollte schon lange eine Fortbildung zur Familientherapeutin machen. Und die finanziere ich mir jetzt über das Grundeinkommen. Ich arbeite noch dieselbe Stundenzahl beim selben Arbeitgeber, aber mache zusätzlich meine Wunschweiterbildung. Wenn ich fertig bin mit der Ausbildung, kann ich mich auf einen anderen Job bewerben. Aber ich hab jetzt auch meinen Frieden mit meiner Arbeit gemacht.

Was meinen Sie damit?

Durch das Grundeinkommen hatte ich die Möglichkeit, mich frei zu entscheiden. Dadurch fühle ich mich im Job nicht mehr so unter Druck gesetzt. Es geht mir dort jetzt besser. Ich bin gelassener, habe einen entspannteren Umgang mit Stress. Und das spüren auch meine beiden Kinder und meine Familie.

Obwohl Sie, ganz nüchtern betrachtet, durch die Weiterbildung mehr Arbeit als vorher haben?

Ja! Aber da war einmal das Gefühl, mit dem Gewinn soviel Glück gehabt zu haben. Und dann das Gefühl der Dankbarkeit für die Leute, die dafür spenden. Das sind alles private Gelder für eine Sache. Und das ist ein viel größeres Geschenk als ein Lottogewinn. Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, was ich mit dem Geld mache, denn das ist alleine mir überlassen. Klar, ich habe Freunde zum Essen eingeladen, mir ein paar teure Schuhe gekauft. Aber ich wollte es nicht verprassen, sondern für etwas ausgeben, das bleibt. Und so kam die Entscheidung für die Weiterbildung.

Wie hat eigentlich Ihre Umgebung darauf reagiert, dass Sie dieses Geld erhalten?

Ich geh sparsam damit um, es zu erzählen. Das wissen nicht alle - Familie, Freunde, einige Kollegen. Meinen Eltern habe ich es erst nach zwei Monaten gesagt. Die konnten es anfangs gar nicht glauben. Sie kommen noch aus einer ganz anderen Zeit: Nur wer etwas leistet, bekommt auch etwas; geschenkt kriegt keiner was. Aber jedesmal, wenn ich es jemanden erzähle, kommt eine Diskussion auf: Wie gut wäre ein Grundeinkommen für die Gesellschaft, würde es etwas verändern, in welche Richtung?

Was ist denn Ihre Meinung dazu? Die Idee eines Grundeinkommens hat ja gerade wieder Konjunktur. In Finnland läuft ein Modellversuch, in Berlin hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller etwa vorgeschlagen, Bürgerarbeit als Gegenleistung einzuführen.

Dass wir durch "Mein Grundeinkommen" 1.000 Euro über ein Losverfahrern on top kriegen, befristet für ein Jahr, aber bedingungslos, ist natürlich ein Sonderfall. Aber wenn ich wüsste, ich kann im schlimmsten Fall – Krankheit, Arbeitslosigkeit, Umorientierung – nicht unter die 1.000 Euro fallen, dann gibt mir das eine neue Freiheit. Ich kann Entscheidungen anders treffen, wenn ich weiß, dass die Existenz grundsätzlich gesichert ist.

Ist sie das nicht schon durch Hartz IV? Manche Politiker behaupten sogar, in Deutschland gäbe es keine Armut.

Ein Grundeinkommen ist bedingungslos für alle, nicht nur für Menschen, die Sozialleistungen beziehen. Die Frage ist natürlich auch: Was wird von der Gesellschaft als Arbeitsleistung geschätzt? Wenn Mütter drei Jahre zu Hause bleiben wollen, um die Kinder zu betreuen, dann wird das oftmals kritisch gesehen. Kinderbetreuen oder Angehörige pflegen wird nicht als Arbeit gewürdigt. Da würde ein Grundeinkommen Freiräume schaffen.

Kritiker sagen aber auch, dass ein Grundeinkommen zu einer Art gesellschaftlichem Dauerurlaub führen kann. Sehen Sie die Gefahr, dass wir es uns dann in der sozialen Hängematte bequem machen?

Die Frage taucht oft auf. Natürlich wird es immer Menschen geben, die nicht arbeiten wollen oder es auch nicht können. Aber die Idee, dass sich dann viele in die soziale Hängematte legen, ist doch eine Haltungsfrage: Entweder traue ich den Menschen zu, dass sie ihr Bestes geben wollen oder ich bin misstrauisch und glaube, dass man sie kontrollieren muss. Ich selbst gehe davon aus, dass der Mensch Teil einer Gesellschaft sein will, im Kleinen wie im Großen. Arbeit ist mehr als Geld. Sie bedeutet soziale Kontakte, Wertschätzung – und es wird immer genug Menschen geben, die sich darüber definieren. Auch mit dem Grundeinkommen sind nicht alle Probleme gelöst. Das Leben wird dadurch nicht unbedingt einfacher. Es kann auch schwierig sein, mit dieser Freiheit zurecht zu kommen. Wenn ich das Geld in die Hand bekomme, liegt die Verantwortung bei mir. Ich kann etwas damit machen – oder nicht.

Ihr Jahr Grundeinkommen endet im Juni – was bleibt für Sie?

Ich hoffe, dass ich etwas von dem Gefühl der Wertschätzung und der Sicherheit, das mir das Grundeinkommen gegeben hat, mitnehmen kann. Und natürlich hat sich mit der Weiterbildung ein sehr großer Wunsch erfüllt, das wäre ohne dieses Geld nicht möglich gewesen. Aber es ist schon traurig, dass es vorbei ist. Ich hätte es gerne anders. Wie heißt es nochmals: Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt. Und genauso ist es.

Wir danken Ihnen für das Gespräch.

Das Interview führte Ula Brunner, Redaktion rbb|24.

Was ist das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE)?

Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist ein sozialpolitisches Konzept, bei dem alle Bürgerinnen und Bürger monatlich eine finanzielle Zuwendung vom Staat erhalten, ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu müssen. Das Bedingungslose Grundeinkommen soll alle Menschen an den Gesamteinkünften einer Gesellschaft beteiligen, unabhängig davon, ob sie bedürftig sind oder nicht. Die Idee wird weltweit diskutiert und vereinzelt in Modellversuchen erprobt. In Deutschland gibt es keinen rechtlichen Anspruch auf ein BGE.

 

Sendung: Inforadio, 19.03.2018, 06.00 Uhr

Kommentar

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54 Kommentare

  1. 54.

    Leider gibt es immer noch sehr, sehr viele Mimenschen, die den Begriff bzw. System nicht verstanden haben, wie die
    Zuschriften beweisen.
    Hier spielt natürlich die Psychologie mit rein. Allen Skeptikern sei gesagt, dass wir gar nicht anders können uns mit dem
    BGE zu beschäftigen. Die Arbeitswelt verändert sich so rasant, dass die, die heute zweifeln sich in einigen Jahren die
    Augen reiben.
    R.Wehler

  2. 53.

    Ein Schweizer Ökonom hat errechnet, dass, um das Bedingungslose Grundeinkommen zu finanzieren, eine Transaktionssteuer von z.B. 0,003% eingeführt werden müsste.
    Wenn es nicht so viel dumme Menschen gäbe, und davon gibt es leider genügend, dann müsste das doch zu finanzieren sein, oder???
    Aber leider haben wir keine schlauen und Risikofreudige Politiker, so das wir weiter träumen müssen.

    R.Wehler

  3. 52.

    Ich bin für das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE), aber erst nach 35 nachgewiesen beitragspflichtigen Arbeitsjahren. Man sollte die letzten 10 Jahre all den fleißigen Bürgern und Bürgerinnen erlassen. Lediglich die Fleißigen sollten in den Genuss kommen...

  4. 51.

    Um 90% der Bundesbürger von finanziellen Sorgen zu befreien reichen aber 1000 im Monat nicht aus, das funktioniert vielleicht bei Menschen, die weniger als 1000€ im Monat haben. Außerdem bedeutet das, das 10% der Bevölkerung für 90% ein BGE erwirtschaften müssen. Und überhaupt: 2013 hatten die obersten 10% der Einkommensbezieher im Durschnitt 4300 € netto (Quelle : https://www.iwd.de/artikel/die-oberen-zehn-prozent-114974/). davon kann man nicht 9 anderen 1000€ zahlen ...

  5. 50.

    Jetzt geht es ja schon in die Details. Bei einem BGE muss man aber nicht erst sein Erspartes verbrauchen,um es zu bekommen,außerdem kann man auch etwas dazuverdienen,ohne dass es komplett angerechnet wird (Je nach Konzept des BGE) und nebenbei ist ja das Ziel,dass es eben genug Arbeit für alle geben soll,also so eine Situation erst gar nicht entsteht. Damit ist aber schon mal ein Hauptkritikpunkt widerlegt,nämlich dass keiner mehr arbeiten geht,wenn es eingeführt wird.

    Ein BGE soll erreichen,dass sich alle weniger Sorgen um Geld machen müssen,also wohl 90 Prozent der Bundesbürger.

  6. 49.

    Genau, es geht darum Sicherheit zu schaffen. Wenn man aber eine Haus- und Autofinanzierung hat, 2 Kinder, dann schafft ein BGE keine Sicherheit, wenn der Job weg ist und kein neuer kommt. Ich verhungere nicht, aber das Leben, dass ich geführt habe ist vorbei. Das ist die Angst für diese Schicht und da hilft kein BGE.
    Als Übergang sich neu zu orientieren hilft es schon, das war ja das Beispiel in dem Artikel hier. Aber das ist eben höchst individuell. Und BGE für alle ist da eher Gießkanne.
    Jetzt kannst Du sagen um die Schicht mit Haus, Auto und Familie geht es nicht, OK, aber dann brauchen wir auch kein BGE für alle.
    Die Grundfrage ist doch, für wen will ich was erreichen?

  7. 48.

    Ich weiß zwar nicht genau,wie du jetzt auf Arbeitslosigkeit kommst,aber ja, die alte Arbeitslosenhilfe wäre für viele sicherlich eine Verbesserung. Ein gutes BGE erhält natürlich die Arbeitslosenhilfe. Das BGE soll selbstverständlich nur eine Art Absicherung darstellen,eine Sicherheit,die sehr vielen Menschen das Leben erleichtern würde. Es könnte ein Meilenstein in der Entwicklung des Sozialstaats sein.
    Sozuialstaat 3.0 werd ich mir mal anschauen.

    @Cooper
    Danke für den Lnk,schau ich mir auch mal an.

  8. 47.

    Ein zumindest durchdachter es Modell ist Sozialstaat 3.0, einfach Ma googeln. Aber auch das Modell löst die viele Probleme nicht.

  9. 46.

    Für Arbeitslosigkeit gibt es ALG I und ALG II. Mit ALG I ist man nicht zwangsläufig arm oder von Armut bedroht, mit ALG II schon. Ich würde einfach die alte Arbeitslosenhilfe wieder einführen, die hilft in dem Fall mehr als ein BGE. Denn von 1000 € kann ich mein Leben nicht finanzieren.

  10. 45.

    Leider nein, das Modell berechnet nicht, was z.B. mit der Finanzierung der Krankenversicherung passiert, wenn das Arbeitseinkommen sinkt.
    Es ignoriert auch völlig, dass laut Auffassung des BVG die Rentenversicherung ein auf Ewigkeit angelegter Generationenvertrag ist, in dem Anwartschaften erworben werden, die geschützt sind.
    Und ein echtes Modell müsste dynamisch modellieren können, wie sich z.B. die Zunahme oder Abnahme von Beschäftigung auswirkt.

  11. 44.

    Auf dieser Seite kann man die Parameter so bestimmen,
    wie man sie für realistisch hält und dann (ganz runter scrollen)
    errechnen lassen, ob das Grundeinkommmen, nach eigenen
    Vorstellungen, finanzierbar wäre.

  12. 43.

    Stimmt, Flüchtigkeitsfehler. :-D Dann reicht es halt für 10 Monate. Damit sind noch nicht mal alle derzeit arbeitslos gemeldeten Personen für ein Jahr versorgt. Und dann?

  13. 42.

    Und auch das ist ein Klassiker: "Der Mindestlohn ist mit dem BGE hinfällig."
    Im Gegenteil, ein BGE braucht den Mindestlohn, denn alle unsere Sozialsysteme werden aus Arbeitseinkommen finanziert unda auch ein BGE wir von dort gespeist. Da helfen auch keine irrwitzigen Konsumsteuern von 50%, denn die kommen genauso aus dem Arbeitseinkommen. BGE ohne Mindestlohn destabilisiert sich selbst. Ein Arbeitsplatz, der nicht den Mindestlohn erwirtschaften kann, ist für das SV-System ein Problem.

  14. 41.

    Wieder so ein schönes Beispiel für eine Finanzierungsidee:
    Wenn also eine Polizistin bisher 1800 Euro verdient hat, soll sie jetzt nur noch 700 Euro verdienen und 1100 Grundeinkommen bekommen. Damit wird aber dem System Steuer und Sozialabgaben für 1100 entzogen. Wie wird das gegen finanziert? Und was bringt das eigenlich für die mit 1800 € nicht wirklich üppig bezahlte Polizistin?
    Arbeit wird damit nominell billig gemacht, die Sozialabgaben müssen aber auf astronomische Höhen steigen, um das gegen zu finanzieren.
    Und 150 % Luxuxssteuer? in einem Land mit offenen Grenzen. Ich lach dann mal.
    Und für ein Kind unter 6 nur 250 €? das klingt nach Harz IV.
    Sorry, aber das ist eine Milchmädchenrechnung, die schon falsche Annahmen in der Grundfinanzierung trifft und keine Stabilitätsmechanismen hat.

  15. 40.

    Es ist genug Vermögen vorhanden,um ein BGE einzuführen,alles eine Frage der Verteilung,auch ohne die Steuern massiv zu verändern.
    Löhne steigen auch nicht automatisch,nur weil die Produktivität steigt,Löhne steigen weil Arbeitskraft knapp wird. Ich verweise auch gerne nochmal auf unseren unglaubklichen Exportüberschuss jedes Jahr. Die meisten können sich gar nicht vorstellen,was der bedeutet.

    Wie schon geschrieben,die Einführung dürfte das Schwierigste werden,also ohne das bisherige System komplett ins Wanken zu bringen.

  16. 39.

    http://bge-rechner.de/finanzierung.html

  17. 38.

    In einem System, wo ein BGE zu 2/3 aus Arbeitseinkommen finaniert wird, führt eine Veringerung der Arbeitszeit ohne Lohnkompensation sehr schnell zum Kollaps des Systems. Die Löhne werden aber nicht steigen ohne dass die Produktivität steigt. Also wäre eine BGE-System nur dann stabil, wenn es zusätzliche Einkommensquellen gibt, wie z.B. Rohstoffe.
    Kennen Sie da welche in Deutschland? Ich nicht.
    Und das Geld in dieser Dimension über das Einkommenssteuersystem wieder herein zu holen bedeutet einen riesen Steuerunterschied zur EU. Nehmen wir mal an der Spitzensteuersatz würde auf 65 % steigen (ich glaube nicht, das das reicht), was für eine Steuerflucht würde wohl entstehen? Und die Finanzierung über Konsumsteuern wie auch vorgeschlagen würde vor allem die treffen, die die größten Anteil Ihres Einkommens in Kosum stecken müssen, die menschen mit geringen Einkommen. Da hilft keine EDV.

  18. 37.

    Rechnen müsste man können: 10 Miliarden /1000 € = 10 Mio, nich 1 Mio. Also reichen 10 Milliarden um 830.000 Menschen ein Jahr lang 1000 € monatlich zu zahlen. Klar, ein heißer Tropfen, um 19,8 Millionen Menschen in Deutschland mit einem Aquivalenzeinkommen von weniger als 60% des Bundesmedian zu mehr Einkommen zu verhelfen. Aber ein Startpunkt, um das bisher privat finanzierte Projekt breiter aufzustellen. Und natürlich braucht man eine Quelle, um jährlich 10 Milliardenoder aufzubringen. Aber nur so zum Vergleich: die verbesserte Anrechnung von Kindererziehungszeiten für Mütter kostet für den Zeitraum 2014-2030 130 Milliarden €. Jedes Jahr bekommt Deutschland 4-5 Milliarden € aus EU-Strukturfonds.
    Das ist alles kein BGE für alle, klar, aber brauchen denn alle BGE? Reicht es nicht aus, sich auf die erwähnten 19,8 zu konzentrieren und hier eine Umverteilung zu organisieren? So ein Zukunftsfonds leistet das allerdings nicht, er kann nur temporäre Hilfe wie in dem Beitrag gezeigt leisten.

  19. 36.

    Ja gut,er bekommt es natürlich erstmal,aber selbstverständlich muss das dann anderweitig wieder reingeholt werden. In Zeiten der EDV ist das ja alles kein Problem mehr.
    Die Einführung eines BGE ist natürlich das Schwierigste,aber auch das wäre machbar. Die Arbeitsleistung eines jeden Einzelnen zu reduzieren gehört ja auch zum Zweck eines BGE.

  20. 35.

    Sie sollten sich vielleicht mal die Dimensionen unseres Sozialstaates klar machen. Ein Zukunftsfond mit 10 Milliarden Euro wäre ein "Fliegenschiss". Da würden wir über ganz andere Größenordnungen sprechen müssen. Insofern ist Ihre Idee leider völlig unrealistisch. 10 Milliarden sind schon weg, wenn nur einen Monat lang 1 Million Empfänger nur 1.000 EUR bekämen. Dann fehlen aber noch rund 82 Millionen Empfänger und 11 weitere Monate. Und dann kommt das nächste Jahr...

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