Zug nach Stettin am Bahnhof Berlin-Lichtenberg (Quelle: imago/Höfer)
Audio: rbb | 11.06.2018 | Karsten Steinmetz | Bild: imago stock&people/Höfer

Bahngipfel in Potsdam - Zugverbindungen nach Polen sollen ausgebaut werden

Der Bahnverkehr zwischen Deutschland und Polen soll verbessert werden. Beim 3. Deutsch-Polnischen Bahngipfel in Potsdam wurde am Montag eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, wie die Staatskanzlei mitteilte.

So wollen die Deutsche Bahn und die Länder Brandenburg und Berlin die Strecke Berlin-Stettin bis zur Grenze durchgehend zweigleisig ausbauen. Die bislang mit Dieselloks betriebene Strecke soll auch eine Oberleitung bekommen.

Zudem einigten sich die Gipfelteilnehmer auf die Einführung einer Zugverbindung mit Intercity-Qualität zwischen Berlin, Breslau und Krakau. Zudem soll es auch im kommenden Jahr weiterhin die Kulturzug-Verbindung Berlin-Breslau geben. Auf der stark genutzten Zugverbindung Berlin-Warschau sollen bald modernere Züge eingesetzt werden.  

Sendung: Brandenburg aktuell, 11.06.2018, 19.30 Uhr

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5 Kommentare

  1. 5.

    Absichtserklärungen hat es schon so viele gegeben …

    Ich glaube das erst, wenn ich tatsächlich in einem elektrischen Triebwagen nach Stettin fahre. Aber dann freue ich mich – für die Deutschen und für die Polen, die dann wieder ein Stück näher zusammenkommen.

  2. 3.

    Schön, dass man sich zusammengesetzt hat, das Problem erkannt hat und gemeinsam erste Projekte angeht. 29 Jahre nach der Wende und 14 Jahre nach EU-Beitritt Polens kann man das nicht gerade zügig nennen, aber immerhin. Die vereinbarten Projekte sollte man von Seiten der Veranstalter aber keineswegs als Erfolg verkaufen, denn das sind sie nicht! Wenn man die Verflechtung zu den Benelux-Ländern und Frankreich sieht, ist es für die Bundesrepublik und Polen eher ein Armutszeugnis. Daran ändert auch das Weiterbestehen eines(!) Bummelzuges zwischen Berlin und Breslau nichts! In dem angeschlagenen Tempo wird das Vorwendeangebot vielleicht in 50 Jahren erreicht.

  3. 2.

    Nichts spräche dagegen, die DB-Tarife so kundenfreundlich zu gestalten wie bei der PKP. Die modernen polnischen Nahverkehrszüge kosten nur rund ein Viertel des deutschen Preises, selbst für Polen immer noch wesentlich billiger als die DB oder VBB für Deutsche. Hier werden Nebenstrecken ausgedünnt oder stillgelegt zugunsten von teuren Prestigeobjekten und der übermächtigen Autolobby. Für überfüllte oder verdreckte Züge mit komplizierten Tarifen werden überteuerte Preise verlangt, in Polen bekommt man dagegen kostenlosen WLAN-Empfang. Ein Armutszeugnis für die deutsche Verkehrspolitik.

  4. 1.

    Das Land links der Oder ist kein anderes als das Land rechts der Oder. Die Kulturen haben sich in den letzten tausend Jahren stets vermischt bzw. verwoben. Auch handelt es sich nicht um eine andere Art Mensch links und rechts des Flusses, sondern um Menschen verschiedener Sprachen und Papier gewordener Zugehörigkeit.

    Jahrhundertelang haben Heißsporne das als Moment der Trennung begriffen und politisches Kapital daraus geschlagen. Jetzt werden sowohl in Deutschland als auch in Polen dreisprachige Touristenbroschüren herausgegeben: Polnisch-Englisch-Deutsch, Deutsch-Englisch-Polnisch.

    Nur die PIS-Regierung kann sich nicht so recht damit anfreunden. Das aber ist nicht überall so. Gott sei Dank.

    Nichts und rein garnichts spräche im Prinzip dagegen, die Bahnstrecke nach Poznan/Posen im gleichen Takt fahren zu lassen wie zwischen Magdeburg und Frankfurt (Oder), jene nach Wroclaw/ Breslau und Kraków/Krakau im gleichen Takt fahren zu lassen wie zwischen Cottbus und Nauen über Berlin.

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