Badegäste vergnügen sich im Freizeit-Resort «Tropical Islands» in Brand (Brandenburg).(Bild: dpa/Patrick Pleul)
Video: Brandneburg aktuell | 03.04.2018 | Rico Herkner | Bild: dpa/Patrick Pleul

"Handelsblatt"-Bericht - Tropical Islands soll offenbar verkauft werden

Erst im Januar waren Investitionen und Erweiterungen angekündigt worden, nun steht das Tropical Islands im Landkreis Dahme-Spreewald offenbar vor dem Verkauf. Einem Medienbericht zufolge könnte die Badelandschaft bis zu 300 Millionen Euro einbringen.  

Die Freizeitanlage Tropical Islands im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald steht möglicherweise vor dem Verkauf. Wie das "Handelsblatt" [externer Link] unter Berufung auf das Medienunternehmen Bloomberg am Dienstag berichtet, prüfen der Milliardär Ananda Krishnan und sein Geschäftspartner Colin Au gemeinsam mit einer Investmentbank, ob es Interessenten für die Badewelt gibt. Eine Unternehmenssprecherin sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Wir können den Bericht bestätigen."

Wie eine Sprecherin des Unternehmens dem rbb in Cottbus bestätigte, werden im Moment alle Optionen der Weiterentwicklung der Freizeitanlage Tropical Islands bei den Eigentümern und bei allen Beteiligten diskutiert. Der vollständiger Verkauf wäre demnach die letzte Option. Vor allem geht es um die Sicherung der geplanten Bettenerweiterung im Umfang von 300 Millionen Euro. Am Freizeitressort sollen für 9.000 Gäste Übernachtungsmöglichkeiten entstehen. Auch im Dom, also der Tropenhalle selbst, soll weiter investiert werden. Daher werde auch über die bisherige Eigentümerstruktur nachgedacht. Das erklärte Ziel: Tropical Islands soll die größte Freizeitanlage Europas werden.

Wert wird auf bis zu 300 Millionen Euro geschätzt

Betreiber ist die Tanjong-Gruppe aus Malaysia, an der Krishnan die Mehrheit hält, Au gehört der Rest. Hintergrund des geplanten Verkaufs sind den Angaben zufolge wirtschaftliche Schwierigkeiten der Gruppe in Indien. Dort soll das malaysische Unternehmen in den vergangenen zwölf Jahren rund sieben Milliarden Dollar Verlust gemacht haben.

Die Freizeitanlage, die rund 100.000 Quadratmeter groß ist, besteht aus einem Hotelkomplex, Campingplätzen, einem Regenwald mit 600 Pflanzenarten, künstlichen Stränden, einem Wasserpark sowie Saunen und verschiedensten Freizeitangeboten. Der Wert von Tropical Islands wird den Angaben zufolge auf bis zu 300 Millionen Euro geschätzt.

Eröffnet wurde die Badelandschaft 2004 in der größten freitragenden Halle der Welt. Diese war im Jahr 2000 fertiggestellt worden und sollte dem Unternehmen Cargolifter ursprünglich als Werfthalle für die Montage von Luftschiffen dienen. Die Zeppeline sollten für den Transport schwerer Lasten eingesetzt werden, zum Beispiel auf Großbaustellen, und bis zu 160 Tonnen Fracht transportieren können.

Erst im Januar waren neue Investitionen angekündigt worden

Tropical Islands liegt südlich von Berlin in den Gemeinden Halbe und Krausnick und ist etwa 50 Kilometer von der Stadtgrenze entfernt. Nach eigenen Angaben beschäftigt Tropical  Islands rund  600 Mitarbeiter. Im Jahr 2017 soll die Besucherzahl bei etwa 1,1 Millionen gelegen haben. Damit ist es eines der größten Freizeitressorts in ganz Deutschland.

Erst im Januar hatte das Unternehmen Investitionen und Erweiterungen angekündigt. So soll die Umsetzung einer neuen Spielewelt für Kinder, Bogenschießen für Gäste jeden Alters und ein Streichelzoo noch im laufenden Jahr vorangetrieben werden, teilte das Unternehmen mit. "Es ist ganz wichtig, dass wir das Resort weiterentwickeln, denn die Konkurrenz in Europa schläft nicht", sagte der neue Geschäftsführer der Freizeitanlage, Michiel Illy. Laut "Handelsblatt" sind Investitionen von 300 Millionen Euro geplant.

Tropical Islands lockt mit Palmen in den Spreewald

Sendung: Antenne Brandenburg, 03.04.2018, 9.00 Uhr

Kommentar

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12 Kommentare

  1. 12.

    Mir genügt ein Blick auf die Reifen.
    Sie können ruhig meine Kompetenz anzweifeln. Gelände können Sie mit diesen Feilen vergessen. Wrangler und Cherokee sind noch ernst zunehmende Fahrzeuge, der Rest taugt zum Kaffeehaus-Racer.
    Ich bin Offroad-Wettbewerbe gefahren, ich weiß wovon ich rede.

  2. 11.

    Sie haben sicher recht. Jedoch ist es leider so, dass letzten Endes der Usus die Norm bestimmt, auch wenn er noch so falsch und zweifelhaft ist.

  3. 10.

    Da muss ich meinen Namensvetter jetzt aber mal in Schutz nehmen: Mit dem Jeep Renegade 1.6l E-torQ 81kW (110PS) ins Gelände? Auf einen Waldweg vielleicht, aber unter Gelände verstehe ich was anderes. Das Teil ist als Schlecht-Wege-Auto vielleicht noch ganz brauchbar, durch Schlamm und über ausgefurchte Waldwege kommen Sie mit dem Teil ganz sicher nicht. Das ist ein stinknormales SUV, welches man auch gegen Aufpreis mit 4x4 ausstatten kann, zum waschechten Geländewagen wird er aber noch lange nicht. Dann lieber einen Lada Niva/Taiga, der steckt echt was weg - so wie früher mal die "echten" Jeeps.

  4. 8.

    Rechthaberei. Umgangssprachlich ist das eben nun mal so. Und daß jeder Jeep ein Geländewagen ist - nun, heutzutage kann ich da nur drüber lachen. Jeep produziert heute Plastikbomber wie alle anderen Hersteller auch. Mit solchen "Geländewagen" würde ich mich nicht mehr ins Gelände wagen.

  5. 7.

    Sebastian, ich schrieb nichts anderes. Bitte noch mal lesen. Oder das Wort Synonym im Duden nachschlagen. Danke!

  6. 6.

    Also: Es gibt Luftschiffe. Und es gibt Zeppeline. Letztere sind eine besondere Form der Luftschiffe, quasi eine Unterart derselben. Mithin ist nicht jedes Luftschiff ein Zeppelin, aber jeder Zeppelin ein Luftschiff. Genauso, wie nicht jeder Geländewagen ein Jeep, aber jeder Jeep ein Geländewagen ist. Oder wie nicht jedes Taschentuch ein Tempo, aber jedes Tempo ein Taschentuch ist. Kapiert?

  7. 5.

    Flex für Trennschleifer, Hilti für Bohrhammer, Walkman für tragbaren Kassettenspieler...

    Das Tropical Island ist ein Beispiel dafür, wie bekloppt die Menschheit inzwischen ist. Da werden Megawatt an Energie verpulvert, um so eine Halle im Winter auf 24°C zu heizen. Ohne Steuerzahler würde das niemals funktionieren. Im Umkehrschluß kühlen wir ähnlich große Hallen, damit man im Sommer Ski fahren kann. Der Häuslebauer hingegen muß 150 mm dicken Sondermüll an sein Haus pappen, um die Bedingungen einer unsinnigen Energieeinsparverordnung zu erfüllen. Hauptsache irgendwer macht sich die Taschen voll.

  8. 4.

    Das ist zwar grundsätzlich korrekt, aber bestimmte Markennamen bzw. Produkte haben sich als gebräuchliche Bezeichnungen eingebürgert - der Zeppelin für Luftschiffe gehört unbedingt dazu, genau so wie bis zum Aufkommen der SUV gerne alle Geländewagen als Jeep bezeichnet wurden. Soll noch heute Menschen geben, die sämtliche Smartphones als iPhone bezeichnen. Es gibt manchmal Produkte, die so spektakulär neu und erfolgreich sind, dass sie auch als Namenspatron für ähnliche Produkte herhalten müssen. Das wohl am häufigsten verwendete Synonym dürfte das gute alte "Tempo"-Taschentuch sein. \*klugscheißmodus_aus\ :-)

  9. 3.

    .....oder ein Geländewagen ein JEEP! ;-)

    Aber zum Thema:
    Besucherzahl "soll bei ... gelegen haben". Ich denke, das sollte man in Zeiten von elektronischem Kartenverkauf und online-Buchungen bis auf den letzten Wellensichtich wissen! Merkwürdige Öffentlichkeitsarbeit.....
    Weiter: Der Wert liegt bei 300 Mill. Euro und in gleicher Höhe sind Investitionen geplant...?
    Üblicherweise werden ja bei einem Komplett-Verkauf auch die Arbeitsverträge neu aufgelegt, Nachtigall, ick hör Dir.....
    Ach was, wahrscheinlich waren in diesem Winter die Heizkosten für das Zelt einfach zu hoch........

  10. 2.

    Sind wohl die Fördermittel alle? Aber egal, bezahlt eh alles der Steuerzahler. Der Käufer kann dann beim Land neue beantragen, weil er schafft ja Arbeitsplätze..

  11. 1.

    Liebe Rundfunkleute,
    nicht jedes Luftschiff ist ein ZEPPELIN,
    genausowenig wie jedes Passagierflugzeug
    ein JUMBO ist.

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