Ekkehard Streletzki, der Eigentümer des Estrel Hotels, präsentiert am 25.02.2014 in Berlin auf einer Pressekonferenz den Gewinnerentwurf für den Bau des Estrel Towers. (Quelle: dpa/Naupold)
Video: Abendschau| 24.05.2018 | Martin Küper | Bild: dpa/Naupold

Neues Hochhaus in Neukölln - Estrel will im Frühjahr 2019 mit Tower-Bau beginnen

Die Stadtring-Baustelle neben dem Estrel an der Berliner Sonnenallee macht viel Lärm. Doch schon bald wird es hier eine weitere Großbaustelle geben, und da kommt die neue Autobahn gerade recht. Denn möglicherweise schon im nächsten Frühjahr beginnen die ersten Arbeiten am Estrel-Tower: ein 175-Meter-Hochhaus - mit nochmal 800 Zimmern und vielen Kongressflächen. Schon jetzt verfügt das Estrel über 1.200 Gästezimmer, etwa 1.800 Veranstaltungen finden in dem riesigen Komplex pro Jahr statt.

Zweieinhalb Jahre Bauzeit erwartet

Der Bebauungsplan ist genehmigt. Der Bauantrag werde zur Zeit ausgearbeitet, so Estrel-Erfinder Ekkehard Streletzki. "Jetzt können die Architekten die Eingabepläne machen." Dann dauere es noch einige Monate für die Genehmigung. Und nach einem möglichen Baubeginn im Frühjahr müsse man nochmal von zweieinhalb Jahren Bauzeit ausgehen.

Für Ende 2021 ist die Eröffnung geplant, bereits vorher sollen auf dem Estrel-Areal noch weitere Kongressflächen entstehen.

Als Hotel gestartet, jetzt Kongresszentrum mit Gästezimmern

Streletzki spricht vom "richtigen Projekt zur richtigen Zeit". Er mache sich keine Sorgen: Autobahn vor der Tür und Flughafen in der Nähe - was soll da passieren? Hoteldirektorin Ute Jacobs meint, die Ideen Streletzkis hätten sich bisher immer als die richtigen erwiesen. So wie beim Bau des zweiten Convention Centers: "Wenn in der einen Halle was stattfindet, kann in der anderen abgebaut werden."

Berlin ist im Kongress-Fieber, vor allem davon profitiert das Estrel. Die Hauptstadt ist weltweit unter den Top-Five. Und so ist aus einem Haus, das einmal als Hotel gestartet ist, ein Kongresszentrum mit Gästezimmern geworden. Das funktioniert auch in Neukölln.

Weniger als 20 Prozent Touristen im Estrel

Zur vermeintlichen Randlage in Neukölln sagt Streletzki: "Ich glaube, wenn man hier mal einen Rundblick macht, dann sieht man auch, dass wir gar nicht mehr so weit entfernt sind. Seit 1989 befindet sich der Standort nicht mehr am Rande der Stadt, und wir fühlen uns hier auch gar nicht so."

Touristen sind selbstverständlich immer noch willkommen, ihr Anteil aber liegt unter 20 Prozent. Und so wie es aussieht, wird sich daran nicht viel ändern - das Geschäft mit den Kongressen ist ein lohnendes.

Sendung: Abendschau, 24.05.2018, 19.30 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Das schöneste daran: Endlich bekommt Berlin einen wirklichen Tower, fern ab der 50 -100m Stummel.
    Herr Streletzki ist der Beweis eines erfolgreichen Machers und kein typisch berliner Verhinderer des Fortschritts in der Stadt. Man wünschte sich solche fähigen Leute, mit zukunftsgerichtetem und absolut ideologiefreien Blick im Berlin Bausenat. Es täte der Stadt optisch und wirtschaftlich gut.

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